Deutschland
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BERLIN, GERMANY - APRIL 06:  Former German Chancellor Gerhard Schroeder attends a reception hosted by the German Social Democrats (SPD) to mark Schroeder's 70th birthday at Hamburger Bahnhof museum on April 6, 2014 in Berlin, Germany. Schroeder was German chancellor from 1998 to 2005.  (Photo by Sean Gallup/Getty Images)

Bild: Getty Images Europe

Deutscher Ex-Kanzler evakuiert

Bombendrohung stört Schröders Geburtstags-Fete

Bankenchefs, Wirtschaftsführer und der russische Botschafter waren da, um auch noch einmal den 70. Geburtstag des deutschen Ex-Bundeskanzlers Gerhard Schröder zu feiern. Eine Bombendrohung zwang die Festgesellschaft zum Umzug von einem Luxushotel ins andere.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Umzug mit dem Shuttlebus: Eine Geburtstagsfeier für den deutschen Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) ist am Montagabend durch eine Bombendrohung gestört worden. Das Polizeipräsidium in Wiesbaden berichtete, die Drohung sei gegen 19.30 Uhr telefonisch eingegangen. Die Gäste mussten das Schlosshotel Kronberg bei Frankfurt verlassen. Sie seien mit Bussen ins Grandhotel Falkenstein im benachbarten Königstein gebracht worden.

Die Polizei durchsuchte das Gebäude demnach mit Spürhunden. Gegen 23 Uhr wurde das Haus laut Polizei in Teilen wieder freigegeben. An der Feier hatte neben Wirtschaftsprominenz auch der russische Botschafter in Deutschland, Wladimir Grinin, teilgenommen.

Die Feier zum 70. Geburtstag des Alt-Kanzlers war auf Einladung der Bankengruppe Rothschild zustande gekommen. Schröder ist einem Rothschild-Sprecher zufolge seit 2006 Mitglied des internationalen Beraterkreises der Gruppe. Zu der Feier im Taunus kamen auch Vertreter der deutschen Wirtschaft wie Hauptstadt-Flughafenchef Hartmut Mehdorn und der Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bank, Jürgen Fitschen, aber auch FC-Schalke-04-Aufsichtsratschef Clemens Tönnies.

Schröder verteidigt Feier mit Putin

epa04185208 Russian President Vladimir Putin (C) and former German chancellor Gerhard Schroeder (3rd R) meet in the Yusupovsky palace at a North Stream reception on the occasion of Schroeder's 70th birthday, in St. Petersburg, Russia, 28 April 2014. Former German chancellor Gerhard Schroeder's decision to celebrate his 70th birthday at a lavish party in St Petersburg attended by Russian President Vladimir Putin has created a political storm in Germany 29 April 2014. Monday's celebrations came as German Chancellor Angela Merkel was spearheading European and US efforts to force Putin to implement a Geneva peace agreement aimed at easing tensions in eastern Ukraine. A German government official insisted on 29 April  that Schroeder, who chairs a German-Russian pipeline joint venture with Russian gas group Gazprom Nord Stream, was not acting in any official capacity at the event and that he had left active politics some time ago.  EPA/ANATOLY MALTSEV

Freudiges Wiedersehen: Putin umarmt Schröder. Bild: EPA

Mit einer Geburtstagsparty in St. Petersburg und einer herzlichen Umarmung mit Kremlchef Wladimir Putin mitten in der Ukraine-Krise hatte Schröder Ende April Kritik auf sich gezogen.

Der Alt-Kanzler hatte sich dagegen am Wochenende verteidigt. «Der russische Präsident ist keine Persona non grata. Ich habe mich gefreut, dass er gekommen ist – auch weil ich wusste, dass es dann die Möglichkeit für ein Gespräch gibt», sagte er der «Welt am Sonntag» und dem «SonntagsBlick». Und dieses Gespräch habe, so Schröder, «was die Freilassung der OSZE-Militärbeobachter angeht, auch zu einem Erfolg geführt.»

(cai/dpa/Spiegel Online)



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