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Gollum aus «Herr der Ringe» jagte einem Goldring nach, Apple knackt alte Geräte. Bild: zvg

So viel Gold holt Apple aus alten iPhones – und du kannst auch vom Recycling profitieren

Das fachgerechte Ausschlachten von alten Apple-Geräten schont die Umwelt – und das eigene Portemonnaie. Diese Fakten muss man kennen.



Apple hat im vergangenen Geschäftsjahr durch Recycling rund eine Tonne Gold aus ausgemusterten Geräten des Konzerns – iPhones, iPads, iPods und Macs – zurückgewonnen.

1 Tonne Gold. Das sind fast 40 Millionen Franken

Was nicht nur den iPhone-Hersteller freut, sondern auch die Umweltschützer: Immer mehr Leute entsorgen ihre Apple-Geräte fachgerecht, statt sie einzumotten. So hat das Unternehmen 2015 im Vergleich zum Vorjahr zehn Prozent mehr Edelmetall rausgeholt.

Im Internet kursieren natürlich auch bereits Witze, dass es sich dabei vor allem um goldene Apple Watches handle.

Falls du dich nun fragst, wie viel Gold in deinem Smartphone steckt: Die Fairphone-Hersteller gehen von rund 30 Milligramm aus.

Auch beim Aluminium, das Apple ebenfalls bei neuen Geräten wiederverwendet, gab es einen ähnlichen Anstieg wie beim Gold zu verzeichnen. Insgesamt konnten gut 2000 Tonnen gewonnen werden, wie aus dem am Donnerstag veröffentlichten jüngsten Umweltbericht hervorgeht.

Und wer zerlegt all die alten iPhones? Voilà!

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Gestatten, Liam. Video: YouTube/Apple

Liam kann bis zu 1,2 Millionen iPhones pro Jahr zerlegen. Oder in eindrücklicheren Zahlen: Der Recycling-Roboter benötigt für ein einzelnes iPhone nur elf Sekunden, das macht 350 pro Stunde (und ja, im Apple-Promo-Video dauert das Ganze viel länger).

«Wahre Innovation» beschränkt sich nicht auf das Entwickeln neuer Hardware und Software, sondern betrifft auch das Recycling.

Guthaben sichern

Ein branchenweites Problem ist allerdings, dass viele alte Geräte nicht über die vorgesehenen Kanäle dem Recycling zugeführt werden. Die stillgelegte Hardware geht in Schubladen vergessen.

Dabei sind die in die Jahre gekommenen iPhones, iPads und Mac-Computer noch einiges wert. Apple-Occasionen sind begehrt und erzielen bei Ebay und Co. gute Preise.

Wer den Aufwand scheut, kann sich bei Apple eine Gutschrift für ein neues Gerät holen. Alle wichtigen Informationen zum Eintausch-Programm sind hier zu finden.

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screenshot: apple.ch

Das alte Handy für ein neues iPhone in Zahlung geben? Über diese Apple-Webseite erfährt man, wie hoch das Guthaben sein wird. 

Umfrage

Was machst du mit deinem alten iPhone?

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643

  • Behalte ich, falls das neue kaputtgeht.41%
  • Wird verschenkt.20%
  • Wird verkauft.22%
  • Shit, weiss nicht mehr, wo es liegt.17%

Das grüne Apfel-Blatt

Ab heute Freitag wird bei weltweit 132 Apple Stores das Blatt des Firmenlogos grün eingefärbt und die Angestellten tragen grüne T-Shirts, «um das Bewusstsein für den Schutz des Lebens auf der Erde zu wecken», wie das Unternehmen mitteilt.

Die Aktion findet im Hinblick auf den Tag der Erde («Earth Day») statt. Dieser wird alljährlich am 22. April in über 175 Ländern begangen und soll die Wertschätzung für die natürliche Umwelt stärken, aber auch dazu anregen, das Konsumverhalten zu überdenken.

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Apple-Logo mit Grünanteil. Das Unternehmen will gegen den Klimawandel kämpfen.  bild: apple

Eine konkrete Massnahme zum Umweltschutz trifft Apple in den eigenen US-Verkaufsgeschäften: Neu werden die Produkte nicht mehr in Plastiktaschen an die Kunden abgegeben, sondern in Papiertüten, die zu 80 Prozent aus recyceltem Material bestehen.

Ob und wann die äusserst sinnvolle Änderung auch in Schweizer Stores umgesetzt wird, ist nicht bekannt.

Das deutsche Apple-Fachmagazin «Macwelt» kommentierte, dass Apple bei der Produkte-Verpackung viel Plastik sparen könnte:

«Die Initiative von Apple, von den Plastik- auf Papiertüten umzusteigen ist natürlich sehr löblich. Doch der Hersteller liefert nach wie vor seine Geräte wie iPhone oder iPad mit einem von Plastikfolie umhüllten Netzteil. Dieses Stück Plastik in der neuen iPhone-Packung ist unserer Meinung nach komplett unnötig, denn das Netzteil ist in einer passenden Wölbung eingebettet und vor Beschädigungen und Kratzern so geschützt. (...) Wir konnten auf unserer Briefwaage keine genauen Ergebnisse für das kleine Stück erreichen, aber selbst bei einer konservativen Schätzung von 0,5 Gramm vertreibt Apple pro Jahr nur mit den verkauften iPhones rund 11,5 Tonnen Plastik, die sich sicherlich sparen liessen.»

quelle: macwelt.de

Mit Apps den WWF unterstützen

Noch bis am 24. April können Apple-Kunden weltweit die Umweltschutz-Organisation WWF unterstützen, indem sie im Rahmen der Aktion «Apps for Earth» im App Store einkaufen.

Jedes Mal, wenn man eine der an der Aktion beteiligten Apps (iTunes-Link) kauft oder einen der speziellen In-App-Käufe tätige, gehe der gesamte Erlös an den WWF, heisst es.

«Best Fiends» ist dabei

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Video: YouTube/Best Fiends

Im Rahmen von «Apps for Earth» seien spezielle, exklusive Inhalte entwickelt worden, die den sechs Schwerpunktthemen der weltweiten Bemühungen des WWF Rechnung tragen:

«Der Klimawandel ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit, und die Zeit zu handeln ist jetzt.»

Apple-Chef Tim Cook

Grüne iCloud?

Laut Apple-Umweltbericht stieg im letzten Geschäftsjahr der Anteil der erneuerbaren Energie (Solar, Wind) am weltweiten Verbrauch des Unternehmens von 87 auf 93 Prozent. Die Rechenzentren werden laut Apple komplett mit erneuerbarer Energie betrieben.

Bleibt anzumerken, dass diese Bilanz auf dem Papier gilt. Sprich: Apple speist so viel «sauberen» Strom in die Netze ein, wie es andernorts Strom aus fossilen Energieträgern (Erdöl, Kohle) bezieht.

Der gesamte Ausstoss des Treibhaus-Gases CO2 von Apple stieg binnen eines Jahres von 32.2 auf 38,4 Millionen Tonnen. Pro produziertes Gerät sei er aber von 122,1 auf 114,2 Kilogramm gesunken.

Laut «Macwelt» verursacht Apple CO2-Emissionen wie ein mittelgrosses europäisches Land (Dänemark 40 Mio. Tonnen CO2), wenn man mit den offiziellen Angaben der Europäischen Kommission (2014) vergleiche.

Apple-Chef Tim Cook sagte anlässlich der letzten Keynote: «Der Klimawandel ist eine der grossen Herausforderungen unserer Zeit, und die Zeit zu handeln ist jetzt.»

Wobei noch anzufügen ist, dass die Umweltschutz-Bemühungen jedes Unternehmens auch pures Marketing-Gold sind.

Mit Material der Nachrichtenagentur SDA

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Madison Pierce 15.04.2016 18:19
    Highlight Highlight Richtig rentiert das Gold, wenn man es selbst extrahiert:
    Play Icon


    :)
  • Homes8 15.04.2016 18:12
    Highlight Highlight Sehr warscheinlich ist es schon 10 nach12 für den Umweltschutz.
    Mehr wie Papiertüten würden Containerschiffe mit Filtern ausgestattet bringen, statt ohne, mit billigem giftigem Schweröl betrieben.
    20 Schiffe lassen soviel Dreck raus wie alle Autos (1Miliarde) auf der ganzen Welt. Es gibt gemäs dem Film unten 6'000 Carrier-Schiffe. Mittlerweile wohl noch mehr.
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    • Homes8 15.04.2016 19:36
      Highlight Highlight Sorry, es sind 60'000 Schiffe.
  • MarvindeSchild 15.04.2016 17:53
    Highlight Highlight Finde ich gut dass Apple soch so sehr für die Natur interessiert und auch vorhaben sie zu schützen

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