Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Geschafft! Nach 18 Minuten und 55 Sekunden war die Demonstration der neuen Ladetechnik endlich beendet, und der Akku des Testgeräts voll. bild: spiegel online

Meizu präsentiert das Smartphone, das in 19 Minuten vollständig geladen ist

Der chinesische Handyhersteller Meizu zeigte diese Woche erstmals eine Technik, die Akkuladezeiten drastisch reduzieren soll. Aber ein Problem bleibt.

05.03.17, 20:32 06.03.17, 07:01

Matthias Kremp, barcelona / spiegel online



Ein Artikel von

Man werde Apple und Samsung mit einer neuen Technologie herausfordern: Mit dieser noch recht kryptisch klingenden Ankündigung lockte der kleine chinesische Handyhersteller Meizu Neugierige zu seiner Pressekonferenz auf dem Mobile World Congress.

Am Messestand wurde dann schnell klar, was Meizu vorhat. Die Firma versucht, ein zentrales Smartphone-Problem zu lösen: die lange Ladedauer der Geräte. Viele Smartphone-Nutzer dürften das kennen – und ihr Gerät jede Nacht ans Kabel hängen.

Meizu präsentierte nun eine neue Ladetechnik, mit der Smartphone-Akkus schneller als bisher aufgeladen werden können – viel schneller. Meizu verspricht, dass ein Smartphone-Akku mit der neuen Technik binnen 20 Minuten voll aufgeladen werden kann.

Ein Smartphone-Prototyp mit der neuen Ladetechnik. Genaue Daten zu dem Gerät lieferte der Hersteller nicht, erklärte nur, dass der Akku eine Kapazität von 3000 mAh hat, was vielen aktuellen Modellen entspricht. bild: spiegel online

Die Pressekonferenz wurde dann allerdings langsam, sehr langsam – fast schon eine Geduldsprobe. Meizus Pressesprecherin demonstrierte live in Echtzeit, wie schnell sich ein vollkommen entladenes Smartphone mit einem klobigen Meizu-Ladegerät wieder aufladen lässt.

Während der Meizu-Pressekonferenz passierte 20 Minuten lang fast nichts. Eine Unternehmenssprecherin meldete nur alle fünf Minuten einen Zwischenstand des Ladevorgangs. bild: spiegel online

Rund 20 Minuten lang blieb den Besuchern im Folgenden, geduldig auszuharren. Im Fünfminutenabstand meldete die Sprecherin einen Zwischenstand: «Jetzt sind es schon 17 Prozent!»

Strom, viel Strom

Immerhin gab es in der Zwischenzeit ein paar Informationen zu der von Meizu Super mCharge genannten Technik. Demnach basiert das System auf leicht modifizierten Lithium-Ionen-Akkus, die so verändert werden, dass sie den gegenüber anderen Handys höheren Belastungen beim Aufladen gewachsen sind. Denn das Ladegerät pumpt den Strom mit elf Volt und fünf Ampere, was einer Leistung von 55 Watt entspricht, in den Akku. Zum Vergleich: Ein normaler Standard-USB-Anschluss liefert 2,5 Watt.

Das Ladegerät ist weit größer als die sonst üblichen Handy-Netzstecker. Damit das System funktioniert, muss man ein spezielles Ladekabel verwenden, das bis zu 160 Watt aushält. bild: spiegel online

Der Anschluss erfolgt über eine USB-C-Buchse, wie sie bei vielen neueren Smartphones üblich ist. bild: spiegel online

Damit es den Akku dabei nicht zerreisst, wird der Ladevorgang von einer Elektronik überwacht, die ständig Spannung und Stromstärke kontrolliert. Zwingend notwendig ist auch die Verwendung eines besonderen USB-3-Ladekabels, das Belastungen von bis zu 160 Watt aushalten kann.

Das Ergebnis des Aufwands: Bei der Live-Demo auf dem MWC war der Akku schon nach 18:55 Minuten wieder voll – und die Zuschauer wurden endlich erlöst.

Aufladen ohne Akkufieber

Angst, das schnelle Aufladen könne gefährlich sein, müsse man nicht haben, versicherte im Anschluss ein Meizu-Sprecher. Während des Ladevorgangs steige die Temperatur des Akkus nur auf 39 Grad, knapp über Körpertemperatur also. Tatsächlich fühlte sich das zum Test aufgeladene Smartphone nicht sonderlich warm an.

Hoffnungen, dass man diese Technik bald auch in Geräten anderer Hersteller wird nutzen können, sollte man sich jedoch nicht machen. Vorerst, so scheint es, will Meizu das System nur für eigene Geräte verwenden. Welche das sein werden und wann sie auf den Markt kommen, wollte man dann aber auch nicht verraten.

Xiaomi Mi Mix ausprobiert: Das Handy, das Apple und Samsung gerne hätten

Hardware-Tests: Die neusten Handys, Tablets und PCs im Test

Beinahe hätte UPC die perfekte TV Box gebaut, aber es gibt da ein, zwei Probleme

Beinahe hätte Microsoft den perfekten Laptop gebaut, aber es gibt da ein Problem...

Besser als Apple oder Huawei? Der Test zeigt, wie gut das Galaxy Note 9 wirklich ist

Warum Huaweis P20 Pro das nützlichste Smartphone ist, das ich je getestet habe

Samsungs Wunderwaffe im Test: Kann man mit dem Handy wie mit einem PC arbeiten?

Back to the Future – so gut ist das iPhone X wirklich

Grosser Screen zum kleinen Preis – doch wie gut ist das Nokia 7 Plus wirklich?

Top oder Flop? Das musst du über die neue Apple Watch wissen

Das Pixel 2 ist mehr als nur eine Alternative zum iPhone

Wie in den 90ern: Der Mini-Super-Nintendo ist genau so cool, wie wir gehofft haben

14 Gründe, warum dieses völlig unterschätzte Smartphone ein echter Geheimtipp ist

14 Dinge, die jeder Mac- und PC-Nutzer über Microsofts neuen Laptop-Killer wissen muss

14 Gründe, warum der Surface Laptop der fast beste Laptop ist, den ich je getestet habe

7 Gründe, warum das neue iPad nicht nur für Schüler perfekt ist

7 Gründe, warum dieses völlig unterschätzte Handy grossartig ist

Samsungs Galaxy Note 8 ist ein iPhone auf Steroiden – mit einem fürchterlichen Preis

13 Dinge, die jeder Mac- und Windows-Nutzer über Microsofts neuen iMac-Killer wissen muss

10 Gründe, warum das grosse iPad Pro (fast) perfekt ist für dich

12 Gründe, warum das Zenbook das fast beste Laptop ist, das ich je getestet habe

Warum Nintendos Switch die innovativste Spiel-Konsole ist, die ich je getestet habe

Schön scharf! So schlägt sich das Sony Xperia XZ gegen das iPhone 7

13 Dinge, die jeder Mac- und Windows-Nutzer über Microsofts neuen Laptop-Killer wissen muss

Warum dieses Smartphone die perfekte Alternative zu iPhone oder Galaxy ist

LG G5 im Test: Das magische Handy, das sich immer wieder verbessern lässt

Halb Tablet, halb Notebook: Das taugt das neue Galaxy Tab 

iPhone SE: Dieser rosarote Zwerg hat mächtig Power

Was taugt das neue iPad? Das kleine iPad Pro im grossen Test

Galaxy S7 und S7 Edge im grossen Test: So gut sind die besten Android-Handys wirklich

12 Gründe, warum dieses völlig unterschätzte Handy grossartig ist

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Wie eine kleine Schweizer Firma den Smartphone-Markt revolutioniert (und du profitierst)

Revendo verkauft gebrauchte Apple-Produkte und Android-Smartphones und tut damit der Umwelt etwas Gutes. Der Firmengründer erklärt, was dahinter steckt.

Noch gibts bei Revendo kein iPhone XS. Wie wärs mit dem Vorjahresmodell, das Apple aus dem Angebot genommen hat? Im Online-Store der Schweizer Firma kostet es 999 Franken. «Fabrikneu», in der Originalverpackung.

Auch das 2015 lancierte iPhone 6S Plus führt Apple nicht mehr im Sortiment. Der Neupreis betrug 1000 Franken. Bei Revendo ist es für 435 Franken zu haben. Einziger Makel: Kratzer auf der Rückseite. Dank iOS 12 läuft es besser denn je ...

Gegründet wurde Revendo vor fünf Jahren von …

Artikel lesen