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Mit Hyperlapse von Instagram werden selbst verwackelte Videos zu ziemlich ruhigen Zeitraffer-Clips. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihre Werke. Quelle: youtube/watson

Wie die Profis

Zeitraffermagie: So werden Sie in kürzester Zeit zum Smartphone-Regisseur

Christian Stöcker 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein Entwicklerteam des Fotodienstes Instagram hat erneut einen Beleg dafür vorgelegt, dass Smartphones noch lange nicht ausgereizt sind. Die Video-App Hyperlapse erlaubt es, mit extrem geringem Aufwand Zeitraffervideos herzustellen.

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Ein spontanes Zeitraffervideo aus der Mittagspause. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihren Clip. quelle: youtube/watson

Hyperlapse ist sehr einfach zu bedienen: Es gibt nur einen Aufnahme-Button und anschliessend einen Slider, mit dem man die Geschwindigkeit auswählt, in der das Video abgespielt werden soll. Das so erstellte Video kann man im Fotospeicher seines Handys ablegen oder aber direkt auf Instagram oder Facebook posten. Einen Account bei einem dieser Dienste braucht man nicht, um die App zu benutzen – aber ein iPhone. Bislang gibt es Hyperlapse nur für iOS, eine Android-Version ist zwar geplant, wann sie aber kommt, ist unklar.

Das Erklärvideo

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Die Bedienung ist sehr einfach. Das können Sie auch: Veröffentlichen Sie Ihre Aufnahme auf unserer Facebook-Seite. quelle: youtube/watson

Was an der App eigentlich verblüfft, ist nicht die Zeitrafferfunktion. Hyperlapse löst ein Problem, das jeder kennt, der schon einmal aus der Hand mit seinem Telefon gefilmt hat – es ist sehr schwer, dabei nicht total verwackelte Aufnahmen zu produzierten. Die App ist mit einer Bildstabilisierungsfunktion ausgestattet, deren Leistungsfähigkeit selbst erfahrenen TV-Profis in der Redaktion von Spiegel Online und watson spontane Ausrufe der Verblüffung entlockte.

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Wenn man das Handy auf einen fahrbaren Untersatz legt – wie in diesem Beispiel auf ein Velo, glänzt das Video durch grössere Stabilität. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihren Clip. quelle: YouTube/watson

Dreht man etwa einen kurzen Film, indem man das Handy einen Gang entlang trägt, und regelt die Abspielgeschwindigkeit im Anschluss auf 1x herunter, bekommt man einen Clip, der an Steadycam-Aufnahmen erinnert: Die Kamera scheint schwebend und ohne Ruckeln vorwärts zu gleiten. Das funktioniert nicht immer gleich gut – schlechte Beleuchtung und schnelle Lichtwechsel etwa verträgt Hyperlapse nicht gut, was man auch an unserem Beispiel-Clip erkennen kann. 

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Pizza essen im Schnelldurchlauf. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihren Clip. quelle: youtube/watson

Kamera-, beziehungsweise Smartphone-Fahrten an Orten mit starken Helligkeitsunterschieden produzieren zudem Bildruckler und periodische Unschärfen.

Der Steadycam-Effekt ist dennoch beeindruckend. Videos von Hochzeiten, Partys und Kindergeburtstagen werden künftig wohl oft weniger wacklig aussehen. Dass das funktioniert, liegt an einer Eigenschaft, die Smartphones von normalen Kameras unterscheidet: Sie sind bereits mit Gyroskopen ausgestattet, also Sensoren, die Lage und Bewegung des Geräts erfassen. Das Team um Thomas Dimson, das die App für Instagram entwickelte, machte sich diese Sensoren zunutze. Bei «Wired» ist im Detail nachzulesen, wie die Entwickler dabei vorgingen. Die App verrechnet die gyroskopisch gemessenen Bewegungen des Telefons mit denen des Kamerabildes und erzeugt so ein ruhiges, gleichmässiges Bild. Selbst dann, wenn das Handy beim Filmen absichtlich bewegt wird, man beispielsweise damit herumläuft.

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Schwenker mit dem Smartphone wirken auf einmal gar nicht verwackelt. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihren Clip.  quelle: youtube/watson

Gut möglich, dass sich der so simple wie eindrucksvolle Trick bald in den Produkten von Kameraherstellern niederschlägt: Eine ordentliche Spiegelreflexkamera mit entsprechenden Lagesensoren könnte zweifellos noch weit eindrucksvollere Filme liefern – ohne, dass der Kameramann ein mächtiges Steadycam-Gerüst mit sich herumschleppen muss.

Nun sind Sie an der Reihe: Zeigen Sie uns Ihre kreativen Videos und posten Sie auf unserer Facebook-Seite (facebook.com/watson.news) ihren Clip. 

Viel Spass!

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Auch Stilleben können auf einmal in Bewegung kommen. Posten Sie auf unserer Facebook-Seite Ihren Clip. quelle: youtube/watson



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