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Mit dem Finger im Ohr telefonieren? Ernsthaft?! bild: spiegel online

Die 6 dämlichsten neuen Gadgets, die endgültig beweisen, dass wir verdummen

Finger ins Ohr, Mama ruft an: Auf der Tech-Messe CES werden auch allerlei Gadgets vorgestellt, die wenig durchdacht scheinen. Hier könnt ihr abstimmen, welche von sechs Neuheiten euch am wenigsten beeindrucken.

15.01.18, 10:46 16.01.18, 04:24

Markus Böhm, Matthias Kremp / Spiegel online



Ein Artikel von

«Whoa», steht auf vielen Plakaten, die in Las Vegas für die Gadget-Messe CES werben. Darauf zu sehen sind mal Frauen, mal Männer, deren vor Staunen offener Mund jeweils den Buchstaben «o» ersetzt. Die neueste Technik, die vier Tage lang auf der CES präsentiert wird, fasziniert jeden, lautet die Botschaft der Plakate.

Auch wir haben beim Stöbern in den Messehallen oder bei Gesprächen mit Ausstellern manchmal gestaunt - jedoch nicht immer, weil uns ein Gadget beeindruckt hat. Oft überraschte es uns auch, was für unausgereifte oder seltsame Produkte einige Firmen als nächsten grossen Trend inszenierten. Wir entdeckten Gadgets, bei denen wir weniger «Whoa» dachten, sondern eher «Boah, ist das deren Ernst?»

Im Folgenden stellen wir sechs Gadgets vor, die uns - diplomatisch formuliert - weniger überzeugt haben als viele andere auf der Messe. Zum Schluss könnt ihr abstimmen, welches der Produkte für euch das dämlichste ist.

Miliboos «World's First Smart Couch»

bild: spiegel online

Ein 3000-Dollar-Sofa, das mehr sein soll als nur eine Sitzgelegenheit: Auf der linken Armlehne lassen sich Geräte drahtlos laden, rechts ist ein Android-Tablet verbaut, über das sich etwa das Smart Home und die Extra-Funktionen des Sofas steuern lassen. Auch soll man so bequem vom Sofa aus twittern oder Netflix bedienen können.

Das Sofa selbst leuchtet auf Wunsch in vier Farben, angeblich mehr oder weniger passend zum Sound des Films, den man auf dem Fernseher schaut. Der Ton dazu kommt derweil direkt aus dem Sofa, es hat eingebaute Lautsprecher und einen Subwoofer. Und es bietet ein «Bass Shaker System», vibriert also mit.

Miliboo inszeniert sein Produkt als «erstes smartes Sofa der Welt» - praktisch wirkt es aber wie ein kaum durchdachter Schnellschuss. Sollte ein Sofa nicht vor allem bequem sein statt vernetzt, leuchtend und vibrierend? Was spricht dafür, den Ton in nicht allzu guter Qualität über das Möbelstück abzuspielen? Wieso ist das Tablet fest in die Armlehne verbaut, so dass man diese nicht mal vernünftig nutzen kann? Und wer bitte twittert ungelenk über den Tablet-Touchscreen in der Lehne, wenn er ein Smartphone hat?

Das Chili-Pad: Das «smarte» Kopfkissen für Sie und Ihn

bild: spiegel online

Hast du davon nicht auch schon lange geträumt? Ein Kopfkissen, das du mit deinem Partner oder deiner Partnerin teilen kannst, ohne dass ihr euch dabei über die Temperatur streiten müsst? Mit dem amerikanischen Chili Pad soll das gehen.

Das elektrisch beheizte Kissen kann - wie die Klimaanlage moderner Autos - für jeden der beiden Schlafenden nach dessen Vorliebe eingestellt werden. So hat man die Wahl, ob man heiss träumen oder cool bleiben will. Man muss nur aufpassen, dass man beim Schlafen nicht aus Versehen auf die falsche Kissenseite rollt.

 Sgnl Smart Strap: Das Armband, das dich mit dem Finger telefonieren lässt

bild: spiegel online

Das Sgnl Smart Strap, ein 250 Dollar teures Armband für Uhren und Smartwatches, will nicht weniger, als das Telefonieren revolutionieren. Geht ein Anruf ein, wird der Ton über Bluetooth vom Smartphone ans Band übertragen, von dort gelangt er durch Vibrationen direkt ins Ohr, unter einer Bedingung: Man muss sich den Zeigefinger ins Ohr stecken. Antworten kann man dem Anrufer über ein kleines Mikrofon, das im Armband verbaut ist.

Die Technik des Smart Strap überrascht, wirklich praktisch ist das Konzept aber nicht: Längere Telefonate etwa sind mit Bluetooth-Headsets viel komfortabler. Dazu kommt die seltsame Geste: Will man wirklich mit einem Finger im Ohr durch die Stadt laufen? Das ungewöhnliche Konzept erhöhe die Privatsphäre, werben die Macher noch. Sie scheinen aber zu vergessen, dass die eigenen Antworten weiter zu hören sind. So ist das Smart Strap maximal etwas für Leute, die wie Geheimagenten aus Filmen wortlos umherlaufen und Befehle empfangen wollen.

Das «smarte» Schwert

bild: spiegel online

Irgendwie muss auf der CES offenbar alles «smart» und «connected» sein, so auch dieses Plastikschwert. Das Elucidator genannte Gadget wurde einem Schwert aus dem erfolgreichen Anime «Sword Art Online» nachempfunden und soll die Spielwelt in die Realität übertragen - sagt zumindest die Presseagentur des Herstellers.

Bei der Vorführung auf der CES wirkte es eher profan. Wie ein Plastikschwert eben, das bei jedem Hieb Geräusche macht, im Stile eines brummenden Spielzeugautos oder eines sprechenden Teddybären.

Die Augmented-Reality-Zahnbürste Magik

bild: spiegel online

«Du putzt Zähne? Nimm dein Handy mit!» Solche Elternsprüche wollen die Macher von Magik zum Alltag machen. Das Start-up bietet seine Kinder-Handzahnbürste im Paket mit einer Spiele-App an. Die suggeriert dem Nutzer, seine Zähne wären voller kleiner Monster, die sich durch gezieltes Putzen bestimmter Stellen besiegen lassen. Beim Putzen sieht er sich auf dem Handydisplay mitunter mit einem Haifisch auf dem Kopf, im Stile von Snapchat-Masken. Die Handykamera soll derweil erkennen, ob gerade ungefähr die richtige Stelle gesäubert wird.

Das Putzen mit der App ist ganz schöner Aufwand: Das Smartphone muss mit ins Bad, die App und das entsprechende Programm müssen aufgerufen werden. Dazu muss die optimale Selfie-Position gefunden und dann mehrere Minuten gehalten werden. Ausserdem muss man aufpassen, dass das Smartphone nicht nass oder gar mit Zahnpasta verschmiert wird. Sonst lernt man am Ende mehr über kaputte Telefone als übers Zähneputzen.

«Smarter» trinken

bild: spiegel online

Die chinesische Firma SGUAI scheint Kindern kein eigenes Durstgefühl zuzutrauen. Stattdessen will sie Kids mit einer «smarten» (natürlich, was auch sonst) Trinkflasche dazu animieren, ausreichend zu trinken.

Dazu wurde in die Thermopulle ein Mini-Bildschirm eingebaut, auf dem man einem virtuellen Haustier beim Wachsen zusehen kann. Es wird grösser, je mehr man trinkt. Bei nur 300 Millilitern Kapazität ist das Erlebnis freilich schnell vorbei.

Umfrage

Welches der hier vorgestellten sechs Gadgets ist für dich das dämlichste?

  • Abstimmen

2,840 Votes zu: Welches der hier vorgestellten sechs Gadgets ist für dich das dämlichste?

  • 12%Das erste, die smarte Couch
  • 18%Das zweite, das Zweierkissen
  • 12%Das dritte, das Telefonier-Armband
  • 20%Das vierte, das Schwert
  • 10%Das fünfte, die AR-Zahnbürste
  • 13%Das sechste, die Trinkflasche
  • 15%Ganz ehrlich? Ich finde eigentlich alle sinnvoll.

Es geht noch viele schlimmer, wie diese «smarten» Gadgets beweisen:

Super-Fail: Diese Erfindungen sind für die Tonne

Video: watson/Lya Saxer

21 Schweizer Erfindungen, die allen das Leben erleichtern

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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29
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29Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zwingli 16.01.2018 15:41
    Highlight THE FUTURE IS NOW!
    0 0 Melden
  • Pingupongo 16.01.2018 07:52
    Highlight Wer will denn überhaupt sein Kissen teilen? Ich liebe meinen Partner aber mein Kissen gehört mir!
    7 0 Melden
  • sambeat 16.01.2018 01:27
    Highlight Ich kann mich gut erinnern, dass schon vor sehr vielen Jahren von dem Telefonier-Finger im Ohr berichtet wurde. Ich glaube, mich auch erinnern zu können, dass schon einige Male komplett neue Akkus erfunden wurden, die alles revolutionieren! Bla bla bla ;)
    3 0 Melden
  • ThePower 15.01.2018 23:31
    Highlight Jetzt lacht ihr noch, aber es würde mich nicht wundern, wenn sich in zehn Jahren alle einen Finger in die Ohren stecken zum Telefonieren. Oder einen Finger in den Allerwertesten um den Akku zu laden..
    6 0 Melden
  • thymar 15.01.2018 15:14
    Highlight 15%: Ganz ehrlich? Ich finde eigentlich alle sinnvoll.

    MUUAHAHAHAHAHAHAHAHA! Die Gemeinde wächst, meine Jünger werden täglich zahlreicher! 3:>
    13 0 Melden
  • Ms. Pond 15.01.2018 14:25
    Highlight Wir sollten doch eigentlich Strom und Rohstoffe sparen und nicht für jeglichen Blödsinn verbraten.
    30 0 Melden
  • Hans Jürg 15.01.2018 14:21
    Highlight Dämlich sind alle vorgestellten Gadgets zweifellos. Aber dam dämlichsten sie diejenigen, die das kaufen.
    31 0 Melden
  • kettcar #lina4weindoch 15.01.2018 14:02
    Highlight Endlich muss ich nicht mehr selber merken, dass es mir auf den Kopf schifft, mein Schirm sagt es mir:
    "Der Regenschirm Opus One schützt Sie nicht nur vor Regen, wenn es schon begonnen hat – nein, er warnt Sie auch, wenn Regen droht, genauso wie er Ihnen mitteilt, wenn Sie mit schönem Wetter rechnen dürfen."
    https://www.brack.ch/opus-one-smarter-regenschirm-546835

    Und endlich hab ich nettes Stimmungslicht für meinen Po. ZWEIPUNKTNULL:
    https://www.brack.ch/illumibowl-2-0-wc-sitzbeleuchtung-602426
    17 0 Melden
    • thymar 15.01.2018 15:16
      Highlight "droht" ... Ja, bezieht sich dann wohl auf den pH3-sauren Regen der ach-so-nahen Zukunft. Wappnet euch!
      8 0 Melden
    • Pingupongo 16.01.2018 07:48
      Highlight Das wc-licht haben bekannte von mir tatsächlich. Sie sind begeistert weil sie so nachts das deckenlicht nich einschalten müssen. Ich finds seltsam und unnötig und mag es nicht wenn der wc-deckel immer offen ist. Aber jedem das seine...
      2 0 Melden
  • Brothamster 15.01.2018 12:47
    Highlight Ist es möglich, dass euch beim Smartstrap die Buchstaben durcheinandergeraten sind? Laut Pulli vom Typ auf dem Foto, heisst das Teil „sgnl“, in eurer Einleitung aber „sngl“.
    7 0 Melden
    • Martin Lüscher 15.01.2018 13:20
      Highlight @Brothamster: Stimmt. Ist korrigiert. Danke für den Hinweis.
      7 0 Melden
  • TheMan 15.01.2018 12:41
    Highlight Gibt es nicht ein Smart Dildo? Die hat eine Kamera daran usw. Wer bitte will so was?
    5 1 Melden
    • thymar 15.01.2018 15:17
      Highlight Klar gibts das. Wo lebst du denn ;)
      12 0 Melden
    • aglio e olio 15.01.2018 18:58
      Highlight Ich!
      4 0 Melden
  • Sebastian Wendelspiess 15.01.2018 12:03
    Highlight Also doch nicht so smart. ;)
    15 2 Melden
  • chnobli1896 15.01.2018 11:48
    Highlight [...] So ist das Smart Strap maximal etwas für Leute, die wie Geheimagenten aus Filmen wortlos umherlaufen und Befehle empfangen wollen. [...]

    Haha und enttarnt wird er durch den Finger im Ohr :D
    65 0 Melden
    • thymar 15.01.2018 15:19
      Highlight Smart Strap ... -on, jedesmal!
      5 0 Melden
    • gunner 15.01.2018 15:46
      Highlight Solche leute mit verkablungen oder fingern in den ohren waren mir schon immer suspekt. ;)
      8 1 Melden
  • Carmo 15.01.2018 11:35
    Highlight Dieses smarte Sofa ist eigentlich noch eine coole Sache. Das fest verbaute Tablet müsste evtl. noch ausfahrbar sein und ein ausklappbarer Tisch für Laptop, Buch, Bier oder Essen wäre als weitere Eigenschaft wäre noch cool.

    Den Finger würde ich mir zum telefonieren nichr unbedingt ins Ohr halten und die anderen Ideen sind zwar sehr kreativ, aber brauche ich persönlich auch nicht unbedingt.
    15 19 Melden
  • c_meier 15.01.2018 11:28
    Highlight Wo bleibt bei der Umfrage die Antwort-Möglichkeit "Bernie Sanders"? ;)
    Aus meiner Sicht alle nicht soo extrem sinnvoll
    78 17 Melden
    • Mia_san_mia 15.01.2018 17:55
      Highlight Ach komm schon, mit diesem "Bernie Sanders-Kindergarten" haben sie wies aussieht endlich aufgehört. Umfragen sind dazu da, eine schlaue Antwort zu bekommen, was die Leute zu dem Thema denken. Mit diesem Kindergarten haben die Leute von Watson lange genug solche Umfragen versaut, jetzt müssen wir nicht noch fordern, dass dieser Kindergarten zurück kommt.
      6 13 Melden
  • ConcernedCitizen 15.01.2018 11:24
    Highlight 😂 doofe Ideen gab es schon immer. Verdummung ist nur, wenn sich diese durchsetzen!
    141 0 Melden

Liebe TV-Sender, wenn ihr Replay-TV verhindert, könnt ihr euch gleich selbst abschaffen

Zeitversetztes Fernsehen ist eine Innovation, von der TV-Sender, Anbieter und Zuschauer gleichermassen profitieren könnten. Stattdessen tragen Sender und Provider ihren Verteilkampf um die Einnahmen auf dem Buckel der Konsumenten aus.

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