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Jetzt sind die Chefs dran: Weitere Daten von Ashley Madison veröffentlicht – erstes prominentes Opfer muss sich erklären

Für ihn wird der Ashley Madison-Hack noch ungemütlicher: Noel Biderman, Chef des Portal-Betreibers Avid Life Media. 
Für ihn wird der Ashley Madison-Hack noch ungemütlicher: Noel Biderman, Chef des Portal-Betreibers Avid Life Media. Bild: BOBBY YIP/REUTERS

Jetzt sind die Chefs dran: Weitere Daten von Ashley Madison veröffentlicht – erstes prominentes Opfer muss sich erklären

21.08.2015, 02:4421.08.2015, 08:41

Hacker haben erneut ein Datenpaket vom Seitensprung-Portal Ashley Madison ins Netz gestellt. Es enthält laut Trusted Sec, einem Unternehmen für Internetsicherheit, alle Geschäfts-E-Mails von Portal-Chef Noel Biderman sowie die Quellcodes für alle Internetseiten, mobile Anwendungen und andere Informationen über Ashley Madison. Das Datenpaket scheine ebenfalls echt zu sein, erklärte Trusted Sec am Donnerstag in einem Blog.

Reality-TV-Star hat gebeichtet
Der Ashley-Madison-Hack hat sein erstes prominentes Opfer. Der amerikanische Reality-TV-Star Josh Duggar hat öffentlich zugegeben, seine Ehefrau betrogen zu haben. Insgesamt soll Duggar dem Seitensprung-Portal knapp 1'000 Dollar überwiesen haben. In einer Erklärung auf einer Website hat sich Duggar als «grösster Heuchler aller Zeiten» bezeichnet. Bereits im Mai hat der 27-Jährige mit Geständnissen für Aufsehen gesorgt. Er habe fünf junge Mädchen belästigt, darunter vier seiner Schwestern. Die Serie, mit der der Darsteller Berühmtheit erlangte, «19 Kids and Counting», wurde daraufhin vom Sender trotz guten Quoten abgesetzt. (wst)

Die Medien-Website Motherboard berichtete, das Datenpaket sei etwa 20 Gigabyte gross und damit doppelt so umfangreich wie die am Dienstag veröffentlichten Daten. Auch dieses Mal wurden die Daten im sogenannten Darknet, einem Netz anonymer Untergrundseiten, veröffentlicht, das nicht leicht zugänglich ist.

Weitere Botschaft

Das neue Datenpaket war mit einer Botschaft an den Chef des kanadischen Portal-Betreibers Avid Life Media (ALM), Noel Biderman, versehen, der die Echtheit des zuerst veröffentlichten Datenpakets angezweifelt hatte. «Hey Noel, Du kannst jetzt zugeben, dass es echt ist», hiess es darin.

TrustedSec hob hervor, dass die neue Veröffentlichung schwerwiegende Sicherheitsrisiken für Ashley Madison berge. «Mit den komplett vorliegenden Quellcodes sind andere Hackergruppen jetzt in der Lage, neue Schlupflöcher in den Websites von Avid Life zu finden und noch mehr Schaden anzurichten», hiess es in dem Blog der Sicherheitsfirma.

Pentagonmitarbeiter in Bedrängnis

Am Dienstag hatte eine Hackergruppe, die sich Impact Team nennt, die Daten von rund 32 Millionen Nutzern des Seitensprung-Portals ins Darknet gestellt. Die Gruppe hatte die Daten bereits vor mindestens einem Monat gestohlen und mit ihrer Veröffentlichung gedroht, sollte das «Betrüger»-Portal nicht «umgehend und dauerhaft» geschlossen werden.

Experten für Internetsicherheit stuften die veröffentlichten Daten, darunter Nutzernamen, Passwörter, die letzten vier Kreditkartennummern, Strassennamen, E-Mail-Adressen und Telefonnummern, als echt ein. Auch rund 15'000 Nutzer mit Regierungs- oder Militäradressen aus den USA sollen betroffen sein.

US-Verteidigungsminister Ashton Carter sagte dazu, das Pentagon prüfe, ob Armeeangehörige in dem Portal aktiv gewesen seien. In der US-Armee kann Verhalten wie Ehebruch bestraft werden. «Ich bin darüber auf dem Laufenden - natürlich ist das ein Thema, weil das Verhalten sehr wichtig ist», sagte Carter auf Nachfrage. «Und wir erwarten ein gutes Verhalten von unseren Leuten.» (trs/sda/afp)

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