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Diese Fernseher aus der Zukunft stehen schon sehr bald in unseren Wohnzimmern

Die neuen Fernseher haben einiges zu bieten, versteckt hinter einer Flut kryptischer Fachbegriffe. watson zeigt die interessantesten Geräte – und erklärt, was all die Abkürzungen bedeuten.

Matthias Kremp, las vegas / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Kennen Sie Quantum Dots? Nein? Macht nichts. Für einige Hersteller von Fernsehern sind sie trotzdem so etwas wie der heilige Gral der Bildqualität. Was Quantum Dots genau sind und wie sie funktionieren, kann allerdings kaum jemand erklären. Das sei auch gar nicht so wichtig, sagt ein Unternehmenssprecher, man müsse nur wissen, dass der Begriff für eine bessere Bildqualität stehe.

13 Philips hat keine groÃen CES-News zu bieten, wirbt umso mehr fÃŒr seine TV-GerÀte mit Ambilux-Beleuchtung, die hinter dem Fernseher in den Farben des gerade laufenden Fernsehbilds aufleuchtet.

Samsung SUHD-Fernseher: Erzeugt mit Quantum Dots Milliarden brillanter Farben.
Bild: spiegel online

Tatsächlich haben TV-Geräte, die mit Quantum Pixeln arbeiten, subjektiv betrachtet ein besseres Bild als andere. Möglich wird das durch winzige Nanokristalle, die dafür sorgen, dass Farben kräftiger erscheinen und schwarz dunkler dargestellt wird. Aber wie gesagt: Wie das genau funktioniert, muss man nicht verstehen.

Diese Fernseher stehen bald in unseren Wohnzimmern

Sieht gut aus: HDR

Ähnlich verhält es sich mit der HDR-Technik – High Dynamic Range. Vor einigen Jahren war HDR ein grosser Trend in der Digitalfotografie, schon früh gab es auch erste Video-Experimente mit der Technik. Mit ein paar Tricks und Kniffen kann man aus mehreren unterschiedlich belichteten Versionen derselben Aufnahme ein Bild erzeugen, bei dem dunkle und helle Bereiche gleichermassen kräftig ausgeprägt sind, was zu stärkeren Kontrasten und kräftigeren Farben führt. Der Effekt kann aber auch ziemlich künstlich wirken.

Mittlerweile ist HDR eine Funktion, die jedes bessere Smartphone auf Knopfdruck beherrscht, und bald soll man davon auch beim Fernsehen profitieren. Damit das funktioniert, müssen die TV-Geräte vor allem viel hellere Bilder erzeugen können. Samsungs neues Topmodell beispielsweise erreicht eine Helligkeit, die rund zweieinhalb mal so hoch ist wie bei aktuellen Standard-TV-Geräten. Sony arbeitet bereits an einer Technologie, die noch viermal hellere Bilder ermöglicht und wohl noch vor Jahresende in erste Geräte eingebaut werden wird.

13 Philips hat keine groÃen CES-News zu bieten, wirbt umso mehr fÃŒr seine TV-GerÀte mit Ambilux-Beleuchtung, die hinter dem Fernseher in den Farben des gerade laufenden Fernsehbilds aufleuchtet.

Spiel-Streaming: Über Dienste wie PS Now und Gamefly kann man auf den neuen Samsung-Fernsehern Spiele wie «Assassin's Creed III» ohne PC oder Spielkonsole spielen.
Bild: spiegel online

Was das in der Praxis bedeutet, kann man sich auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas ansehen. Farben strahlen noch kräftiger, dunklere Flächen, die bei der Aufnahme etwa von indirektem Sonnenlicht bestrahlt wurden, zeigen mehr Details und Farben. Wenn man das einmal im Vergleich zu einem TV-Bild ohne HDR gesehen hat, will man nicht mehr darauf verzichten.

Das Problem ist wieder einmal, dass Filme und Videos neu abgemischt werden müssen, um in HDR abgespielt werden zu können. Netflix beispielsweise arbeitet daran, wirklich viel HDR-Material gibt es aber noch nicht.

SUHD, Super UHD, Ultra HD Premium und 4K

Neben diesen Technologien gibt es viele herstellertypische Bezeichnungen, deren genaue Bedeutung man nicht unbedingt kennen muss, um sie zu verstehen. Samsung hat schon vergangenes Jahr SUHD für seine Fernseher eingeführt, LG zieht jetzt mit Super UHD nach. Was damit im Einzelnen gemeint ist, ist nicht wichtig. Die Hersteller unterscheiden damit schlicht ihre jeweiligen Topmodelle vom Rest des Angebots.

Das gilt umso mehr für das neu eingeführte Logo «Ultra HD Premium». Geräte mit dieser Bezeichnung erfüllen die höchsten derzeit von der Branchenvereinigung UHD Alliance gestellten Anforderungen. Konkret heisst das vor allem, dass sie einen besonders hohen Kontrastumfang bieten, also sehr helles Weiss und besonders dunkles Schwarz darstellen können. Hinzu kommt, dass sie mehr Farbvariationen anzeigen können als andere Geräte, insgesamt theoretisch mehrere Milliarden Farbtöne.

13 Philips hat keine groÃen CES-News zu bieten, wirbt umso mehr fÃŒr seine TV-GerÀte mit Ambilux-Beleuchtung, die hinter dem Fernseher in den Farben des gerade laufenden Fernsehbilds aufleuchtet.

In der zweiten Jahreshälfte soll dieser riesige 98-Zoll-Fernseher von LG mit 8K-Auflösung auf den Markt kommen.
Bild: spiegel online

4K oder UHD?

Fernseher, die das normale Ultra-HD-Logo aufweisen, können immer noch Millionen Farbvarianten darstellen. Die Auflösung ist bei beiden Varianten dieselbe, beträgt 3840 x 2160 Pixel. Ausserdem müssen Fernseher beiderlei Art entsprechend leistungsfähige HDMI-Anschlüsse haben und die Schutzmechanismen beherrschen, die ein Kopieren der hochauflösenden Videos verhindern sollen.

Der japanische Hersteller Sony mag bei all dem allerdings nicht mitmachen und zeigt damit, dass die Logos der UHD Alliance nicht immer weiterhelfen. Sony klebt auf seine hochauflösenden Fernseher lieber ein 4K-Logo oder -–bei den neuen Modellen mit grossem Kontrastumfang – eines auf dem «4K HDR» steht. Alles sehr verwirrend.

Sind 4K und UHD bald schon wieder veraltet?

Das Problem, dass es kaum Filme in 4K-Auflösung gibt, legt sich langsam. Netlfix und Amazon haben mittlerweile einige Serien und Filme im Angebot, diverse Filmstudios haben Blu-Ray-Discs einiger Filme in Ultra HD angekündigt. Einen entsprechenden Player, den UBD-K8500, zeigt Samsung in Las Vegas. Ab März soll er in den USA für 400 Dollar erhältlich sein. Einen Termin und Preise für Europa gibt es noch nicht.

Als wäre das alles nicht genug, zeigt LG auf der CES aber schon den ersten serienreifen 8K-Fernseher der Welt. Mit 98 Zoll, also etwa 2.5 Metern Bilddiagonale ist er ein regelrechtes TV-Monster und dürfte wohl alles andere als bezahlbar sein. Ausserdem betrifft diesen Fernseher noch viel mehr als andere das Problem, dass es keine Inhalte in seiner ultrahohen Auflösung gibt – und auf absehbare Zeit auch nicht geben wird.

13 Philips hat keine groÃen CES-News zu bieten, wirbt umso mehr fÃŒr seine TV-GerÀte mit Ambilux-Beleuchtung, die hinter dem Fernseher in den Farben des gerade laufenden Fernsehbilds aufleuchtet.

Überwachungs-TV: Alle Samsung-Fernseher des Baujahres 2016 verfügen über sogenannte IoT-Funktionen, können also Geräte ansteuern, die zum Internet der Dinge gehören. Hier beispielsweise eine Überwachungskamera.
Bild: spiegel online

Die TV-Industrie ist bereits vollauf damit beschäftigt, UHD-Material zu beschaffen, am besten gleich in HDR-Qualität. Und das ist umso schwieriger, als die Nachfrage danach rasend schnell zunimmt. Denn im Vergleich zur Einführung der Full-HD-Fernseher verbreiten sich UHD-TVs viel schneller. Bei Samsung beispielsweise wird es in diesem Jahr kaum noch Geräte geben, die die neue Auflösung noch nicht beherrschen. TV-Sender und Filmstudios stehen damit unter enormem Druck, auch die passenden Inhalte anzubieten.

Samsungs 22'000-Franken-TV im Test: Fernsehen für Freaks

Film, Serien, Netflix und Co. 

Das war die CES 2016

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8Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Bruno Wüthrich 12.01.2016 19:57
    Highlight Highlight Wir sind wieder in den 1970er-Jahren angelangt. Da heiss es jeweils, Ariel wasche weisser. Bis eine andere Werbung behauptete, OMO wasche noch weisser, etc, etc. Nur dass es sich diesmal um Fernsehgeräte handelt. Was daran interessant sein soll, entzieht sich meiner Kenntnis.
  • Tscheggsch? 12.01.2016 16:36
    Highlight Highlight Ich kann mir gerade nicht helfen... Aber heller, heller und noch heller erinnert mich tierisch an eine Episode von HTF ;-) Bald mit Sonnenbrille vor dem Fernseher rumgammeln...

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  • Matrixx 12.01.2016 06:06
    Highlight Highlight Und was genau bringt mir jetzt ein 8K-Fernseher, wenn Filme in 4K grad mal "so knapp" durchkommen?
  • EvilBetty 11.01.2016 23:05
    Highlight Highlight «watson zeigt die interessantesten Geräte»

    «Ein Artikel von SpiegelOnline»
  • Ruefe 11.01.2016 22:39
    Highlight Highlight Ich seh echt den Sinn nicht mehr in solchen Produkten. Verschwendung von Material und Ingenieursarbeit, nur damit wir noch mehr vor der Glotze hängen.
    Aber ich sollte warscheinlich selbst weniger auf Watson sein ^^
    • Sandokan 11.01.2016 23:32
      Highlight Highlight Du hast Recht. Bei mir wird es mal wahrscheinlich darauf hin laufen das ich mich irgendwann dem alles verweigere . Sch... auf iPhone und Co, Back to the roots. Der Pc reicht.
    • TheMan 12.01.2016 02:34
      Highlight Highlight Sandokan. Ich musste Schmunzeln als ich Ihren Text gelesen habe. Back to the Roots. Papirus und Kohle? XD Oder Keilschrift auf Lehmtafel wäre eher Back to the Roots XD
    • Don Huber 12.01.2016 06:21
      Highlight Highlight Wenn ein neuer TV, dann nur für Blue Rays und PS4. Auf das TV Programm kann ich verzichten. Läuft ständig das gleiche zwischen dem Hauptprogramm namens Werbung und Mediaship (breeeeeech) Verblödung und Zeitvetschwendung pur mehr nicht.

Du kannst die Werbung weiter spulen. Nationalrat versenkt das Replay-TV-Verbot

Am Freitagmorgen kam es im Nationalrat zum Showdown ums Replay-TV. Das Parlament hat das geplante Spulverbot mit 182 zu sechs Stimmen abgeschmettert.

TV-Sender sollen nicht verhindern können, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer beim zeitversetzten Fernsehen die Werbung überspringen. Der Nationalrat hat es am Freitag abgelehnt, eine Regelung zum Replay-TV im Urheberrecht zu verankern.

Die überwiegende Mehrheit des Nationalrats will, dass die TV-Sender auch künftig nicht direkt mit TV-Verbreitern über die Bedingungen des Replay-TV verhandeln können – und somit das zeitversetzte Fernsehen weder einschränken noch blockieren können. …

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