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Kein Rock und keine Zöpfe

Schluss mit den Ampelmännchen! Jetzt kommen die Ampelfrauen – und zwar die richtigen!

In Berlin soll ein Teil der Ampelmännchen durch ein weibliches Pendant ersetzt werden. Das fordert eine Politikerin. In einigen deutschen Städten gibt es solche Ampelfrauen bereits. Aber die passen der Politikerin vom Style her nicht in den Kram. Wie wäre es mit unserem Vorschlag?
20.05.2014, 22:1423.06.2014, 17:37

Ampelmännchen ist nicht gleich Ampelmännchen. Während im Grossteil Deutschlands – und auch in der Schweiz – das «West»-Männchen signalisiert, wann wir über die Strasse laufen dürfen, sieht es in Berlin anders aus: Dort weist uns das ehemalige DDR-Ampelmännchen den Weg. Das sieht so aus:

Bild: AP

Nun soll es in der deutschen Hauptstadt noch eine Extrawurst geben: SPD-Fraktionschefin Martina Martischok-Yesilcimen fordert in einem Antrag, dass unter dem Gesichtspunkt der Gleichstellung abgesehen von Ampelmännchen nun auch Ampelfrauen den Strassenverkehr regeln sollen. Das berichtet der Tagesspiegel. Die Politikerin aus dem Bezirk Berlin Mitte würde diesen Plan gerne in der gesamten Stadt umsetzen.

Die Idee ist nicht völlig neu: In einigen deutschen Städten – wie zum Beispiel Zwickau, Dresden oder Kassel – und auch in Belgien und England gibt es Ampelfrauen bereits. Doch diese sollen es für Berlin nicht sein: «Wir wollen keine Frau mit Zöpfen und Walla-Walla-Rock», so Martischok-Yesilcimen zum «Tagesspiegel», «sondern eine moderne, selbstbewusste Frau». Sie stellt sich eher eine Ampelfrau in Hose und Absatzschuhen vor.

Kein Problem, wir haben da mal was vorbereitet. Wir präsentieren: die Berliner Ampeldame von heute! Sie trägt Hose, dezente Absatzschuhe und einen locker zusammengebundenen Rossschwanz. Wäre das ein mögliches Design für die neue Berliner Ampelfrau, Frau Martischok-Yesilcimen?

Bild: watson

Die Angelegenheit wird voraussichtlich am Donnerstag bei der nächsten Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung thematisiert. Sollte Martischok-Yesilcimen mit ihrer Initiative durchkommen, stellt sich bloss noch die Frage, wie häufig die Ampeldamen zum Einsatz kommen sollen. 

Für die Gleichstellungsbeauftragte des Bezirks Berlin Mitte, Kerstin Drobick, ist klar: Ampelmänner und -frauen sollen abwechselnd eingesetzt werden, um Diskriminierung auszuschliessen. Natürlich – wenn schon, denn schon.

Lesen Sie mehr zum Thema:

Ob und wie das Projekt konkret umgesetzt wird, steht also noch in den Sternen. Auf Twitter kassiert die Aktion jedenfalls eine Menge Spott und Hohn:

Wir für unseren Teil bleiben jedenfalls gespannt, ob man sich wegen der Designfrage vielleicht am Ende doch noch bei uns meldet.

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5 Kommentare
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Die beliebtesten Kommentare
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öpfeli
20.05.2014 22:50registriert April 2014
manche frauen fühlen sich wohl krankhaft benachteiligt.
eine emanzipierte / selbstbewusste frau kennt und schätzt ihren wert auch mit männlichen ampelmännchen.
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