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The new Google logo is seen at the Google headquarters in Mountain View, California November 13, 2015. REUTERS/Stephen Lam

Die Domain google.com stand vorübergehend (und versehentlich) zum Verkauf.
Bild: STEPHEN LAM/REUTERS

Google bezahlt 12'000 Dollar «Finderlohn»: Geizig oder grosszügig?

Kurz stand die Domain google.com zum Verkauf, ein Programmierer schlug für zwölf Dollar zu. Er informierte dann aber die Verantwortlichen. Nun ist auch bekannt geworden, wie viel der Internet-Konzern ursprünglich hinblättern wollte.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Letzten Oktober stöbert Programmierer Sanmay Ved durch Googles Portal zum Verkauf von Internet-Adressen. Aus Langeweile probiert er eine der meistbesuchten Adressen weltweit: google.com.

Die Domain ist verfügbar, sofort klickt er auf «Kaufen» und bezahlt zwölf Dollar für die Domain. Nach etwa einer Minute storniert Google den Verkauf seiner eigenen Webadresse aber. Kurz war Ved jedoch Besitzer der Domain, offenbar hatte er eine Lücke im System entdeckt.

Ved meldete den Vorfall an die Sicherheitsexperten bei Google und bekam dafür eine Belohnung von rund 12'000 Dollar von dem Konzern. Google hat Ved die Summe im Rahmen eines Belohnungsprogramms für Sicherheitsexperten bezahlt.

Betrag verdoppelt

Ursprünglich sollten es sogar nur 6006.13 Dollar sein, heisst es in einem Blogbeitrag über das «Security Reward Program» des Konzerns. Man habe den Betrag aber noch verdoppelt, als man erfahren habe, dass Ved die Google-Belohnung spenden will. Die 12'000 Dollar spendete Ved an die Stiftung «The Art of Living India».

Das Prinzip solcher Belohnungsaktionen: Wer Schwachstellen in der Software des Konzerns findet, der bekommt einen Finderlohn. Für entdeckte Fehler hat Google im vergangenen Jahr mehr als zwei Millionen Dollar ausgezahlt.

Veds Belohnung mag da wie ein ziemlich mickriger Betrag erscheinen, wenn man bedenkt, dass der Konzern einen Umsatz von rund 20 Milliarden Dollar pro Quartal erzielt und die Domain eine der wichtigsten der Welt ist.

Bei der schrägen Summe hat sich Google übrigens an der Hackersprache orientiert. Interpretiert man die Zahlen der Summe von 6006.13 Dollar als Buchstaben, dann ergibt sich daraus das Wort «Google».

Umfrage

Sind 12'000 Dollar Finderlohn genug?

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  • 64%Ja
  • 36%Nein

(jbr)

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    Alle Leser-Kommentare
  • rothi 30.01.2016 00:01
    Highlight Highlight Ich begrüsse diese Bug Bounty Programme sehr. Es ist mir um Einiges lieber, wenn der Hersteller Etwas für die gefundene Sicherheitslücke hinblättert und diese stopft, als wenn diese auf dem Schwarzmarkt gehandelt und dann verkauft werden (zB der KaPo Zürich - Hackingteam).
  • Matrixx 29.01.2016 23:52
    Highlight Highlight Bei besten Willen... Google in "Hackersprache" wäre dann wohl 9009.13, oder lieg ich da falsch?
    6 habe ich nich nie jemanden als g nutzen sehen...
    • Damien 30.01.2016 07:54
      Highlight Highlight Scheint schon zu stimmen. Ist wohl die neue Generation. Die sagt ja auch "bambus" statt "krass", da erstaunt nichts mehr.
    • EvilBetty 30.01.2016 08:32
      Highlight Highlight 6 ist das grosse G, war schon immer so.
    • Matrixx 30.01.2016 11:54
      Highlight Highlight Ach so. DESHALB!
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