Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Sexuelle Belästigung, Übergriff

Symbolbild: Shutterstock

Spiele-Entwicklerinnen als freiwild

Anmachen, begrapschen, nötigen: In der Game-Branche gehört sexuelle Belästigung von Frauen zum Alltag, wie dieses Beispiel zeigt. 



Die Männer dominierte Tech- und Game-Branche führt oft zu Reibereien zwischen den Geschlechtern. Angefangen bei verbalen Beleidigungen in Spielen, bei denen Frauen auf ihren «angestammten Platz» verwiesen werden, so dass sich manche Dame lieber als kleiner Junge ausgibt. Daneben kommt es aber auch zu physischen Übergriffen. Frauen in der Spiel-Industrie werden häufig nicht für voll genommen und als Freiwild betrachtet.

Über ein aktuelles Beispiel von sexueller Belästigung berichtet Rachel Edidin in einem Artikel des Gameblogs Kotaku. Darin geht es um Alice Mercier (ein Pseudonym), eine Mitarbeiterin aus der Spielindustrie. Um auf ihr Dilemma aufmerksam zu machen, hat sie einen Auszug einer Facebook-Unterhaltung mit einem Game-Journalisten veröffentlicht. Mangelnde Professionalität des Medienvertreters ist noch der geringste Vorwurf.

Facebook, Belästigung, Gamer

Ein Gespräch über ein neues Spiel nahm einen unerwarteten Verlauf. Bild: Kotaku

Den vollständigen Auszug teilte eine Freundin der Betroffenen auf Twitter. Der Missetäter hat sich in der Zwischenzeit entschuldigt.

Viele User fragten in den Kommentaren auf Kotaku, warum sich Mercier nicht wehrte oder sich an ihre Vorgesetzten wendete. Einer der Gründe fassen Twitteruser unter dem Hastag #thatwoman zusammen. Betroffene erklären, dass man beim Aufbegehren oft noch mehr negatives Feedback erhält. Egal wie klar der Sachverhalt ist, Frauen werden als Zicken abgestempelt und niemand will That Woman (diese Frau) sein. 

Haben Sie selbst schon einen solchen Vorfall erlebt oder kennen Sie eine Betroffene? Melden Sie sich bei uns. Wir möchten das Thema weiterverfolgen und behandeln selbstverständlich alle Informationen mit Diskretion.

watson auf Facebook und Twitter

Sie wollen keine spannende Story von watson verpassen?
Liken Sie unsere Facebook-Seiten:
watson.news, watsonSport und watson - Shebbegeil.

Und folgen Sie uns auf Twitter:
@watson_news und @watson_sport

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

1
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 01.02.2014 15:31
    Highlight Highlight Das darf doch wohl nicht wahr sein!

    So viel zu unserer globalisierten Gesellschaft, zur Zivilcourage und zum Frauenbild, welches die Gameindustrie anscheinend tat- und verbalkräftig "mitformt". Nur ist das formen "sehr deformierend!"

Unklare Vorgaben: Gastrosuisse übt Kritik am Bund

Gastrosuisse erntet für das Schutzkonzept zum Teil negative Rückmeldungen aus den eigenen Reihen. Präsident Casimir Platzer entgegnet, viele Details stammten direkt vom Bund.

Billard und Dart sind verboten, Spielautomaten gibt es keine, Zeitungen dürfen nicht gelesen werden, weil sie durch die Hände mehrerer Gäste wandern könnten: Das Schutzkonzept des Gastgewerbes regelt nicht nur Mindestabstände zwischen Tischen oder die Höhe von Trennwänden, sondern auch was die Restaurants bei der Wiedereröffnung dürfen und was nicht.

Die obligatorische Erfassung aller Gäste konnte der Verband Gastrosuisse in letzter Minute noch abwenden. Gleichwohl stellt deren Präsident …

Artikel lesen
Link zum Artikel