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Chat-Apps gibt's wie Sand am Meer: Wie die SMS soll RCS aber die Kommunikation über den Nutzerkreis einer bestimmten App hinaus erlauben.
bild: techcrunch

Kommt jetzt der Nachfolger der SMS? Google will RCS zum Durchbruch verhelfen

Weltweit werden immer weniger SMS verschickt, Chatdienste wie WhatsApp oder Facebooks Messenger aber boomen. Jetzt kommt der SMS-Nachfolgedienst RCS auf Googles Android-Smartphones.

24.02.16, 14:07


Ein Artikel von

Die Mobilfunk-Betreiber haben sich bei ihrem neuen Anlauf, einen SMS-Nachfolger zu etablieren, wichtige Rückendeckung von Google gesichert. Der Internet-Konzern wird das Format RCS in seinem Mobil-Betriebssystem Android unterstützen. «RCS ist aus unserer Sicht die Evolution, die Zukunft von SMS», sagte Android-Chef Hiroshi Lockheimer auf der Mobilfunk-Messe Mobile World Congress in Barcelona.

RCS - die Abkürzung steht für Rich Communications Services - funktioniert für Verbraucher ähnlich wie Messenger im Stil von WhatsApp. Wie die heutige SMS soll die Technik aber die Kommunikation über den Nutzerkreis einer bestimmten App hinaus erlauben. Obwohl die Online-Services sehr populär seien, brauche es eine Möglichkeit zur übergreifenden Kommunikation, betonte Lockheimer.

Bei den Messengern hat vor allem Facebook hohe Marktanteile. Der zugekaufte Dienst WhatsApp hat eine Milliarde Nutzer und stellt pro Tag 42 Milliarden Nachrichten zu. Dazu kommt der Facebook Messenger mit 800 Millionen Nutzern. 

Google ist mit seinem Chat-Dienst Hangouts weit abgeschlagen, hat aktuell keinen Service in WhatsApp-Dimension und bietet auch keine echte Alternative zum Apple-Dienst iMessage. In Medienberichten hiess es vor einiger Zeit, Google arbeite an einem eigenen Messenger. Der Internet-Konzern hatte im Herbst das auf RCS spezialisierte Startup Jibe Mobile gekauft.

Joyn, ein weitgehend erfolgloses Projekt

Die Mobilfunkanbieter versuchten bereits seit einigen Jahren, den Standard RCS unter dem Markennamen Joyn im Markt zu etablieren. Bisher jedoch waren sie damit weitgehend erfolglos. Mit der Android-Partnerschaft bekämen sie theoretisch Zugang zu bis zu 1.4 Milliarden Nutzern.

«Als Anbieter einer Plattform, die über verschiedene Netzbetreiber und Gerätehersteller hinweg funktioniert, sind wir in der Position, neue Technologien in den Markt zu bringen», sagte Android-Chef Lockheimer.

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mbö/dpa

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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • amade.ch 25.02.2016 08:52
    Highlight Also.. mal sehen, was tummelt sich da bei mir so? eMail, SMS, iMessage (immerhin in der gleichen App), WhatsApp, Facebook Messenger, Swisscom iO, Threema, Snapchat und Skype. Dann LinkedIn und Xing, über die sich ebenfalls Messages senden lassen. Auch über Instagram und Twitter lassen sich Nachrichten versenden. Doch, was mir jetzt noch fehlt ist eindeutig dieses Joyn bzw. RCS.
    1 3 Melden
  • Madison Pierce 24.02.2016 15:51
    Highlight Ein einheitlicher Standard wäre sehr zu begrüssen. Bei E-Mail müssen ja auch nicht alle beim gleichen Anbieter sein oder gar den gleichen Client verwenden.

    Wenn ich ein paar Kollegen anschreiben will, falle ich auf SMS zurück, weil man damit auf ein Mal alle erreicht. Oder schreibe gleich ein Mail, aber das ist mühsam für Gruppenchat.
    10 1 Melden
  • Nichtswisser 24.02.2016 14:24
    Highlight Fühle mich an den Comic hier erinnert.
    40 0 Melden

Schwarzer Punkt in WhatsApp-Nachricht lässt Handys abstürzen 💣

Android-User sollten zurzeit aufpassen, wenn sie eine Nachricht mit diesem Emoji drin erhalten: ⚫️

Wenn man es antippt, kann die App abstürzen und unter Umständen nicht mehr auf weitere Eingaben reagieren.

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