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Review: «Civilization: Beyond Earth»

Erst dachte ich, das neue «Civilization» sei ein Witz. Dann wurde ich süchtig

13.11.2014, 14:3013.11.2014, 15:09

Als ich Civilization – Beyond Earth installiert hatte, dachte ich anfangs, dass mich hier jemand hochnimmt. Das soll der neueste Teil des legendären Aufbauspiels sein? Alles sieht aus wie beim Vorgänger, bloss grafisch wurden minimale Änderungen vorgenommen. 

Der Game-Trailer.

Es gibt Städte, die mit zunehmendem Wachstum mehr Felder in der Umgebung in ihren Einflussbereich ziehen. Mit Arbeitern können diese Felder erweitert werden – wie früher steigern Farmen oder Minen den Ertrag. Die Arbeiter hantieren heute bloss mit grossen Roboterarmen herum, doch sonst ist alles beim Alten.

Altbekanntes Muster: Die Städte mit ihren Einzugsgebieten.
Altbekanntes Muster: Die Städte mit ihren Einzugsgebieten.
bild: 2k

Die nähere Umgebung auf der Karte wird erst erkundet, bevor Siedler ausgesandt werden, um Plätze an gewinnträchtigen Stellen zu besetzen. Statt Tieren wie auf der Erde können dort etwa merkwürdige Chitin-Wesen domestiziert oder Xenomass abgebaut werden. Auf den ersten Blick hat sich also kaum etwas verändert. 

Ein Späher erreicht eine Raum-Rakete, die wertvolle Ressourcen bereithält.
Ein Späher erreicht eine Raum-Rakete, die wertvolle Ressourcen bereithält.
bild: 2k

Auch die Völker gibt es noch – wie einst auf der alten Erde. Jedes hat seinen Vorteil: Die Asiaten sind etwa besonders produktiv, während die Franko-Iberer einen Kultur-Bonus bekommen. Was ist also wirklich neu?

Da wären zum einen orbitale Einheiten, die über Städten positioniert werden können und diverse Aufgaben übernehmen. Sie können beispielsweise die Umgebung einer Stadt vom Miasma, einer schädlichen Alien-Substanz reinigen, die Karte aufdecken oder Einheiten angreifen. 

Ein aufdringliches Alien macht Bekanntschaft mit einem orbitalen Laser.
Ein aufdringliches Alien macht Bekanntschaft mit einem orbitalen Laser.
bild: 2k
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Doch dieses Novum ist ebenso wenig überwältigend wie der neue Technologie-Baum. Der ist zwar sehr ausführlich und bietet Möglichkeiten, das eigene Volk militärisch, wissenschaftlich oder produktiv auszurichten. Alles in allem nehme ich mein erstes Spiel mit einiger Enttäuschung auf.

Ansicht der Oberfläche, in der die Orbitalwaffen kontrolliert werden.
Ansicht der Oberfläche, in der die Orbitalwaffen kontrolliert werden.
bild: 2k

Und dann setzte der «Civilization»-Effekt ein. 

Ich gründe mit meinen Asiaten ein bescheidenes Reich, das sich mehr und mehr ausdehnt, bis es an die Imperien der Afrikaner und der Franko-Iberer grenzt. Ich weiche auf einige noch unbesiedelte Inseln aus, als ich neue Jagdgründe für meine wackeren Schützlinge suche. 

Flugzeuge greifen ein grosses Seemonster an.
Flugzeuge greifen ein grosses Seemonster an.
bild: 2k

Ich ertrage die blöden Bemerkungen meiner Nachbarn, die meinen, mich allenthalben warnen zu müssen. Eigentlich bin ich ja nicht so begeistert von dem Game und habe bald auch anderes zu tun, aber ich will bloss noch den einen Zug machen. Und dann bloss noch schnell die Panzer verbessern. Und dann nur noch ganz schnell die Gegend um die Hauptstadt ausbauen. Und dann ...

... ist es viel zu spät und alle Arbeit muss aufgeschoben werden. Ähnlich ergeht es mir, als ich mich das nächste Mal an das neue «Civilization» setze. Und das nächste Mal. Insofern hat sich an diesem Spiel wirklich überhaupt nichts geändert. Wer Aufbau-Freak ist, wird seinen Spass haben, aber ob man für derart wenig Neues rund 65 Franken dafür zahlt, muss jeder für sich selbst entscheiden.

Wir haben die PC-Version von «Civilization: Beyond Earth» getestet, die uns 2K zur Verfügung gestellt hat.

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