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Katze mit Datenbrille: James Kerrs Wackelbilder sind so absurd wie witzig. Bild: James Kerr

GIF-Künstler James Kerr

OMG! Jesus fährt Skateboard auf der Himmelsleiter und fällt auf seine ...

Markus Böhm / Spiegel Online

Ein Artikel von

Spiegel Online

Eine Katze trägt Google Glass, Adam scrollt durch Eva-Selfies: Das GIF-Blog «Scorpion Dagger» präsentiert Skurriles im Stil von Renaissance-Gemälden. Selten sind Wackelbilder so durchgeknallt und schick zugleich.

«Die meisten Ideen kommen mir zufällig», sagt James Kerr, der Mann hinter Scorpion Dagger, «aus kleinen Gedanken oder aus Beobachtungen, die ich den Tag über mache.» Kerrs animierte GIFs orientieren sich an Renaissance-Gemälden, samt dem für diese Zeit typischen Fokus aufs Thema Nacktheit.

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Skater im Sturzflug: Dieses Motiv ist das Lieblings-GIF des Künstlers. Bild: James Kerr

Auch bei den Figuren lässt sich Kerr von historischen Vorlagen inspirieren: Neben Jesus tauchen deshalb auffallend oft Adam und Eva als Protagonisten auf – manchmal mit Apfel und Schlange, manchmal aber auch mit moderner Technik. So gibt es zum Beispiel ein Motiv, bei dem Adam durch seinen Instagram-Feed scrollt. Dort stösst er allerdings nur auf Eva-Selfies – sonst gibt es ja noch keinen anderen Menschen, der das Netzwerk nutzen könnte.

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Adam als Instagram-Nutzer: Nicht viel zu sehen. Bild: James Kerr

GIF-Künstler Kerr lebt im kanadischen Montreal. Sein Blog Scorpion Dagger hat er vor zwei Jahren gestartet, mit dem Ziel, 365 Tage lang ein Motiv pro Tag zu veröffentlichen. Ein ambitioniertes Projekt, das er nach dem ersten Jahr einfach weitergeführt hat. Zwei bis fünf Stunden braucht Kerr pro GIF, erzählt er: «Ich mache alles mit Photoshop. Auf YouTube gibt es einige gute Tutorials, die das Animieren mit dem Programm erklären.»

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Mit Hilfe von oben: Golfer Jesus hat es leicht. Bild: James Kerr

Bislang ist das Blog für Kerr in erster Linie ein Hobby, nur manchmal verdient er mit GIF-Aufträgen Geld. Langfristig hofft der Künstler aber auf mehr: Derzeit spielt er mit dem Gedanken, T-Shirts mit seinen Motiven zu verkaufen. Ausserdem steht Kerr mit mehreren Galerien in Kontakt, die seine Werke ausstellen wollen. Es sei jedoch schwierig, digitale Kunst zu verkaufen, sagt er.

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Wenn die Welt explodiert: Eine Gotteslästerung mit Folgen. Bild: James Kerr

Im Internet haben Kerrs Wackelbilder schon jetzt eine Menge Fans. Auf Facebook haben auf seiner Seite rund 6700 Nutzer «Gefällt mir» geklickt und in den Medien wird Scorpion Dagger derzeit häufig vorgestellt. «Ein Interview mit dem GIF-Universalgenie», schrieb beispielsweise die Tech-Seite Wayvs über ihren Artikel. Und die Nachrichtenseite Vocativ war gleich noch konkreter. Ihre Überschrift lautete: «Dieser Typ ist der Leonardo da Vinci der GIFs.»

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Katze mit Datenbrille: Auf der Suche nach einem Schlafplatz. Bild: James Kerr



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