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New York police officers stand outside the Apple Store on Fifth Avenue while monitoring a demonstration, Tuesday, Feb. 23, 2016, in New York.  Protesters assembled in more than 30 cities around the world to lash out at the FBI for obtaining a court order that requires Apple to make it easier to unlock an encrypted iPhone used by a gunman in December's mass murders in California. (AP Photo/Julie Jacobson)

Die iPhone-Verschlüsselung umgehen? Apple befürchtet einen gefährlichen Präzedenzfall.
Bild: Julie Jacobson/AP/KEYSTONE

Streit mit Apple: Die US-Justiz will viel mehr iPhones knacken lassen

Die Forderung des FBI war kein Einzelfall: US-Behörden wollten nicht nur das iPhone des Attentäters von San Bernardino entsperren lassen, um an Nutzerdaten zu kommen. Auch in weiteren Fällen verlangen sie von Apple Unterstützung.

24.02.16, 09:28


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Der Streit zwischen dem US-Justizministerium und Apple über die Entsperrung von iPhones hat grössere Ausmasse als bislang bekannt. Aus am Dienstag veröffentlichten Gerichtsunterlagen geht hervor, dass sich das Ministerium in den vergangenen vier Monaten bei Gerichten landesweit in 15 Fällen um eine Umgehung der Schutzmechanismen bemüht hat.

Bislang war nur bekannt, dass es sich mit Apple um das iPhone eines der Angreifer von San Bernardino streitet. Die weiteren Entschlüsselungsanfragen sind in einem Brief aufgeführt, den Apple am 17. Februar bei einem Bundesgericht im New Yorker Stadtteil Brooklyn einreichte. Dort weigert sich der Konzern in einem Verfahren gegen Drogenhändler, den Ermittlern Zugriff auf ein iPhone zu verschaffen.

Die Liste soll Apples Argument stützen, dass die US-Justiz keine Hilfe in einem Einzelfall benötige, sondern eine Art Generalschlüssel zu Daten von iPhone-Nutzern anstrebe.

Vertreter von US-Geheimdiensten und Strafverfolgungsbehörden beklagen dagegen, dass die immer ausgefeiltere Verschlüsselung den Kampf gegen Terrorismus und organisierte Kriminalität erschwere.

Gefährlicher Präzendenzfall

Apple wolle in dieser Woche vor Gericht vorbringen, dass die Frage nach der Unterstützung bei der Entschlüsselung politisch und nicht gerichtlich geklärt werden solle, berichtet die Nachrichtenagentur AP. Demnach solle der Kongress über das unsachgemässe und rückständige Gesetz entscheiden.

In dem bislang bekannten Fall will das Justizministerium Apple per Gerichtsurteil zwingen lassen, das iPhone des Angreifers von San Bernardino für die Ermittler zu knacken. Apple wehrt sich dagegen und spricht von einem gefährlichen Präzedenzfall.

Bei dem Anschlag im Dezember hatten zwei Islamisten 14 Menschen erschossen, bevor sie selbst von der Polizei getötet wurden. Die Bundespolizei FBI untersucht derzeit, ob die Attentäter mit der Extremistenmiliz «Islamischer Staat» und anderen militanten Gruppen in Kontakt standen.

(sun/Reuters/AFP/AP)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.

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    Alle Leser-Kommentare
  • giandalf the grey 24.02.2016 10:47
    Highlight Eigentlich find ich es beruhigend, dass die amerikanische Justiz Apple verklagen muss. Das spricht dafür, dass es sie doch ziemlich kratzt das sie eben doch noch nicht alles überwachen können.
    Aus rein erzieherischen gründen, wäre es gut, wenn die US-Justiz diesmal nicht bekommt, was sie will. Ich meine man gibt seinem dreijährigen Kind ja auch nicht jedesmal Schoggi wenn es danach schreit...
    19 1 Melden

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