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Google enthüllt jetzt in Echtzeit, was die Welt gerade im Netz sucht

In welchen Ländern wird nach Roger Federer gegoogelt? Und warum suchen plötzlich alle nach Stefan Raab? Die Suchmaschine erweitert ihren Statistik-Service GoogleTrends und zeigt nun in Echtzeit an, was die Nutzer im Internet suchen.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Google hat sein Statistik-Tool Trends transparenter gemacht und veröffentlicht seit Mittwoch die angefragten Suchbegriffe nun auch in Echtzeit. Stefan Raab, Donald Trump und Frauen-WM: Die Ergebnisse verraten, wofür sich die Netznutzer derzeit interessieren.

Der Google-Entwickler Nimrod Tamir teilt in einem Blogbeitrag mit: «Nun können Sie minutengenau die Echtzeitdaten durchsuchen, die auf mehr als hundert Milliarden Suchanfragen basieren, die jeden Monat bei Google stattfinden.» Die Statistik lässt sich filtern nach weltweit 28 Ländern und Kategorien wie Gesundheit, Sport und Unterhaltung.

Mit der Browser-Software lassen sich individuelle Diagramme erstellen und es lässt sich beispielsweise herausfinden, in welchen Ländern der Begriff «Grexit» während des G7-Gipfels am häufigsten gesucht wurde. Das Ergebnis: Während sich die Griechen selbstverständlich für das Schicksal ihres Landes interessieren, scheinen die Nutzer in Grossbritannien kein grosses Interesse an dem Thema zu haben:

Auf der Suche nach dem Grexit

Bild

grafik: google trends

Auch lassen sich zwei Suchbegriffe miteinander vergleichen. In diesem Beispiel zeigt sich, dass die Suche nach dem Mers-Virus im Juni stark zugenommen hat, während nach Ebola nur noch selten gegoogelt wird:

Ebola vs. Mers

Bild

grafik: google trends

Wie viele Anfragen genau zu einem Thema bei Google auflaufen, verrät der Konzern leider nicht. Die Zahlen zeigen lediglich den Anteil einer Suchanfrage im Vergleich zu allen anderen Anfragen an. Dennoch lassen sich etwa die Google-Reaktionen auf ein Ereignis ziemlich genau zurückverfolgen.

So stieg die Suchanfrage laut Google Trends zu «Hartmut Engler» am Dienstagabend um 20.30 Uhr schlagartig an. Der Grund: Der Pur-Sänger war nach einem Auftritt bei der Vox-Sendung «Sing meinen Song» zu Tränen gerührt. Kurz darauf tippten offenbar viele Zuschauer den Namen des Sängers in die Suchmaske.

Für Journalisten und Wissenschaftler, deren Arbeit sich auf eine bestimmte Region beschränkt, bietet Google auch Ergebnisse an, die auf einzelne Kantone heruntergebrochen sind. Dabei beschränkt sich Google nicht nur auf die Websuche. Die Statistiken verraten auch, welche YouTube-Videos und welche Nachrichten in einem bestimmten Kanton gegoogelt werden.

Die Suchergebnisse lassen sich zurückverfolgen bis ins Jahr 2004:

Fussballerin gesucht

Bild

Der Nutzer kann die Zeiträume aber auch auf die vergangene Woche und den vergangenen Tag reduzieren. Wer den Zeitraum auf die vergangene Stunde begrenzt, kann die Verteilung der Suchanfragen auf die Minute genau zurückverfolgen.

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(jbr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Teslaner 19.06.2015 14:12
    Highlight Highlight Ich benutze zum Glück kein Google mehr. Bin auf duckduckgo umgestiegen! Sehr zu empfehlen.
    • Saftladen 19.06.2015 16:10
      Highlight Highlight Bi ebenfalls umgestiegen. Leider muss ich aber zugeben, dass Duckduckgo manchmal nicht so präzise Ergebnisse liefert, wie es Google tut. Trotzdem - Google hat ja einige Jährchen und Milliarden Vorsprung - dafür ist Duckduckgo verdammt gut. Die Datenkrake muss ja nicht noch absichtlich gemästet werden...
    • Saftladen 21.06.2015 11:46
      Highlight Highlight @Zuagroasta: Danke, werde ich mal ausprobieren!

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