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Diese 5 Beispiele zeigen: Die Schweizer treiben die Digitalisierung voran

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Jaja, die nette kleine Schweiz mit ihrem Käse, dem Gold und den Taschenmessern. Dabei haben wir bei noch ganz anderen Dingen ein ordentliches Wörtchen mitzureden. Zum Beispiel bei der Digitalisierung. Denn was unsere schlauen Köpfe so alles austüfteln, hat weltweit Gewicht.

Supercomputer Piz Daint

Die Tower des Supercomputers

Bild: KEYSTONE

Er ist der schnellste Computer in Europa und der drittschnellste der Welt – der Supercomputer Piz Daint in Lugano. Einzig zwei Systeme aus China sind aktuell noch leistungsfähiger.

Supercomputer sind für die moderne Wirtschaft, Wissenschaft und Forschung essentiell. Leistungsstarke Computersysteme werden für hochauflösende, rechenintensive Simulationen eingesetzt.

epa04135111 A view of the 'Piz Daint' Supercomputer at the Swiss National Supercomputing Centre in Lugano, 21 March 2014. The Swiss National Supercomputing Center (CSCS) announced 21 March that the upgraded Cray XC30 supercomputer 'Piz Daint', in operation at CSCS since April 2013, has exceeded petaflops sustained performance in scientific production runs. At the same time 'Piz Daint' demonstrates significant improvements in the energy efficiency. This important milestone will enable researchers to study more detailed models with higher accuracy.  EPA/KARL MATHIS

Bild: EPA/KEYSTONE

Unter anderem kommt der Piz Daint für Berechnungen in der Astrophysik und Medizin zum Einsatz. Aber auch scheinbar triviale Dinge – wie die Berechnung von Verkehrsströmen oder Wetterphänomenen – erfordern eine sehr hohe Rechenleistung.

Der Piz Daint ist seit 2017 auch ein wichtiger Bestandteil einer internationalen Forschungskooperation. Dank der Teilnahme am «Programm Partnership for Advanced Computing in Europe» (PRACE) erhalten ausländische Forscher ebenfalls Zugriff auf den Supercomputer. Im Gegenzug profitieren Schweizer Wissenschaftler von Zugängen zu anderen europäischen Grossrechnern.

Gleich geht's weiter mit der Digitalisierung made in Switzerland, vorher ein kurzer Hinweis:

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Und nun zurück zur Story ...

Disney Research Center

Die Walt Disney Company ist ein gigantisches Konglomerat aus Hunderten von Marken und Brands und erwirtschaftet jedes Jahr Milliardenbeträge. Damit das so bleibt, betreibt Disney eigene Forschungslaboratorien. Einer von nur drei Standorten befindet sich in Zürich.

In Zusammenarbeit mit jungen Ingenieuren und Doktoranden wird dort an den neusten technischen Unterhaltungsmöglichkeiten getüftelt. Dies umfasst neben der Robotik auch digitale Bereiche.

Animiertes GIF GIF abspielen

Auch dieser bekannte Roboter wurde bei Disney Research entwickelt – allerdings nicht in Zürich. gif: Disney via giphy

Beispielsweise wird an neuen Möglichkeiten geforscht, wie man Materialien am Computer noch realistischer darstellen kann. Dafür analysieren die Beteiligten die Materialien bis auf die Molekularebene. Anschliessend entwickeln sie Algorithmen, welche die Eigenschaften der untersuchten Materialien virtuell möglichst perfekt nachstellen können.

Beispielsweise die verschiedenen Eigenschaften von Schnee:

Animiertes GIF GIF abspielen

gif: Disney

Techniken, die vom Disney Research Center in Zürich entwickelt wurden, kamen unter anderem in den Animationsfilmen «Rapunzel» (Lichteffekte), «Die Eiskönigin» (Schnee) und «Big Hero 6» (Rauch und Wolken) zum Einsatz.

Bestmile

epa05072479 A self-propelled self driving shuttle bus in Sion, Switzerland, 17 December 2015. CarPostal, the city of Sion and the canton of Valais presented two shuttle buses which in spring 2016 will begin transporting passengers.  EPA/SEDRIK NEMETH

Bild: EPA/KEYSTONE

Geht es nach der Lausanner Firma Bestmile, reisen wir schon bald in selbstfahrenden Autos durch das Land. Damit das möglichst schnell vonstatten geht, bietet das Unternehmen diverse cloudbasierte Softwarelösungen an, um Fahrzeugflotten zu automatisieren.

Diese sollen es beispielsweise Taxifirmen erleichtern, ihre Fahrzeugflotten zu managen. Bestmile hilft den Firmen, ihre Fahrzeugflotten live zu verfolgen und plant jeweils automatisch die optimale Route. Desweiteren melden die Autos, wann ein Service nötig ist und sogar ob das Auto wieder einmal geputzt werden sollte.

Selbstfahrende Autos
https://bestmile.com/solutions/#robotaxi

Bild: bestmile

Selbstfahrende Autos, die mit der Software von Bestmile gemanaged werden, sind bereits weltweit im Einsatz. Auch in der Schweiz gab es bereits ein Pilotprojekt. In Zusammenarbeit mit Postauto wurde 2016 in Sitten das Smart Shuttle testweise auf die Strasse gebracht.

Obwohl es im Herbst 2016 einen kleinen Zwischenfall mit einem dieser selbstfahrenden Busse gab, kamen sie insgesamt gut an. Bisher haben die selbstfahrenden Smart Shuttles über 25'000 Personen transportiert.

So sind die selbstfahrenden Postauto-Busse angekommen

Video: srf

Apelab

Apelab

Bild: Apelab

2017 hat der Technikriese HTC weltweit 26 Unternehmen ausgesucht, die dabei unterstützt werden sollen, ein globales VR- und AR-Ökosystem aufzubauen. Ein einziges Unternehmen aus Europa hat es in diese illustre Auswahl geschafft: Apelab aus Genf.

Das junge Unternehmen hat mit seiner Vision überzeugt, das Erstellen von Virtual-Reality- und Augmented-Reality-Inhalten auch Laien zugänglich zu machen. Dabei werden keinerlei Programmierkenntnisse vorausgesetzt.

htc vive

Natürlich will HTC so vor allem seine eigene VR-Brille HTC Vive unterstützen. bild: htc

Möglich machen soll dies ein Programm namens «Spatial Stories». Das Programm ist ein bisschen wie eine Art Baukasten, in welchem Leute experimentieren können. Unter anderem per Drag-and-Drop stellen User ihre interaktiven Anwendungen zusammen. Am Schluss kann man das Programm ganz einfach für verschiedene Plattformen exportieren.

Zwar befindet sich «Spatial Stories» noch immer in einer Beta-Phase, doch ein erstes Game wurde bereits darauf erstellt. Es stammt von Apelab selbst, nennt sich «Break a Leg» und ist unter anderem auf der Samsung Gear verfügbar.

Trailer zu «Break a Leg»:

abspielen

Video: YouTube/VR and Fun

Codillion

Codillion ist eine noch junge Firma, die seit 2016 versucht, Kinder zwischen fünf und zwölf Jahren spielerisch in die digitale Welt einzuführen. Dabei soll ihnen vor allem gezeigt werden, dass Computer mehr sind als nur Maschinen zum Gamen.

Vor allem «Computational Thinking», eine wichtige Kompetenz in der Welt des 21. Jahrhunderts, soll geschult werden. Der Begriff bezeichnet die Fähigkeit, mit digitalen Technologien und Werkzeugen gewandt umzugehen und Problemstellungen so zu bearbeiten, dass sie mit Hilfe digitaler Geräte gelöst werden können.

In den speziellen Kursen lernen die Kinder beispielsweise, einem Roboter einfache Befehle einzuprogrammieren oder sie bauen einen Computer aus Papier. Laut Gründerin Marloes Caduff ist es dabei wichtig, dass die Kinder Spass haben und die digitale Welt spielerisch entdecken.

Doch auch ein verantwortungsvoller Umgang soll den Kindern so beigebracht werden. Damit das gelingt, wird unter anderem die Zeit, die Kinder vor dem Bildschirm sitzen dürfen, während den Kursen beschränkt.

Mach mit!
Und so funktioniert der nationale Ideenwettbewerb, bei dem du mit deiner Idee zur Digitalisierung eine Weltreise gewinnen kannst.
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So funktioniert Kleider nähen im digitalen Zeitalter

Video: watson

Die grössten Produkte-Flops der Geschichte

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