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Review

2,4 Tage soll der Akku des Huawei-Handys durchhalten. Stimmt das? Wir haben's geprüft

Mit dem Mate 9 hat Huawei ein Smartphone am Start, das vor allem mit der Kamera und einem riesigen Akku punkten will. Wir haben den Akku einem umfangreichen Test unterzogen, denn ohne Strom nützt auch die beste Kamera nichts.



4000 mAh, so viel fasst die Batterie, die Huawei in seinem neusten Smartphone verbaut hat. Das sind ganze 1000 mAh mehr als im Galaxy S7 von Samsung und auch das iPhone 7 Plus erreicht mit 2900 mAh nicht annähernd die Kapazität des Mate 9.

Huawei wird auch nicht müde, auf die Akkukapazität seines jüngsten Sprosses hinzuweisen. Ganze 2,4 Tage soll das Mate 9 bei durchschnittlicher Nutzung ohne Stromkabel auskommen. Sollte das Gerät doch einmal an die Steckdose müssen, sorgt der «Power Adapter» dafür, dass man innerhalb von 20 Minuten wieder genug Strom für einen ganzen Tag hat.

Klingt zu schön, um wahr zu sein? Haben wir uns auch gedacht und das Mate 9 darum einem umfangreichen Akkutest unterzogen.

Was heisst eigentlich «durchschnittliche Nutzung»?

Fast zweieinhalb Tage müsste ich ohne Ladekabel auskommen, wenn ich das Gerät nur durchschnittlich nutze. Nur, was bedeutet das genau? Ab wann bin ich kein durchschnittlicher Nutzer mehr? Diese Frage kann ich euch leider nicht beantworten. Dennoch habe ich versucht, drei verschiedene Szenarien zu gestalten, damit ihr einen Anhaltspunkt habt, wie lange das Mate 9 bei euch in etwa durchhalten würde.

Die Ausgangslage:

Das Mate 9 wird jeden Morgen um 06.00 Uhr mit einem vollen Akku in Betrieb genommen. Auf dem Gerät sind nebst den vorinstallierten Anwendungen auch noch zusätzliche Apps installiert worden. Darunter befinden sich auch äusserst stromhungrige Programme wie zum Beispiel Facebook, WhatsApp oder Twitter. Um 18.00 Uhr wird die aktuelle Akkustandsanzeige via Screenshot festgehalten.

Die Resultate:

Der Gelegenheitsnutzer

Huawei Mate 9

Abends um 18.00 Uhr bleiben 71 Prozent Restenergie im Akku.   Bild: watson.ch

Du hast dein Smartphone zwar immer dabei, nutzt es aber höchstens, um kurz was im Internet nachzuschlagen, oder um ein paar Minuten Musik zu hören. Am Morgen, Mittag und Abend liest du auf deinem Handy rasch die interessantesten News auf watson, checkst deine E-Mails und bist vielleicht noch kurz auf Facebook. Du hast zwar einen Messenger wie WhatsApp installiert, schreibst aber nicht sonderlich viel.

Der Durchschnittsnutzer

Huawei Mate 9

Abends um 18.00 Uhr bleiben 57 Prozent. Bild: watson.ch

Das ist also der durchschnittliche Nutzer, wie ich ihn definiere. Ob er sich mit dem von Huawei deckt, kann ich nicht sagen. Jedenfalls surfst du jeden Tag mindestens zwei Stunden kreuz und quer durchs World Wide Web und streamst dabei Musik von Diensten wie Spotify oder Deezer. Du öffnest regelmässig Apps wie Facebook, Instagram oder Reddit und schreibst den ganzen Tag mit deinen Freunden in WhatsApp. Du bist zwar oft am Smartphone, legst es aber zwischendurch auch einmal für ein Weilchen zur Seite.

Der Vielnutzer

Huawei Mate 9

Abends um 18.00 Uhr bleiben 39 Prozent. Bild: watson.ch

Du hast dein Smartphone permanent in Gebrauch. Du surfst praktisch in jeder freien Minute im Internet, öffnest andauernd deine Lieblings-Apps, streamst Musik, Serien oder Filme und das alles noch möglichst gleichzeitig. In WhatsApp schreibst du dir die Finger wund und wenn du ein Laptop dabei hast, nutzt du dein Smartphone als Hot-Spot, damit du auch auf deinem Notebook ins Internet kannst.

Umfrage

Welchem Nutzerprofil würdest du dich am ehesten zuordnen?

  • Abstimmen

1,080

  • Gelegenheitsnutzer22%
  • Durchschnittsnutzer55%
  • Vielnutzer21%
  • Keines davon1%

Wie viel Power hat der «Power Adapter» wirklich?

Natürlich habe ich auch den neuen Ladeadapter von Huawei unter die Lupe genommen. 20 Minuten aufladen soll also für einen ganzen Tag reichen? Schwer zu messen. Da kann ich mit Huaweis zweiter Angabe schon weitaus mehr anfangen: 30 Minuten Ladezeit reichen aus, um das Smartphone auf 58% zu bringen.

Power Adapter des Mate 9

Bereits in der Grösse unterscheidet sich der «Power Adapter» von einem normalen Adapter. bild: watson.ch

Power Adapter des Mate 9

Bild: watson.ch

Ob man in 30 Minuten tatsächlich 58% schafft, habe ich in einem Selbstversuch getestet.

Wie viel schafft das Mate 9 in 30 Minuten?

Animiertes GIF GIF abspielen

So viel Energie hat der Akku nach 30 Minuten am Power Adapter.   gif: watson.ch

In meinem Selbstversuch schafft das Mate 9 also 57% in 30 Minuten. Somit kann man also sagen, dass Huawei sein Versprechen hier tatsächlich einhält. Ist das Display beim Ladevorgang ausgeschaltet und zusätzlich noch der Flugmodus aktiv, dürfte der Ladevorgang sogar noch einige Prozent mehr aus dem «Power Adapter» herauskitzeln.

Ein weiterer, erfreulicher Punkt ist, dass das Mate 9 erst bei einem Akkustand von 2% das Herunterfahren des Geräts erzwingt. Andere Smartphones schalten sich zum Teil bereits bei 9% oder gar 15% aus.

huawei mate 9

Bei drei Prozent läuft noch alles rund, bei zwei Prozent ist dann aber Schluss. bild: watson.ch

Obwohl das Gerät bereits bei 20% in den extremen Energiesparmodus wechselt, lassen sich alle Apps und Funktionen des Mate 9 noch vollumfänglich nutzen. Vor allem stromintensive Prozesse wie zum Beispiel die Hintergrundsynchronisation von Apps werden unterbrochen. Somit erhält man zwar keine Push-Benachrichtigungen mehr, aber der Akku hält noch einmal einige Zeit durch, sogar wenn man dabei im Internet surft.

Fazit

Wer das Huawei Mate 9 wirklich nur selten benutzt, könnte mit einer Akkuladung tatsächlich mehr als zwei Tage über die Runden kommen. Dennoch denke ich, dass kaum jemand, der sein Smartphone so wenig benutzt, ein Mate 9 kaufen wird. Aber auch wenn du ein Vielnutzer bist, musst du dir mit dem Mate 9 keine Sorgen machen, das dir vor dem Feierabend der Saft ausgeht. Sollte es doch einmal etwas knapp werden, hat man innert zehn Minuten wieder genug Akku, um es zumindest ohne Probleme bis nach Hause zu schaffen.

Huawei hat es mit seinem Mate 9 tatsächlich geschafft, ein Smartphone abzuliefern, das Personen, die Wert auf einen ausdauernden Akku legen, nicht enttäuschen wird.

Hinweis: Das Testgerät wurde uns von Huawei zur Verfügung gestellt. Die Farbe dieses Testgerätes (Champagne Gold) ist in der Schweiz offiziell nicht erhältlich.

Das taugt das Huawei Mate 9 im Praxis-Test

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23
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23Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schwerthans 30.11.2016 21:23
    Highlight Highlight Also mein iphone 7 plus ist seit 23h weg von der steckdose und hat noch 78%
    So ein knüller scheint die akkulaufzeit des mate 9 wohl nicht zu sein...
    • Schwerthans 01.12.2016 12:02
      Highlight Highlight Liebe Blitzers... warum so viele Blitze? 😳
  • Turist 30.11.2016 18:38
    Highlight Highlight Ich habe seit zwei Jahren das Huawei P8. Der Akku hält immernoch ca 1,5 Tage bei häufigem Gebrauch. Und das Beste ist, dass das Aufladen des völlig leeren Akkus nur 1,5 Stunden dauert. Finde die Huawei-Geräte klasse.
  • Tschaesu 30.11.2016 18:23
    Highlight Highlight Als Gelegenheitsnutzer, Wlan/Bluetooth/GPS aus, reicht der Akku meines Sony Xperia Z3 mehrere Tage.. Denke das Huawei wäre bei mir auch sehr gut aufgehoben :)
    • one0one 01.12.2016 00:31
      Highlight Highlight Z3 compact... Eigentlich mag ich Sony eher weniger als Hersteller aber dieses Handy... Akkulaufzeit und Formfaktor 😍
  • Yippie 30.11.2016 17:35
    Highlight Highlight Im Fazit fehlt mir die Beantwortung der Ausgangsfrage bezueglich den 2.4 Tagen. Daher hier noch das Resultat dazu:

    Gelegenheitsnutzer ca. 3.4 Tage
    Durchschnittsnutzer ca. 2.3 Tage
    Vielnutzer ca. 1.6 Tage
  • Psychonaut1934 30.11.2016 16:27
    Highlight Highlight Warum immer alles abschalten? Da könnte ich gleich meinen alten Knochen von anno dazumal bleiben. Bei mir ist auch immer alles eingeschaltet. Für das ist ein Smartphone doch da.
  • StealthPanda 30.11.2016 14:21
    Highlight Highlight Ach die guten alten Zeiten wo ich mein 3310 am morgen ausgesteckt habe und eine Woche später mein Ladegerät suchen musste.
    • Pasch 30.11.2016 16:58
      Highlight Highlight Ach ja wie schön es doch war besonders die Abrechnungen wo jede einzelne SMS aufgeführt war und der Betrag dahinter und die Summe unten.... wuähhhh
    • Bruno S.1988 30.11.2016 17:43
      Highlight Highlight Es haltet dich niemand davon ab wieder auf ein 3310 umzusteigen!
    • StealthPanda 30.11.2016 18:35
      Highlight Highlight Was abrechnung?! Pre- Paid. Als man noch zur freundlichen Kiosk Frau ging um sich ein Chärtli von 10Fr. zu holen. Da konnte ich wenigstens an 2 Sachen rubbeln xD
  • Gabbo 30.11.2016 13:39
    Highlight Highlight Tipp:

    Wenn man die Funktion Bluetooth ausschalten würde, wäre der ganze Test etwas aussagekräftiger.. :D

    • Pascal Scherrer 30.11.2016 13:53
      Highlight Highlight Wieso? Jetzt weisst du, dass das Mate 9 ohne Bluetooth noch länger durchhält.

      Ausserdem entspricht ein Test mit eingeschaltetem Bluetooth und auch Wlan und durchaus einer normalen Alltagssituation, weil die wenigsten Nutzer das nur dann einschalten, wenn sie es wirklich brauchen.
    • TanookiStormtrooper 30.11.2016 14:44
      Highlight Highlight Also ich mach Bluetooth wirklich immer aus, wenn ich es nicht brauche, da spart man schon ordentlich Saft... also ich zumindest.
    • TheMan 30.11.2016 14:46
      Highlight Highlight Ich schalte das WLan immer aus, wen ichs nicht brauche. Bluethooth ist immer aus, GPS auch. Und 4G wird nur Benützt wens gebraucht wird. Bin ich der Einzige?
    Weitere Antworten anzeigen
  • Karl Marx 30.11.2016 13:37
    Highlight Highlight Mein Oukitel K6000Pro hält auch 3 Tage. Kostenpunkt 150 USD.
    • Evan 30.11.2016 18:41
      Highlight Highlight Hast du das Ding schon länger als ein halbes Jahr? Keines dieser China Handys hat bei mir mehr als 4 Monate überstanden, und ich hatte schon 5 Stück.
    • Karl Marx 01.12.2016 15:11
      Highlight Highlight Habe alle oneplus, funktionieren alle noch top.

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Huawei war in den letzten Wochen, Trump sei Dank, praktisch ununterbrochen in den Schlagzeilen. Die Sperre der USA hat die Preise der neusten Huawei-Smartphones purzeln lassen. Das Embargo ist inzwischen teils aufgehoben und laut Huawei braucht sich niemand Sorgen zu machen, dass ein momentan oder bislang gekauftes Gerät aufgrund der Sanktionen unbrauchbar wird.

Da passt es doch gut, dass ich das Huawei P30 Pro in den letzten zwei Monaten ausgiebig testen konnte. Und um das Ganze noch etwas …

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