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Schärfere Massnahmen gefordert

Nach Internet-Mobbing begeht 14-Jährige in Italien Selbstmord



In Italien hat der Suizid eines 14-jährigen Mädchens nach massivem Mobbing im Internet eine heftige Debatte ausgelöst. Die Jugendliche war von ihrem Freund verlassen worden und hatte sich in ihrer Verzweiflung an das soziale Netzwerk Ask.fm mit der Bitte um Hilfe gewandt. 

«Bring Dich um!», «Niemand will Dich» und «Du bist nicht normal», lauteten einige der anonymen Reaktionen. Als das Mädchen unter dem Pseudonym «Amnesia» Fotos mit Schnittwunden an ihren Armen einstellte, erntete es unter anderem den zynischen Kommentar: «Ich hoffe, dass Du eines Tages die grosse Vene triffst und stirbst.» Am Sonntag schliesslich sprang die Schülerin in den Tod. 

Niemand dürfe mehr hinnehmen, dass sich Jugendliche aufgrund von Psychoterror umbrächten, sagte die Abgeordnete Micaela Campana von der Demokratischen Partei. Sie forderte vom Parlament, dass es sich so rasch wie möglich mit einem neuen Gesetz zu Mobbing und Cyber-Mobbing befasst. Ein von ihr erarbeiteter Entwurf sieht unter anderem schärfere Strafen für Cyber-Mobbing vor. (pru/sda)

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