Schneeregen
DE | FR
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Digital
Digital kompakt

Spionage-Software «Regin» spähte jahrelang Behörden und Firmen aus

Staatliche Cyber-Spionage

Spionage-Software «Regin» spähte jahrelang Behörden und Firmen aus

24.11.2014, 07:1624.11.2014, 10:38

Eine neu entdeckte Spionage-Software hat über Jahre Unternehmen und Behörden vor allem in Russland und Saudi-Arabien ausgespäht. Das Programm sei so komplex und aufwendig, dass nur Staaten als Auftraggeber in Frage kämen, erklärte am späten Sonntag die IT-Sicherheitsfirma Symantec, die die Software entdeckt hatte.

Gut jede vierte Infektion traf demnach Betreiber von Telekom-Netzen. Dabei hätten die Angreifer zum Teil auch Zugriff auf Verbindungsdaten bekommen. Symantec gab der Software den Namen «Regin».

Das Programm setzt sich auf infizierten Computern in mehreren Stufen fest und ist darauf getrimmt, lange unentdeckt zu bleiben. «Regin» kann laut Symantec unter anderem Aufnahmen vom Bildschirm machen, Passwörter stehlen, den Datenverkehr überwachen und für die Angreifer gelöschte Dateien wiederherstellen.

Russland sei mit 28 Prozent der Fälle am schwersten betroffen, gefolgt von Saudi-Arabien mit 24 Prozent, erklärte Symantec. Danach folgen Irland und Mexiko mit jeweils neun Prozent. Mit einem Anteil von jeweils fünf Prozent werden zudem Indien, Afghanistan, Iran, Belgien, Österreich und Pakistan aufgeführt.

Symantec habe bisher keine direkten Hinweise auf die Urheber von «Regin» gefunden, sagte Symantec-Experte Candid Wüest. Vom Niveau der Entwicklung und den Zielen her kämen Geheimdienste etwa der USA, Israels oder Chinas in Frage. Die Software sei von 2008 bis 2011 aktiv gewesen, dann sei 2013 eine neue Version aufgetaucht. (sda/dpa)

DANKE FÜR DIE ♥
Würdest du gerne watson und unseren Journalismus unterstützen? Mehr erfahren
(Du wirst umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)
5 CHF
15 CHF
25 CHF
Anderer
twint icon
Oder unterstütze uns per Banküberweisung.

Das könnte dich auch noch interessieren:

0 Kommentare
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 24 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
Das taugt Apples neuer (grosser) HomePod wirklich
Etwas überraschend bringt Apple nun doch einen Nachfolger seines «grossen» Smart-Lautsprechers. Wir haben ihn vorab getestet.

Anlässlich der Vorstellung seiner neuen Mac-Modelle mit M2 Pro- und M2 Max-Chip präsentierte Apple auch die zweite Generation seines Smart-Lautsprechers HomePod.

Zur Story