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Specimen

iPhone-Spiel «Specimen»: Die Hintergrundfarbe zeigt an, welche Blase der Spieler antippen muss. bild: Specimen

Ist das Kleid blau-schwarz oder weiss-golden? Diese App trainiert euch für den nächsten Farbenstreit

Erinnern Sie sich noch an die Diskussion, ob ein bestimmtes Kleid blau-schwarz oder weiss-golden ist? Eine iPhone-App wartet jetzt mit einer neuen farbigen Herausforderung auf. Die hat es in sich. 

Jörg Breithut / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Spätestens seit ein Kleid das Internet gespalten hat, wissen wir, dass Menschen eine Farbe ganz unterschiedlich wahrnehmen können. Doch die iPhone-App «Specimen: A Game About Color» beschränkt sich nicht auf blau-schwarz und weiss-golden. Die App fordert den Spieler auf der gesamten Farbpalette heraus und beweist, wie schwierig es ist, Farben flink zu unterscheiden.

Das Spielprinzip ist simpel: Auf dem Smartphone-Display wird eine Farbe eingeblendet, die zu genau einer wabernden Blase in der Bildschirmmitte passt. Der Spieler hat ein paar Sekunden Zeit, um die richtige Blase zu identifizieren. Wenn er der Meinung ist, dass die Farbe passt, muss er sie nur noch mit einem Fingertipp zerplatzen lassen. Klingt einfach. Doch neben der richtigen Blase gibt es eben noch viele weitere Blobs in anderen Farben, um den Spieler zu verwirren. Das ist zu Beginn kein Problem, weil zunächst nur wenige Blasen auf dem Display umherwandern, die sich farblich auch stark unterscheiden.

Doch im Laufe des Spiels kommen immer mehr Elemente hinzu, die im Farbspektrum immer dichter nebeneinander liegen. Spätestens ab dem Delta-Level wird es frustrierend: Die Zeit läuft rasend schnell ab, die Blasen scheinen alle die gleiche Farbe zu haben und wenn nur noch Grüntöne zu sehen sind, freut man sich schon über Exemplare, die ganz leicht ins Türkise abdriften.

Ohne Pausen verschwimmt das Spielfeld zu einem Farbbrei

Leider hilft Dauerdaddeln nicht dabei, die schwierigen Level zu überwinden. Je länger man sich auf die Farben konzentriert, desto schlechter werden die Ergebnisse. Manchmal ist es einfacher, die Augen zusammenzukneifen oder einen Teil des Displays abzudecken. Häufig lohnt es sich, das Smartphone für ein paar Minuten zur Seite zu legen, damit sich die Farbrezeptoren im Inneren der brennenden Augen erholen können und die Anzeige auf dem Display nicht zu einem bunten Brei verschwimmt.

Die Entwickler wollen die Spieler mit der App aber nicht nur unterhalten – beziehungsweise in den Wahnsinn treiben. «Specimen»-Designerin Erica Gorochow sagt im Gespräch mit dem Lifestylemagazin «Vice», dass sie mit ihrem Team auch einen wissenschaftlichen Ansatz verfolge. Mit der App soll beispielsweise gemessen werden, ob es Anzeichen dafür gibt, dass die Bürger in den USA eine andere Farbwahrnehmung haben als Menschen in Deutschland, China oder Brasilien. «Ich denke, dass wir mit einer bestimmten Anzahl an Spielern in der Lage sein könnten, unerwartete Zusammenhänge zu entdecken», sagt Gorochow. Allerdings zweifle sie daran, dass die App so makellose Daten liefere, um fundierte Schlüsse daraus zu ziehen.

Ganz offensichtlich wollen die Entwickler mit der Gratis-App aber auch Geld verdienen: Über In-App-Käufe kann sich der Spieler zusätzliche Münzen besorgen und sich damit einen Vorteil bei der Farbschlacht sichern. Ausserdem sorgt die Verzweiflung in manchen Momenten dafür, dass man sich sogar die Werbespots anschaut. Schliesslich wandern 100 Münzen auf das Konto, wenn man einen Clip laufen lässt. Damit lassen sich dann zusätzliche Leben und Power-ups kaufen, um sich zwischendurch einmal kurz die tränenden Augen zu reiben.

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