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bild: blogspot

Die 22 grössten Smartphone- und PC-Mythen: wahr oder falsch?

Obwohl wir sie täglich nutzen, ranken sich noch immer unzählige Ammenmärchen um PCs und Handys. Wir haben uns den verbreitetsten Irrtümern angenommen, die sich seit Jahren in die Köpfe vieler Computer- und Smartphone-Nutzer eingeschlichen haben.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Das musst du machen, das macht deinen PC kaputt: Seit es Computer und Handys gibt, hört man von Regeln, die zumindest im ersten Moment überzeugend klingen. Aber sind sie überhaupt richtig und vor allem noch zeitgemäss? Stimmt es etwa, dass man Windows immer mal wieder defragmentieren muss, damit es nicht langsamer wird? Oder dass mehr Prozessorkerne einen Mac schneller machen?

Wir haben Experten von Fachzeitschriften gefragt, an welchen Mythen etwas dran ist.

1. Mythos: Der Rechner kann kaputtgehen, wenn man ihn mitten im Betrieb ausschaltet.

Einschätzung: Ja, aber auch nein. Die Hardware, also das Gerät selbst, steckt so ein Ausschalten problemlos weg. Allerdings können das Betriebssystem oder ein Programm beschädigt werden, wenn durch das Ausschalten ein Schreibprozess unterbrochen wird, erklärt Christoph de Leuw von der der Zeitschrift «Computerbild».

2. Mythos: Der Mac ist gegen Viren und Schadsoftware immun

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Im März 1984 liefen diese Macintosh-Computer vom Fliessband. bild: paul sakuma/ap/keystone

Hartnäckig hält sich der Irrglaube, dass sich Apple-Computer nicht mit Schadsoftware infizieren können. Apple selbst hat die Behauptung «It doesn't get PC viruses» (Infiziert sich nicht mit PC-Viren) vor zwei Jahren von seiner Website entfernt. Dies wurde notwendig, nachdem ein Trojaner namens Flashback Macs infiziert hatte. Der erste Virus für den Mac wurde 2006 entdeckt. Da Macs weltweit nur einen geringen Marktanteil von fünf bis zehn Prozent haben, lohnen sich Angriffe auf Windows-PCs für Virenautoren allerdings weit mehr. 

Die weit grössere Gefahr für Mac-User sind Phishing-Angriffe über Schwachstellen im Safari, Firefox oder Chrome sowie sowie Attacken via veraltete Versionen von Flash, Acrobat Reader, iTunes oder Quicktime. Kriminelle können so zum Beispiel Kreditkartendaten abgreifen. 

3. Mythos: Man sollte 15 Sekunden warten, bis man einen PC neu startet.

«Dafür gibt es keinen Grund», sagt Michael Schmelzle von der «PC Welt» – es sei denn, der BIOS-Chip soll zurückgesetzt werden. «Dieser benötigt etwa 15 Sekunden, um sich zu entladen.» Ansonsten brauche man sich bei heutigen Rechnern keine Sorgen machen.

4. Mythos: Der Akku im Handy oder Laptop sollte erst geladen werden, wenn er fast leer ist. Häufiges kurzes Laden schadet dem Akku. 

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Das Lumia 800 von Nokia. bild: nokia

Falsch. Bei alten Nickel-Cadmium- (NiCd) und Nickel-Metallhydrid-Akkus (NiMH) trat der sogenannte Memory-Effekt ein. Der Begriff bezeichnet den Kapazitätsverlust, der bei häufiger Teilentladung auftritt. Bei Lithium-Ionen-Akkus in neuen Smartphones tritt dieser Effekt nicht mehr auf. Man sollte daher möglichst in einem Bereich zwischen 40 und 85 Prozent nachladen.

Allerdings haben alle Akkus eine begrenzte Anzahl Ladezyklen, bevor sie ihre maximale Kapazität verlieren. Moderne Akkus haben in der Regel gegen 1000 Zyklen, bevor sie deutlich schwächer werden. Als ganzer Ladezyklus zählt nur ein komplettes Aufladen. Häufiges kurzes oder nicht vollständiges Aufladen verringert die Lebensdauer also nicht. 

5. Mythos: Je mehr Kerne und Gigahertz ein Prozessor hat, desto schneller ist er auch.

Im Prinzip sei das schon richtig, sagt Thomas Rau von der «PC Welt». Es sei aber immer die Frage, ob die jeweilige Software überhaupt mehrere Kerne nutzen kann. Bei einem aktuellen Rechner, auf dem häufig viele Programme gleichzeitig laufen, seien mehrere CPU-Kerne aber eigentlich immer von Vorteil. Viel hänge aber auch vom Aufbau eines Prozessorkerns und der Taktfrequenz ab.

6. Mythos: Je höher die Pixeldichte (ppi) des Displays, desto besser.

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bild: phonearena

Teils richtig. Je mehr Pixel ein Display hat, desto schärfer wirkt das Bild. Das Auge nimmt allerdings ab einer Pixeldichte von rund 300 dpi (Pixel pro Zoll) kaum noch einen Unterschied wahr. Die Grenze ist von Auge zu Auge etwas unterschiedlich. Grundsätzlich sollte man sich beim Smartphone-, Tablet-, oder TV-Kauf nicht auf die Auflösung fokussieren, sondern schauen, dass das Display genug hell ist. Nur so erkennt man bei Lichteinfall noch etwas auf dem Bildschirm. 

7. Mythos: Mit Stromsparprozessoren spart man auf jeden Fall Energie.

Nein. Sie sind auf geringe Abwärme bei geringer Rechenleistung getrimmt, spielen aber fast nur bei Notebooks eine Rolle. Solche Prozessoren seien ein Hinweis darauf, aber keine Garantie dafür, dass das Gerät eine lange Akku-Laufzeit hat, sagt Georg Schnurer vom Magazin «c't». Denn selbst wenn der Prozessor sparsam ist, könne der Rechner immer noch so schlecht designt sein, dass die übrige Komponenten den Akku schnell leersaugen.

8. Mythos: Mit der Zahl der installierten Programme wird der PC/Mac langsamer.

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Ein herkömmliches Festplattenlaufwerk (links) und eine viel schnellere SSD. bild: wikipedia/rochellesinger

Das ist teils richtig. Bislang galt: Sind viele Programme auf der Festplatte installiert, steigt die Chance, dass Programme an verschiedenen Orten auf der Festplatte verstreut gespeichert werden. Die Festplatte wird so fragmentiert und der Lesekopf der Festplatte muss häufig hin- und herfahren, um die Programmfragmente aufzurufen. Der PC wird daher als langsam empfunden. Heute haben viele neue PCs und Macs SSD-Festplatten, die rund 100 Mal schneller auf Daten zugreifen als herkömmliche Festplatten. SSD-Festplatten sind zwar noch immer relativ teuer, lohnen sich aber auf jeden Fall. 

9. Mythos: Um zu verhindern, dass der PC immer langsamer wird, muss man von Zeit zu Zeit die Festplatte defragmentieren.

Das war früher einmal so, heute machen das Microsoft-Betriebssysteme ab Windows 7 wunderbar im Hintergrund. Man muss also nicht mehr aktiv werden. Bei modernen SSD-Speichern in besseren Windows-PCs und Macs sollte man es sogar tunlichst unterlassen, warnt Michael Schmelzle. Diese «reinigten» sich auf eine andere Art selbstständig.

10. Mythos: USB-Speicher können kaputtgehen, wenn man sie ohne Abmelden vom Rechner abzieht.

Einschätzung: «Ein typischer Mythos, den ich mit einem Jein beantworten würde», sagt Georg Schnurer. «Die Geräte selbst können in der Regel nicht kaputtgehen.» Die Daten aber sehr wohl – nämlich dann, wenn gerade noch ein Schreibvorgang läuft, vielleicht auch unsichtbar im Hintergrund. Die Schäden könnten so weit gehen, dass das Laufwerk überhaupt nicht mehr lesbar ist und der USB-Stick neu formatiert werden muss: «Dann sind die Daten futsch.»

11. Mythos: Handys und Laptops sollte man nicht am Stromkabel hängen lassen.

Akkus können Schaden nehmen, wenn Geräte wie Notebooks oder Smartphones dauerhaft am Stromnetz hängen: Dabei können sich die Batterien erhitzen und an Lebensdauer einbüssen. 

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Nur wenn man den Akku regelmässig vom Netz trennt, kann man darauf hoffen, dass dieser seine maximale Lebenszeit erreicht.  bild: dpa-tmn

12. Mythos: Keine Schnellladegeräte verwenden und das iPhone nicht mit dem iPad-Ladegerät laden.

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Hier wird es etwas komplizierter: Apple sagt, dass man sowohl iPhone als auch iPad mit dem gleichen Ladegerät aufladen kann. Technisch ist dies kein Problem. Der iPhone-Akku kann allerdings leiden, wenn er regelmässig und mehr als ein Jahr lang mit dem iPad-Ladegerät aufgeladen wird. Auch andere Smartphone-Hersteller wie Samsung bieten Schnellladefunktionen an, die immer beliebter werden. Experten raten jedoch im Moment noch, diese nicht oder nur selektiv zu nutzen.

13. Mythos: Mit einem Magneten kann man USB-Sticks und Festplatten zerstören.

Einschätzung: Einen USB-Stick könne man so unter keinen Umständen zerstören, sagt Schnurer. Bei Festplatten sei das etwas anders. Zwar könnten zumindest haushaltsübliche Magnete Harddisks nichts anhaben. Wenn man aber besonders starke Magneten nimmt, etwa Neodym-Magneten, dann könnten Daten unter Umständen tatsächlich verloren gehen.

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bild: pikdit

14. Mythos: Nur ganz leere Notebook-Akkus dürfen wieder aufgeladen werden.

Nein, für Lithium-Ionen-Akkus gilt das nicht mehr, sagt Thomas Rau. «Notebook-Hersteller empfehlen eine einmalige komplette Entladung bei einem neuen Akku nur deshalb, damit sich die Ladestandanzeige des Betriebssystems oder von Software-Tools mit dem neuen Akku kalibrieren kann.»

15. Mythos: Mehr Megapixel liefern bessere Fotos

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Das Nokia Lumia 1020 mit einer 41-Megapixel-Kamera. bild: netrostarreviews

Teils richtig. Zwischen einer Kamera mit 8 und 13 Megapixel gibt es kaum Qualitätsunterschiede. Denn nicht die Anzahl Megapixel ist entscheidend, sondern die Grösse der Pixel. Normalerweise liefern grössere Bildsensoren in Kameras auch grössere Pixel und somit bessere Bilder. Smartphones mit 20 bis 40 Megapixel-Kameras schiessen folglich nicht zwingend bessere Bilder, weil sie mehr Megapixel haben, sondern weil sie zusätzlich einen grösseren Sensor haben (siehe Bild Lumia 1020). 

16. Mythos: Man muss einen Bildschirmschoner nutzen, um zu verhindern, dass sich auf dem Bildschirm ein Bild festbrennen kann.

«Wenn ich einen alten Röhrenmonitor habe, dann ist das eine supergute Idee, weil es da tatsächlich Einbrenneffekte gibt», sagt Georg Schnurer. «Bei Flachbildschirmen gibt es das nur in sehr abgeschwächter Form.» Nötig sei ein Bildschirmschoner deshalb nicht. In jedem Fall sinnvoll ist es aber, in den Energieoptionen des Betriebssystems einzustellen, dass sich das Display bei Nichtnutzung nach einiger Zeit abschaltet.

17. Mythos: HDMI-Kabel mit Goldstecker bieten ein besseres Bild.

Kabel mit Goldstecker sehen vielleicht besser aus, aber an der Bildqualität ändert das nichts, sagt Christoph de Leuw.

18. Mythos: Tuning-Programme für Windows lösen gängige Probleme

Hierin steckt ein Fünkchen Wahrheit: Die Hersteller von Tuning-Tools integrieren beispielsweise Funktionen, die etwa die temporären Verzeichnisse von Windows leerräumen. Das ist eine durchaus nützliche Aktivität, die aber die Windows-eigene Datenträgerbereinigung ebenso gut übernimmt. Das heisst: Man erhält oftmals keinen Mehrwert, sondern etwas, das bereits in Windows steckt – die Hersteller von Tuning-Programmen können ja auch nur mit Wasser kochen. 

Zu allem Überfluss enthalten Aufräum- und Tuning-Helfer häufig lästige Zusätze, beispielsweise Browser-Erweiterungen und ähnlichen Kram, den man schwer wieder los wird. Unsere Empfehlung: Die Zeit, die man eventuell zum Ausbügeln fataler Folgen eines Tuning-Tool-Einsatzes benötigt, ist in die Suche nach Bordmitteln oder einem geeigneten Werkzeug aus dem unmittelbaren Microsoft-Umfeld viel besser investiert.

19. Mythos: Notebooks auf dem Schoss machen impotent.

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bild: flickr/heinrich böll stiftung

Hartnäckig hält sich das Gerücht, dass Männer, die ihr Notebook zu lange auf dem Schoss haben, impotent werden können. Einen kurzfristig negativen Einfluss auf die Spermienproduktion wollen Forscher der State University von New York nachgewiesen haben, Grund zur Panik besteht indes nicht. Notebooks, die warm laufen, erhöhen zwar die Temperatur der Hoden, langfristige Schäden entstehen dadurch allerdings nicht, versichern Forscher der Universität Oxford.  

20. Mythos: Leert man den Papierkorb, sind die Dateien gelöscht.

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bild: t-online.de

Dateien im Papierkorb verschwinden nicht von der Festplatte, wenn der Papierkorb geleert wird. Vermeintlich gelöschte Dokumente, Fotos oder Musik-Dateien werden lediglich unsichtbar. Gleichzeitig gibt das Betriebssystem den belegten Speicher zum Überschreiben durch neue Dateien frei. Wer auf Nummer sicher gehen will, muss die Festplatte oder den Speicher im Smartphone mehrmals mit neuen Daten überschreiben. Hierfür gibt es zahlreiche Apps

21. Mythos: PC oder Mac nicht jeden Tag herunterfahren.

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bild: bild: mrcrowley

Bei einigen Zeitgenossen hält sich der Irrglaube, dass es schädlich sei, den PC oder Mac jeden Abend herunterzufahren. Das Gegenteil ist der Fall. Ausgeschaltet verbrauchen die Geräte nicht nur weniger Strom, die mechanischen Bauteile werden auch weniger belastet, was die Lebenszeit positiv beeinflussen kann. 

22. Mythos: Wer im Privatmodus surft, bleibt im Internet anonym.

Viele Internet-Nutzer glauben, dass sie sich anonym im Internet bewegen, wenn sie im Webbrowser den Privat- oder Inkognito-Modus aktiviert haben. Das ist falsch. Privat oder inkognito surfen bedeutet lediglich, dass der Internet Explorer, Chrome, Firefox oder Safari die besuchten Webseiten nicht im Browserverlauf (History, Chronik) speichert. Wer seine Identität im Netz verschleiern will, kann den Tor Browser nutzen. 

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    Alle Leser-Kommentare
  • smoe 21.07.2015 15:10
    Highlight Highlight Ein weiterer Mythos, der auch von naiven Passwortstärke-Anzeigen auf Webseiten verbreitet und von vielen Firmen intern erzwungen wird, wäre, dass wenn 8-10 Zeichen lange Passwörter Gross-/Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten, diese sicher seien.

    Ein Grossteil solcher Passwörter – wenn sie von Menschen ausgedacht werden – sind innert Minuten oder gar Sekunden geknackt.
    • Lionqueen 22.07.2015 22:39
      Highlight Highlight Es kommt ganz darauf an welche Methode du zum Knacken verwendest. Wenn du Glück hast, kann das Passwort in wenigen Sekunden geknackt sein. Dies ist aber meistens nur bei einfach Passwörtern, welche Wörter aus dem Duden verwenden der Fall. Das selbe gilt für Standardpasswörter. Normalerweise kann eine 8-10 Zeichen langes Passwort mit Gross/klein, Zahlen und Sonderzeichen nur schwer geknackt werden.
    • smoe 23.07.2015 11:14
      Highlight Highlight @Schüli_4
      Die Methode, mit der ein Passwort erzeugt wird, ist relevant – nicht die der Cracker. Bei Letzteren sollte man jeweils davon ausgehen, dass "state of the art" Tools verwendet werden.

      Ja, ein qualitativ zufällig generiertes Passwort ala "e;CF_6e-" ist einigermassen sicher, weil so der Cracker gezwungen wird, alle möglichen Kombinationen zu testen, ohne optimieren zu können.

      Sobald aber der Mensch ein Passwort ausdenkt, lassen sich statistisch in den Millionen bisher gecrackten Passwörtern Muster erkennen (Häufigkeit von Buchstaben-, Zahlen-, Sonderzeichenabfolgen, etc.)

      Zum Beispiel: Wenn, mit den in meinem ersten Kommentar genannten Regeln konfrontiert, erstellt ein Grossteil der Benutzer Passwörter ala "Wats0n15!". Dass hierbei ein Wort aus dem Wörterbuch verwendet wird, ist nur ein Teil des Problems. Der Andere ist, dass dieses Muster aus Grossbuchstabe, gefolgt von Kleinbuchstaben (und typischer Stellvertreter), gefolgt von zwei Zahlen, gefolgt von einem Sonderzeichen extrem häufig ist. Wobei als Zahlen häufig das Aktuelle oder Geburtsjahr und als Sonderzeichen das Ausrufezeichen verwendet werden. Dadurch kann die Anzahl zu prüfenden Passwörter massiv reduziert werden. Auf einem Laptop wie dem MacBook Pro ist dieses Passwort in ~2 Sekunden geknackt. "Wts0an15!" innert 4 Tagen.

      Die Top 5 solcher Passwortmuster machen oft ~40% aller Passwörter einer Seite aus und die Top 100 bis zu 90%.

      Wenn hingegen mit Zufall gearbeitet wird, können z.B. mit der Diceware Methode, massiv sicherere und zugleich einfacher zu merkende Passwörter als "e;CF_6e-" wie "grist mice round cycad xd bilge" verwendet werden.

      Hier ein sehenswerter Vortrag zum Thema. Leider mit schlechter Audio-Qualität.
      Play Icon

    • Lionqueen 23.07.2015 19:35
      Highlight Highlight @smoe danke für die aufschlussreiche Erklärung!
  • sheimers 21.07.2015 10:06
    Highlight Highlight Für Punkt 3 gibt es sehr wohl einen realen Grund. Der betrifft aber nur den Hauptschalter hinten am Netzteil. In vielen Netzteilen beschränkt ein NTC Widerstand den Einschaltstrom, dies aber nur, wenn er kalt ist. Schaltet man den Hauptschalter aus und gleich wieder ein, ist der Widerstand noch heiss und kann so den Strom nicht begrenzen. Allerdings wird das Netzteil in den allermeisten Fällen trotzdem überleben. https://en.wikipedia.org/wiki/Inrush_current_limiter
  • Silas89 21.07.2015 00:07
    Highlight Highlight 20 ist falsch. Ein Mal überschreiben reicht. Die Chance, eine komplett überschriebene Datei zu rekonstruieren ist extrem klein (bei 10 kb ist es ca. (0.65^8)^10000, es sind ca. 65% Chance für ein einzelnes Bit). Um ein MdL zu überschreiben braucht man auch keine Spezialsoftware, zur Not kann man die Festplatte einfach ganz füllen.
    • Silas89 21.07.2015 09:19
      Highlight Highlight Mit "ein MdL" meinte ich "eine Datei" Autokorretur vom Smartphone...
  • Dooni 20.07.2015 23:11
    Highlight Highlight Punkt 12 kann aus elektrotechnischer Sicht nicht stimmen. Ein ipad ladegerät kann zwar mehr Leistung liefern als eins vom iphone. Die Ladeelektronik sitzt aber im Endgerät und nimmt sich genau die benötigte Leistung. Probleme kann es nur geben, wenn ein zu schwaches ladegerät benutzt wird. Die Ladespannung muss bei allen Apple ladegeräten mit USB buchse auch dem USB standard entsprechen, da sonst andere USB Geräte beim Anschluss zerstört werden könnten.
  • swissda 20.07.2015 16:15
    Highlight Highlight Was noch immer die Lebenserwartung von Handyakkus kürzen kann: Überladung! Obwohl sehr häufig gemacht, ist das Laden über Nacht für Handyakkus nicht gesund. Machen tu ichs aber trotzdem... :-)
    • Dooni 20.07.2015 22:54
      Highlight Highlight Das ist falsch, die ladelogik sitzt im smartphone und sorgt dafür, dass der akku nicht überladen wird.
    • The Destiny // Team Telegram 20.07.2015 23:19
      Highlight Highlight So ein quatsch, das ist gar nicht möglich. Die Software stoppt den Ladevorgang bei 100% und nimmt in dann je nach Handy erst bei 90-95% wieder auf.

      Dein Handy wird im Standby über Nacht aber wohl kaum 5% Akku saugen.
    • swissda 21.07.2015 08:26
      Highlight Highlight Doni und Destiny, genau das ist eben falsch. Handys können das im Gegensatz zu Laptops NICHT. Erkennt man übrigens daran, dass nach dem Aufladen ein Handyakku (im Gegensatz zu einem Laptop) immer bei 100% ist und nicht etwa wie von "The Destiny" beschrieben 90-95%. Bzw. wüsste ich keines, welches das beherrscht. Lasse mich aber gern eines besseren belehren?
    Weitere Antworten anzeigen
  • STJEREM 20.07.2015 16:14
    Highlight Highlight Ihr habt Punkt 2 & 3 ein bisschen durcheinander gebracht.
  • P hilip 20.07.2015 16:05
    Highlight Highlight Yeah, halbwahrheiten mit halbwahrheiten bekämpfen... :(

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