Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
The Samsung Galaxy Note 9 is shown in this photo, in New York, Tuesday, Aug. 7, 2018. Samsung's Note phones are niche products for heavy-duty consumers, especially those who use their phones heavily for work on the go. (AP Photo/Richard Drew)

Mit dem Note 9 fordert Samsung Apples iPhone X heraus. Auch preislich ... Bild: AP

Das musst du über das Galaxy Note 9 von Samsung wissen

Von allem ein bisschen mehr als bisher – nach diesem Prinzip haben die Südkoreaner ihr neues Smartphone-Topmodell konstruiert.

Matthias Kremp / spiegel online



Ein Artikel von

Spiegel Online

Im Anschluss an den Artikel findest du Hands-on-Videos aus New York von The Verge und Co.

Bis zu ein Terabyte Speicher bekommt das Galaxy Note 9, jenes Smartphone also, das Samsung am Donnerstagabend in New York vorgestellt hat. Ein Terabyte, das sind 1024 Gigabyte und rund viermal mehr Speicherplatz, als in den meisten heute üblichen Notebooks steckt. Denn die werden in der Regel mit SSDs bestückt, die 256 Gigabyte fassen. Ein Terabyte ist also verdammt viel, vor allem in einem Smartphone.

Wobei die Zahl, mit der der koreanische Konzern wirbt, etwas irreführend ist. Auf ein Terabyte kommt man beim Galaxy Note 9 nur, wenn man es per Speicherkarte um 512 Gigabyte erweitert. Tatsächlich nämlich liefert Samsung das neue Handy in der Topversion mit maximal 512 Gigabyte aus.

Aber auch das ist sehr beachtlich und beispielsweise doppelt so viel, wie Apple ins iPhone X steckt. Der Riesenspeicher hat allerdings auch seinen Preis: Mit 512 GB kostet das Note 9 immerhin 1349 Franken. Die Einstiegsvariante mit 128 GB ist 300 Franken billiger, dürfte aber auch noch genug Speicher für die meisten Nutzer bieten.

Mehr Akkuleistung ohne mehr Akku

Abgesehen von notorischen Musik- und Videosammlern dürfte für die meisten Anwender ohnehin eine andere Neuerung wichtiger sein: der Akku. Dessen Kapazität hat Samsung gegenüber dem des Galaxy Note 8 von 3300 auf 4000 Milliamperestunden (mAh) erhöht, ohne dass er dabei grösser geworden wäre.

Samsung macht keine konkreten Angaben, wie lange das Gerät damit durchhält, verspricht nur, es werde einen Tag lang reichen. Eine sehr vorsichtige Aussage. Bei massvoller Nutzung dürfte dieser Akku deutlich länger als nur einen Tag halten. Das ist genau die Art von Fortschritt, die man sich seit langem für Akkus gewünscht hat: mehr Ausdauer bei unveränderten Massen.

Das Wichtigste in der Bildstrecke

Dass ausgerechnet der Akku so drastisch verbessert wurde, lässt aber auch an das Desaster mit dem Note 7 denken. Dessen Stromspeicher waren 2016 bei einigen Geräten in Brand geraten. Fluggesellschaften weltweit verboten ihren Kunden daraufhin, solche Geräte an Bord zu benutzen. Samsung startete eine Rückrufaktion, nahm das Note 7 schliesslich ganz vom Markt und musste mehrere Milliarden Dollar abschreiben.

Schreib, Stift!

Die dritte Neuerung ist der für die Note-Serie typische S-Pen, ein Stift, mit dem man auf dem Bildschirm schreiben und zeichnen oder den man einfach als Ersatz für einen Finger nehmen kann. Während diese Stifte bisher nur direkt auf dem Bildschirm des Samsung-Smartphones funktionierten, kann das neue Modell aber auch via Bluetooth aus der Entfernung benutzt werden.

Ein kleiner Kondensator im Stift übernimmt dabei die Stromversorgung des Bluetooth-Moduls. Binnen 40 Sekunden könne er im Handy auf seine volle Kapazität von 30 Minuten Laufzeit aufgeladen werden, sagt Samsung. Ist das erledigt, lässt sich mit der Seitentaste des Stifts beispielsweise der Kameraauslöser fernbedienen, was für Selfies praktisch sein könnte. Gezeigt wurde auch, wie der Stift benutzt wurde, um eine Powerpoint-Präsentation zu steuern.

Möglich ist Letzteres unter anderem, weil der Anschluss des Note 9 an einen PC-Monitor oder -Projektor über ein HDMI-Adapterkabel möglich ist. In diesem Modus lassen sich aber maximal fünf Apps parallel nutzen. Nur mit einer zusätzlichen Dockingstation können in diesem «PC-Modus» mehr Apps gleichzeitig laufen.

Die Kameras kennt man

Wenig Neues gibt es dagegen bei den Kameras. Die beiden Hauptkameras auf der Rückseite entsprechen weitgehend denen des Galaxy S9, sie haben eine Auflösung von jeweils zwölf Megapixeln. Eine davon ist als Weitwinkel-, die andere als zweifach vergrösserndes Teleobjektiv ausgelegt. Zwischen beiden kann man die Bildvergrösserung stufenlos regeln. Die Kombination der beiden Objektive ermöglicht sogenannte Bokeh-Effekte, also die scharfe Darstellung eines Motivs im Vordergrund vor einem unscharfen Hintergrund.

Neu ist an dem System im Note 9 nur, dass die Kamerasoftware mehr Szenen selbst erkennen und die Kamera entsprechend einstellen können soll. Ausserdem soll die Software selbst erkennen, wenn man bei der Aufnahme Fehler gemacht hat, also etwa bei einem Porträt die fotografierte Person die Augen geschlossen hat. Beim ersten Ausprobieren hat das leider nicht funktioniert.

Zwei Tage «Fortnite» exklusiv

Im Übrigen unterscheidet sich das Note 9 durch einen geringfügig von 6.3 auf 6.4 Zoll vergrösserten Bildschirm, der aber immer noch dieselbe Auflösung von 2960 x 1440 Pixel anzeigt und beim ersten Ausprobieren einen sehr guten Eindruck machte. Für reichlich Leistung sorgt ein gegenüber dem Vorgänger in der Leistung gesteigerter Samsung-Exynos-Prozessor mit acht Rechenkernen und einer Taktfrequenz von bis zu 2.7 Gigahertz.

Ein lustiges Extra: Das Smartphone-Spiel «Fortnite» wird ab heute exklusiv für Android-Smartphones kurzzeitig auf dem Note 9 und einige älteren Samsung-Smartphones zur Verfügung stehen. Allerdings nur für die zwei Tage nach der Präsentation des Note 9. Danach wird eine Betaversion für alle Android-Nutzer verfügbar gemacht.

100 Franken Austauschprämie

Wie bei Samsung-Smartphones üblich, beginnt mit der Vorstellung des Note 9 auch die Frist zur Vorbestellung des neuen Geräts, das am 24. August in den Handel kommen soll.

Als besonderen Anreiz bietet Samsung bis zum 23. August eine Austauschprämie: Wer ein Note 9 vorbestellt, kann sein altes Smartphone in Zahlung geben und bekommt zusätzlich zum aktuellen Ankaufspreis eine Prämie von 100 Franken angerechnet.

Ob sich das lohnt, sollte man sich freilich genau überlegen. Sprich: Vor dem Tausch sollte man vergleichen, was Samsung für das alte Handy zahlen will und was man dafür auf dem Gebrauchtmarkt bekommen könnte.

Wer sein Galaxy Note 9 vor dem 15. August unter preorder.samsung.ch bestellt, erhält dieses laut Medienmitteilung bis zu sieben Tage vor dem offiziellen Verkaufsstart.

Hands-on-Videos

The Verge

Play Icon

Video: YouTube/The Verge

Curved (deutsch)

Play Icon

Video: YouTube/CURVED

Marques Brownlee

Play Icon

Video: YouTube/Marques Brownlee

Engadget

Play Icon

Video: YouTube/Engadget

CNET

Play Icon

Video: YouTube/CNET

Abonniere unseren Newsletter

30
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
30Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • DailyGuy 10.08.2018 10:03
    Highlight Highlight Ihr schreibt hier vom Samsung-Exynos-Prozessor. Wird aber bei der Europäischen Version nicht der Snapdragon 845 eingesetzt? Also ich bin mir nicht sicher, deshalb frage ich.
    • DailyGuy 10.08.2018 13:08
      Highlight Highlight Ah ja, danke! Scheinbar haben wir sogar Glück hier in Europa. Der Exynos ist anscheinend in Sachen CPU als der Snapdragon.
  • x4253 10.08.2018 06:19
    Highlight Highlight Schade hat sich mein Lohn über die letzten 6 Jahre nicht im gleichen Umfang entwickelt wie der Preis der Galaxy Phones.
  • Tartaruga 10.08.2018 01:20
    Highlight Highlight Ich hab von iPhone auf Samsung gewechselt, weil es damals um einiges billiger war und mehr bot. Jetzt wird auch Samsung lächerlich teuer. Notes waren ja schon immer teurer aber auch das S8 oder S9 sprengten den vernüftigen Rahmen... So einen Preis kann man meiner Meinung nach mit Leistung oder Innovation nicht rechtfertigen.
  • Psychonaut1934 10.08.2018 00:37
    Highlight Highlight Bisschen fad hier, hatte mir mehr erhofft. Popcorn vergebens zubereitet.
  • sambeat 09.08.2018 22:58
    Highlight Highlight 1395.- ? Holy crab... naja, die neuste Technik hat ihren Preis! Kurios aber, dass alle Kommentatoren, welche beim Release des iPhone X immer über die überrissenen Apple-Preise-Aber-Die-Applejünger-Bezahlen-Es-Ja gefrotzelt haben, offenbar plötzlich in ihren Löchern verschwunden sind...
    • Klaudie 10.08.2018 08:51
      Highlight Highlight Na ja der Aufschrei war auch berechtigt, da Apple damit etwas los getreten hat, was uns alle teuer zu stehen kommt. Ich denke kaum, dass Samsung die eigenen Geräte so teuer gemacht hätte, wenn Apple es nicht vorgemacht hätte. Schließlich war das immer eines der Hauptargumente eine Samsung zu kaufen, da die Geräte mehr zu bieten haben aber weniger kosten.

      *Achtung Sarkasmus* Aber du hast recht, die Appeljünger sind ja bekannt dafür sich sehr kritisch über iPhones zu äußern und dann den Kauf des Gerätes verweigern. Da könnten die Samsung Sympathisanten echt eine Scheibe davon abschneiden.
    • sambeat 10.08.2018 10:45
      Highlight Highlight @Klaudie:
      Klar, Apple hat Schuld...
    • DailyGuy 10.08.2018 13:16
      Highlight Highlight @Klaudie:
      Apple reizt aus, das ist klar. Aber die Frage ist ob Samsung dieselbe Loyalität bei den Kunden hat wie Apple? Das wird sich erst noch zeigen.

      Jetzt aber Apple die Schuld in die Schuhe zu schieben, finde ich nicht korrekt. Samsung macht selber die Preispolitik. Apple kommt ja nicht und sagt: he, komm mach mal gleiche Preise wie ich. Das ist ganz alleine Samsungs Verantwortung.
    Weitere Antworten anzeigen
  • GustiBrösmeli 09.08.2018 21:58
    Highlight Highlight Specherkärtchen mit 512GB sind in dieser Form, welches Smartphones Platz bieten. So gar nicht vorhanden. Digitec kennt 512GB Karten nur bei den SDXC Karten. Doch Smartphones brauchen MicroSD Karten. Dort ist das Maximum momentan bei 256GB. Also sind die 1TB wunschdenken der Hersteller. Momentan aber nicht möglich.
    • osaliven 09.08.2018 22:22
      Highlight Highlight Doch gibt es

      https://www.integralmemory.com/product/smartphone-and-tablet-microsdhc-microsdxc-class-10-uhs-i-u1-memory-card

      Kostet dich zwar etwa 300-400 Dollar aber es gibt 512 GB bereits auf dem Markt.

      1 TB sind momentan noch nicht vorhanden, aber bis es die gibt ist auch nur eine Frage der Zeit. Somit hat Samsung das Note 9 einfach n bisschen mehr Future proof gemacht
    • xHascox 09.08.2018 22:42
      Highlight Highlight Sdxc geht doch auch in handys? Sdxc ist nicht der formfaktor.
    • glüngi 10.08.2018 15:00
      Highlight Highlight es existiert. samsung ist hersteller dieser karte. sie wird gleichzeitig wie das telefon auf den markt kommen und samsung plant alle speicherkarten günstiger anbieten zu können. kommt alles in der konferenz.
  • Raffaele Merminod 09.08.2018 21:22
    Highlight Highlight Das heisst also, wer das Note 8 hat, braucht den Note 9 nicht wirklich?
    • glüngi 10.08.2018 16:14
      Highlight Highlight absolut, jedes mal ein neues telefon kaufen ist sowieso unverantwortlich. nutze doch dein note 8 bis es tot ist. das schon die ressourcen.
  • m. benedetti 09.08.2018 20:59
    Highlight Highlight Hätte Samsung dieselbe Update-Politik beim Betriebssystem und den Sicherheitspatches wie Apple, könnte ich mir noch vorstellen so ein Gerät zu erwerben. Sagt mir liebes watson, sobald Samsung diesbezüglich denselben Standard wie Apple bieten kann.
    • Raffaele Merminod 10.08.2018 08:41
      Highlight Highlight Mittlerweile funktioniert das aber ganz gut. Jedenfalls mit den neuesten Smartphones von Samsung. Mein Note 8 hat die Updates jedenfalls immer sehr schnell erhalten.
      Ich glaube bei Samsung hat man da was gelernt.
    • Rumo 10.08.2018 14:36
      Highlight Highlight @ Raffaele Somit haben sie schon Android Pie installiert? ;)
    • Raffaele Merminod 11.08.2018 11:43
      Highlight Highlight @Rumo: das 1. August Sicherheitspatch konnte ich soeben installieren. Also nur 10 Tage nach Veröffentlichung.
      Pie wird sicher bald auch kommen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • flugsteig 09.08.2018 20:29
    Highlight Highlight 1349.- 😂😂😂
    Und wenn das nächste Iphone kommt schreien wieder alle das Apple viel zu teuer sei im Vergleich mit Samsung.
    • nononono 10.08.2018 00:04
      Highlight Highlight Ja, dass ist meiner Meinung nach auch zu teuer, aber das iPhone X mit 64 GB kostete soweit ich weiss ca.1200.- was doch nochmal fast 150.- mehr sind.
  • Vinnie 09.08.2018 20:24
    Highlight Highlight Das musst du darüber wissen: Es ist kein iPhone
    • Raffaele Merminod 10.08.2018 08:41
      Highlight Highlight Ein Kaufkriterium mehr.

Wir haben die Smartphone-Tastatur ein Leben lang falsch bedient

Es gibt für alles eine Lösung. Zumindest in der Handywelt.

Es ist wirklich eine nervige Situation: Da hat man sich vertippt, will ein bereits fertiggeschriebenes Wort im Satz nochmal ändern. Und? Man kommt nicht hin!

Grosse Finger, kleines Smartphone – das richtige (oder eben falsche) Satzzeichen zu erwischen, ist oft gar nicht so leicht. Zur Rettung schreitet: Krissy Brierre-Davis.

Die amerikanische Food-Bloggerin entdeckte am Wochenende ein kaum bekanntes iOS-Feature (das auch für Android …

Artikel lesen
Link to Article