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Mithilfe von «Share Waste» können sich Geber und Empfänger von organischen Resten finden. bild: shutterstock

Diese App spürt deinen Abfall auf – und gibt ihn jemandem, der ihn wirklich braucht

19.07.18, 08:13 19.07.18, 08:31


Wenn Karottenschalen und faulende Äpfel unter dem Einfluss von Sauerstoff und Bakterien zu einer brauen Masse zerfallen, schlägt jedes Gärtner-Herz höher.

So auch die Herzen des Ehepaars Eliska und Tomas Bramborova. Kompostieren war ihre Leidenschaft. Solange jedenfalls, bis sie von der australischen Westküste in die Grossstadt Sydney zogen. Da wurde ihnen schmerzlich bewusst, dass der Platz fehlte, um selbst zu kompostieren. 

Une personne jette le reste d'une pomme dans une poubelle verte, lors du lancement de la distribution de 100'000

Guter Kompost liefert eine nährstoffreiche Erde.  Bild: KEYSTONE

«Wir konnten nicht selbst kompostieren», erklärt Eliska Bramborova der Frankfurter Allgemeinen, «doch das bestehende System war zu unflexibel: Wir hätten bei der Abholung zu Hause sein und dafür noch 15 Dollar zahlen sollen.» Kurzerhand entwarf ihr Ehemann, der als Softwareentwickler tätig ist, die App «Share Waste».

Mithilfe von «Share Waste» können sich Geber und Empfänger von organischen Resten finden. Wer auf der Suche nach kompostierbaren Essensresten ist, kann sich auf einer Karte eintragen oder selbst nach Anbietern in der Nähe suchen. 

Die App-Idee ist wichtig: Laut Schätzungen der Vereinten Nationen leben mehr als die Hälfte der Menschen weltweit in Städten. Und diese Menschen produzieren Unmengen an organischem Abfall. Wird dieser nicht fachgerecht behandelt und rottet vor sich hin, setzt er Methan frei. Ein Stoff, der 25 Mal klimaschädlicher ist als Kohlendioxid. 

Für ShareWaste-Erfinderin Eliska Bramborova ist die App deshalb ein Schritt in die richtige Richtung. Denn guter Kompost liefert nicht nur sämtliche Nährstoffe für ein gesundes Bodenleben, sondern trägt auch zur Bindung von Kohlendioxid in der Erde bei. «Wir können alles selbst recyceln, indem wir es kompostieren. Es kostet nichts. Und die Leute sehen den Nutzen sofort in ihrem eigenen Garten», so Bramborova. (ohe) 

China ist nicht mehr die weltweite Müllkippe

Video: srf

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4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • lilie 19.07.2018 08:52
    Highlight Da schätzt man es doch, in der Schweiz zu leben, wo in den meisten Gemeinden der Kompost gratis und unkompliziert abgeholt wird und wo man dann den auf der Gemeindeanlage fachgerecht produzierten Kompost kostenlos beziehen kann. 👍
    19 1 Melden
    • raisma 19.07.2018 11:36
      Highlight Leider ist das in meiner Gemeinde bzw. Stadt nicht der Fall. In vielen Gemeinde zahlt man für die Grüngutmarken ca. 4 CHF:(
      4 0 Melden
    • Schmirinskis 19.07.2018 16:10
      Highlight Ich habe noch nie erlebt, dass Abholung gratis sein soll. Bei Mehrfamilienhäusern wird die Grüngutmarke mit den Nebenkosten abgerechnet. Was jedoch geht, ist das Grüngut zum Werkhof zu bringen.
      3 0 Melden
    • lilie 20.07.2018 08:18
      Highlight @Schmirinskis: Stimmt, ich habs ez mal nachgeschaut, das läuft über die NK.

      @raisma: 4.- für wieviel? Bei uns sinds -.80 pro kg plus Fr. 2.- für den Container (der ist allerdings für die ganze Siedlung, das sind sicher 100 Parteien oder so).
      1 0 Melden

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