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A robot from the movie is on display for the premier of the motion picture Terminator 3

Bild: Reuters

Nerd-Humor

Wenn uns die Killer-Terminatoren überfallen, sind nur die Google-Gründer sicher

Nerd-Humor – oder macht Google sich Sorgen um die Zukunft? Eine Datei auf Servern des Unternehmens weist Killer-Roboter an, die Unternehmensgründer bei einem Feldzug gegen die Menschheit am Leben zu lassen.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Genügen ein paar Zeilen Text, um jemanden vor tödlichen Terminatoren zu beschützen? Googles Programmierer scheinen dieser Ansicht zu sein. Denn seit Kurzem haben sie auf den Servern des Unternehmens eine kleine Textdatei abgelegt, die den Google-Gründern Larry Page und Sergey Brin das Leben retten sollen – wenn Killermaschinen versuchen, die Macht an sich zu reissen.

Wie das Fach-Blog Search Engine Land entdeckt hat, ist auf den Google-Rechnern seit kurzem einen Datei mit der Bezeichnung killer-robots.txt zu finden, in der die folgende kurze Befehlsfolge steht:

User-Agent: T-1000 
User-Agent: T-800
Disallow: /+LarryPage
Disallow: /+SergeyBrin

Die vier scheinbar kryptischen Zeilen sind Anweisungen an Roboter mit den Bezeichnungen T-800 und T-1000, die beiden Google-Gründer nicht zu töten.

In this photo provided by HTC, Google founders Larry Page, left, and Sergey Brin, help introduce the new T-Mobile G1 phone by Google, which is manufactured by Taiwan-based HTC, Tuesday, Sept., 23, 2008, in New York. (AP Photo/HTC, Stuart Ramson)

Larry Page und Sergey Brin sind gewappnet gegen die Terminatoren. Bild: AP HTC

Mit Texten Roboter aussperren

Natürlich ist das Nerd-Humor und kein ernst gemeinter Ausdruck einer Furcht vor einem Krieg der Menschheit gegen selbstdenkende Maschinen. Vielmehr dürfte Google die Zeilen hochgeladen haben, um zu feiern, dass es seit mittlerweile 20 Jahren die Datei robots.txt gibt. Webseiten im ganzen WWW nutzen solchen Dateien, um sogenannte Crawler von ihren Servern oder einzelnen Verzeichnissen ihrer Webserver fernzuhalten.

Crawler sind autonom arbeitende Programme, die die Informationen sammeln, von denen Suchmaschinen wie Google leben. Sie kartieren sozusagen das World Wide Web, und machen es dadurch durchsuchbar. Weil sie dabei aber die Leistung der Webserver verringern können oder es auf solchen Servern Daten geben kann, die deren Betreiber nicht in Googles Index sehen möchten, gibt es die Datei robots.txt. Mit dem Befehl Disallow können Webmaster darin Verzeichnisse definieren, die für die Crawler gesperrt sind.

Die scherzhaft gemeinten Zeilen in der Killer-Robots-Datei beziehen sich allerdings nicht auf Suchprogramme, sondern auch auf die Roboter aus der «Terminator»-Filmserie. Dort spielte der ehemalige Gouverneur Kaliforniens, Arnold Schwarzenegger, einen Roboter in Menschengestalt mit der Bezeichnung T-800. Im zweiten Teil der Serie kam das verbesserte Modell T-1000 zum Einsatz.

Action superhero Arnold Schwarzenegger gives the thumbs up near a robot to
promote his film

Schwarzenegger posiert mit einem Roboter aus «Terminator». Bild: Reuters

Einen bitteren Beigeschmack bekommt der Google-Scherz allerdings durch die Aktion eines Kritikers, der Ende Juni auf der Entwicklerkonferenz Google I/O auf die Aktivitäten des Konzern bei der Entwicklung echter Roboter hinweisen wollte und den rund 6000 Anwesenden Entwickler zurief: «Ihr arbeitet alle für eine totalitäre Firma, die Maschinen baut, die Menschen töten.» Gemeint waren damit nicht die Webcrawler des Unternehmens, sondern die Militärroboter, die Boston Dynamics herstellt, eine Firma, die Google Ende 2013 übernommen hat.

Ein Deal, der Kritiker veranlasst hat, Google mit Cyberdyne Systems zu vergleichen, der Firma hinter Skynet – jenem Programm aus den «Terminator»-Filmen, aus dem die Terminatoren hervorgehen. (mak)



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