Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Microsoft Corp. President Brad Smith speaks Thursday, Jan. 17, 2019, during a news conference in Bellevue, Wash., to announce a $500 million pledge by Microsoft to develop affordable housing for low- and middle-income workers in response to the Seattle region's widening affordability gap and to also to address homelessness. (AP Photo/Ted S. Warren)

Microsoft-Manager Brad Smith kündigt günstige Kredite über rund 500 Millionen Franken für bezahlbare Wohnungen an.  Bild: AP/AP

Microsoft will mit 500 Millionen günstige Wohnungen fördern



Microsoft nimmt 500 Millionen Dollar (497 Mio. Franken) in die Hand, um für günstigeren Wohnraum in der Nähe seines Hauptquartiers bei Seattle zu Sorgen. Der Plan sieht Kredite von 475 Millionen Dollar vor sowie eine Spende von 25 Millionen Dollar für Hilfen an Obdachlose, wie der Software-Konzern diese Woche ankündigte.

Die Mieten in Seattle und Umgebung seien in den vergangenen acht Jahren um 96 Prozent gestiegen - und das mache es für Menschen mit geringen und mittleren Einkommen schwer, bezahlbaren Wohnraum zu finden, erklärte Microsoft-Manager Brad Smith in einem Blogeintrag.

Gut bezahlte IT-Jobs verteuern die Mieten

Der Aufstieg von Amazon mit Hauptquartier in Seattle und zuvor schon von Microsoft aus dem benachbarten Redmond hatten die Region zu einem Technologie-Zentrum gemacht. Auch andere Tech-Unternehmen wie Google, Facebook, Apple, Boeing und Nintendo haben hier Standorte, zudem siedeln sich Start-ups an. Mit Zehntausenden gut bezahlter IT-Experten stiegen die Mieten, zugleich gab es immer mehr Obdachlose.

Der Stadtrat von Seattle versuchte im vergangenen Jahr, mit einer neuen Steuer Geld zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit zu heben. Grössere Unternehmen sollten jährlich 275 Dollar pro Mitarbeiter zahlen. Nach massivem Widerstand aus der Wirtschaft – insbesondere von Amazon – wurde die Entscheidung aber wenige Wochen später wieder zurückgenommen.

Bild

Bereits der Vater von Microsoft-Gründer Bill Gates, William H. Gates,  versuchte 2010 mit einer Steuer für Gutverdienende das Obdachlosen-Problem zu mildern. Er scheiterte unter anderem am Widerstand von Amazon-Chef Jeff Bezos und dem damaligen Microsoft-CEO Steve Ballmer. archivbild: wikipedia / Gates Foundation / Prashant Panjiar 

Microsoft will jetzt 225 Millionen Dollar zu Zinsen unter dem Marktniveau an Immobilien-Entwickler verleihen, damit sie günstigeren Wohnraum bauen können. Weitere 250 Millionen Dollar sollen als Kredite zu marktüblichen Konditionen Wohnungen für Menschen mit niedrigen Einkommen unterstützen. Sie sollten denjenigen helfen, die weniger als 60 Prozent des lokalen Durchschnittseinkommens verdienten, schrieb die «Seattle Times».

(oli/sda/awp/dpa)

Blick ins Allerheiligste: watson besucht das gigantische Hauptquartier von Microsoft in Seattle

DANKE FÜR DIE ♥

Da du bis hierhin gescrollt hast, gehen wir davon aus, dass dir unser journalistisches Angebot gefällt. Wie du vielleicht weisst, haben wir uns kürzlich entschieden, bei watson keine Login-Pflicht einzuführen. Auch Bezahlschranken wird es bei uns keine geben. Wir möchten möglichst keine Hürden für den Zugang zu watson schaffen, weil wir glauben, es sollten sich in einer Demokratie alle jederzeit und einfach mit Informationen versorgen können. Falls du uns dennoch mit einem kleinen Betrag unterstützen willst, dann tu das doch hier.

Würdest du gerne watson und Journalismus unterstützen?

(Du wirst zu stripe.com umgeleitet um die Zahlung abzuschliessen)

Oder unterstütze uns mit deinem Wunschbetrag per Banküberweisung.

Nicht mehr anzeigen

Das könnte dich auch noch interessieren:

Abonniere unseren Newsletter

2
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen

Für Zuckerberg wird's ungemütlich – 90 grosse Firmen stoppen Facebook-Werbung

Weitere multinationale Konzerne haben sich übers Wochenende dem Boykott angeschlossen. Betroffen sind auch Instagram – und Twitter.

Aus Protest gegen den Umgang von Facebook mit Hasskommentaren und abwertenden Inhalten in seinen Diensten haben sich mittlerweile dutzende Unternehmen einem Aufruf zum Werbeboykott angeschlossen.

Die von Bürgerrechtsorganisationen Mitte Juni ins Leben gerufene Initiative #StopHateForProfit führte auf ihrer Webseite am Sonntag in einer Liste gut 90 Unternehmen, die ihre Werbung auf Facebook in den USA erst einmal stoppen.

Einige Unternehmen wollen diese Massnahme laut Ankündigungen auch auf die …

Artikel lesen
Link zum Artikel