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Neue Referenz oder billiger Abklatsch?

Review

Ist «Titanfall» der gelobte «Call of Duty»-Killer oder doch nur ein weiterer lauwarmer Multiplayer-Shooter?

Riesige Kampfroboter und Soldaten, die Wände entlang rennen können. Bietet «Titanfall» genug Abwechslung und Innovation, um den Verkaufsschlager «Call of Duty» vom Multiplayer-Thron zu stossen?

Microsoft erhofft sich viel von «Titanfall». Die Werbemaschine läuft auf Hochtouren. Bevor das Spiel nächsten Monat für die breite Masse der Xbox-360-Spieler erscheint, sollen noch möglichst viele User Richtung Xbox One gelockt werden. Viele prophezeiten, dass «Titanfall» zum nächsten «Call of Duty» wird. Die Shooter-Serie dominiert mit ihren jährlichen Ablegern die Verkaufscharts. «Titanfall» könnte dies ändern.

Video: YouTube/EA

Die Abwechslung macht's

Das Spielprinzip von «Titanfall» ist das gleiche wie bei «Call of Duty». In fünf verschiedenen Spielmodi wie «Capture the Flag» oder «The Last Titan» versucht man in Teams von je sechs Spielern, die Gegner mit Waffengewalt zu unterwerfen. «Call of Duty» hat dabei auf dem Papier klar die Nase vorn – mit mehr Karten, Spielern und Spielmodi. Zudem lässt sich «Titanfall» ausschliesslich online spielen und besitzt nur eine rudimentäre Kampagne. 

Dafür bieten die riesigen Roboter (Titanen) und die Soldaten, die per Jetpack an Wänden entlang rennen können und wie Super Mario Doppelsprünge vollführen, ein völlig neues Spielgefühl. Durch die Bewegungsfreiheit der Soldaten und die langsamen, dafür mächtigen Titanen, ergibt sich eine ganz eigene Dynamik.

Titanfall

Bild: EA

Knallt's denn auch schön?

«Call of Duty» ist bekannt für massenhaft Action. Und keine Angst: Bei «Titanfall» spürt man bereits nach fünf Minuten, dass die Entwickler früher selbst an «CoD» gewerkelt haben. Das Tempo ist hoch, die Action konstant. Wer stirbt, steht Sekunden später wieder mitten in der Schlacht. 

Für viel Rums sorgen die Titanen. Mit unterschiedlichen Waffen ausgestattet, können sie auf verschiedene Weisen gespielt werden. Trotz ihrer Übermacht müssen sie sich auch vor Fusssoldaten in Acht nehmen. Ein kurzer Sprung reicht, um sich am Rücken eines Roboters festzuklammern und ihn mit dem Gewehr zu bearbeiten. Dagegen gibt es nichts Befriedigenderes, als einem beschädigten Titanen den Piloten aus der Brust zu reissen und quer durch den Level zu schleudern.

Die Killstreaks aus «Call of Duty» für erfolgreiche Abschüsse wurden in «Titanfall» durch einmalig einsetzbare Burn Cards ersetzt.

Bild: Softpedia



Ich will sofort einsteigen und loslegen

Was viele bei der «Battlefield»-Serie abschreckt, ist die Komplexität. Die Lernkurve ist durch die zahlreichen Fahrzeuge steiler als bei «Call of Duty». Auch das erfolgreiche Manövrieren der Titanen will gelernt sein. Die Steuerung bleibt aber jederzeit überschaubar, so dass der Einstieg auch Neulingen leicht fallen sollte. Durch die vielen computergesteuerten Gegner hat man zudem immer etwas vor der Flinte und fühlt sich selbst dann als Gewinner, wenn man am unteren Ende der Tabelle gastiert. 

FILE -- This file photo provided by Electronic Arts/Respawn Entertainment shows a scene from the video game,

Bild: AP/Electronic Arts/Respawn Entertainment

Eins auf die Ohren und die Augen

Grafisch ist «Titanfall» zwar keine Granate, braucht sich aber auch nicht hinter der Konkurrenz zu verstecken. Die Levels sind mit Liebe gestaltet und langweilen nicht schon beim zweiten Mal spielen. Die Soundkulisse ist top. Vom Krachen der Gewehre bis zum Aufprall, wenn ein Titan zur Erde donnert, wird den Ohren geschmeichelt. 

Ein titanischer Spass

Während ich die «Call of Duty»-Serie seit ein paar Jahren in der Hoffnung ruhen lasse, man möge wieder mal etwas freches und neues probieren, bringt «Titanfall» frischen Wind in das Genre der Multiplayer-Shooter. Zwar entfernt man sich nicht zu weit von der Erfolgsformel, die Bewegungsfreiheit und die mächtigen Titanen sorgen aber für genügend Abwechslung, um den Neuzugang zu rechtfertigen. Wer gerne virtuell Krieg spielt, dem sei «Titanfall» wärmstens ans Herz gelegt.

Titanfall

Bild: Mp1st

«Titanfall» ist erhältlich für die Xbox One und den PC. Die Xbox-360-Version wurde am Mittwoch auf den 10. April verschoben. Getestet wurde die PC-Version.

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