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Facebook muss zerschlagen werden – findet einer der Mitgründer 🧐



Chris Hughes, Mitgründer von Facebook, hat sich für eine Aufspaltung des Konzerns ausgesprochen. «In den USA gibt es die Tradition, Monopole einzuschränken, egal wie gut es das Management meint», schreibt Hughes in einem Kommentar in der «New York Times» vom Donnerstag.

«Die Macht von Mark (Zuckerberg) ist beispiellos und 'un-amerikanisch'», schreibt Hughes weiter.

Bild

screenshot: nytimes.com

Facebook ist mit über zwei Milliarden Nutzern das weltgrösste soziale Netzwerk. Zu dem Unternehmen gehören auch die Plattformen Whatsapp und Instagram, die jeweils von einer Milliarde Menschen genutzt werden.

In drei Jahren angeblich eine halbe Milliarde Dollar verdient

Hughes, sein damaliger Mitbewohner Zuckerberg, Eduardo Saverin und Dustin Moskovitz gründeten Facebook 2004 in Harvard. Bereits drei Jahre später verliess Hughes das aufstrebende Social-Media-Unternehmen und erklärte, er habe in dieser Zeit eine halbe Milliarde Dollar verdient.

«Mark ist eine gute, eine nette Person. Aber es ärgert mich, dass er bei seinem Streben nach Wachstum Sicherheit und Höflichkeit für mehr Clicks aufgegeben hat.»

Hughes schreibt nun, er sehe die Gefahr, dass Zuckerberg um sich nur Menschen geschart habe, die seine Ziele ebenfalls verfolgten und ihm nicht widersprächen.

So reagiert Facebook

In einer ersten Reaktion erklärte Facebooks Kommunikationschef Nick Clegg, Facebook sei sich bewusst, dass mit «dem Erfolg auch die Verantwortlichkeit» wachse. Aber diese lasse sich nicht durch die Forderung «nach der Zerschlagung eines erfolgreichen amerikanischen Unternehmens» erzwingen, fügte der ehemalige britische Vize-Premierminister hinzu.

Notwendig sei vielmehr eine sorgfältige Einführung neuer Regeln für das Internet, erklärte Clegg und fügte hinzu, genau das fordere auch Zuckerberg. Der Facebook-Chef kommt nach Angaben seines Konzerns am Freitag in Paris mit Frankreichs Präsident Emmanuel Macron zusammen, um mit ihm über den Kampf gegen Hass im Internet zu sprechen.

Der Facebook-Konzern war wegen mehrerer Datenschutz-Pannen in Europa und den USA in die Kritik geraten. Derzeit untersuchen US-Behörden Vorwürfe, Facebook habe unzulässigerweise Daten von 87 Millionen Nutzern weitergegeben. Bei der US-Präsidentenwahl wurden die Daten dieser Facebook-Nutzer durch die britische Firma Cambridge Analytica mutmasslich missbraucht, um US-Präsident Donald Trump zu unterstützen.

(dsc/sda/awp/reu)

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5Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Eh Doch 10.05.2019 11:25
    Highlight Highlight Kein Ahnung wieso Leute heute noch auf FB sind..
  • TheDoctor 09.05.2019 18:41
    Highlight Highlight Recht hat er...
  • Ueli der Knecht 09.05.2019 18:39
    Highlight Highlight Facebook kann man nicht zerschlagen. Das wäre nur Symptombekämpfung und würde das ursächliche Problem der profitorientierten Massenüberwachung nicht aus der Welt schaffen.

    Facebook, Google & Co. müssen nicht zerschlagen sondern ersetzt werden.

    Art. 12 der UN-Menschenrechtscharta:
    "Niemand darf willkürlichen Eingriffen in sein Privatleben, seine Familie, seine Wohnung und seinen Schriftverkehr oder Beeinträchtigungen seiner Ehre und seines Rufes ausgesetzt werden. Jeder hat Anspruch auf rechtlichen Schutz gegen solche Eingriffe oder Beeinträchtigungen"

    Reclaim the net! Reclaim your privacy!
  • El Vals del Obrero 09.05.2019 18:34
    Highlight Highlight Es fällt allgemein auf, das manches, was etwa in den 50er-Jahren und bis etwa Thatcher/Reagan eher eine Mitte-Position war, heute schon als "sozialistisch", "wie DDR" oder so verschrien wird.

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ahlener_Programm . Heute wird die deutsche JUSO dafür gescholten, dass sie ca. die Position der CDU von früher vertritt.

    "Zerschlagung der Konzerne" war auch in der BRD unter Adenauer ein Teil der Entnazifizierung. Und manche, die wollen, dass "America great again" ist, wissen wohl nicht, dass die USA in den Zeiten, die sie herbeisehnen, einen Spitzensteuersatz von 90% hatten.
  • DocShi 09.05.2019 18:05
    Highlight Highlight Ja, sollte man zerschlagen (im juristischen geschäftlichen Sinne) und wenn wir schon dabei sind sollten Nestlé und Co. Ebenfalls so behandelt werden! Und vorallem denen die Wasserrechte in Drittweltländern entziehen!

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