Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Wikileaks wirft Ecuador (illegale) Überwachung von Julian Assange vor

Dem gebürtigen Australier droht wegen des Konflikts mit dem Gastgeberland der Rauswurf aus der Botschaft in London.



Die Enthüllungsplattform Wikileaks hat Ecuador vorgeworfen, eine rechtswidrige Totalüberwachung von Wikileaks-Gründer Julian Assange in der Londoner Botschaft gestartet zu haben.

Kristinn Hrafnsson, der bei Wikileaks den Titel des Chefredaktors trägt, erklärte auf einer Pressekonferenz in London, man sei auf die Überwachung aufmerksam geworden, nachdem jemand in Spanien versucht habe, Videos und Fotos von Assange für drei Millionen Euro zu verkaufen.

Nach den Worten von Hrafnsson seien selbst vertrauliche Gespräche von Assange mit seinen Ärzten und Anwälten mit hochauflösenden Videokameras und Mikrofonen aufgezeichnet worden. «Dieser Zustand muss beendet werden.»

From left, Fidel Narvaez, former consul of Ecuador to London and Kristinn Hrafnsson, Editor-in-chief of WikiLeaks and barrister Jennifer Robinson take part in a press briefing for WikiLeaks founder Julian Assange at Doughty Street Chambers,  in London, Wednesday, April 10, 2019. Assange hasn't left the Ecuadorian embassy since August 2012. (Nick Ansell/PA  via AP)

Fidel Narvaez, ehemaliger Konsul Ecuadors, Kristinn Hrafnsson, Wikileaks-Chefredaktor und Anwältin Jennifer Robinson (v.l.) Bild: AP

Assange war 2012 vor der Justiz in die Botschaft Ecuadors in London geflüchtet und sitzt seither dort fest. Der damalige linksgerichtete ecuadorianische Präsident Rafael Correa hatte ihm das Botschaftsasyl aus humanitären Gründen gewährt.

Es soll wie in der «Truman Show» zugegangen sein ...

Systematische Isolierung

Wikileaks befürchtet, dass die neue Regierung unter Präsident Lenin Moreno das Botschaftsasyl von Assange in absehbarer Zeit beenden wird. Im Fall einer Ausweisung droht dem gebürtigen Australier die sofortige Festnahme durch die britische Polizei.

Möglich ist dann eine Auslieferung an US-Behörden. Wikileaks befürchtet, dass sie Assange wegen der Enthüllung brisanter Informationen den Prozess machen und ihn womöglich lebenslang hinter Gittern bringen wollen.

Fidel Narvaez, ehemaliger Konsul Ecuadors in der Londoner Botschaft, warf auf der Wikileaks-Pressekonferenz der Regierung in Quito vor, Assange seit März 2018 systematisch zu isolieren. Ihm sei nicht nur der Zugang zum Internet gekappt worden, die Regierung entscheide auch, wen er sehen dürfe und wen nicht. Das Schicksal von Assange hänge nun von der internationalen Solidarität ab.

(dsc/sda/dpa)

Bekannte Whistleblower

So will die chinesische Regierung ihre Bürger ausspionieren

Play Icon

Mehr zu Wikileaks

Wikileaks wirft Ecuador (illegale) Überwachung von Julian Assange vor

Link zum Artikel

Fliegt Assange aus Ecuadors Botschaft? Der Wikileaks-Gründer macht sich unbeliebt

Link zum Artikel

Paul Manafort soll geheime Gespräche mit Julian Assange geführt haben

Link zum Artikel

Gegen diese Darknet-Seite ist Wikileaks ein zahnloser Tiger – wann platzt die erste Bombe?

Link zum Artikel

Wer WikiLeaks und Pirate Bay liest, gerät ins Visier der NSA

Link zum Artikel

WikiLeaks: Sieben Gründe warum der Fall Assange jetzt wieder spannend ist

Link zum Artikel

Ecuador kappt Wikileaks-Gründer Julian Assange das Internet

Link zum Artikel

«Legolas' rassistischer Onkel» – die lustigsten Tweets zu Julian Assanges Frisur​

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen
sentifi.com

Watson_ch Sentifi

Abonniere unseren Newsletter

3
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lowend 10.04.2019 23:30
    Highlight Highlight Machen Sie sich doch keine Sorge Herr Assange! Agent Orange ist Ihnen ja noch einiges schuldig und wird Sie sicher begnadigen, oder sonst hilft Ihnen sein russischer Freund im Kreml sicher auch gern.
  • Gregor Hast 10.04.2019 22:40
    Highlight Highlight Es wäre an der Zeit, dass Herr Assange endlich wieder in die Freiheit kommen würde, und man ihn endlich in Ruhe lässt.
    • AdvocatusDiaboli 10.04.2019 23:38
      Highlight Highlight Kann und wird er auch. Sobald er in allen Klagen die gegen ihn fällig sind Freigesprochen wird.

Das sind die härtesten Strafen der Welt

In Brunei droht Homosexuellen seit gestern die Todesstrafe, Dieben werden Hände und Beine amputiert. Doch auch andere Länder kennen brutale Strafen – vor denen auch Touristen nicht verschont bleiben.

In Katar, Jemen und Iran ist die Enthauptung noch heute als Strafe vorgesehen. Der einzige Staat, der jedoch noch Enthauptungen durch das Schwert vornimmt, ist Saudi-Arabien. Mögliche Verbrechen dabei sind Vergewaltigung, Ehebruch, Mord, Hexerei, Apostasie (Abwendung aus einer Religionszugehörigkeit) oder der Handel mit Betäubungsmitteln.

Seit den 1980er Jahren gilt die Vergiftung durch Giftspritze als «humanste» Form der Hinrichtung und ist somit die meist angewandte Methode für Todesstrafen …

Artikel lesen
Link zum Artikel