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(FILES) - A file picture taken in Washington, D C on May 10, 2012 shows a view of and Apple iPhone displaying the Facebook app's splash screen in front of the login page. Facebook on July 31, 2014 unveiled an app to allow people around the world with mobile phones but no Internet access to access online services for health, education and basic communications. The Internet.org app is being released first in Zambia, and is to be rolled out in other countries where Internet access is lacking or unaffordable, Facebook said.  AFP PHOTO / Karen BLEIER /FILES

Sammelklage von Datenschützern geplant. Bild: AFP

Initiative Europe-v-Facebook

20'000 Unterstützer für Sammelklage gegen Facebook gewonnen – jedem Beteiligten winken 500 Euro

Die Initiative Europe-v-Facebook hat mit einer Sammelklage gegen Facebook offensichtlich einen Nerv getroffen. Nach wenigen Tagen soll die Klage über 20'000 Unterstützer haben.

06.08.14, 15:38 06.08.14, 20:24

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Das Team um den Österreicher Max Schrems lässt im Kampf um Datenschutz und Privatsphäre nicht locker. In der vergangenen Woche hat die Initiative Europe-v-Facebook beim Handelsgericht Wien eine Sammelklage gegen Facebook eingereicht, mit dem Vorwurf, dass das soziale Netzwerk gegen eine Vielzahl von Datenschutzbestimmungen verstösst.

Derzeit steige die Zahl der Unterstützer sprunghaft an, heisst es jetzt in einer Pressemitteilung der Initiative. Bis zu 7000 Teilnehmer würden sich pro Tag eintragen, aktuell gebe es über 20'000 Unterstützer aus mehr als hundert Ländern. Der Grossteil stamme dabei aus Deutschland, Österreich und sonstigen europäischen Ländern.

Bei den Unterstützern soll bald aber bei eine Grenze erreicht sein, bei 25'000 mitklagenden Facebook-Mitgliedern ist Schluss. «Wir müssen jetzt aber relativ früh eine Grenze setzen, weil wir diese Abtretungen ja auch einzeln prüfen und verwalten müssen», heisst es in der Mitteilung, die als PDF online steht. Interessenten könnten sich nach Erreichen der 25'000 Unterstützer aber weiter auf fbclaim.com registrieren. Sie sollen bei einer möglichen weiteren Ausdehnung bevorzugt behandelt werden.

Es geht um eine symbolische Entschädigung

Die Klage hat das Ziel, für jeden Beteiligten eine symbolische Entschädigungssumme von 500 Euro zu erstreiten. Das Verfahren richtet sich gegen den europäischen Zweig des Netzwerks mit Sitz im irischen Dublin. Kritisiert werden angebliche Verstösse Facebooks gegen europäische Datenschutzrichtlinien. So sollen die Netzwerkverantwortlichen unter anderem die NSA bei Überwachungsprogrammen wie Prism unterstützt haben und den Geheimdienstlern Zugriff auf Nutzerdaten gewährt haben.

Facebook bestreitet diese Vorwürfe und betont regelmässig, stets im Rahmen der geltenden Datenschutzbestimmungen zu handeln.

Datenschutzaktivist Schrems sagte der Nachrichtenagentur Reuters, den Teilnehmern der Aktion gehe es nicht primär ums Geld. Einige würden sogar Beträge spenden: «Es tut gut zu sehen, dass es für die meisten nicht ums Geld geht, sondern darum, in der Sache voranzukommen.»

Europe-v-Facebook geht seit Jahren gegen Facebook vor. So erstritt Max Schrems bereits vor Jahren unter anderem die Herausgabe der vom Netzwerk über ihn gespeicherten Daten. Im aktuellen Fall rechnet Schrems bis zum Ende des Jahres mit dem Beginn der Verhandlung. (meu)



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