Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Deutsche Armee rüstet sich gegen Pokémon Go

Nachdem drei enthusiastische Pokémon-Go-Spieler bei der Monsterjagd auf einem Schiessplatz herumirrten, schlägt die Bundeswehr Alarm. Durch das Handyspiel sieht die Truppe auch ihre Soldaten in Gefahr.



Ein Artikel von

Spiegel Online

Die Erklärung der Eindringlinge klang kurios. Als kürzlich Bundeswehrsoldaten drei junge Männer auf dem Truppenübungsplatz in Bergen stellten, konnten die ihre Straftat erst gar nicht begreifen. Sie haben nur auf ihren Handys gespielt, stammelten sie. Auf der Monsterjagd müssten sie dann wohl vom Weg in der Lüneburger Heide abgekommen sein, man verliere ja schnell den Bezug zur Realität, wenn man nur auf den Schirm starre.

Die Soldaten fanden das nur mässig witzig, schliesslich waren die jungen Leute bei ihrem Pokémon-Go-Spiel im Wald unabsichtlich mitten in eine Schiessübung mit scharfen Waffen hineingestolpert. Passiert ist zum Glück nichts. Doch seit dem Vorfall mit dem Handyspiel, bei dem man virtuelle Monster in realen Umgebungen jagt, brütete man im Ministerium über der Frage, welche Folgen der neue Game-Boom wohl für die Truppe haben könnte.

Pokémon-Go-Spieler sind laut Bundeswehr eine Gefahr

epa05427926 A gamer in a comic mask plays the Pokemon Go app, during a Pokemon Go walk at the Stephansplatz in Vienna, Austria, 16 July 2016. The game, that uses the GPS to locate the smartphone's location, has gained a huge popularity among smartphone users and added to the value of Nintendo that partly owns the franchise enterprise that makes Pokemon.  EPA/CHRISTIAN BRUNA

Bild: CHRISTIAN BRUNA/EPA/KEYSTONE

Was nun herauskam, liest sich dann auch weniger amüsant. In einer nüchternen Dienstanweisung, genauer gesagt dem «Sicherheitshinweis Nr. 02/2016», warnt das Ministerium seine Soldaten, dass bereits «mehrere Sicherheitsvorkommnisse in Liegenschaften der Bundeswehr aufgetreten» seien, sich also Spieler bei der Monsterjagd auf Militärgelände verirrt hätten.

Das Fazit in einem Text der «Süddeutschen Zeitung» klingt alarmierend: Durch das Spiel könnten sogar «die Sicherheitsinteressen der Bundeswehr unmittelbar berührt werden».

Angst vor Spionage

Im Ministerium haben sich nach dem Vorfall in Bergen offenbar viele Experten ausführlich mit dem neuen Trendspiel befasst. So steuerte die Spionageabwehr zur Anweisung die Warnung hinzu, dass sich ja theoretisch feindliche Agenten als Pokémon Go-Spieler tarnen und so Fotos von militärisch geschützten Anlagen schiessen könnten. Dies gelte es natürlich unbedingt zu unterbinden.

Auch für die eigenen Leute sieht das Ministerium Risiken. So seien Soldaten, die sich dem Spiel hingäben, über die GPS-Funktion ihrer Mobiltelefone zu orten. Ebenso sei es möglich, dass Fotos ihres Jagdreviers über das Internet verschickt würden.

All diese Gefahren nimmt die Bundeswehr sehr ernst. So sei das Spiel geeignet, «sowohl die militärische Sicherheit von Einrichtungen und Liegenschaften der Bundeswehr zu gefährden, als auch die persönliche Sicherheit der sie nutzenden Bundeswehrangehörigen».

Weil die Bundeswehr eine Armee ist, die strenge Regeln braucht, wurden solche sogleich auch für den Umgang mit dem neuen Feind erlassen. So wird das Wachpersonal im feinsten Bürokratendeutsch angewiesen, in der Nähe der Kasernen «handlungssicher das Film- und Fotografierverbot durchzusetzen». Wer sich nicht daran halte, solle «im Rahmen der gebotenen Massnahmen» am Weiterspielen gehindert werden.

Bleibt zu hoffen, dass die Wachen nicht selbst vom Pokémon-Go-Spiel abgelenkt sind. (mgb)

Diese 22 Gamer wissen, wo ihre Prioritäten liegen

Pokémon Go

Vergiss Pokémon Go. Hier kommt die witzige Parodie Chardonnay Go. Zielgruppe: Hausfrauen

Link to Article

Zeitverschwendung pur! Warum du Pokémon Go getrost löschen kannst

Link to Article

Pokémon Go: 13 (-1) Beweise dafür, dass die Welt gerade komplett spinnt 

Link to Article

Wie Pokémon Go die Schweiz in einer Woche verändert hat

Link to Article

Catch'em all: Dieser Ami hat es als Erster geschafft und alle Pokémon eingefangen

Link to Article

12 nützliche (Profi-)Tipps für Pokémon Go. Zum Beispiel, wie du garantiert jedes Pokémon findest

Link to Article

Wenn die Jagd nach Pokémon ausser Kontrolle gerät

Link to Article

Wie ich, 45, zum Pokémon-Go-Zombie wurde

Link to Article

Hier gewinnst du garantiert kein seltenes Pokémon! Über 100'000 Pokémon-Go-Fans fallen auf Facebook-Fake herein

Link to Article

Spielverderber! Hacker schiessen Pokémon Go ab

Link to Article

Ein Typ hat gebastelt, was wir alle wollen: Eine Pokédex-Handy-Hülle für höhere Akkulaufzeiten

Link to Article

Weil jetzt alle Gamer aus ihren Höhlen kriechen – 9 überlebenswichtige Fakten zur Aussenwelt

Link to Article

So installierst du Pokémon Go auf iOS und Android 

Link to Article

Die Kehrseite des Hypes: Ist Auschwitz ein Pokémon No-Go?

Link to Article

Schau mal, was Pokémon Go gerade mit der Menschheit anstellt

Link to Article

Pokémon Go erobert die Welt – Pikachu & Co. sind überall. ÜBERALL!!!

Link to Article

Das müssen Eltern über Pokémon Go wissen

Link to Article

Riesen-Tamtam um Nintendo-Game: Diese 6 Fakten zu Pokémon Go musst du kennen

Link to Article
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

7
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
7Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • blobb 27.07.2016 23:40
    Highlight Highlight Gibts auch noch andere Themen als Pokemon? z.B. Die holländische Entwicklung einer Atom-Festplatte. „Bei dieser Datendichte würden theoretisch alle jemals geschriebenen Bücher auf eine einzige Briefmarke passen“
    Aber egal...
  • maxi 27.07.2016 23:01
    Highlight Highlight An die zwei personen unter mir, grosse gefechts schiessanlagen werden selten komplett umzäunt ... An den wegen sind meist wachen, und auf dem ganzen gebiet sind rot weisse schiessfahnen aufgestellt. geht mal die anlage im eigental am pilatus anschauen, da kann man schön wandern an schiessfreien tagen;). Des weiteren frag ich mich sind die spieler taub? Man hört ja wenn geschossen wird??
  • cerritus 27.07.2016 21:18
    Highlight Highlight Die bessere frage ist doch wieso kommt man wärend des Spielen auf ein Militär gelände? Ist das nicht umzäunt? Oder kann man da so mirnichts dirnichts auf das Gelände Laufen?
    • Rümel-Krümel 27.07.2016 22:49
      Highlight Highlight Die Waffenplätze sind meistens nicht umzäunt, sondern nur die Zufahrtsstrassen gesperrt.
    • Tomlate 27.07.2016 23:24
      Highlight Highlight Bisher waren Warnschilder für den mündigen und verantwortungsbewussten Bürger ausreichend. Die Zeiten sind wohl vorbei.
  • Asmodeus 27.07.2016 21:04
    Highlight Highlight Ok.... eine kleine Idee. Nichts besonderes...

    Aber vielleicht sollte die Bundeswehr Bereiche in denen sie mit scharfen Waffen rumspielen auch absperren damit man da nicht einfach rein laufen kann?

    Also sowas wie Zäune und Mauern sollte auch die Bundeswehr kennen.
    • Furosimo 27.07.2016 23:05
      Highlight Highlight So ein schiessplatz ist in der schweiz normalerweise nie umzäunt. Es hat höchstens ein paar barrieren und sperren. Ich hatte in der rs auch schon wanderer oberhalb des zielhangs, war relativ gefährlich...

Paukenschlag von Nintendo: «Mario Kart» kommt für Smartphones

Nintendos neue Konsole Switch bricht Verkaufsrekerode, der Online-Dienst der Switch startet im September, Mario kommt als Animationsfilm ins Kino und ach ja, Nintendo bringt endlich «Mario Kart» auf Smartphones.

Es sind News, die wohl jeden Nintendo-Fan begeistern dürften: Der japanische Spielegigant hat soeben verkündet, dass man die seit über 25 Jahren populäre Spieleserie «Mario Kart» zum ersten Mal auf Smartphones bringen wird.

Auf Twitter schreibt Nintendo, dass «Mario Kart Tour» für Smartphones in Entwicklung sei und das Spiel bis spätestens März 2019 erscheinen wird.

Nintendo entwickelt seine Spiele seit 2015 auch für Smartphones. Der grösste Mobile-Hit der Japaner war bislang «Super Mario …

Artikel lesen
Link to Article