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United States' players from left, Megan Rapinoe, Alex Morgan, and Rose Lavelle warm up during a training session at the Gymnase Parc des Sports in Limonest, outside Lyon, France, a day before their Women's World Cup final match against the Netherlands, Saturday, July 6, 2019. (AP Photo/Alessandra Tarantino)

Die siegreichen US-Fussballerinnen beim Dehnen. Die Ernährung und das Trainingssystem waren auf den Menstruations-Zyklus der Athletinnen zugeschnitten. Bild: AP

Wie eine Zyklus-App den US-Frauen half, die Fussball-WM zu gewinnen

Der weibliche Zyklus hat massiven Einfluss auf die Leistungsfähigkeit. Doch Sportlerinnen wissen sich per App zu helfen.



«Frauen müssen die Möglichkeit haben, mit ihrem Körper zu arbeiten, nicht gegen ihn. »

Dr. Georgie Bruinvels

Das Wichtigste in Kürze

Der Menstruationszyklus ist im Sport noch immer ein Tabuthema. Die Forschung zeigt, dass ein grosser Einfluss auf die Leistung besteht. Bis heute mangelt es vielen Frauen an Informationen und Aufklärung. Tatsächlich hilft sportliche Aktivität, Menstruationsbeschwerden zu verringern.

Die britische Sport-Wissenschaftlerin Georgie Bruinvels forscht zum Thema und hat dem amerikanischen Frauenteam geholfen, die Fussball-WM 2019 zu gewinnen. Dazu stimmten die Profi-Fussballerinnen ihren gesamten Trainingsplan und die Ernährung auf ihren Zyklus ab.

Die Smartphone-App, die es auch für Amateur-Sportlerinnen gibt, ermöglicht, im Einklang mit dem Zyklus zu trainieren und gibt Tipps zur richtigen Ernährung. Damit trägt die App massgeblich dazu bei, Verletzungen zu vermeiden.

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«Wir möchten, dass sich Frauen wohl fühlen, wenn sie über etwas reden, das sehr normal und natürlich ist.»

Dr. Georgie Bruinvels

Das letzte Tabu

Man will sich gar nicht vorstellen, wie sich der brasilianische Fussballstar Neymar auf dem Platz winden würde, wenn er (auch noch) Menstruationsbeschwerden hätte.

Und wie wäre wohl das epische Wimbledon-Finale zwischen Roger Federer und Novak Djokovic verlaufen, wenn eines der Tennisasse gerade seine Tage gehabt hätte ...

Blut. Viel Blut.

Das kommt den meisten Frauen (und Männern) in den Sinn, wenn es ums Thema Menstruation geht. Doch noch immer halten selbst moderne Zeitgenossinnen die Periode für ein zu persönliches Thema, um offen darüber zu sprechen.

Was dem «starken Geschlecht» erspart bleibt, ist für Fussballerinnen normal – und nicht der Rede wert. Viele schlucken die Pille, weil sie darin die einzige Möglichkeit sehen, die Periode zu unterdrücken und Beschwerden zu umgehen.

Wenn sie keine Hormonpräparate nutzen, müssen Frauen in Trainings und bei Wettkämpfen mit Schmerzen, mangelnder Energie und Stimmungsschwankungen rechnen. Doch das wollte Georgie Bruinvels nicht mehr hinnehmen.

Die promovierte Sport- und Bewegungstherapeutin, die als Marathonläuferin Erfolge feiert, hat mit einer Arbeitskollegin beim Sport-Tech-Startup Orreco die «FitrWoman»-App entwickelt. Das ist eine Gratis-Anwendung fürs iPhone und für Android-Geräte, die hilft, die Auswirkungen der Menstruation auf Training und Wettkampf zu beeinflussen.

Die Erfinderinnen der FitrWoman-App

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Die Irinnen Georgie Bruinvels (links) und Grainne Conefrey. screenshot: sportstechireland.com

Zur Person

Georgie Bruinvels ist Sport- und Bewegungsphysiologin und arbeitet als Forscherin beim Sport-Tech-Startup Orreco in Irland. Das ist ein 2010 gegründetes Unternehmen, das Sportlerinnen und Sportlern hilft, mit Big-Data-Anwendungen die Leistung zu steigern.

Bruinvels hat am University College London promoviert und zahlreiche Publikationen über Frauen im Spitzensport, Eisenmangel und den Menstruationszyklus veröffentlicht. Bei Orreco leitet sie die wissenschaftlichen Forschungsprojekte hinter dem Female Athlete Programme und den Smartphone-Apps FitrWoman sowie FitrCoach. Vorher war sie drei Jahre lang für die britische Anti-Doping-Behörde tätig.

So funktioniert die FitrWoman-App

Die fürs iPhone und für Android-Smartphones verfügbare App hilft Sportlerinnen, Training und Wettkämpfe den verschiedenen Abschnitten des Menstruationszyklus anzupassen. So soll sich die Leistung steigern und das Risiko von Verletzungen durch hormonelle Veränderungen senken lassen.

Ziel ist es, die Trainingsintensität und die Ernährung dem sich verändernden Hormonspiegel anzupassen.

Täglich liefert das Programm Daten über den körperlichen Zustand. So kann die Sportlerin anhand von zugeschnittenen Informationen entscheiden, welches Training optimal ist, wenn sich der Hormonspiegel entsprechend verändert hat. Und welche Nahrung dabei hilft, das Energieniveau zu halten, und den Blutzuckerspiegel nicht absinken zu lassen.

Bild

bild: watson

Was nützt es?

Die Mitglieder der englischen Hockey-Frauenmannschaft lassen ihren Zyklus schon seit den Olympischen Spielen 2012 in einem Kalender erfassen, wie der «Guardian» berichtet. Bei der Analyse stiess der Kraft- und Konditionstrainer auf ein Muster, wann Weichteilverletzungen auftraten.

Das geht natürlich per App einfacher.

Die US-Frauenfussballmannschaft nahm die Forschungen von Dr. Bruinvels auf und nutzte sie während des WM-Turniers in Frankreich, wie die «Times» berichtete.

Ein britischer Trainer, der mit dem US-Team zusammenarbeitet, konnte sich in ein entsprechendes Programm einloggen, um zu sehen, wo die Spielerinnen im Menstruationszyklus standen. Dies ermöglichte es, die Ernährung individuell anzupassen, um die Leistungsfähigkeit zu maximieren.

Die Mutter von Tennis-Profi Andy Murray hörte von der erfolgreichen Anwendung der Methode und setzt sich nun dafür ein, dass Georgie Bruinvels auch den Tennisspielerinnen hilft.

«Die meisten Frauen haben männliche Tennis- und Fitnesstrainer und die wissen nichts davon.»

Judy Murray quelle: thetimes.co.uk

Die wichtigsten Erkenntnisse

Georgie Bruinvels betont, es sei wichtig, den ganzen Menstruations-Zyklus zu betrachten: Also den 28-tägigen (oder auch etwas längeren) Rhythmus, und nicht nur die Periode, also die Zeit, die als Regelblutung bezeichnet wird.

Die App hilft herauszufinden, wie der natürliche Hormonspiegel und die Leistungsfähigkeit zusammenhängen. Gerade weil sich der Frauenkörper während des Zyklus wegen der Hormone ständig verändert, beeinflusst dies massiv die Leistungsfähigkeit und wie sich die Sportlerin fühlt.

Wichtige Erkenntnisse:

Es gilt festzuhalten, dass der Zyklus bei jeder Frau anders verläuft. Die Schlüsselzeiten, in denen Symptome auftreten, seien oft individuell, sagte Bruinvels. «Du musst sie bestimmen, aber sie sind normalerweise in jedem Zyklus gleich.»

In der Regulation eines Menstruationszyklus spielten viele verschiedene Hormone eine Rolle. Und viele dieser Hormone hätten auch einen Einfluss auf die Leistungsfähigkeit.

Das erkläre, warum die eine Sportlerin möglicherweise in ihrer ersten Zyklushälfte eine bessere Kraft-Leistungsfähigkeit aufweise und ihre Kollegin mehr in der zweiten Zyklushälfte. Diese Unterschiede machten es fast unmöglich, innerhalb einer Gruppe allgemeingültige Aussagen zu treffen.

Die Studie, die auch Männer aufhorchen lässt

Der Fitness-Tracker-Hersteller Strava hat im April dieses Jahres die ersten Ergebnisse einer weltweiten Umfrage unter sportlich aktiven Frauen veröffentlicht. Geleitet wurde die Studie, an der auch Nutzerinnen der FitrWoman-App teilnehmen konnten, von Georgie Bruinvels. Leider gibt es keine Angaben zur Schweiz, doch sollen auch die Erkenntnisse aus unserem nördlichen Nachbarland aufhorchen lassen.

Damit zu den positiven Erkenntnissen:

«Doch obwohl die Ergebnisse unterstreichen, dass sich Sport positiv auf die Beschwerden auswirkt, ist nur wenigen Frauen der Zusammenhang zwischen Menstruation und Sport bewusst.»

Medienmitteilung Strava

Damit kommen wir zu einem negativen Punkt, der nicht nur Frauen betrifft, sondern die Gesellschaft als Ganzes: Es mangelt an Aufklärung – und dies auf allen Ebenen.

Georgie Bruinvels sagt, sie wolle mit ihrer Arbeit die Diskussion anstossen über Bewegung, den Menstruationszyklus und andere Faktoren des Lebensstils. Frauen müssten die Möglichkeit bekommen, mit ihrem Körper zu arbeiten, nicht gegen ihn.

«Wir möchten, dass sich Frauen wohl fühlen, wenn sie über etwas reden, das sehr normal und natürlich ist.»

Die (digitale) Vermessung
der Frau

Bleibt anzumerken, dass Menstruation-Tracking mit dem Smartphone ab diesem Herbst zum Massenphänomen werden könnte. Dann lanciert Apple mit iOS 13 eine entsprechende Funktion fürs iPhone.

Hunderte Millionen Frauen erhalten die Möglichkeit, ihren Zyklus detailliert zu erfassen und optional eine Prognose zu erhalten zur Periode und den fruchtbaren Tagen. Wobei (vorläufig) keine Sport-Tipps vorgesehen sein sollen.

Bild

screenshot: ios 13 beta-version / via iphone-ticker.de

Apple schreibt dazu:

«Ein Menstruationszyklus ist ein wichtiger Teil deiner Gesundheit. Manchmal wird er auch als das sechste Vitalzeichen bezeichnet, weil er so viele Bereiche des weiblichen Körpers betrifft. Die Zyklen sind von Monat zu Monat und von Person zu Person unterschiedlich. Was für dich normal ist, kannst du am besten herausfinden, indem du deine Perioden protokollierst.»

Quellen

Zwei Teenagerinnen kämpfen mit dem Spiel «Tampon Run» gegen ein gesellschaftliches Tabu

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    Alle Leser-Kommentare
  • skisandtrail 16.07.2019 22:04
    Highlight Highlight Interessanter Ansatz. Wenn man aber -auch durch (spitzen)sport -gelernt hat auf den eigenen Körper zu hören, dann merkt man zB was man mehr/anders essen sollte,wenn man die Mens hat (auch geundsätzlich..)Hat man Lust auf Orangensaft ist die Wahrscheinlichkeit hoch,dass dort etwas drin ist,das der Körper in dem Moment braucht (Ausnahme:aufpassen bei Süssem..)
  • uhl 16.07.2019 13:42
    Highlight Highlight Als Mann fühle ich mich in diesem Thema verloren.
    Die eine Freundin sagt mir im Vornherein, dass sie die Periode habe, es ihr deshalb nicht so gut gehe und vielleicht etwas harsch reagieren könne. Sie tat das quasi als Info für mich. Für sie seien ihre Tage kein Tabuthema, man dürfe auch gerne fragen.
    Andere Kolleginnen geben einem den Killerblick, wenn auch nur in irgendeinem Zusammenhang das Wort Tampon, Periode oder so fällt. Und nein, damit meine ich keinen dummen Spruch.
    • ChillDaHood 16.07.2019 15:29
      Highlight Highlight Jep - same here. Und aus meiner Warte muss ich klar sagen, dass es viel besser ist, wenn ich das im Vornherein weiss . Also nicht etwa, wann die Tage sind, das registriert Mann ja hoffentlich selber, sondern eher wie sie dann reagiert - dass sie sich unsicherer fühlte und generell alles was Können, Fähigkeiten, Aussehen und allgemein Ansehen betraf dann heikel war. So konnte ich mich darauf einstellen und es war eine Win-win Situation für beide. Einzig zu beachten - es ist keine Entschuldigung, Aussagen nicht ernst nehmen zu müssen. Ich bin ja ab und zu auch anders (Miesen Tag gehabt etc.)
  • T13 16.07.2019 13:29
    Highlight Highlight "Man will sich gar nicht vorstellen, wie sich der brasilianische Fussballstar Neymar auf dem Platz winden würde, wenn er (auch noch) Menstruationsbeschwerden hätte."

    Naja viel mehr geht da eigentlich nicht mehr.
    Der weint und schreit mehr aufm platz rum als alle frauen in der mens zusammen.
    🤷🏻‍♂️
  • Joe Smith 16.07.2019 13:15
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.
  • Melsqy 16.07.2019 12:35
    Highlight Highlight Sehr sehr toller Artikel! Danke dafür und gerne mehr davon!
  • ChillDaHood 16.07.2019 12:22
    Highlight Highlight Generell gute Sache - ich möchte (sry, als Mann) darauf hinweisen, dass die Geheimniskrämerei in meinen Augen wirklich aufhören sollte. Ich kann mich noch an eine üble Diskussion erinnern, als ich in den Ferien beim Einkaufen noch Munition für meine damalige Freundin holen musste. Offensichtlich war ich zuwenig feinfühlig, weil ich meinem Bruder, der mit mir fürs Einkaufen zuständig war sagte: "Wart kurz, ich muss noch Tampons holen..." Meine Einwände, dass das doch ganz normal und natürlich ist und wir hier schliesslich "in der Familie" sind stiessen auf Unverständnis.
    • waschbär 16.07.2019 13:10
      Highlight Highlight Finde ich super! Als ich meinen Freund bat, Tampons auf die Einkaufsliste zu schreiben (er ging oh e mich einkaufen) hat er sich furchtbar gewunden... danke, dass du für andere Männer ein Vorbild bist! (Übrigens habe ich die Tampons dann doch bekommen, er hat dabei auch festgestellt, dass sich die Erde weiter dreht)
    • stalker 17.07.2019 01:08
      Highlight Highlight Ich bin ehrlich erstaunt. Ich hatte damals als 15-Jähriger (Junge) zwar grössere Hemmungen Kondome zu kaufen, aber Tampons hätte ich meiner Freundin auch dann ohne Probleme mitgebracht... Nun ja, Menschen sind verschieden. Mich kostete es kürzlich dafür wirklich Überwindung, im Baumarkt nach der geeigneten Holzlasur zu fragen.
  • Magnum44 16.07.2019 11:30
    Highlight Highlight Lol, ich dachte schon, dass die App die Daten aller Spielerinnen zusammenträgt und so das Training der gesamten Mannschaft und sogar die Aufstellung beeinflusst. Stellt sich aber heraus, dass es sich um ein 0815 Menstruationsapp handelt?
  • why? 16.07.2019 10:54
    Highlight Highlight Sehr spannend, Danke.
    Seit einiger Zeit folge ich auf Instagram einer Dame aus London, die den Zyklus auch im „nomalen“ (nicht sportlichen) Leben, mehr beachtet.
    Ich finde den Ansatz sehr spannend mehr daruf zu achten was mein Körper braucht je nach Zyklusphase (anders Essen, mehr Schlaf) anstatt mich nur drüber zu nerven.
    Wenns jemanden Intressier, ihr Name ist: _clariebaker_
    • Nici84 16.07.2019 15:01
      Highlight Highlight Sehr gut. Es gibt sogar in der Schweiz eine wunderbare Frau,die wahnsinnig viel auf diesem Gebiet macht : Josianne von Quittenduft. Habe schon ein paar Kurse mitgemacht. Absolut empfehlenswert!
  • Liv_i_am 16.07.2019 10:42
    Highlight Highlight Also ich denke nicht, dass das Menstruationstracking via App erst durch iOS13 zum Massenphänomen wird. Zyklusapps gibt es schon seit Jahren und vor allem bei jüngeren Frauen wie mir ist es eigentlich Standard, eine solche App zu haben. Kann mir auch kaum vorstellen, dass dann auf die Anwendung von Apple gewechselt wird, wenn man schon jahrelang die selbe App nutzt.
    • Lioness 16.07.2019 11:03
      Highlight Highlight Meine allererste App, die ich mir installierte, war eine Zyklusapp. Sie ist auch die Einzige, die ich immer noch regelmässig nutze. Sobald mein Töchterchen ins zeugungsfähige Alter kommt, werde ich ihr nahe legen eine Zyklusapp auf ihr Handy zu laden. Wirklich nur alter Wein in neuen Schläuchen von Apple.
  • goschi 16.07.2019 10:20
    Highlight Highlight Guter, informativer Artikel, danke dafür!
  • auloniella 16.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Find ich ganz toll :-) Die Graphen der Hormonspiegel gefallen mir besonders. So könnte man die Mädels in der Schule für ein etwas tieferes Verständnis des Zyklus und dessen Auswirkungen begeistern. Die meisten wissen ja nicht mal wie viele Hormone beim Zyklus zusammen spielen. Da ist noch viel Aufklärung nötig, besonders auch durch die Eltern...oder für manche gleich mit.
    • lilie 16.07.2019 12:41
      Highlight Highlight @auloniella: Ich finde genau umgekehrt, dass man aufhören sollte, abstrakte Theorie zu vermitteln (die ganzen Hormone hatten wir im Bio-Unterricht) und stattdessen anzufangen, über persönliches Erleben, also die konkreten Erfahrungen im Alltag zu sprechen.

      Das moderater Sport während den Tagen das Beste gegen Schmerzen ist, musste ich selber herausfinden. Da braucht es vor allem mehr Austausch und eben auch den Mut, selber etwas auszuprobieren.

      Die Eltern wissen da noch weniger Bescheid, da wurde nämlich in ihrer Jugend überhaupt nicht darüber geredet. War zumindest bei meinen so.
    • auloniella 16.07.2019 13:19
      Highlight Highlight Beides ist meiner Meinung nach wichtig. Die Hormone beeinflussen ja den ganzen Körper, da ist es schon notwendig, dass man und frau weiss wie sich diese verhalten. Ansonsten wie soll man begreifen, dass man bei der Mens etwas weniger leistungsfähiger ist?
      Schätz dich glücklich, dass du es in der Schule hattest. Meine Schüler einer 10 Klasse an der Kanti wussten nichts. Gar nichts. Nicht einmal wo der Eisprung stattfindet im Körper. In dem Alter...Erfahrungsaustausch ist wichtig um die Diversität der Auswirkungen anschaulich zu machen. Da bin ich absolut mit dir einverstanden.
    • lilie 16.07.2019 13:55
      Highlight Highlight @aulonella: Da hast du aber wirklich mehr gelernt als ich. Bei uns wurden die ganzen biologischen Details gelehrt – was das aber für die Frau bedeutet, dass es eben zu Müdigkeit, Schmerzen etc. kommen kann, wurde nicht einmal in einem Nebensatz erwähnt. Der weibliche Zyklus wurde abgehandelt wie der Metabolismus einer Amöbe – als hätte er nichts mit uns zu tun.

      Aber nicht mal den Eisprung vermitteln – das ist wirklich mager. Wie soll man denn informierte Entscheidungen etwa in Bezug auf Verhütung fällen, wenn man nicht einmal die Basics kennt?

      Ich denke aber, dass das zunehmend besser wird.
  • Olmabrotwurst vs. Schüblig 16.07.2019 09:23
    Highlight Highlight Finde ich Stark.. denn Always werbung sagt ja: du denkst ich kann dem Druck nicht stand halten? - Also stimmt die Werbung von hinten bis vorne nicht..
    Finde es gut das sich Ärzte und Trainer langsam an das Thema heran wagen und auch versuchen sich auf die Frau einzulassen und ihr helfen das best mögliche aus ihnen zuholen. Ist ja normal.
  • Scaros_2 16.07.2019 09:19
    Highlight Highlight Ich liebe ja das Spielen mit Daten - es fasziniert mich und ich finde das Thema extrem Spannend und war bisher etwas, dass ich im weiblichen Sport nie wirklich beachtet habe.

    Aber auf der anderen Seite schon krass was wir heute alles tun, damit die Leistungsfähigkeit noch mehr,. noch mehr 1,.2% gesteigert werden kann.
    • KeineSchlafmützeBeimFahren 16.07.2019 10:50
      Highlight Highlight Es geht aber nicht nur um eine Leistungssteigerung: Es geht allgemein um die Gesundheit der Frau. Dann auch, um das Verständnis bei Männern zu verbessern.
    • Lioness 16.07.2019 11:08
      Highlight Highlight Es geht hier vor allem um das Wohlempfinden und um Verletzungsvorbeugung. So habe ich das verstanden. Ich kann mir einen Neymar mit Bauchkrämpfen kaum vorstellen. Er würde wohl nie mehr aufstehen.
  • Gubbe 16.07.2019 09:17
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte formuliere deine Kritik sachlich und beachte die Kommentarregeln.

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