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A movie billboard is displayed behind a Sony Pictures Entertainment Studio entrance in Culver City, Calif., Thursday, Dec. 18, 2014.  Companies across the globe are on high alert to tighten up network security to avoid being the next company brought to its knees by hackers like those that executed the dramatic cyberattack against Sony Pictures Entertainment.  (AP Photo/Damian Dovarganes)

Angegriffen von Hackern: Sony Bild: Damian Dovarganes/AP/KEYSTONE

«Bösartige Cyber-Aktivitäten»

FBI: Nordkorea ist für den Sony-Hack verantwortlich

Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Anzeichen mehren sich, dass tatsächlich Nordkorea für den massiven Datenklau beim Filmstudio Sony Pictures verantwortlich ist. Das FBI hat dem Land am Freitagabend Schweizer Zeit offiziell vorgeworfen, hinter der Attacke zu stecken. Man sei «zutiefst beunruhigt». Nordkorea bewege sich «ausserhalb der Grenzen des akzeptablen Verhaltens von Staaten». 

Vor der offiziellen Beschuldigung Nordkoreas hatte bereits die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, dass US-Ermittler Nordkorea im Verdacht haben. Einen anonymen Informanten der Agentur zufolge spekulieren die Ermittler auch über eine Verbindung nach China: Es könnte eine Zusammenarbeit mit Personen aus China gegeben haben oder die Angreifer könnten chinesische Server benutzt haben, um den eigentlichen Ursprung des Hacks zu verschleiern. China hat diesen Vorwürfen bereits offiziell widersprochen. Es würde keine illegalen Cyber-Aktionen unterstützen, die innerhalb seiner Grenzen durchgeführt werden. 

epaselect epa04534220 A woman takes a picture of a poster for the film 'The Interview' outside of Regal Theater in New York, New York, USA, 18 December 2014. Sony Pictures, which was distributing the film, announced that it is not planning to release the film on Christmas Day, as was originally planned, due to terror threats against theaters. The film's narrative centers on an assassination of Kim Jong-un, the leader of North Korea, and that country has been tied to recent hacks of Sony Pictures internal servers.  EPA/JUSTIN LANE

Im Visier der Hacker: The Interview Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Ende November hatte eine Gruppe mit dem Namen «Guardians of Peace» (GOP) einen Hackerangriff auf Sony gestartet und anschliessend in beispiellosem Ausmass Interna veröffentlicht. Vor einigen Tagen sprach die Gruppe wegen des Films «The Interview» ominöse Drohungen aus und erinnerte an die Terroranschläge vom 11. September 2001. Sony zog den Film, in dem es um ein fiktives Mordkomplott gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un geht, daraufhin kurz vor dem geplanten Kinostart am 25. Dezember zurück. 

Sony erklärte zu dem Verdacht, Nordkorea könne hinter dem Hack stecken, vor der FBI-Stellungnahme: «Wir wissen es nicht, aber es scheint so zu sein.» Nordkorea bestreitet, mit dem Datenklau zu tun zu haben. 

Zugangsdaten eines Administrators geklaut 

Technisch begann der Angriff wohl mit einer sogenannten Spearphishing-Attacke, bei der Sony-Mitarbeitern gefälschte E-Mails zugeschickt worden sein könnten. Solche E-Mails enthalten Weblinks oder Anhänge, deren Inhalte die Computer der Betroffenen unbemerkt infizierten, wenn sie geöffnet werden. Der Sender CNN berichtete unter Verweis auf nicht namentlich genannte Regierungsvertreter, die Hacker hätten mit geklauten Zugangsdaten eines Systemadministrators breitflächigen Zugang zu Sony-Daten bekommen. 

Für das Zurückziehen von «The Interview» muss Sony derzeit eine Menge Kritik einstecken. US-Senator John McCain etwa erklärte, die Entscheidung schaffe einen «beunruhigenden Präzedenzfall», der die Täter stärke und ermutige, künftig die Cyberwaffe noch aggressiver einzusetzen. McCains republikanischer Parteikollege Newt Gingrich sprach auf Twitter von einer «sehr gefährlichen» Entwicklung: «Diese Woche haben die USA ihren ersten Cyber-Krieg verloren.» 

Die Hackergruppe Guardians of Peace bezeichnete Sonys Entscheidung dagegen als «sehr weise», berichtet CNN. Sie schreiben: «Wir garantieren die Sicherheit eurer Daten, es sei denn, ihr macht weiteren Ärger.» (mbö/dpa/Reuters/AFP)

Trailer von The Interview

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Video: YouTube/MOVIECLIPS Trailers 

Die sieben eindrücklichsten Hacker-Attacken



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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • jamesbond 19.12.2014 21:14
    Highlight Highlight wenn ich Sony wäre hätte ich die hacker zu sau gemacht. So was würde ich nie und nimmer gefallen lassen!
  • malu 64 19.12.2014 18:37
    Highlight Highlight Ist ja läsicherlich, wenn jemand von diesem Nilpferd Angst hat.
    DIese Hinterwaeldler können doch nicht gefährlich werden!

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