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German Chancellor Angela Merkel speaks with German schoolchildren at the Microsoft  exhibition stand during a media tour of the world's biggest computer and software fair, CeBit, in Hanover, Germany, March 15, 2016. REUTERS/Nigel Treblin

Angela Merkel zeigt Kids das Surface von Microsoft.
Bild: NIGEL TREBLIN/REUTERS

Microsoft präsentiert jetzt die Zukunft von Windows

Ein neues Windows 10? Die Verkaufsversion der Datenbrille Hololens? In San Francisco will Microsoft seine Pläne für 2016 vorstellen. Der Konzern muss sich neu aufstellen, um wieder zu begeistern.

Matthias Kremp, san francisco



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Zeiten, zu denen Microsoft als hip galt, sind lange vorbei. Das weiss auch Konzernchef Satya Nadella. Er sagte im Januar zu Analysten, das Wachstum und die Lebendigkeit von Windows hänge davon ab, «ob wir in der Lage sind, Personal Computer und den Umgang mit ihnen neu zu erfinden». Aber dieser Herausforderung stelle man sich. Auf der diesjährigen Entwicklerkonferenz Build, die am Mittwochabend deutscher Zeit startet, muss Microsoft zeigen, wie genau der Konzern sich das vorstellt.

Die Grundsteine dafür haben Nadella und Microsoft in den vergangenen Jahren gelegt: Nach der wenig beachteten Version 8 bekommt Windows 10 von Anwendern und Experten gute Kritiken. Das neue System, nach dem Microsoft Betriebssystem-Updates jetzt kontinuierlich veröffentlicht, statt sie jährlich in grossen Paketen anzubieten, kommt gut an.

Darüber hinaus hat sich das Unternehmen mit seinen Produkten einen guten Ruf gemacht. Die Surface-Tablets gelten als robuste, hochwertige Arbeitsgeräte, das erste von Microsoft selbst vermarktete Notebook, das Surface Book, bekam hervorragende Kritiken.

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Schnell wie ein Laptop, dünn wie ein Tablet: Das neue Surface Pro 4 ist ein Laptop in Tabletform.

Und schliesslich überraschte der Konzern auf der Build 2015 auch noch mit der Hololens. Das ist eine Datenbrille, die computergenerierte Bilder über die reale Umgebung projiziert. Sie erzeugt eine sogenannte Augmented Reality, eine Scheinrealität, die sich wie eine zweite Schicht über die Umgebung legt.

Als cool gilt Microsoft trotzdem nicht.

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Das spezielle Scharnier des Surface Book in Aktion.

Neue Hololens-Technik

Microsoft will das ändern, muss es auch, um relevant zu bleiben. Deshalb wird die Hololens-Brille, deren Vorstellung 2015 für Furore sorgte, am Mittwochabend auf der diesjährigen Build-Konferenz wieder eine grosse Rolle spielen.

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Wie viel die HoloLens kosten soll, ist noch nicht bekannt.

Vielleicht wird dieses Mal die Holoportations-Technik gezeigt, die Microsoft vor wenigen Tagen per YouTube-Video demonstriert hat. Sie soll es Trägern einer Hololens ermöglichen, sich mit dem virtuellen Hologramm einer anderen Person zu treffen. Etwa so wie man es aus Science-Fiction-Filmen wie Star Wars kennt, wenn sich weit entfernte Personen als krisselige 3D-Figur in den Raum projizieren. Ausgereift scheint die Technik aber nicht zu sein, selbst im Demovideo sind viele Bildfehler zu erkennen. Zudem ist ein solcher virtueller Besuch technisch aufwendig, erfordert neben der Hololens sechs im Raum verteilte Kameras.

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HoloLens: Der feuchte Traum eines jeden Produktedesigners.

Deshalb gilt für Microsoft bei der Hololens: Der Konzern muss liefern. Aus dem Prototyp von 2015 muss ein marktfähiges Produkt werden. Zumindest einen Zeitplan, bis wann die Brille in den Läden stehen kann, sollte Microsoft ankündigen. Derzeit können sich lediglich Entwickler für den Kauf einer Hololens bewerben. Wer den Zuschlag erhält, muss satte 3000 Dollar für das Entwicklermodell zahlen.

Microsoft braucht Software

Aber so schön sie sein mögen, Gadgets wie die Hololens sind es nicht, die Microsoft ans Ziel bringen werden. Der Konzern braucht Software. Denn viele Entwickler haben sich längst den rasant wachsenden Mobilplattformen iOS und Android zugewandt, statt Programme für Windows zu schreiben. Diese Entwickler wieder für sich zu gewinnen, steht ganz oben auf Microsofts To-do-Liste. Apples Erfolg hat es gezeigt: Ein prall mit relevanten Apps gefüllter App Store ist der Schlüssel zum Erfolg.

Auf der Build 2015 kündigte Microsoft deshalb mehrere Projekte an, die es ermöglichen sollten, Apps von anderen Plattformen auf Windows 10 zu portieren. Tatsächlich nutzbar scheint bisher aber nur die Möglichkeit, Webseiten in Apps umzuwandeln, das sogenannte Project Westminster. Der App-Converter für Android-Apps (Project Astoria) wurde angesagt und jener für iOS (Project Islandwood) ist noch nicht fertig.

Für alte Windows-Programme, die noch nicht im Windows Store erhältlich sind, hat Microsoft das Project Centennial angekündigt, eine Software, herkömmliche Windows-Programme in Windows-10-Apps umwandelt. Für treue Windows-Entwickler wäre das eine Chance, existierende Software neuen Kunden zugänglich zu machen.

Bei welchen Projekten Microsoft Vollzug melden kann, ist offen

Bleibt also abzuwarten, welche seiner vielen Projekte Microsoft tatsächlich auf der Build 2016 als vollständig präsentieren kann. Die Eröffnungs-Keynote beginnt am Mittwochabend um 19 17.30 Uhr Schweizer Zeit. Nicht selten dauern diese Präsentationen zweieinhalb Stunden und nicht selten sind sie von technischen Details durchsetzt, die wirklich nur Entwickler interessieren. Wir sind vor Ort dabei und werden für Sie die wirklich wichtigen Neuheiten herausfiltern.

Die Keynote kann hier im Live-Stream mitverfolgt werden.

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    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 30.03.2016 20:29
    Highlight Highlight Die Zeit wo sich Apple neu erfinden muss ist auch schon gekommen. Microsoft macht im Moment vieles richtig und ist für Überraschungen gut. Im Bereich Web versucht yahoo sich zu halten, Twitter wächst nicht weiter, FB stagniert und verliert bei den Jungen. Und und und... Es bleibt nichts für ewig, doch Microsoft ist wieder recht präsent mit innovativer Hard-/Software ohne den Anspruch hip sein zu müssen. Cool reicht.
    34 3 Melden
  • Matthias Studer 30.03.2016 18:52
    Highlight Highlight Bäämm, Microsoft ist zurück und so gut wie noch nie. Die haben die Durststrecke gebraucht um wieder Innovativ zu sein.
    32 5 Melden
  • The_Doctor 30.03.2016 16:55
    Highlight Highlight Das grosse Problem von Microsoft ist meiner Ansicht nach die Diskrepanz zwischen Ankündigung und Release.
    Als ich zum ersten Mal einen Trailer von Project Natal gesehen habe, war ich hin und weg. Das Endprodukt hat jedoch nur bruchstückhaft das geboten, was die Trailer versprochen haben. Bei Hololens dasselbe. Die Trailer sind super und lassen mir als Technikfreak das Wasser im Mund zusammenlaufen. Und dann liest man in Tests der Entwicklerversion, dass AR nur auf einem kleinen Ausschnitt in der Mitte gezeigt wird. Klar stellt man sich dann die Frage, ob sich hier das Spiel wiederholt.
    18 1 Melden
  • Nocciolo 30.03.2016 16:40
    Highlight Highlight Windows muss nicht als Hip gelten sondern robuste Software liefern. Die meisten Menschen auf dieser Welt, die Zugang zu einem PC haben, vertrauen weiterhin auf Windows. Dieses Vertrauen sollten sie nicht verspielen mit dem Versuch Hip zu werden.
    37 3 Melden
  • Raro Wetzel 30.03.2016 15:50
    Highlight Highlight Microsoft galt mal als hip – im Ernst? Das kann doch wohl kaum wahr sein! Oder?
    13 56 Melden
    • unejamardiani 30.03.2016 16:07
      Highlight Highlight Wie alt bist du? 16? Ausserdem GILT Microsoft unter Entwicklern wieder als hip, ob es euch gefällt oder nicht.
      65 8 Melden

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