Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Bild

Der von Donald Trump ernannte Präsident der US-Kommunikationsbehörde FCC, Ajit Pai, warb mit diesem Video für die Abschaffung der Netzneutralität. 

Mit diesem unfassbar peinlichen Video verhöhnt Trumps FCC-Chef Netzneutralität-Befürworter

Letzte Woche hat Ajit Pai Obamas Regeln zur Netzneutralität abgeschafft und so den Weg zu einem Zwei-Klassen-Internet geebnet. Vor seinem Sieg stellte er dieses mehr als merkwürdige PR-Video ins Netz.



Im offenen Internet fliessen alle Daten gleichberechtigt und gleich schnell durch die Netze – daher der Begriff Netzneutralität. Letzte Wochen hat die US-Kommunikationsbehörde FCC dieses Prinzip beerdigt. Der Abschaffung der Netzneutralität gingen seit Monaten heftige Proteste voraus. Nebst Netzaktivisten und Konsumentenschützern sprachen sich auch Techgiganten wie Facebook, Google oder Netflix für die Gleichbehandlung von Inhalten im World Wide Web aus.

Um die US-Bürger dennoch von seinem umstrittenen Vorhaben zu überzeugen, liess sich Ajit Pai, Vorsitzender der Kommunikationsbehörde FCC, etwas Besonderes einfallen: In einem Video zeigt er höchstpersönlich, was angeblich auch nach der Aufhebung der Netzneutralität noch möglich ist.

«7 Dinge, die du auch ohne Netzneutralität im Internet tun kannst»

abspielen

FCC-Chef Ajit Pai erklärt Netzneutralität mit «Harlem Shake», «Game of Thrones» und «Star Wars». Video: YouTube/MITCHELL WIGGS

Das von einem rechten Online-Portal publizierte Video soll zeigen, dass US-Bürger eigentlich nur profitieren, «wenn die Freiheit im Internet wieder hergestellt ist», wie Pai die Abschaffung der Netzneutralität nennt. Auch nach dem Ende der Netzneutralität könne man alles genau so gut wie bisher tun: Auf Instagram Food-Fotos posten, im Web einkaufen, Serien streamen etc.

Mark Hamill ist nicht amüsiert

Pai mit einem Lichtschwert zu sehen, verursacht bei «Star-Wars»-Schauspieler Mark Hamill (Luke Skywalker) offenbar akute Übelkeit.

Auf Twitter schrieb Hamill, Pai sei «zutiefst unwürdig, ein Lichtschwert zu schwingen», da sich ein Jedi «selbstlos für das Wohl der Menschen engagiert und nicht lügt, um riesige Konzerne zu bereichern».

Pai droht Klage wegen Urheberrecht-Verletzung

Im PR-Video nutzt Pai die Musik des «Harlem Shake» – ohne dafür die Erlaubnis eingeholt zu haben, wie die «New York Times» berichtet. DJ Baauer, der rechtmässige Urheber des «Harlem Shake», kündigte daraufhin auf Twitter eine Klage an. 

Allerdings ist es teils üblich, kurze Ausschnitte eines Songs für ein eigenes, neues Werk zu nutzen. Die Rede ist von «Fair Use», also der angemessenen Verwendung. Da der «Harlem Shake» in Pais Video nur wenige Sekunden zu hören ist, könnte es sich somit um eine legitime Nutzung handeln.

Eigentlich ist Ajit Pai ein Bürokrat. Er leitet die von Trumps Republikanern dominierte US-Kommunikationsbehörde FCC, die vor einer Woche die Abschaffung der Netzneutralität in den USA beschlossen und somit den Weg für ein Zwei-Klassen-Internet freigemacht hat. Dies im Sinne der Internet- und Mobilfunkprovider wie Verizon, in deren Dienst Pai zuvor als Anwalt stand.

abspielen

Niemand erklärt Netzneutralität besser als John Oliver. Video: YouTube/LastWeekTonight

(oli via derStandard)

Trump mag Pressebilder nicht – so reagiert das Internet

Das könnte dich auch interessieren:

Ist die #10YearChallenge gefährlich? Die Fakten zum Internet-Phänomen

Link zum Artikel

Hunderte Millionen geklaute Zugangsdaten im Netz – so prüfst du, ob du gehackt wurdest

Link zum Artikel

Dieser Bündner Lokführer hat wohl gerade den besten Job der Welt

Link zum Artikel

Vor 50 Jahren: Als der Traum von der Schweizer Atombombe platzte

Link zum Artikel

«Der grösste Fehlentscheid der NFL-Geschichte» – und natürlich wieder Brady

Link zum Artikel

«Steigende Mieten!» – «Nur noch Beton!»: Das Streitgespräch zur Zersiedelungs-Initiative

Link zum Artikel

«Das Beste im Mann» – mit diesem Anti-Sexismus-Werbespot läuft Gillette voll in den Hammer

Link zum Artikel

3 Punkte: Wie Kritiker über den Reichen-Report motzen – und was davon zu halten ist

Link zum Artikel

Die Geschichte zu diesem Foto mit Pogba ist wirklich unglaublich lustig

Link zum Artikel

9 simple WhatsApp-Kniffe, die nicht jeder kennt

Link zum Artikel

Von frierenden Möpsen und fliegenden Vibratoren: Eine kleine Abrechnung mit Hollywood

Link zum Artikel

«Ken ist nur ihr schmuckes Anhängsel»: Soziologin über Geburtstagskind Barbie

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

12
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
12Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Sauäschnörrli 20.12.2017 01:23
    Highlight Highlight Das ist doch nicht das ganze Video, sagt er im Original am Ende nicht noch etwas wie "you only have to pay for it"?
  • Kstyle 19.12.2017 20:47
    Highlight Highlight Trump würde seine Grossmutter für a great deal verkaufen. Ich sehe schwarz. Vieleicht ist es eine Chance, dass Europa aufwacht und mal was in ein eigenes unabhängiges Netz investiert.Vorausgesetzt sie machen nicht den Bückling wie immer.
  • seventhinkingsteps 19.12.2017 18:55
    Highlight Highlight "Die moderne Staatsgewalt ist nur ein Ausschuß, der die gemeinschaftlichen Geschäfte der ganzen Bourgeoisklasse verwaltet."
  • TanookiStormtrooper 19.12.2017 18:29
    Highlight Highlight Hamills Antwort auf einen Tweet von Ted Cruz war aber lustiger:
    Thanks for smarm-splaining it to me @tedcruz I know politics can be confusing, but you'd have more credibility if you spelled my name correctly. I mean IT'S RIGHT THERE IN FRONT OF YOU! Maybe you're just distracted from watching porn at the office again❤️-mh
    Benutzer Bild
  • caschthi 19.12.2017 15:52
    Highlight Highlight naja, ultra-peinlich ist es nicht. Es ist einfach nur unnötig und unterstreicht nur die hoffnungslose Lage der FCC
  • ThomasHiller 19.12.2017 15:32
    Highlight Highlight Man weiß, daß die Zeiten schlimm sind, wenn auf solche Art und Weise Politik gemacht wird und es für solche Leute nicht mal Folgen hat...
    • Gurgelhals 19.12.2017 17:07
      Highlight Highlight Kommt dazu, dass der Typ ja nicht einmal ein gewählter Politiker ist, der mit solchen Stunts seine Wählerbasis mobilisieren mag, sondern ein von der Regierung ernannter (Chef-)Beamter - also eigentlich ein polit. neutraler Fachexperte. Man stelle sich vor, bei uns stelle der Präsident der Eidgenössischen Kommunikationskommission Troll-Videos ins Internet, in denen er die CH Bevölkerung verhöhnt und sich offen als korrupter Swisscom-Lobbyist outet.

      Einfach nur krank, was da drüben gerade abgeht. Schlechte Politik ist ja eine Sache, aber dann noch diese unverhohlene Bösartigkeit...
    • seventhinkingsteps 19.12.2017 19:02
      Highlight Highlight Schlimm finde ich auch die unglaubliche Naivität mit der die Demokraten das Geschehen kommentieren.

      Statt die offensichtlichen Schwächen zu sehen, die ein Staatsapparat haben muss um überhaupt solche Dinge zu ermöglichen, ist das beste Argument der Demokraten im Moment, dass alles besser wäre, läge die ganze Macht, die von den Republikanern missbraucht wird, bei ihnen.
    • Schaaggi 22.12.2017 19:59
      Highlight Highlight @Gurgelhals: Nur schade, dass sich der Bundesrat und Telekomkomission in der Vergangenheit schon indirekt als Swisscom-Lobby geoutet haben.

      Ich habe da nur sehr begrenzt Vertrauen. Siehe auch Doris' Arschkriecherei bei Microsoft.

      Zum Glück gibts bei uns die Möglichkeit diese Themen zur Abstimmung zu bringen.
  • Dingsda 19.12.2017 15:11
    Highlight Highlight well...
    Benutzer Bild
  • TheGoon 19.12.2017 14:42
    Highlight Highlight habe ich neulich bei Wikipedia gefunden.
    Benutzer Bild
    • saukaibli 19.12.2017 15:32
      Highlight Highlight "He also has an incredibly punchable face". Genau das war mein erster Gedanke, als ich diese Fratze das erste Mal sah. Mal ehrlich, gibt es jemanden, der nicht Lust hätte, da mal richtig reinzuhauen? :-D

Trump kommt doch nicht in die Schweiz – der US-Präsident sagt WEF-Besuch ab

US-Präsident Donald Trump hat wegen der Haushaltssperre seine Teilnahme am Weltwirtschaftsforum (WEF) Ende Januar in Davos abgesagt. Zuvor hatte er bereits angedeutet, eine Absage wegen der Lage in den USA zu erwägen.

«Wegen der Uneinsichtigkeit der Demokraten den Grenzschutz betreffend und der Wichtigkeit von Sicherheit für unser Land, sage ich hochachtungsvoll meine sehr wichtige Reise nach Davos in der Schweiz zum Weltwirtschaftsforum ab», twitterte Trump am Donnerstag.

Das WEF findet vom 21. …

Artikel lesen
Link zum Artikel