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screenshot: facebook (via derstandard.at)

Rechtsextreme «Identitäre Bewegung» von Facebook und Instagram verbannt

01.06.18, 07:09 01.06.18, 07:31


Die Instagram- und Facebook-Seiten der «Identitären Bewegung» (IB) Deutschland und Österreich sind seit Donnerstag nicht mehr verfügbar. Sie sollen gelöscht worden sein.

Der Aufschrei in der rechtsextremen Szene war gross.

«Was bedeutet es für eine Demokratie, wenn kritische Stimmen wegzensiert werden?», fragte der Österreicher Patrick Lenart, Co-Präsident der IB Österreich, via Twitter.

Die Antwort kam postwendend:

Laut derstandard.at hatte der Facebook-Auftritt der als rechtsextrem eingestuften Organisation an die 43'000 Fans.

Auch der Auftritt der IB Deutschland ist seit Donnerstag nicht mehr online. Via Twitter liess man verlauten, dass die Seite gelöscht worden sei. «Die Meinungsfreiheit geht langsam aber sicher zu Ende ...», hiess es über den offiziellen Account.

Und auch hier liess die Replik nicht lang auf sich warten ...

Wie heute.at berichtet, sollen auch Instagram-Konten gesperrt worden sein. Betroffen sei auch Martin Sellner, einer der führenden Köpfe der als rechtsextrem eingestuften Organisation.

Womit der Zeitpunkt der Sperre zusammenhänge, sei derzeit unklar.

«Organisationen oder Personen, die organisierten Hass verbreiten, sind weder auf Facebook noch auf Instagram erlaubt», zitierte die Nachrichtenagentur DPA eine Sprecherin.

Mitte Mai hatte die Grazer Staatsanwaltschaft Anklage gegen 17 Mitglieder und Sympathisanten der Identitären Bewegung Österreich erhoben. Sie werfe ihnen Verhetzung, Sachbeschädigung und Nötigung im Rahmen einer kriminellen Vereinigung vor, berichtete derstandard.at.

Anfang Mai waren Facebook-Seiten der Identitären Bewegung in Frankreich gesperrt worden.

Die Facebook-Seite der Identitären Bewegung Schweiz war am Freitagmorgen normal erreichbar. Sie hat wenige Fans.

screenshot: facebook

(dsc)

Was du über die Identitäre Bewegung wissen solltest ...

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26Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Majoras Maske 01.06.2018 08:34
    Highlight Vor 10 - 15 Jahren war sowas völlig normal für rassistische Inhalte verwarnt oder gebannt zu werden. Ohne Facebook hätten sich diese Ansichten auch nicht so verbreiten können. Im Internet 1.0 hatten die Betreiber nämlich noch Angst vor Gericht zu landen, wenn jemand was Rassistisches verbreitete.
    89 30 Melden
  • walsi 01.06.2018 08:01
    Highlight Durch solche Sperrungen erreicht man genau das Gegenteil von dem was man wollte. Die Organisation wird noch mehr Zulauf erhalten. Das einzige was hilft ist, die Leute in offenen, fairen Diskussionen zu stellen und öffentlich zu demaskieren.
    38 108 Melden
    • meine senf 01.06.2018 08:27
      Highlight Nur dürfte mit diesen "Social" Media-Plattformen keine offene, faire Diskussion mit denen möglich sein.
      Ich schätze mal, die werden auf Beiträge von Drittpersonen, die nicht ihrer Meinung entsprechen, nicht mit einer Diskussion eingehen, sondern diese Beiträge sofort löschen.
      Die wollen doch nicht das Risiko eingehen, dass ihre Anhänger sonst evtl. zum Nachdenken gebracht werden können.
      68 20 Melden
    • walsi 01.06.2018 08:59
      Highlight @meine senf: Schon mal probiert oder ist es nur eine Vermutung? Ich kann nicht, ich bin nicht auf Facebook.
      7 15 Melden
    • Slavoj Žižek 01.06.2018 09:25
      Highlight Super Argument meine Senf, genau dasselbe Argument werden die Identitären auch nennen.
      10 16 Melden
    • Fabio74 02.06.2018 14:38
      Highlight offene Diskussionen wäre nett. Aber PEgida und anderes Braunes zeigen ja auf wie Diskussionen gehen. Sie schreien und brüllen rum und wenn man dagegen argumentiert ist man dumm oder hat keine Ahnung.
      Der einfache Weg ist: KEIN Fussbreit dem Faschismus. Nie wieder.
      4 7 Melden
  • Paul_Partisan 01.06.2018 07:57
    Highlight Richtig so, kein Fussbreit den Faschisten! Einfach lachhaft, wie sich Feinde der Demokratie über "undemokratisches" Verhalten enervieren.
    146 57 Melden
    • Factfinder 01.06.2018 18:43
      Highlight Ausdrücke wie "Feinde der Demokratie " und Freude über Zensur wirken für aber auch ziemlich faschistisch...
      18 24 Melden
    • Fabio74 02.06.2018 14:39
      Highlight @factfinder
      Man kann sich fragen, wer Faschisten toll findet und warum?
      Solchen Leuten empfehle ich ein paar Reisen zu unternehmen.
      2 6 Melden
  • Domino 01.06.2018 07:49
    Highlight Bis jetzt ist mir die IB gerade dadurch aufgefallen, dass sie eben nicht hetzt, zu Gewalt aufruft und gesprächsbereit ist.
    50 107 Melden
    • @schurt3r 01.06.2018 08:15
      Highlight Du hast aber schon gelesen, wegen welcher Anklagepunkte sich die IB-Österreich-Leute vor Gericht verantworten müssen?
      107 40 Melden
  • Ökonometriker 01.06.2018 07:47
    Highlight Mir macht Sorgen, dass Facebook ein derart wichtiges Medium mit einer Quasi-Monopolstellung ist und ganz offen in die demokratischen Meinungsfindungsprozesse eingreift. Klar, heute zensieren sie eine Meinung, die ich auch nicht teile. Aber wer prüft die Zensoren?
    51 66 Melden
    • @schurt3r 01.06.2018 08:17
      Highlight Das ist keine Zensur.

      Facebook ist ein privates Unternehmen, das seine eigenen Nutzungsbedingungen nach eigenem Gutdünken durchsetzt – oder auch nicht.
      73 33 Melden
    • Ökonometriker 01.06.2018 08:26
      Highlight @schurt3r: ein privates Unternehmen in einem disfunktionalen Markt. Die Skaleneffekte sind so massiv, nicht einmal Google konnte einen Konkurrenten etablieren.

      Wird eine Meinung durch FB zensiert, ist diese Meinung quasi mundtot. Es sei denn es stehen kaufkräftige Unterstützer dahinter die traditionelle Medien kaufen und ihre Meinung trotzdem an den Mann bringen können.
      Das ist doch eine massive Einschränkung der Demokratie und spielt den Eliten nur direkt in die Hand.
      31 46 Melden
    • Torkar 01.06.2018 09:10
      Highlight Es gibt leider Meinungen, die menschenverachtend sind. Über Missstände bei der Integration zu sprechen oder ein rassistisches Weltbild zu vertreten sind zwei unterschiedliche Dinge. Wenn antidemokratische Propaganda und Fremdenhass verbreitet wird, muss dagegen angegangen werden. Die sozialen Medien haben dies zu lange toleriert.
      24 20 Melden
    • Ökonometriker 01.06.2018 13:06
      Highlight @Torkar: für mich lautet die Frage dennoch: sollte Zensur durch internationale Grosskonzerne betrieben werden - oder durch demokratisch legitimierte Regierungen?
      Die Antwort scheint zunächst offensichtlich, aber wie liesse sich eine durch demokratische Gesetze verabschiedete Zensur beispielsweise international durchsetzen?
      12 11 Melden
    • Sauäschnörrli 01.06.2018 13:21
      Highlight Die können sich ja auf vk.com tummeln, machen sie ja eh schon. Facebook ist ein privates Unternehmen, das sich seine Nutzer aussuchen darf.
      19 7 Melden
    • Factfinder 01.06.2018 18:47
      Highlight "antidemokratische Propaganda"
      Der Spruch "No Borders No Nations" wäre auch eindeutig "antidemokratische Propaganda" - schliesslich fordert der die Abschaffung dessen was die demokratischen Rechte überhaupt garantiert.
      Ich denke aber diejenigen die ab solchen Zensurmeldungen hämisch grinsen, würden ganz anders reagieren wären sie selber betroffen.
      14 21 Melden
    • Sauäschnörrli 01.06.2018 22:45
      Highlight @Factfinder, wenn es also nur weiss und schwarz gibt und wir nach deiner Auffassung zur "No Borders No Nations"-Fraktion gehören, gehörst du im Umkehrschluss also zur IB? Kann man nicht beides kacke finden?
      11 3 Melden
    • Astrogator 02.06.2018 10:06
      Highlight @Ökonometriker: "Wird eine Meinung durch FB zensiert, ist diese Meinung quasi mundtot. "

      Das würde voraussetzen, dass politische Meinungsbildung nur über Facebook möglich ist.
      Zudem wird nicht eine politische Meinung zensiert, sondern es werden in einem privaten Netzwerk Aufrufe zu Hass und Gewalt gelöscht, das kann nur im Interesse einer freiheitlichen Demokratie sein.
      8 3 Melden
    • meine senf 02.06.2018 10:41
      Highlight Warum darf man in einer Demokratie die Meinung, dass man Grenzen nicht mag, nicht vertreten?

      Irgendwann gab es z.B. zwischen Zürich und Aargau mal eine Landesgrenze. Heute nicht mehr. Sind Zürich und Aargau heute deswegen nicht mehr demokratisch?
      3 6 Melden
  • Slavoj Žižek 01.06.2018 07:37
    Highlight Gegen welche Gesetze bzw. Nutzungsbedingungen wurde verstossen? Steht leider nicht im Artikel.
    37 37 Melden
    • @schurt3r 01.06.2018 08:18
      Highlight Im Artikel steht:

      Womit der Zeitpunkt der Sperre zusammenhänge, sei derzeit unklar.

      Facebook-Sprecherin: «Organisationen oder Personen, die organisierten Hass verbreiten, sind weder auf Facebook noch auf Instagram erlaubt.»
      56 28 Melden
    • Slavoj Žižek 01.06.2018 15:54
      Highlight Die ausgewählten Tweets implizieren ein Vorhandensein von Gründen, von offizieller Seite wurde aber gar noch nichts genannt.
      11 5 Melden
    • Factfinder 01.06.2018 18:48
      Highlight "Personen, die organisierten Hass verbreiten, sind weder auf Facebook noch auf Instagram erlaubt."
      Was? Die haben Böhmi gesperrt? ;)
      11 11 Melden
  • Carlitos Fauxpas 01.06.2018 07:34
    Highlight Sendepause für Rechtsextreme, nehmt das und lebt damit!
    Die grosse Mehrheit wird's nicht im Geringsten kratzen.
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