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Das sagt der Swisscom-Chef zu Huawei-Verkaufsstopps und 5G-Handys



Trotz Sanktionen der USA gegen den chinesischen Telekomkonzern Huawei: Swisscom-Chef Urs Schaeppi sieht momentan keinen Grund, den Verkauf von Huawei-Smartphones zu stoppen.

Heute erhielten die bestehenden Smartphones weiter Support von Google, auch diejenigen, die noch in der Lieferkette unterwegs seien, sagte Schaeppi im Interview mit der Nachrichtenagentur AWP.

Aber die Swisscom müsse die Lage beobachten. Sollte Google seine Dienste und Android-Updates für Huawei-Handys einstellen, müsse auch die Swisscom über einen Verkaufsstopp nachdenken. «Wir werden immer im Sinne des Kunden entscheiden», sagte Schaeppi.

Was ist mit 5G-Handys?

International verzichten vorerst etwa der britische Mobilfunker EE, die japanische Ymobile oder der japanische Internethändler Rakuten darauf, die neuen 5G-fähigen Huawei-Smartphones auf den Markt zu bringen.

Urs Schaeppi, CEO Direction du groupe Swisscom parle lors de la 15eme edition du

Swisscom-Chef Urs Schaeppi. Bild: KEYSTONE

Der grosse Ansturm auf solche 5G-fähigen Handys dürfte in der Schweiz ohnehin erst noch kommen. «Heute interessieren sich natürlich erst die sogenannten Early Adopters für 5G», sagte Schaeppi. Jetzt brauche es rasch eine gute Abdeckung der Netze, dann werde die Nachfrage steigen.

Der Ausbau der 5G-Netze wird allerdings hierzulande von den Moratorien mancher Kantone zum Bau von neuen Antennen gebremst. «Das ist schlecht», sagte Schaeppi. Die Swisscom habe sich zum Ziel gesetzt, mit 5G bis Ende Jahr 90 Prozent der Schweiz abzudecken.

Wofür brauchts 5G?

Mit 5G würden bestehende Technologien abgelöst. Zudem baue die Swisscom wie bisher jährlich rund 300 Antennen neu oder um. Mittelfristig komme es ohne weitere Antennen zu einem Datenstau.

Dennoch hält Schaeppi daran fest, auf Aufklärung statt Klagen zu setzen. Denn eigentlich ist der Schutz der Bevölkerung vor nicht ionisierender Strahlung Sache des Bundes, und nicht der Kantone. Aus den Gesprächen hat Schaeppi bisher auch gute Rückmeldungen.

«Viele der Vertreter sagen: Wir wollen eigentlich 5G. Denn auch die Wirtschaft will es.» Dass die Industrie 5G wolle, zeigten auch viele Gespräche am SEF. «Denn die neue Mobilfunktechnologie wird die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen und der Schweiz steigern.»

5G statt Festnetz-Internet?

Mit 5G können auch die Konkurrenten der Swisscom besser in ländliche Regionen vordringen, weil sie dort damit auch ohne Glasfasernetze schnelles Internet anbieten können. «An gewissen Orten werden die Kunden dank 5G eine Alternative bekommen», sagte Schaeppi.

Seiner Meinung dürfte das eher für ein Single-Haushalt interessant sein. Für einen Ein-Personen-Haushalt genüge vielleicht ein Anschluss nur über das Mobilfunknetz. Bei einem grossen Haushalt hingegen, wo viele Geräte wie etwa auch Fernsehen gleichzeitig genutzt werden, genüge die Leistung kaum.

Zwar seien die heutigen Mobilfunknetze schon sehr leistungsfähig. Aber die Leistung einer Antenne werde von den Nutzern geteilt. Beim Festnetz sei die Leistung konstanter.

(dsc/sda/awp)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Madeso 24.05.2019 20:00
    Highlight Highlight Mobiles Internet, egal welcher generation, wird niemals ein vollwertiger Ersatz für Internetanschlüsse sein. Nur schon aufgrund der eingesetzten Technologie mit geteilten IP Adressen und ähnlichem Gedöngs funktionieren sehr viele Anwendungen gar nicht oder nur sehr eingeschränkt.

    Falls man nur ein bisschen Facebook liest, ist es in Ordnung. Sobald man aber auch nur kleine Ansprüche hat, genügen mobile Zugänge auf die Dauer nicht.
    • pilot 25.05.2019 07:07
      Highlight Highlight Naja, dein Grund mit den "geteilten" IP Adressen ist eher keiner, denn selbst heute ist dies auch bei Festnetz gang und gäbe (UPC -> DSLite) und auch kein (nicht ITler) braucht wirklich eine öffentliche IPv4, zudem sollte das mit IPv6 kein Problem mehr sein
  • Posersalami 24.05.2019 16:20
    Highlight Highlight Wie kommen die 5G Daten von der Antenne rasend schnell zur Swisscom, wenn es keine Glasfaser gibt? Hat die Swisscom da einen Trick, oder ist das nur leeres Gewäsch?
    • pilot 25.05.2019 07:08
      Highlight Highlight Die Antennen sind (logisch) per Glasfaser angebunden. Nur ist es ein riesen Unterschied ob eine Glasfaser zu einer Antenne gezogen wird oder ob alle Haushalte ein Glasfaser Anschluss haben, dazu braucht es nämlcih massive Infrastruktur und vor allem auch Bauarbeiten
    • pilot 25.05.2019 07:08
      Highlight Highlight Anhang: Die "Zentralen" (von da wo dein DSL kommt) sind logisch alle auch per Glasfaser angebunden, DSL schafft nur ein paar hundert Meter über ein lausiges, ungeschirmtes twistedPair Kabel
    • Mathemagician 25.05.2019 07:56
      Highlight Highlight Richtfunkstrecken, Punkt-zu-Punkt, das ist kein Trick
  • Normi 24.05.2019 16:11
    Highlight Highlight Logisch will er denn Verkauf nicht stoppen, es gibt ja schon Ersatz Os
    Benutzer Bild
  • Ruffy 24.05.2019 15:41
    Highlight Highlight Mein Internet zuhause läuft jetzt schon über 4g, das funktioniert bestens, reicht auch für 4k problemlos. Mis 5g und guter Abdeckung ist ein Kabelanschluss hinfällig.
    • pilot 25.05.2019 07:10
      Highlight Highlight Auch nur genau solange wie nicht jeder sowas machen will, spätestens dann wir es entweder wieder Datenlimitierungen geben oder aber der Speed pro Nutzer massiv beschränkt. Bei Sunrise z.B. klaptt dein Vorhaben aber zumindest in der nicht Stadt so nicht - selber schon getestet, da für den Hobbyraum über Kabel einfach zu teuer
    • Ruffy 25.05.2019 09:02
      Highlight Highlight Naja die Antenne ist etwa 20m über die Strasse, ich ereiche die Geschwindigkeit einer 300' bis 400' er Leitung und das für 10.- im Monat. Das ist ziemlich unschlagbar finde ich.

Wohnst du neben einer 5G-Antenne? Hier findest du es auf einen Blick heraus

Sunrise und Swisscom haben das 5G-Netz gestartet. Der Bund zeigt auf seinem Online-Kartendienst, wo die neuen (und die bisherigen) Antennen stehen.

In der Schweiz sind bereits über 300 5G-Antennen installiert. Sie sind jedoch noch nicht alle in Betrieb. Auf der Website des Bundesamtes für Kommunikation sind alle Telefonantennen auf einer interaktiven Karte markiert, jene, die 5G übertragen, aber auch 3G- und 4G-Antennen.

Die 5G-Antennen von Swisscom, die seit Mittwoch in Betrieb sind, senden aber vorerst noch auf 4G+-Frequenzen. An 102 Standorten in 54 Ortschaften wie Zürich, Bern, Basel, Genf und Lausanne, soll 5G in Betrieb genommen …

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