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Bild: Shutterstock

Offener Brief

Google, Microsoft, Facebook und Co. plädieren für Netzneutralität

Fast 140 Firmen wie Amazon, Facebook und Twitter machen sich mit einem Brief für das Prinzip der Netzneutralität stark. Sie fürchten, Reformpläne der US-Aufsichtsbehörde FCC könnten ihrem Geschäft schaden.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Internetunternehmen wie Amazon, Facebook und Twitter plädieren gemeinsam für ein freies und offenes Internet. In einem offenen Brief warnen insgesamt fast 140 Firmen vor einem Zwei-Klassen-Internet. Die Telekommunikationsaufsicht Federal Communications Commission (FCC) hatte Ende April eine Änderung der Regeln zur Netzneutralität angekündigt. Im Zuge dieser Änderung soll es Firmen möglich sein, Internetinhalte gegen Aufpreis schneller durch die Netze zu leiten. Im Detail sind die Pläne bislang allerdings nicht bekannt.

Mit ihrem Schreiben wenden sich die Unternehmen an Tom Wheeler, den FCC-Vorsitzenden. Im Brief heisst es, es gehe um ein freies und offenes Internet. Die in den letzten 20 Jahren von innovativen Netzfirmen geschaffenen Neuerungen und Dienstleistungen hätten ein enormes wirtschaftliches Wachstum angestossen. Diese Innovationen, die in einer Welt ohne Benachteiligung entstanden seien, hätten US-Unternehmen zu Weltmarktführern gemacht.

Zu den Unterzeichnern des Briefs gehören nahezu alle Firmen, die in der Branche Rang und Namen haben. Selbst Amazon, in Sachen öffentlicher Erklärungen sonst zurückhaltend, hat sich beteiligt. Daneben unterstützen etwa Google, Microsoft, Netflix, Facebook, Twitter, Reddit, Yahoo, Tumblr, 4chan, Dropbox, Mozilla und Imgur die Initiative. Sogar der Verband der Immobilienmakler zählt zu den Unterstützern.

Vermehrt kommt Schützenhilfe aus der Politik

Wie «The Daily Dot» berichtet, können die Unternehmen derzeit vermehrt mit Schützenhilfe aus der Politik rechnen. In den vergangenen Wochen soll das Prinzip der Netzneutralität eine Reihe einflussreicher Verteidiger gefunden haben.

Der demokratische Senator Al Franken etwa wird mit der Einschätzung zitiert, bei der Netzneutralität gehe es um «das Recht auf Redefreiheit unserer Zeit». Sein Amts- und Parteikollege Bernie Sanders bewertete den FCC-Vorschlag als «total unsinnig» und äusserte die Befürchtung, der Durchschnittsamerikaner werde der grosse Verlierer sein, sollte der Vorschlag verabschiedet werden.

Interessant finden manche US-Kommentatoren, dass die Internetunternehmen in ihrem Brief nicht vollends auf Konfrontationskurs mit der FCC gehen. «GigaOm» weist auf einen Passus im Schreiben hin, in dem die FCC an ihre ureigene Aufgabe erinnert wird, das Internet vor Benachteiligungen und hohen Kosten zu schützen. Die Tech-Website «9to5Google» dagegen findet bemerkenswert, dass auf der Liste bislang die grossen Telekommunikationsgesellschaften fehlen. Auch Apple taucht nicht bei den Unterstützern auf. (meu)



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