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bild: shutterstock

Krypto-Betrüger verraten mir im Chat ihre Geheimnisse – und drohen mir

04.08.18, 13:22 05.08.18, 07:45

Christina Zur Nedden / watson.de



Hallo Krypto-Freunde!

Lang, lang ist's her, dass ich euch mit Krypto-News versorgt habe. Schuld bin natürlich nicht ich, sondern der Krypto-Winter. Ja genau, es ist Sommer – aber in Krypto-Land passierte lange nichts, sagen jedenfalls die Krypto-Influencer. Ian Balina ist so einer.

Der Krypto-Investor und Influencer, dem tausende Wannabe-Krypto-Kings aufs Wort folgen, verkündete Ende Mai auf seinem YouTube-Kanal, dass «Sparkster» seine neue Lieblingswährung sei.

Für Sparkster gab es einen sogenannten ICO, kurz für Initial Coin Offering, was eine Art Crowdfunding ist, um eine Währung auf den Markt zu bringen. Dabei gibt es ein Finanzierungsziel, Interessenten können die Währung kaufen und dann hoffen, sie gewinnbringend wieder zu verkaufen, wenn die Welt sich darauf stürzt.

Balinas Empfehlung verursachte einen Hype auf Sparkster. Mehr Leute wollten die Währung vorab kaufen, als vom «Crowdfunding» vorgesehen. Auf Telegram entstanden unzählige Sparkster-Gruppen, in denen Leute hofften, in sogenannten «Crowdsales» ein paar SPRK zu ergattern. 

Moment, was war nochmal Telegram?

Telegram ist eine Alternative zu WhatsApp. Der Chatdienst ist bei Krypto-Tradern beliebt, denn sie können sich anonym austauschen und private Deals abschliessen. In Folge 2 von Krypto-Kolumna trat ich einer sogenannten «Pump and Dump Gruppe» auf Telegram bei, die Insider-Trading mit Kryptos macht.

Und wonach schreit das Ganze förmlich? Richtig, nach Betrügern! Und genau mit denen unterhielt ich mich Anfang Juli etwas intensiver. Das Ergebnis? Sie erzählten mir zwar ihre Geheimnisse, drohten mir am Ende aber auch. Aber der Reihe nach:

Betrüger 1: «Michael Myers»

Kurz bevor die Währung auf den Markt kommen sollte, bin ich in einer Sparkster-Telegram-Gruppe mit 61'000 Mitgliedern unterwegs. Da chattet mich ein User namens Michael Myers an. Ich ahne schon, dass er mich betrügen will (Michael Myers?!), aber man hat ja sonst nichts zu tun.

MM: Willkommen bei Sparkster!
Ich: Hi.
MM: Wie war dein Tag?
Ich: Gut.
MM: Schön. Bist du an einem privaten Vorverkauf von Sparkster-Tokens interessiert?
Ich: Lol, den gibt es nicht. Wenn, dann gab es den schon vor Monaten.
MM: Da bist du falsch informiert, weil sich der Crowdsale verzögert, haben wir den privaten Vorverkauf wieder geöffnet.

Er schickt mir einen Link zu seinem Wallet, wo er angeblich Sparkster-Tokens hält. Als ich drauf klicke, sehe ich, dass seine Tokens «Spark» heissen. Nice try. Schlechter Fake. Er will, dass ich ihm ETH-Coins schicke, um seine fake Coins zu bekommen. Ich lasse mir nichts anmerken.

Ich: Klar, gerne kaufe ich dir was ab.
MM: Sag mir, wenn du die ETH geschickt hast.
Ich: Wie viel?
MM: Alles bis zu 20 ETH (das sind rund 8000 Euro!) geht, minimum sind 0,5.
Ich: Wann bekomme ich meine Tokens?
MM: Sie werden sofort von meinem Wallet abgeschickt.
Ich: Ich schicks dir jetzt.

Was sind ETH-Coins?

ETH steht für Ethereum und ist eine Blockchain-Plattform (die digitale Infrastruktur hinter vielen Währungen). Daneben hat Ethereum eine eigene Kryptowährung namens Ether (ETH). Mit dieser Währung werden viele kleinere und vor allem neue Währungen (ICOs) bezahlt. ETH ist also das gängigste Art, neue Währungen wie SPRK zu erwerben. 

Snoop Dogg wusste schon 2013, dass Bitcoin die Zukunft ist

Betrüger 2: «Frank Hughes»

Während dieses Gesprächs werde ich zufällig von jemandem namens «Frank Hughes» angeschrieben. Er versucht, mir Fantom-Tokens (ebenfalls eine beliebte, schwer zu kriegende ICO-Währung) zu verkaufen. Seine Methode scheint dieselbe zu sein, er zeigt mir sein Wallet mit den Tokens. Ich bin sicher, dass sie auch gefälscht sind. 

Hier kommt Frank Hughes' Fake-Angebot:

FH: Hey Mann, ich habe viele Fantom-Tokens die ich unter dem ICO-Preis verkaufen muss, um ein paar Schulden zu begleichen. Wenn du interessiert bist, kann ich dir das beweisen. Liebe Grüsse. Freue mich, mit dir Geschäfte zu machen.
Ich: Beweise es.
FH: Klar (schickt seine Wallet-Adresse). Was ist deine?
Ich: Was meinst du, was ist meine?
FH: Deine Ethereum-Adresse
Ich: Warum?
FH: Willst du einen Deal machen?

Ich sage Frank, dass ich ihm nicht glaube und er gibt auf und entschuldigt sich sogar, dass er versucht hat, mich reinzulegen. Danach verrät er mir, dass er mit seiner Fake-Token-Methode angeblich schon 12 ETH (rund 5000 Euro) diese Woche gestohlen hat. 

Ich: Ihr seid aber ganz schön schlau, das muss ich euch lassen.
FH: Lol, ja 12 ETH diese Woche.
Ich: Wirklich? Wow.
FH: Ja, sorry, dass ich versucht habe, dich reinzulegen. Die meisten Leute sind Inder, die keine Ahnung haben.
Ich: Fühlst du dich nicht schlecht, Leuten das Geld zu klauen?
FH: Ja, aber dieses Gefühl verschwindet nach einer Weile.
Ich: Haha, ich hoffe ihr Betrüger verschwindet eines Tages.
FH: Ja Mann, ich mach das nur bis ich 10'000 (Dollar) habe.

Wieso erstellen diese Typen Fake-Tokens?

Zurück zu Betrüger Nr.1, Michael Myers. Ich bin neugierig, wieso er gefälschte Tokens an seine Opfer schickt, denn zuerst hätte ich ihm die ETH-Coins schicken müssen und danach hätte er sich einfach aus dem Staub machen können. Stattdessen schickt er Fake-Coins. Was für ein Aufwand, eine Fake-Währung zu erstellen! Ich frage nach:

Ich: Darf ich dich etwas fragen? Aber versprich mir, dass du nicht sauer wirst und verschwindest.
MM: Ja, sag schnell.
Ich: Ich habe mit einem Kollegen von dir gesprochen, der mir Fantom-Tokens verkaufen wollte. Er war sehr ehrlich zu mir. Sein Username ist Frank Hughes. Ich weiss, dass ihr Typen Fake-Wallets erstellt, damit Leute euch ETH-Tokens schicken und ihr ihnen eure Fake-Tokens dafür zurückschickt. Ich bin nicht dumm. Meine Frage ist: Warum schickt ihr euren Opfern Fake-Tokens? Warum nehmt ihr nicht die
ETH-Tokens und geht? Ich bin nicht sauer, es ist eine ehrliche Frage, weil ich euren Betrug sehr clever finde. 
MM: Ich werde dir alles erzählen.

Wie macht man einen Fake-Token?

Einen eigenen Token kann man laut mehrerer Tech-Medien in weniger als 20 Minuten erstellen. Das liegt daran, dass das Ethereum-Netzwerk Open Source ist und somit jeder freien Zugang hat. Falls euch das wirklich interessiert, könnt ihr hier nachlesen, wie das geht. 

Ich bin gespannt, doch die Information ist anscheinend nicht umsonst: Er fragt mich nach 0,5 ETH-Tokens (213 Euro) als Bezahlung für sein Geständnis ... 

MM: 0,5 ETH, ja oder nein. Für die Info.
Ich: Ich war nur neugierig. Wieso sollte ich 250 Dollar zahlen für eine Info, die mir nichts nützt. Ich würde nie jemanden betrügen.
MM: Tja, ich weiss, wo du wohnst
Ich: Wie bitte?
MM: Habe ich gestottert?
Ich: Was willst du mir damit sagen?
MM: Gib mir ETH.
Ich: Oder was?
MM: :) Bezahle.

...und droht mir, als ich ihm das Geld nicht schicken will

Ich: Drohst du mir jetzt?
MM: 5 Minuten, 5 Minuten. Schick es jetzt.
Ich: Oder was passiert?
MM: Das überlasse ich deiner Fantasie. Schickst du es jetzt? Ja, oder nein? 4 Minuten, oh 3 Minuten.
Ich: Ich warte ab, bis wir bei 0 sind.
Er: Ok viel Spass. KLOPF​

Michael Myers weiss natürlich nicht, wo ich wohne, und hat offenbar eine Schraube locker. Er wird aber auch nichts über seine Betrugsmethode verraten. Also, versuche ich die Wahrheit aus Frank Hughes herauszubekommen. Und siehe da, er redet. 

Ich: Darf ich dich etwas fragen? Wieso verschickst du Fake-Tokens an deine Opfer? Warum machst du dich nicht einfach mit den ETH aus dem Staub?
FH: Ah, darauf habe ich eine sehr gute Antwort. Schau, oft trauen mir die Leute nicht. Deswegen schicke ich ihnen vor dem Deal Fake-Tokens. Dann trauen sie mir, weil ich in Vorleistung gegangen bin. Mit manchen Leuten kann man nur schwer verhandeln. Und wenn sie mich auch betrügen, mache ich einfach mehr Fake-Tokens. Fake Tokens kosten mich gar nichts. Ich habe 99 Milliarden in einem Wallet. Oft habe ich Kunden, die schon einmal bei mir gekauft haben, oder sie empfehlen mich an ihre Freunde. 

Betrüger wie Frank und Michael haben Dutzende Fake-Accounts auf Telegram. Werden sie blockiert, erstellen sie einfach einen neuen. Genauso einfach ist es anscheinend, Fake-Währungen zu erstellen. Ich bin verblüfft. Und dann fragt Frank mich doch noch nach einem Gefallen für seine Ehrlichkeit:

FH: Kannst du mir einen Gefallen tun? Schreib: «Kann ich bitte 2 Millionen Tokens für 5 ETH bekommen?» Ich muss einen Screenshot davon machen und ihn an jemanden schicken. Du kannst es danach löschen. Danke.
Ich: Warte mal, wobei soll ich denn hier mitmachen?
FH: Ich brauche nur einen Screenshot. Dein Name wird nicht mal darin auftauchen, nur die Nachricht. Bitte.

Es reicht mir, ich habe keine Lust selbst zum Betrüger zu werden und verabschiede mich.

watsons.de-Krypto-Vermögen am Ende Juli 2018

Unsere 0,01197294 Bitcoin und 0,16129352 Ether sind nur noch 142 Euro wert :-(. Am 23. Mai hätten wir noch 156 Euro für unsere Coins bekommen.

Auch bei Ripple läuft es nicht besser: Der Wert unserer 158 Ripple-Coins ist von 81 Euro auf 62 Euro gefallen.

watsons Gesamt-Krypto-Vermögen beträgt am 24. Juli  204 Euro. Also haben wir ganze 33 Euro verloren, denn beim letzten Mal hatten wir noch 237 Euro!

Was machen wir mit dem Geld?

watson.de spendet das Krypto-Vermögen (oder das, was davon übrig ist) Ende des Jahres an einen Verein für Spielsüchtige.

Kryptoindustrie kann Stromversorgung an ihre Grenzen bringen

Video: srf/SDA SRF

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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50
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50Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • cryptopro 05.08.2018 17:12
    Highlight 2/2 Den "Winter" hättest du echt besser nutzen können, als mit paar Betrügern zu quatschen. Lies zum Beispiel mal wie die Blockchain Technologie über 2.5 Milliarden Menschen eine Identität und Zugang zu Finanzdienstleistungen geben wird (Humaniq) ... als solchen quatsch zu schreiben!
    6 15 Melden
  • cryptopro 05.08.2018 17:08
    Highlight 1/2 Christina, ist das jetzt echt dein Ernst was du da über den "Crypto Winter" zu erzählen hast? Hast du überhaupt ein Wissen?
    Jeder der nur 1% Ahnung von der Materie hat lacht sich über diese lächerlichen Scamer ins Fäustchen! Was du da erzählst ist wie ich irgend einer Person auf der Welt sagen würde; Hey der CHF ist so gefragt, ich habe auf meinem Konto 2 Millionen und verkaufe sie dir gegen Dollar unter dem Marktwert - du sendest zuerst...!Sorry, der Bericht ist sehr schwach. Nur weil ein paar Inder auf eine lächerliche Masche reinfallen ziehst du die ganze Kryptobranche durch den Dreck.
    5 15 Melden
    • Flexon 05.08.2018 19:07
      Highlight @cryptopro
      Seh ich leider auch ein bitzeli so.
      2 4 Melden
  • Flexon 05.08.2018 16:19
    Highlight Wer sich ein für allemal gründlich gegen Kryptoscams impfen möchte, sollte sich Carlos zu Gemüte führen (für alle, die ihn noch nicht kennen). Carlos ist schlecht fürs Geschäft aber gut für die Seele.
    3 0 Melden
  • Fischra 04.08.2018 19:52
    Highlight Sehr interessant. Mehr davon bitte 😉👍
    21 2 Melden
  • Dory..hä? 04.08.2018 18:04
    Highlight ..sehr einseitiger, fast naiver, Bericht.
    Betrug gibt es sit es Menschen gibt.
    Nur weil ein Kaffelöffel auch zur Heroin Zubereitung genutzt werde kann werde ich jetzt nicht damit beginnen mein Joghurt mit der Gabel zu essen..
    22 48 Melden
    • Paddiesli 05.08.2018 01:08
      Highlight Nur weil es Betrug seit Menschengedenken gibt, muss man ihn nicht verharmlosen und klein reden wollen. Oder es Betrügern so leicht machen, mit Nichtstun Geld zu verdienen.
      Dann ist der Schaden grösser, als der Nutzen.
      Was der ehrliche Bürger nicht wollen kann. Darum ist Skepsis angebracht.
      28 2 Melden
    • Dory..hä? 05.08.2018 11:03
      Highlight @Paddiesli Ich verharmlose Betrug keinesfalls, jedoch gehört er zum Menschen wie Sucht, Machtgier, Neid, etc. Überall wo 'Geld' im Spiel ist wird betrogen.. ist nunmal so. Wer das nicht begreift lebt definitiv in einer Blase. - Trotzdem wird mit Dollars und Konsorten um ein vielfaches mehr Geld gewaschen und betrogen als mit Bitcoins. Ganz zu schweigen vom Drogengeld und wer da bis ganz oben in Regierungskreisen die Finger drin hat.
      Alkohol fordert tausende von Toten jedes Jahr, jedoch wird nur von paar Junkies geschrieben die umgekommen sind. Ähnlicher Grad von medialer Verblendung.
      3 7 Melden
    • Dory..hä? 05.08.2018 11:14
      Highlight Zum Thema 'mit Nichtstun Geld verdienen' oder 'wer arbeitet denn noch wenn alle Bitcoin haben': Wir hier im gemachten Bett haben weiss der Teufel kaum solche Probleme. kaum Arbeitslosigkeit und auch die Armut hält sich in Grenzen. Aber geh mal ein paar Kilometer südlich, Spanien zum Beispiel, ca. 25% Arbeitslosigkeit unter 25j, und das sind Leute mit zum Teil besseren Ausbildungen als viele hier. Nun kommt noch die Digitalisierung, Roboter die uns ersetzen usw. Macht die Sache nicht einfacher. Das System in dieser Form wird so immer seine Opfer fordern. Desshalb wär doch eine Lösung angebracht
      4 4 Melden
    • Paddiesli 05.08.2018 16:39
      Highlight @Dory
      Hoppa Schorsch, jetzt rührst aber grad ziemlich viel Themen in ein und denselben Topf.
      6 0 Melden
    • Dory..hä? 05.08.2018 21:43
      Highlight ä Guete 😉
      0 0 Melden
  • Flexon 04.08.2018 16:51
    Highlight Einer geht noch zum Thema:
    85 2 Melden
    • ben_fliggo 04.08.2018 17:45
      Highlight haha
      21 2 Melden
    • Beim Teutates 05.08.2018 13:08
      Highlight Köstlich!
      2 0 Melden
  • Patamat 04.08.2018 16:16
    Highlight Gierige Leute werden von noch gierigeren Leuten abgezockt 💸
    53 7 Melden
    • Paddiesli 05.08.2018 01:12
      Highlight Und solange dies auch bei Krypos auch der Fall ist, sind sie kein Allerweltheilsmitel, wie viele Fans es zu verkaufen versuchen.
      7 1 Melden
  • Grave 04.08.2018 15:16
    Highlight Sag mal, bin ich der einzige oder gibt es auch noch andere die diese sganze krypto-gaga nicht verstehen ? Und dem ganzen noch weniger trauen ?
    136 19 Melden
    • Ueli der Knecht 04.08.2018 15:57
      Highlight Grave: Einerseits bist du bestimmt nicht der einzige, für den Blockchains- und Distributed Ledger Technologien nur böhmische Dörfer sind, und anderseits ist dieser "ganze krypto-gaga" tatsächlich nicht vertrauenswürdig, solange du es nicht verstehst. Immerhin soviel verstehst du.

      Ich kann dir aber versichern, dass es auch einige Krypto-Enthusiasten gibt, die sich redlich bemühen, die ganze Technologie einer breiten Bevölkerung zugänglich und verständlich zu machen.

      Bis dahin gilt einfach generell der Grundsatz: Investiere dein Geld nie in etwas, das du nicht verstehst.
      73 1 Melden
    • Uli404 04.08.2018 19:42
      Highlight Grave: Bitcoin braucht kein Vertrauen. Wenn man das verstanden hat, weiss man was der Wert von Bitcoin ist.
      18 8 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 20:17
      Highlight @Uli404 Word! 👊
      Leider verstehen diese Aussage (noch) die wenigsten...
      11 3 Melden
    • Ueli der Knecht 04.08.2018 20:30
      Highlight "Bitcoin braucht kein Vertrauen."

      Das stimmt so nicht, Uli404. Man muss vertrauen

      • in die Mathematik hinter Bitcoin (und sie daher auch verstehen);

      • in die Technik (dass sie einigermassen gleich verteilt ist und niemand übermässig unverhältnismässig viel davon abkriegt, sowie dass sie zuverlässig funktioniert); und

      • in die Mehrheit der Teilnehmer (dass die sich nicht zusammen tun und gegen einen verschwören, oder aussterben).

      Auf der Dollarnote steht: "IN GOD WE TRUST".

      Bei Kryptos gilt: "IN PROOF WE TRUST".

      Wenn man es nicht (selber) beweisen kann, soll man nicht vertrauen.
      24 0 Melden
    • Flexon 04.08.2018 21:46
      Highlight @Grave
      Der ist für dich

      31 2 Melden
  • Officer 04.08.2018 15:05
    Highlight interessanter Einblick, vielen Dank
    28 1 Melden
  • Flexon 04.08.2018 14:49
    Highlight Und wenn ihr doch einmal über potentiell richtig böse Geschichten schreiben wollt, empehle ich euch das Thema dezentrale Assassination Markets: https://bit.ly/2Mfi6Ls

    So, das wars von mir ;)
    16 2 Melden
  • Flexon 04.08.2018 14:42
    Highlight Ausserdem: das Kryptos gefährlich und böse sind und nur von Drogendealern und Kinderpornoanbietern benutzt wird, wissen wir seit es Bitcoin gibt, also seit 2009. Watson, ich bin ernsthaft enttäuscht.
    17 97 Melden
    • Flexon 04.08.2018 15:33
      Highlight Das Telefon wird ja auch vor allem von Enkeltrick-Betrügern genutzt, deshalb weigere ich mich, es zu benutzen.
      65 13 Melden
    • Flexon 04.08.2018 15:39
      Highlight Und das hier ist genau der Grund, weshalb ich der Erfindung des Feuers sehr kritisch gegenüberstehe.
      50 8 Melden
    • Hier könnte Ihre Werbung stehen 04.08.2018 16:06
      Highlight @Flexon

      Heute schon was geraucht?
      29 9 Melden
    • Flexon 04.08.2018 16:11
      Highlight Und Ironie nicht mit einem hässlichen "Ironie off" zu versauen ist mir immer noch einige Blitzer wert;)
      44 7 Melden
    • Flexon 04.08.2018 16:38
      Highlight @Hier...
      Ich kann deine Frage durchaus nachvollziehen ;)
      Aber geraucht, nein. By the way: ist deine Reichweite messbar?
      14 5 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 18:25
      Highlight Habe heute morgen beim Brot schneiden aus versehen drei Leute umgebracht... werde ab jetzt mein Brot löffeln. Ich bin klar für ein Brotmesser Verbot!
      Flexon, du sprichst mir aus der Seele. Merci.
      Kryptowährungen werden die grösste Werteverschiebung der letzten 500-1000 Jahre generieren. Es ist nicht mehr aufzuhalten, auch nicht durch einseitige, fast hämische Berichte wie diesen. Und das ist gut so.
      10 16 Melden
    • Flexon 04.08.2018 20:10
      Highlight @Dory
      Haha, richtig, darum kommen mir Messer gar nicht erst ins Haus. Aber bist du dir sicher mit den Kryptowährungen? Das Internet war ja auch nur ein Hype und die Entwicklung im Finanzbereich geht ja eindeutig in Richtung back to the Goldvreneli.
      9 2 Melden
    • Flexon 04.08.2018 20:19
      Highlight Deswegen finde ich es sehr mutig von der Schweizer Börse, dass sie eine Kryptohandelsplattform bauen. Viel eher stimmt wahrscheinlich das Gerücht, der CEO hätte eine Wette mit seinem 5-jährigen Göttibub verloren und will jetzt zu seinem Wort stehen. Jaja, qui bono, eben...
      6 1 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 21:03
      Highlight @Flexon Hab mir soeben 30 Hühner zugelegt.. das gibt dann so 30 Eier pro Tag.. denn der Tauschhandel kommt zurück, ist nur eine Frage der Zeit! 'Koste es was es wolle' 😉
      Ich finde es witzig wie unterschielich Kryptos speziell im goldenen Käfig, sprich der Hochpreisinsel Schweiz aka den 1%ern, angesehen werden. Einerseits Krypto Vally Zug, Innovation pur, aber eher im Stillen und auf der anderen Seite der Mob welcher sich immer noch stur an die Banken klammert. "Ich trau dem nicht diesem Supermario-Münz!" Es ist grotesk.
      8 1 Melden
    • KXXY 05.08.2018 06:47
      Highlight Die Wertverschiebung ist schon da: Bitcoins für 1000 Mrd Dollar sind bald wieder Wertlos.
      5 1 Melden
  • Flexon 04.08.2018 14:36
    Highlight Übrigens sollte man auch einmal das Betrugsvolumen in USD, EURO, CHF, GBP, YEN und YUAN dem Volumen in Kryptos gegenüberstellen. Ich bin nicht sicher, ob letzteres in diesem Verhältnis statistisch überhaupt relevant wäre.
    20 20 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 18:39
      Highlight Neinein! Geldwäsche gibt es erst seit 2009...
      11 5 Melden
  • Flexon 04.08.2018 14:32
    Highlight Zu Versuch 2)
    Seine ETH-Adresse kann man genauso angeben wie seine Kontonummer, das nützt dem Betrüger nichts. Er kann höchstens sehen, wieviel Guthaben diese Adresse hält.
    21 8 Melden
  • Flexon 04.08.2018 14:28
    Highlight Ist schon Ok, dass Watson auf diese Seite der Kryptowelt aufmerksam macht. Aber bitte schreibt nicht im gleichen Atemzug, dass im Kryptoland nichts passiere. Täglich gibt es ausführliche Blogartikel über technische Weiterentwicklungen, die ersten Applikationen sind fertig und live oder im benutzbaren Betastadium (Augur, Digix, Ujo Music, Golem, Uport, Melonport, Maecenas, MakerDAO, Brave Browser... ) neue interessante Projekte werden lanciert ( 2gether, Dharma...), Starbucks will Kryptos akzeptieren und grosse Börsen (NYSE, SIX, Stuttgart) entwickeln Kryptoplattformen. Der Winter läuft heiss.
    30 9 Melden
  • Paddiesli 04.08.2018 14:10
    Highlight Jede technologische Entwicklung wird von unzähligen Kriminellen augenblicklich schamlos ausgenutzt. Und es gibt zu viele Leute, die meinen, mit nichts tun reich werden zu können. Das sind dann "die Opfer".
    24 3 Melden
  • So en Ueli 04.08.2018 13:45
    Highlight Spannender Bericht.
    227 1 Melden
    • Paddiesli 04.08.2018 16:13
      Highlight Ich drohe jetzt auch mal:
      Wehe, es kommen nicht weitere so interessante Artikel, sonst...
      KNOCK
      21 0 Melden
  • Ueli der Knecht 04.08.2018 13:41
    Highlight Es ist etwa so wie Murmeln tauschen...
    132 5 Melden
    • Eine_win_ig 04.08.2018 14:02
      Highlight Nur dass man damals Murmel in der Hand halten und bestaunen konnte...
      33 2 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 19:02
      Highlight Als würde im Tresor deiner Bank ein Bigeli 1000er Nötli liegen mit einem Schildli dran wo drauf steht: Eine_win_ig
      3 3 Melden
    • Eine_win_ig 04.08.2018 20:44
      Highlight Ich begreiffe Ihren Kommentar echt nicht. Könnten Sie bitte erläutern?
      2 4 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 21:18
      Highlight 1/2 Was ich sagen will ist Geld besteht heute zu 80% auch nur noch aus Nullen und Einsen, völlig digitalisiert. - Logisch kann man argumentieren das bei einer Bankauszahlung das Geld dann physisch vorhanden ist, aber sind wir ehrlich, was ist dieses Geld eigentlich? Genau genommen auch nur ein Häufflein Papier mit Zahlen drauf. Es kann mir keiner sagen dass als Geldnoten und Münzen erfunden wurden die Leute nicht total misstrauisch waren gegenüber diesen Papier-Fötzeli und sich lieber weiterhin dem altbekannten und vertrauten Tauschandel widmeten. -->
      9 1 Melden
    • Dory..hä? 04.08.2018 21:24
      Highlight 2/2 Genau dasselbe passiert jetzt mit digitalem Geld, sprich Kryptowährungen. Es braucht Zeit bis buchstäblich der Groschen fällt und der Mensch die Augen öffnet. Wir, das Fussvolk, haben jetzt die Chance in Bezug auf Wereverteilung die Welt grundlegend zu verändern und die Macht an uns zu reissen. Sofern wir alle am gleichen Strick ziehen. Power to the Peope!
      So, fertig missioniert. LG, der Idealist 😉
      12 2 Melden
    • Eine_win_ig 04.08.2018 23:52
      Highlight Danke für die Erläuterung :)

      Ich stimme (fast) völlig überein.

      Mein Kommentar war nur auf die Murmeln bezogen, ohne Hintergrund. Ich habe gerne Murmeln gesammelt ;) schöne Sunti!
      9 0 Melden
    • Patrik Hodel 05.08.2018 16:47
      Highlight Nö, wir haben damals fair gehandelt. Eine Grosse gegen zwei kleine, ekne schöne gegen zwei weniger schöne etc. Keine Versprechungen sondern Deals zum anfassen.
      1 0 Melden

Seine Algorithmen machen Insta-Trends «shoppable» – das ist Matthias Dantone 

Du surfst auf den sozialen Medien und siehst ein paar Schuhe, die du unbedingt haben musst. Nur: Wo kannst du sie kaufen? Das Zürcher Start-up Fashwell hat eine Technologie entwickelt, die Produkte auf Fotos erkennt und entsprechende Kaufvorschläge liefert. Zalando und andere grosse Modeketten sind begeistert. Blick hinter den Fashion-Vorhang mit Matthias Dantone.

Matthias Dantone, 32, Co-Gründer und CEO des ETH-Spin-offs Fashwell. Dantone hält einen Doktortitel in Computer-Vision und hat mit seinem Team Algorithmen entwickelt, die Outfits auf Fotos und Screenshots erkennen sowie Kaufvorschläge liefern. Damit landete das Startup 2017 auf Platz 30 des Top 100 Swiss Startup Awards. In der Firma arbeiten Machine-Learning-Ingenieure sowie Fashion- und E-Commerce-Experten.

... aus dem Südtirol, Italien, sitzt aber nun in einer zum Büro umfunktionierten …

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