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Apple stellt «Günstig»-iPad und neue Apps vor – das musst du wissen

Apple hat die Schule wiederentdeckt: Der Tech-Konzern will Pädagogen und Schüler mit weniger teuren iPads und Apps versorgen. Aus gutem Grund.

Matthias Kremp / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Mit den Neuankündigungen reagiert Apple auf den wachsenden Erfolg sogenannter Chromebooks an US-Schulen. Noch vor wenigen Jahren waren Apples iPads und MacBooks die an US-Schulen meistgenutzten Geräte. Mittlerweile sind sie von billigeren Laptops mit Windows oder Chrome OS verdrängt worden.

People record the reveal of the new iPad during an Apple event at Lane Technical College Prep High School, Tuesday, March 27, 2018, in Chicago. (AP Photo/Charles Rex Arbogast)

Rockkonzert? Nope. College-Schüler am Apple-Event. Bild: AP

Der Rahmen war ungewöhnlich. Statt im schicken neuen Hauptquartier in Kalifornien präsentierte Apple Chef Tim Cook die neuen iPads in einer Highschool in Chicago. Allerdings nicht in irgendeiner, sondern in der renommierten Lane Tech High-School.

Wer hier lernen will, wird vor der Zulassung rigorosen Auswahltests unterworfen. Vor allem aber ist die Lane Tech ein Paradebeispiel für gelungene Integration und Diversifizierung. Von den gut 4000 Schülern sind 57 Prozent weiblich, 67 Prozent gehören Minderheiten an. Genau der richtige Rahmen also, um sich für bessere Bildung starkzumachen – am besten mithilfe von Apple-Computern.

Insbesondere für Bildungseinrichtungen empfahl Cook dann auch das neue iPad, das aussieht wie das alte Modell. Das gilt auch für den 9.7 Zoll grossen Bildschirm. Doch, anders als seine Vorgänger unterstützt nun auch das günstigste Apple-Tablet den Apple Pencil genannten digitalen Zeichenstift.

Passend dazu gibt es Updates von Apples Office-Apps Pages, Keynote und Numbers, die künftig auch per Stift bedient werden können. Unter anderem sollen Lehrer das dazu nutzen können, Anmerkungen in die Arbeiten ihrer Schüler zu schreiben.

Die Updates kommen allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt. Ein genaues Datum nannte der verantwortliche Apple-Manager, Greg Joswiak, nicht.

Neu ist auch die Möglichkeit, mit der Text-App Pages digitale Bücher zu erstellen. So sollen Lehrer massgeschneiderte Lehrmaterialien für ihre Klassen selbst leicht anfertigen können.

Zudem erhalten die neuen iPads eine Multi-User-Funktion, damit sie von verschiedenen Schülern genutzt werden können. Das Umschalten zwischen zwei Nutzern dauere «weniger als eine Minute», erklärte Joswiak. Über eine App namens Apple School Manager sollen die derart geteilten iPads von Lehrern verwaltet werden.

Was Apple alles angekündigt hat im 3-Minuten-Video

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Video: YouTube/MacRumors

Kaum Veränderungen bei den Preisen

Im Inneren des neuen iPads arbeitet der vom iPhone 7 bekannte A10-Fusion-Prozessor. Im Rücken ist eine 8-Megapixel-Kamera eingebaut, vorne die übliche Facetime-Kamera für Videochats. Gegen Aufpreis ist eine Version mit LTE-Modul verfügbar.

Die Einstiegsvariante des neuen iPad kostet mit 32 GB Speicher 379 Franken, das entsprechende LTE-Modell steht mit 529 Franken in der Preisliste. Für mehr Speicher sind Aufpreise fällig.

Einen Apple Pencil kann man für 109 Franken dazu bestellen. Die Smart-Cover kosten hierzulande 39 Franken.

Laut Apple sind die Geräte ab sofort bestellbar, werden ab kommender Woche ausgeliefert. Bildungseinrichtungen erhalten auf die genannten Preise Rabatte.

Lehrstoff für Lehrer

Mehr Raum als dem iPad wurde allerdings einigen Apps und Angeboten gegeben, mit denen Apple Lehrer für sich begeistern will. So wurden verschiedene Apps gezeigt, die Lehrern die Gestaltung ihres Unterrichts und die Verwaltung von Schulnoten und Hausaufgaben erleichtern sollen.

Über die App Schoolwork etwa können Lehrer Handouts und Hausaufgaben verschicken und ausdrucken oder an Termine erinnern. Zudem ermöglicht Schoolwork die Fernsteuerung anderer Bildungs-Apps, etwa, um Schüler eine bestimmte Aufgabe an einer vorgegebenen Stelle beginnen zu lassen. Noch ist Schoolwork allerdings im Betastadium, soll erst im Juni veröffentlicht werden. Ganz ähnlich soll die App Classroom funktionieren, die ab Juni als Betaversion für Mac-Computer verfügbar sein soll.

Neben diesen Verwaltungs-Tools betonte Apple bei der Präsentation ein «Everyone Can Create» genanntes Angebot, dass Lehrern die Ressourcen bereitstellen soll, um ihren Unterricht etwa mit Zeichnen, Musik, Filmemachen oder Fotografie um kreative Aufgaben zu ergänzen.

Um Lehrkräften die Nutzung dieser Tools zu erklären, sollen im Laufe des Frühjahrs in Apple Stores entsprechende Schulungen angeboten werden. Darüber hinaus wurde die Trainings-Website Apple Teacher gezeigt, auf der Lehrer den Umgang mit digitalen Medien erlernen oder vertiefen sollen.

«Hausaufgaben?» Das iPad soll laut Apple Schüler-Sorgen beseitigen

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Video: YouTube/Apple

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    Alle Leser-Kommentare
  • Die Redaktion 28.03.2018 12:49
    Highlight Highlight Unsere Zukunft von Marken und deren Wohlwollen abhängig zu machen ist nicht verantwortbar. Egal ob Apple, Microsoft oder Google. Papier ist um zu Lernen immer noch die beste Wahl. Was waren wir stolz, wenn eine Seite fehlerfrei und auch noch schön geschrieben war. Nicht falsch verstehen, ich mag moderne Technologie, aber man verliert Bezugspunkte die für manche wichtig sind, um erfolgreich lernen zu können. Die Möglichkeiten der neuen Geräte sind immens und so auch die Chancen, dass sie uns damit ablenken. Etwas handschriftlich Notiertes wird anders im Gehirn gespeichert.
  • NotWhatYouExpect 28.03.2018 09:11
    Highlight Highlight In einer Schule in unserer Umgebung haben sich die Lehrer aus mehreren Gründen für ein Chromebook und gegen ein iPad entschieden. Dieser Entscheidungs-Prozess ging über mehrere Monate, wo sie die einzelnen Geräte angeschaut und ausgewertet haben.

    Und was wurde nun gekauft? Genau, der Schulpräsident war Fan des iPads....

    (Anmerk. der Red. Bitte wende dich mit dem Hinweis per E-Mail an digital@watson.ch)
  • SilWayne 28.03.2018 08:38
    Highlight Highlight Der Apple Pencil wird in Zukunft also immer noch einen Drittel eines ganzen iPads kosten? C'mon Apple.
  • Scaros_2 28.03.2018 08:09
    Highlight Highlight Ja die Techgiganten haben so langsam erkannt, dass man in der Schule die nächste Generation sichern kann. Sowohl Apple als auch Google oder MS sind ja bereits stark teils in den Schulen am Werben für ihre Technologie. Unabhängig davon welche man wählt, wäre es sicherlich gut für die überforderten Lehrer, wenn sie Unterstützung bekommen.

    Die Frage stellt sich, wie man die Gratwanderung machen will und wo es aktives Lobbying ist?

    Und überhaupt. Die Schweiz ist da auch eher ein Land der zögerlichen Langsamen.
    • My Senf 28.03.2018 09:11
      Highlight Highlight Nanana
      In der Schweiz haben wir nur auf das günstige iPad gewartet 😂😂

      Investitionen in die Bildung müssen gut kalkuliert sein!
    • just sayin' 28.03.2018 09:31
      Highlight Highlight apple unterstützt seit 1982 bildungseinrichtungen.
    • Gasosio 28.03.2018 10:03
      Highlight Highlight Man denke nur wie Microsoft gross wurde: Gratis-Windows für alle Schulen.

      Von daher gab es dies bereits immer und ist eigentlich nicht schlimm.

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