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epa05421030 A group of people play the new game 'Pokémon Go' on their smartphones in Union Square in New York, New York, USA, 11 July 2016. The new game was released 08 July and has players playing in a virtual world that corresponds to their actual GPS location.  EPA/JUSTIN LANE

Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Endlich geht's den Schummlern an den Kragen: Pokémon-Go-Cheater werden lebenslang gesperrt

Bei der virtuellen Monsterjagd greifen manche Spieler zu unerlaubten Mitteln. Der Hersteller von Pokémon Go will dagegen hart durchgreifen. Dabei droht weit Schlimmeres als der Verlust des Accounts.

Michael Gessat / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Ein Wettkampf als ehrlicher Sportler gegen gedopte Konkurrenten ist aussichtslos und frustrierend. Das gilt nicht nur bei den Olympischen Spielen. Auch ein ehrlicher «Pokémon-Go»-Spieler hat keine Chance gegen Konkurrenten, die ihre Monster nicht zu Fuss erjagen, sondern mit technischen Tricks in grossem Stil abgeerntet haben. Aber Hersteller Niantic will jetzt hart durchgreifen: Wer beim Betrügen erwischt wird, dem droht der Verlust seines Accounts. Und zwar für immer.

Haben Sie auch seit Wochen Kilometer um Kilometer zurückgelegt, Rattfratze, Taubsis und höhere Chargen fleissig eingesackt, eingetauscht oder aufgepäppelt? Und nach emsigem Training waren Sie dann irgendwann soweit, den ersten Kampf in einer Arena zu wagen? Und dort ist Ihre doch eigentlich ganz ansehnliche Monsterbande gnadenlos vermöbelt worden und vollkommen chancenlos untergegangen? Dann gibt es zwei Erklärungen: Die siegreichen Pokémon-Go-Trainer haben halt schon länger oder fleissiger gesammelt und gepäppelt. Oder sie haben dem Erfolg etwas nachgeholfen und betrogen – «gecheated».

Erlaubt ist das nicht – im Gegenteil, mit der Zustimmung zu den TOS, den «Terms of Service» verpflichtet sich jeder «Pokémon-Go»-Spieler, technische Tricksereien zu unterlassen. Und auch bislang schon drohte im Falle des Zuwiderhandelns eine Sperre.

Jetzt wird Niantic konkreter: In der kürzlich aktualisierten Version der «Fragen-und-Antworten»-Seite präzisiert der Hersteller, was genau als Cheating und Verletzung der TOS betrachtet wird und zu einer endgültigen Account-Sperre führen kann: «die Vortäuschung eines falschen Standortes, die Verwendung von Emulatoren oder modifizierter oder nicht-offizieller Software, oder der Zugang zu »Pokémon-Go«-Diensten in unautorisierter Weise, einschliesslich durch die Software von Drittanbietern.»

Gegen «Drittanbieter» war Niantic in letzter Zeit sehr konsequent und mit hartem juristischen Geschütz vorgegangen. Besonders im Visier: Die Bot-Programmierer, deren Apps direkt die Softwareschnittstelle, die API der Pokémon-Go-Server angezapft hatten. Und mit deren Tools man als Cheater dann ein Pokémon vollautomatisch zum Superhelden heranzüchten konnte.

Im Vergleich mit dem Einsatz von Bots erscheint das «Vortäuschen eines Standortes» schon fast wieder harmlos. Technisch funktioniert das mittels «GPS-Spoofing»: Eine spezielle App gaukelt anderen Programmen dabei statt der tatsächlichen Smartphone-Position frei gewählte Geodaten vor – also statt der heimischen Couch den Stadtgarten. Oder gleich die chinesische Grosse Mauer.

Bild

Cheater spielen Pokémon Go am PC, statt selbst zu laufen. bild: hackaday

GPS-Spoofing-Cheater sollten sich übrigens nicht darauf verlassen, dass Niantic mit der Accountsperre leere Drohungen verbreitet. Anscheinend kann der Pokémon-Go-Hersteller bei vielen Usern die Ortsdatenmanipulation durchaus erkennen; einem Android-Smartphone lassen sich nämlich trotz Spoofing offenbar auch noch ein paar echte GPS-Daten entlocken.

iOS ist da diskreter – hier setzt der Einsatz von Spoofing-App einen Jailbreak voraus; oder man installiert sich unter Umgehung aller Sicherheits- und Vernunftkriterien eine Entwicker-signierte App aus obskurer Quelle. Und das Spoofen per Manipulation des GPS-Signals ist nur etwas für Hartgesottene – da könnten dann auch schon mal ein Messtrupp und die Polizei vor der Tür stehen.

Ein kleiner Trost für ehrliche Spieler: Cheater müssen höllisch aufpassen, dass sie sich nicht Malware installieren. Wenn erstmal intime Fotos oder die Bankdaten im Netz kursieren oder das Gerät schön säuberlich verschlüsselt ist, dann ist das vielleicht noch deutlich schmerzhafter als der Verlust des «Pokémon-Go»-Accounts. (Wer sich zu Unrecht gesperrt fühlt, kann übrigens Einspruch einlegen.) Aber mal grundsätzlich: Was macht eigentlich Spass daran, per Bot und Cheat anderen den Spass zu verderben? Sport-Doper mag ja auch niemand leiden.

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25Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Lucas Stebler 20.08.2016 18:51
    Highlight Highlight Niantic lässt das Sperren von einem eigenen "Bot" geschehen. Grundsätzlich ist das natürlich nicht verwerflich, es birgt allerdings die Gefahr, dass faire Spieler gesperrt werden.

    Dazu kommt, dass PokeVision, Go Map, Go Stats, All G und wie die Apps für Tracking & IV-Calculators alle heissen, ebenfalls zu einem Bann führen können.

    Dazu kommt das Bannen von Spielern via Ingame-Meldung, was nach einer genügend grossen Menge von Meldungen zum Bann führt (ca. 15 sind es, gemäss Selbstversuch).

    Tja, die "Refunds" von Google und Apple lassen nichts Gutes erahnen...
  • danmaster333 16.08.2016 14:53
    Highlight Highlight seit wann hat polandball etwas mit pokemon go zu tun? ;-)
  • Too Scoop 16.08.2016 14:10
    Highlight Highlight Das Spiel wäre der Hit, wenn es denn auch nur etwas mehr bietet als das momentane, langweilige System. Ich gehöre wohl eher zu denen, die enttäuscht von dem Spiel sind, denn es konnte mich nicht lange genug unterhalten. Das Cheaten lohnt sich bei dem Spiel nicht einmal, denn es bietet nichts, weil es sich nicht lohnt eine Arena einzunehmen.
    • SusiBlue 17.08.2016 00:38
      Highlight Highlight Probier's mal mit dem Spiel "Ingress"... Und wähl die Enlightened 😉
  • mortiferus 16.08.2016 13:04
    Highlight Highlight "Anscheinend kann der Pokémon-Go-Hersteller bei vielen Usern die Ortsdatenmanipulation durchaus erkennen; einem Android-Smartphone lassen sich nämlich trotz Spoofing offenbar auch noch ein paar echte GPS-Daten entlocken".

    Finde ich krass, jede x-beliebige Unternehmung oder Pickelgesicht kann heutzutage offenbar auf komplette Smartphones oder Compis zugreifen. Der User bekommt dafür einen Kaugummi und weiss gar nicht in wie weit er ausgeforscht und überwacht wird.

    Sie hören Dich, sie sehen Dich, Du kannst IHNEN nicht entkommen! Nur noch die Gedanken sind frei.
  • Scaros_2 16.08.2016 12:54
    Highlight Highlight Ach watson ihr dramatisiert mal wieder wirklich. So wie man das liest müsste man glauben das sogleich eine Anzeige in die Türe fliegt. Fakt ist aber das es ein ewiger kampf ist und nur die erwischt sind welche total dumm vorgehen. Beispiel bei den Fake-GPS User welche einfach so dumm sind und jetzt in China sind und 5min später im Big Apple. Natürlich fällt dem system so was auf. Das würde auch einem 1. Klässer auffallen dass das nicht geht.

    Diese Probleme hat die ganze Computerindustrie und selbst ganz grosse Firmen wie Blizzard sind oftmals schlicht machtlos dagegen
    • Fumo 16.08.2016 14:52
      Highlight Highlight "Ach watson ihr dramatisiert mal wieder wirklich"

      -> Spiegel
      Nur so am Rande
    • Scaros_2 16.08.2016 16:42
      Highlight Highlight Ach hör doch mit dem Spiegel auf. Ich rede davon das hier Masslos übertrieben wird und Niantic als den Heilsbringer im bekämpfung von Bots angepriesen wird. Ein kleines Unternehmen mit knapp 100 Leuten soll also bessere Möglichkeiten haben als ein Blizzard Entertainment mit World of Warcraft? Niantic sind die Hände genau so gebunden wie Blizzard da sie nicht einfach so auf deinem Gerät schnüffeln dürfen sondern nur mit den Daten arbeiten können welche sie bekommen. Wenn man also die dinge gut verschleiert oder blokiert dann sterben Bots nicht aus.
    • Scaros_2 16.08.2016 16:43
      Highlight Highlight Weiter kannst du auf MMOZone oder Kinguin oder G2A etc. ja schon Accounts kaufen. Alles kein Ding und die werden und das sage ich jetzt so auch noch in Monaten dort im Angebot sein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • ch2mesro 16.08.2016 12:13
    Highlight Highlight hmmm;
    Benutzer Bild
    • ch2mesro 16.08.2016 13:57
      Highlight Highlight tja, wenn man dem hund auf den schwanz tritt, dann blitzt er ☝🏻️
    • Fumo 16.08.2016 14:53
      Highlight Highlight tja, wenn der Hund getroffen wird, dann bellt er ;)
    • Lezzelentius 16.08.2016 16:26
      Highlight Highlight Tja, wenn der Hund kommentiert, fällt ihm keine Redewendung mit Hund ein.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Bonsaii 16.08.2016 10:40
    Highlight Highlight Sorry, aber wenn man auf dem Land wohnt und nur ab und zu mal auf ein Taubsi oder Hornliu trifft, dann begreif ich jeden, der zum GPS-Faker greift.

    Im Central Park findet man alle Pokémon zuhauf, während hier nur Crap zu finden ist, mir ist die Lust bereits vergangen am Spiel.

    Da müssen unbedingt mehr Pokestops und Arenen hin auf dem Land.

    Zudem müssen die Arenakämpfe überdacht werden, so machts keinen Spass.
    • DrSheldonCooper 16.08.2016 11:35
      Highlight Highlight Ich wohne ebenfalls auf dem Land (4000-Einwohner-Ort) und auch hier ist nicht viel, aber deswegen cheate ich nicht, sondern setze mich wenn ich Zeit habe in den Zug und fahre in die nächste Stadt.

      Bei den Arena Kämpfen stimme ich zu. Da müssen Verbesserungen hin.
    • mrgoku 16.08.2016 12:55
      Highlight Highlight Es liegt an die mehr Pokestops zu haben. Du kannst ein Foto vom Standort machen und an Niantec senden. Danach richten sie dort ein Pokestop ein.
    • Fumo 16.08.2016 13:09
      Highlight Highlight Niemand ist verpflichtet ein Spiel zu spielen. Die Anforderung des Spiels nicht zu erfüllen berechtigt nicht zum cheaten. Man kann auch einfach nicht spielen.
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