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Es wurden Dateien gelöscht, statt das Cloud-Speichersystem zu optimieren. bild: watson

Analyse

Schwere Cloud-Panne bei Swisscom – das steckt wirklich dahinter

Die versehentlichen Datenverluste beim «sicheren» Schweizer Online-Speicherdienst werfen Fragen auf. Die Betroffenen nehmen Stellung.



«Warum hatte die Swisscom kein Backup der User-Daten?»

watson-User

Was ist passiert?

Beim Online-Speicherdienst «myCloud» von Swisscom gab es eine gravierende Panne, die bei Privatkunden zu unwiderruflichen Datenverlusten führte. Der «Tages-Anzeiger» hat den Vorfall am Donnerstagabend publik gemacht.

Recherchen von watson zeigen, dass die Probleme schon im Juni 2018 auftraten. In einem dokumentierten Fall versuchten Swisscom-Techniker während Monaten, 20 Gigabyte (GB) an gelöschten Videos und anderen Dateien wiederherzustellen. Nach langem Hin und Her wurde der betroffene Kunde im April 2019 von Swisscom über den Totalverlust informiert. Er erhielt vom Unternehmen als Entschädigung eine Gutschrift von 85 Franken auf die Monatsrechnung.

Wie es anfing

Laut «Tages-Anzeiger» passierte die Löschung der User-Daten «vor rund zwei Wochen». Das trifft nicht zu und auch die Swisscom selbst macht andere Angaben.

Unternehmens-Sprecher Sepp Huber teilt mit, dass der Vorfall «auf 2018» zurückgehe. Und er schreibt:

«Wir haben sofort alle nötigen Massnahmen getroffen und daran gearbeitet, die Daten wiederherzustellen. Leider war dies nur teilweise möglich.»

Swisscom-Sprecher

Es dauerte offenbar bis zu einem Jahr, bis Betroffene über den unwiderruflichen Datenverlust informiert wurden. Bei watson hat sich ein Swisscom-Kunde gemeldet, der glaubhaft belegen kann, dass er letztes Jahr «einen massiven Datenverlust» von 20 Gigabyte (GB) hinnehmen musste. Er hat Screenshots erstellt und auch die MyCloud-Benutzeroberfläche mit den nicht mehr verfügbaren Dateien gefilmt.

Der junge Mann erzählt:

«Das Problem ist mir im Juni 2018 aufgefallen, ich habe mich sofort mit dem Support in Verbindung gesetzt. Im April 2019 hat sich dann jemand von der Swisscom gemeldet und mir mitgeteilt, dass die Daten nicht mehr wiederhergestellt werden können.»

Betroffener Swisscom-Kunde

Die Support-Odyssee

Nach seiner ersten Anfrage per E-Mail am 20. Juni 2018 wird der Swisscom-Kunde während Monaten vertröstet:

Wie konnte das passieren?

Wie oben erwähnt, wurden offenbar User-Dateien auf den Swisscom-Servern versehentlich in einen falschen Bereich des Online-Speichersystems verschoben.

Swisscom-Sprecher Sepp Huber erklärt:

«Wenn ein Benutzer Dateien aus dem Papierkorb löscht, muss er darauf vertrauen können, dass der Cloud-Anbieter diese auch tatsächlich löscht. Das versehentliche Verschieben einiger Daten in den Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen ist bei Optimierungsarbeiten in diesen Bereichen entstanden: Durch einen Fehler – der bei der internen Entwicklung einer Software-Komponente (Skript) entstanden ist – wurden Dateien in diesen Bereich des Speichersystems zum endgültigen Löschen verschoben.»

Gemäss Darstellung des Swisscom-Sprechers handelt es sich um ein Dilemma, das nicht einfach zu lösen ist:

Das folgende Versprechen auf der MyCloud-Website dürfte viele User in falscher Sicherheit wiegen:

«Falls es auf unserer Seite einmal technische Probleme geben sollte, würde somit selbst der Ausfall eines ganzen Rechenzentrums nicht zu einem Datenverlust führen.»

quelle: help.mycloud.ch

Fakt ist: Wenn durch technische Fehler (Skript-Programmierfehler ...) User-Daten unwiderruflich gelöscht werden können, dürfte dies einige Kunden ziemlich verunsichern.

Welche Massnahmen ergreift nun die Swisscom?

Dazu der Mediensprecher:

«Wir haben zusätzliche Sicherheitsprüfungen sowie ein zweistufiges Löschverfahren eingeführt. Das Kundenversprechen, dass vom User gelöschte Daten auch wirklich vom System entfernt werden, halten wir selbstverständlich ein.»

Der Swisscom-Sprecher bekräftigt, dass alle betroffenen Kunden persönlich informiert wurden. «Wir zeigen uns je nach Ausmass des Datenverlusts entsprechend kulant, eine pauschale Entschädigung ist nicht vorgesehen.»

Wie viele Kunden waren betroffen?

Die genaue Zahl der von myCloud-Datenverlusten Betroffenen verrät die Swisscom nicht. Angeblich wurden «einige hundert» Kundinnen und Kunden direkt informiert.

Die allermeisten der betroffenen Nutzer – laut Sepp Huber 98 Prozent – hätten nur «einen sehr geringen Anteil ihrer Daten verloren». Nämlich maximal 5 Prozent der Daten.

MyCloud-User, die sich vergewissern wollen, können den Status ihrer Online-Daten auf mycloud.ch abfragen.

Bild

screenshot: mycloud.ch

Auf juristischem Weg eine bessere Entschädigung zu erklagen, bezeichnet der Zürcher Internetanwalt Martin Steiger laut «Tages-Anzeiger» als schwierig: «In den Nutzungs- und Teilnahmebedingungen schützt sich die Swisscom gegen jegliche Haftung – wie das bei solchen Internetverträgen oft der Fall ist.» Hier habe sich Swisscom die grossen Internetkonzerne wie Amazon oder Google zum Vorbild genommen.

Wie schlimm ist es wirklich?

Der «Tages-Anzeiger» bezeichnet die von Swisscom verschuldete Datenpanne in einem journalistischen Kommentar als Katastrophe. Beklagt wird der Image-Verlust: «Denn die Schweiz galt bisher als sicherer Hort für sensible Daten.»

Bild

screenshot: twitter

Das niederschmetternde Tagi-Urteil ist nach Meinung des watson-Redaktors etwas übertrieben und zielt am eigentlichen Problem (Löschproblematik, siehe oben) vorbei.

Halten wir fest: MyCloud ist ein kostenloser Onlinespeicher für Privatkunden. Aktuell sind laut Swisscom-Sprecher 400'000 User registriert. Nicht nur diese Swisscom-Kunden, sondern alle Smartphone- und PC-User dürften durch den mehr als ärgerlichen Vorfall aufgeschreckt worden sein. Wer etwas Positives daraus ziehen will: Unbedingt das eigene System zur Datenspeicherung, respektive Datensicherung, prüfen!

Die Swisscom betreibt ihre Cloud in Rechenzentren auf Schweizer Boden, und ausschliesslich durch eigene Mitarbeitende. Es werden laut Unternehmen keine Daten ausserhalb der Swisscom-Rechenzentren «gehalten». Über die Vorteile, die hiesige Speicher-Dienste bieten, wurde schon viel geschrieben. Ein Stichwort lautet Rechtssicherheit. Und die ist durch die MyCloud-Panne nicht infrage gestellt.

Cloud-Anwendungen für Geschäftskunden bauen grundsätzlich auf einer anderen IT-Architektur auf und sind ausgelegt auf entsprechend höhere Anforderungen an die Verfügbarkeit, wie der Swisscom-Sprecher betont. «Diese Applikationen verfügen über umfassende Backuplösungen.»

Und was sagt der MyCloud-User, der watson seinen Leidensweg geschildert und viel Geduld und Nerven brauchte? Er habe damals das sogenannte «Unlimitierte» Angebot genutzt, das es mit dem Mobilfunk-Abo gab. Heute nutze er das Pro-Abo mit 2 Terabyte Speicher, für 6.90 Fr. pro Monat.

«Wieso ich das tue? Ganz einfach, als Swisscom-Kunde mit TV-Box ist MyCloud nun mal sehr gut, die Bedienung doch sehr einfach und benutzerfreundlich, deshalb bin ich immer noch Kunde.»

Wie schützt man sich vor Datenverlust?

Backup. Backup. Backup.

Das Zauberwort lautet Redundanz. Das heisst, man sollte Sicherheitskopien von wertvollen, unverzichtbaren Daten, bzw. Dateien, an mehreren (und geografisch unterschiedlichen) Orten speichern. Zum einen auf einem lokalen Datenträger, wie zum Beispiel einer schnellen Festplatte (SSD-Speicher) oder einem NAS (Network Attached Storage). Zum andern kann man einen Online-Speicherdienst einrichten.

Sicherheit. Sicherheit. Sicherheit.

Experten raten, sensible Daten nur verschlüsselt auf Cloud-Server hochzuladen, denn man müsse immer davon ausgehen, dass sich Dritte Zugriff verschaffen können.

Um das Datendiebstahl-Risiko zu minimieren, sollte man einen Online-Speicherdienst nutzen, der eine Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) bietet.

Korrektur: In einer früheren Artikel-Version hiess es fälschlicherweise, Swisscoms MyCloud biete keine Zwei-Faktor-Authentifizierung. Diese Funktion kann man aktivieren.

Und jetzt du!

Was hältst du von Cloud-Speichern im Allgemeinen und MyCloud von Swisscom im Speziellen? Welche Strategie und praktische Lösung verwendest du für die Datensicherung?

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    Alle Leser-Kommentare
  • Fredz 14.07.2019 09:25
    Highlight Highlight Wozu Cloud ? Habt ihr nicht genügend Speicherplatz zu Hause ? Und wenn Cloud, dann auch zu Hause abspeichern.
  • bebby 13.07.2019 19:35
    Highlight Highlight Ich selber benütze einen Cloudanbieter (sync) und zwei Backupcloudanbieter, dazu ein gespiegeltes NAS und Fotos immer auch physisch auf Papier. Gerade letzteres könnte in 50 Jahren relevant sein.
    Aber mir ist bewusst, dass es letztlich eine Aufwand-Ertragsfrage ist.
    Und tendenziell bewahren wir eher zuviel als zuwenig auf. Spätestens wenn man gestorben ist, sind vermutlich nur noch ein zwei Dutzend Fotos von Interesse.
  • David Marti 13.07.2019 19:08
    Highlight Highlight Die Swisscom verdient ihr Geld zum Teil mit Cloudservices und bringt es tatsächlich fertig, private Nutzerdaten unwiederruflich zu löschen (durch verschieben)? Das ist einfach nur Pfusch obschon hier IT "Experten" am Werk waren.
  • Thomas Bollinger (1) 13.07.2019 16:27
    Highlight Highlight Ich nutze die mycloud von Swisscom gerne als externen Drittspeicher. Ich würde mich nie im Leben auf diesen Dienst als einziges Backup verlassen, dafür habe ich ein lokales, gespiegeltes NAS.
  • Urs Kipfert 13.07.2019 14:12
    Highlight Highlight Was im Artikel fehlt: Auch im Zeitalter von Cloud gilt immer noch die 3-2-1-Datensicherungsregel. Man erstellt immer mindestens 3 Backups seiner eigenen Daten. 2 davon auf verschiedenen Medien (externe Festplatten, USB-Sticks, DVD, CD) und 1 davon bewahrt man extern auf. Extern kann eine Cloud sein, hauptsache örtlich getrennt, z.B. im Bank-Schliessfach. Es geht ja neben dem Schutz vor Elementarschäden auch um Diebstahl oder Vandalismus. Hält man diese Regel ein, kann man über den Pfusch von Hobby-Cloudanbietern (wie aktuell die Swisscom) beruhigt lächeln.
  • SJ_California 13.07.2019 12:38
    Highlight Highlight Laptop und externe HDs zu Hause. Datensicherung kein Problem.

    Wie machen das die jungen, die nur noch Mobiles haben? Da muss man sich ja fast auf Clouds verlassen können...
  • just sayin' 13.07.2019 10:28
    Highlight Highlight swisscom (und post) sind nie ganz aus der ptt entwachsen.

    staatsbetrieb-mentalität, leerläufe/pannen und dabei künstlich immer volle kassen, prägen diese unternehmen.
  • sugus44 13.07.2019 07:30
    Highlight Highlight Selber schuld in Clouds zu sichern. Habe mehr als 20,000 Fotos. Diese werden ganz sicher nirgends anders als auf einer externen Harddisk gesichert. Das gleiche mache ich auch mit anderen Dokumenten. Und meine Daten von Fremden begaffen, lasse ich schon gar nicht.
    • Pafeld 14.07.2019 09:13
      Highlight Highlight Auf einer einzelnen externen HD? Schwerer Fehler. Aber muss wohl jeder selber lernen.
  • sambeat 12.07.2019 23:55
    Highlight Highlight 20GB Datenverlust können für ein Unternehmen den absoluten Ruin bedeuten! 85 Fränkli dafür? Typisch Swisscom, aber sowas von typisch! Ich sag’s ja ungern, weil ich mir inzwischen vorkomme wie ein degenerierter Trottel, der alles zig Mal wiederholt, aber trotzdem: Die Cloud-Lösung mag ja super sein und bequem. ABER SIE IST NICHT SICHER!! Und Garantien gibt es schlichtweg einfach nicht, was sicheren Speicher anbelangt...
    • Alnothur 14.07.2019 02:17
      Highlight Highlight "20GB Datenverlust können für ein Unternehmen den absoluten Ruin bedeuten"

      Und wenn das Unternehmen für sowas kein Backup hat, hat es diesen Ruin wohl verdient
  • In vino veritas 12.07.2019 23:39
    Highlight Highlight Das ist keine Panne, sondern auf gut Deutsch gesagt ein Super-GAU. Schlussendlich bleibt nur eins. Backup, Backup und nochmals Backup. Cloud (von Google da Androidhandy, mit Abo), externe Festplatte Zuhause (im Safe) und alle paar Wochen wird die Festplatte im Bankschliessfach gefüttert (Schliessfach sowieso vorhanden). Zwar würde ich die zuverlässige Datensicherung zuerst Google anvertrauen (garantiert nicht der Swisscom), jedoch habe ich keine Ahnung ob Google oder Microsoft Backups der Daten anlegen. Erinnerungen sind unbezahlbar!
  • imposselbee 12.07.2019 22:32
    Highlight Highlight Jeder der seine Daten exklusiv in einer Cloud (und noch in der Schweiz) speichert, versteckt tendenziell Illegales (also Kinderporno oder sonstigen kranken Scheiss). Finde das Business ziemlich shady. Wichtige Fotos sollten immer noch in schöne Alben gedruckt werden. Für Videos gibt es auch tolle Bilderrahmen. Darum wohl die 85.- für die 20GB weil es sich vermutlich um solchen Scheiss gehandelt hat, den die Swisscom schlicht nicht mehr herstellen, aber den Kunden nicht gleich anzeigen wollte - alles sehr shady.
    • imposselbee 13.07.2019 16:05
      Highlight Highlight Hatte wohl selten so recht. Unser Datenschutz sollte nicht darüberhinwegtäuschen, dass gewisse digitale Besitztümer strafbar sind. Und wie beim Bankgeheimnis werden wir auch beim Datenschutz abstriche machen müssen. Zudem: Kampf gegen Terrorismus wird am besten an den Kinderschändern/Konsumenten und den 2-3 Mio. Darknet-Usern geübt. Auch die Swisscom wird die Daten sichten/überwachen müssen, früher oder später. Eine Festplatte in einem Banktresor ist jetzt wirklich keine Kunst, aber der ‚anspruchsvolle‘ Kunde möchte ja ‚seinen Schatz’ geniessen, gele.
    • Severin Mori 13.07.2019 22:28
      Highlight Highlight Ziemlich mutig mal einfach so jemanden zu beschuldigen ohne überhaupt nur die geringst Ahnung vom Vorfall zu haben! Schon recht Shady....
    • imposselbee 14.07.2019 12:02
      Highlight Highlight Meine Meinung ist kontrovers und ich tue da bestimmt den meisten Unrecht, die auf das verlockende Angebot der Swisscom reingefallen sind. ‚In der Schweiz‘ gespeichert sagt rein gar nichts über die technische Qualität aus, sondern lediglich über die rechtliche Situation. Der myCloud Grössenwahn erinnert mich stark an Swissair. Ich möchte nur nicht, dass die Schweiz den gleichen Ruf wie Belgien bekommt. Es reicht ein Fall der bekannt wird und der Ruf ist futsch. Auf ‚Schweiz der digitale Kinder(porno)-Hort‘ kann ich gerne verzichten.
  • Tomacco 12.07.2019 22:10
    Highlight Highlight Mehr als peinlich... egal ob gratis oder nicht
  • TitanCrNi 12.07.2019 20:02
    Highlight Highlight Daher immer CloudSync auf die Synology zuhause.
  • Ursus der Rächer 12.07.2019 19:45
    Highlight Highlight Cloud und sicher schliessen sich gegenseitig aus! Viele Private und Firmen werden in Zukunft noch ihre negativen Erfahrungen machen müssen! Ich melde mich dann wieder.
    • sambeat 12.07.2019 23:56
      Highlight Highlight Danke Ursus, genau so sehe ich das auch!
  • Share 12.07.2019 19:41
    Highlight Highlight Ist das schon Guerilla_Marketing oder noch Dada? Meint Atreju bereits aeiou? Warum sollte die Pi-Zahl nur fünf Nachkommastellen haben? Wie redundant können zwei parallel reisende Nanometer überhaupt sein?

  • Scaros_2 12.07.2019 19:07
    Highlight Highlight 85 Fr. Entschädigung? Lol? Wie wurde das den berechnet, frechheit.

    Nutze seit jeher google, ja google ist böse aber überzeugt halt eben.
    • Michi Sunnestich 13.07.2019 20:15
      Highlight Highlight Ich glaube, der Betrag entspricht einer Jahresgebühr von myCloud
  • Hallosager 12.07.2019 18:50
    Highlight Highlight 85CHF für 20GB? Nun liebe Swisscom diese Rechnung will ich sehen. Ich komme morgen mal vorbei und wir besprechen mal mein Abo. Bei euch scheinen Datenmengen ja spott günstig zu sein ;)
  • fabsli 12.07.2019 18:47
    Highlight Highlight Der Herr Holger Alich vom Tagi hat vielleicht Ahnung von Wirtschaft. IT ist seiner Aussage nach aber nicht seine Spezialität. Ob die Schweiz ein sicherer Hort für Daten ist, hängt nicht von einem menschlichen/technischen Lösch-Fehler ab. Da werden zwei verschiedene Dinge vermischt. Die Schweiz ist trotz dieser Sache in Punkto Datensicherheit und Datenlagerung top.
    • Ursus der Rächer 12.07.2019 19:46
      Highlight Highlight Einverstanden, wenn Cloud aussen vorgelassen wird!
    • p4trick 12.07.2019 21:46
      Highlight Highlight @Ursus: Cloud hat nichts mit Datenspeicherung zu tun! Cloud ist wieder so ein Begriff wo viele ausserhalb der IT nie verstanden haben.
  • Abu Nid As Saasi 12.07.2019 18:32
    Highlight Highlight M***tree Engineers?
  • Miikee 12.07.2019 18:29
    Highlight Highlight Hier der Wichtige Abschnitt:
    "Swisscoms myCloud bietet diese sinnvolle Absicherung des Logins leider nicht. Zumindest nicht für Privatkunden, ob per App oder mit dem Browser."

    Absolutes No-Go. Und das im 2019 🤦🏽‍♂️
  • fant 12.07.2019 18:23
    Highlight Highlight Sehr gut geantwort Swisscom. Das Dilemma zwischen 'zu viele Kopien' (gelöschte Daten müssen wirklich weg sein) und 'zu wenig Kopien' (bei einem RZ-Ausfall ist alles noch ok) muss bewusst - also vom Kunden (Data Owner) je nach Bedarf aufgelöst werden.

    Diesen Entscheid zu treffen ist ein Teil der 'Digitalen Souveränität', aber das steht leider im Kleingedruckten...

    Und im Übrigen ist ein Fehler im Script klar ein menschlicher, kein technischer Fehler. Mein Raid1 schützt auch nur vor technischem Versagen (HD-Crash), aber nicht vor meinen Fehlern (falsches Verzeichnis gelöscht)...
    • Sebwoh 12.07.2019 23:31
      Highlight Highlight Nichts anderes ist ja die Redundanz in Sachen RZs. :) Backup != Redundanz - und Backups wären in dem Fall schon ein datenrechtliches Problem...
  • grumit 12.07.2019 18:20
    Highlight Highlight Swisscom-Nutzer versucht seine Daten wieder zu finden
    (Symbolbild)
    Benutzer Bild
  • Supermonkey 12.07.2019 18:11
    Highlight Highlight MyCloud ist lausig und war es schon immer. Ständig Bugs und Fehlfunktionen und nun der Super-GAU.
    Ich habe das Vertrauen in myCloud schon lange verloren und nutze es nicht mehr als Backup. Aus gutem Grund wie sich nun zeigt. Solche Fails ziehen sich leider bereits seit geraumer Zeit durch den ganzen Konzern. Sparwut und Massenentlassungen, schlechte Produkte Mangel an Innovationen und lausiger Service. Aus dem einstigen stolzen nationalen Supertrieb ist nun nur noch ein Häufchen Elend übrig.
  • Cisco 12.07.2019 18:08
    Highlight Highlight Swisscom bietet neben MyCloud noch andere Speicherservices an, insbesondere Docsafe, welcher weniger für Fotos und Videos gedacht ist, sondern primär für wichtige Dokumente aller Art (private Unterlagen, Finanzdokumente, aber auch Röntgenbilder). Docsafe hat eine andere Architektur als MyCloud und verwendet eine serverseitige Verschlüsselung aller Dokumente, auf Wunsch mit eigener Passphrase.
    • The Destiny // Team Telegram 12.07.2019 20:35
      Highlight Highlight Was nützt eine serverseitige Verschlüsselung, wenn du das doc nicht Safe dorthin bringen kannst?
  • miimik 12.07.2019 18:03
    Highlight Highlight Ich bin ein Fan von Cloud-Storage-Lösungen. Es gibt dabei (für mich) aber zwei grundlegende Kompromisse:

    - Wie bei allen Datenträgern ist eine Sicherung keine Sicherung. Speichere Daten mehrmals ab (Cloud, Festplatte, Fotobuch! usw.)

    - Schützenswerte Dateien, die man nicht mit dem Nachbaren teilen würde, haben auf der public Cloud nichts zu suchen
  • lemmy 12.07.2019 17:45
    Highlight Highlight Einmal mehr:
    Benutzer Bild
    • martinsteiger 13.07.2019 14:55
      Highlight Highlight Ja, das stimmt, aber ist häufig genau die Absicht, denn im Idealfall ist «someone else» wesentlich kompetenter bei der Administration von Computern. Ich gehe deshalb davon aus, dass die Daten von Konsumenten bei einem kompetenten Cloud-Anbieter besser aufgehoben sind als (nur) auf eigenen Datenträgern. Aber an einem Backup führt natürlich kein Weg vorbei …
  • Töfflifahrer 12.07.2019 17:42
    Highlight Highlight Das Problem ist also, dass jemand ein Script geschrieben hat, dass Dateien an einen Ort verschoben hat der für solche Transaktionen ‚Off-Limit‘ ist. Das heisst im IT Bereich ist das QS bezüglich Wartungsarbeiten zu Verbessern oder ein QS einzuführen.
    Ist ein Anfängerfehler und das Image wird massiv leiden, denn das darf einem IT Hoster und Dienstleistungsangbieternicht passieren.
  • najaundso 12.07.2019 17:33
    Highlight Highlight Kein Backup kein Mitleid.
    • Alnothur 13.07.2019 14:14
      Highlight Highlight Die Cloud ist KEIN Backup! Wenn man ein Backup will,muss man die Daten an zwei Orten ablegen, nicht bloss auf einer Cloud und dann vergessen.
    • najaundso 13.07.2019 22:09
      Highlight Highlight Falls du Daten löscht oder änderst passiert das such auf der Cloud. Darum Sync und kein Backup. Backup bedeutet vorherige Dateiversionen wiederherstellen zu können...
    • Alnothur 13.07.2019 22:12
      Highlight Highlight "diese synchen automatisch in die Cloud."

      Und wenn auf der Cloud was fehlt, wird es lokal auch gelöscht? Na herzliche Gratulation...
  • sunshineZH 12.07.2019 17:29
    Highlight Highlight Jeder Anbieter kocht mit dem gleichen Wasser wie alle anderen 😉
    • Ueli der Knecht 12.07.2019 18:46
      Highlight Highlight Mein Anbieter kocht mit Champagner... alles andere wär unter meiner Würde. ;)
    • sunshineZH 12.07.2019 19:13
      Highlight Highlight Danke an die Dissliker der Ahnungslosen DAUs 😉
  • fireboltfrog 12.07.2019 17:21
    Highlight Highlight Wieso würde man seine Daten genau bei der Swisscom speichern? Google / Dropbox haben ein dermassen besseres Produkt. Wer seine Daten von vor 3ten geschützt haben möchte, braucht entweder eigene Server oder einen zero-knowledge Dienste wie Tresorit (auch aus der Schweiz).
    • The Juice 12.07.2019 20:35
      Highlight Highlight Swisscom = Standort Rechenzentrum Schweiz mit schweizer Datenschutzgesetz. Dropbox/Google = Standort der RZ und somit deiner Daten unbekannt.
    • The Destiny // Team Telegram 12.07.2019 20:37
      Highlight Highlight @firebolt, sind bereits verschlüsselte Daten denn nicht sicher vor dritten bei Google /Dropbox?
  • TanookiStormtrooper 12.07.2019 17:19
    Highlight Highlight Darum sichere ich mein Zeug lieber selber, wenn was verloren geht, dann bin ich der Tubel. Und sobald ich die Externe Platte abhänge wird auch kein Hacker an meine Bilder kommen (nicht dass es da viel schlimmes zu sehen gibt).
    • Share 12.07.2019 19:10
      Highlight Highlight Wie gross & schwer ist dein Tresor?
  • Madison Pierce 12.07.2019 17:16
    Highlight Highlight Ich sichere lokal und eine Kopie dann mit Duplicati ins OneDrive und zu Backblaze B2.

    Mit MyCloud habe ich mich nie im Detail befasst. Ist aber sicher keine schlechte Lösung.

    Finde es schade, dass die Swisscom so billige Ausreden für ihr fehlendes Backup bringt. Sie hätten auch einfach sagen können, dass man für Gratiskunden kein Backup macht (was ja legitim ist).

    Ohne Backup hätte nicht nur ein fehlerhaftes Script, sondern auch ein bösartiger Mitarbeiter Daten löschen können. Dies sollte in einer Firma dieser Grösse nicht möglich sein.
  • offspring 12.07.2019 17:13
    Highlight Highlight was empfehlt ihr für ein Programm um die Daten zu verschlüsseln?
    • PeterSilie 12.07.2019 23:01
      Highlight Highlight Ich benutze VeraCrypt, gibt aber, wie in allen Bereichen, auch Alternativen
  • ujay 12.07.2019 17:13
    Highlight Highlight Cloud nein danke. Eine externe HD. Thats it. Bei mir schon immer.
  • Scrat 12.07.2019 17:12
    Highlight Highlight Wow! 85 Stutz Gutschrift! Wenn die Swisscom ihre Kunden mit solch lächerlichen Beträgen abspeisen kann, dann wird sie nie und nimmer versuchen, die Daten wiederherzustellen, denn die Kosten für solche Datenwiederherstellung übersteigt die peinlichen Entschädigungszahlungen um ein Vielfaches. Da wurde bei der Swisscom wohl eiskalt eine wirtschaftliche Entscheidung getroffen. Oberpeinlich, das Ganze!
  • derEchteElch 12.07.2019 17:12
    Highlight Highlight Wie ich bereits sagte;
    die Aufarbeitung ist eine Angelegenheit zwischen Swisscom und den Betroffenen. Dass die Öffentlichkeit das später erfährt, ist nicht tragisch, geht die ja nichts an. Die Swisscom hat die Betroffenen persönlich kontaktiert.

    Ich habe meine Bilder bei myCloud (Swisscom) und oneDrive (Microsoft) und Dokumente bei Docsafe (Swisscom). Es ist alles noch vorhanden. Ich war/bin immer noch sehr zufrieden.. Super Service 👍
  • Jason96 12.07.2019 17:09
    Highlight Highlight Kurze Frage: Wieso wird hier ein Skript-Fehler als TECHNISCHES Problem beschrieben? Die Swisscom programmiert das Ganze doch selbst, wärs dann nicht ein menschlicher Fehler?
  • Watson_leser 12.07.2019 17:08
    Highlight Highlight Und schon fast eine Frechheit ist, dass Swisscom heute Morgen (!) eine E-Mail versendet, in dem sie MyCloud speziell anpreisen...
    Benutzer Bild
  • Goldjunge Krater 12.07.2019 17:07
    Highlight Highlight Dieser Beitrag wurde gelöscht. Bitte beachte die Kommentarregeln.
  • mrmikech 12.07.2019 17:06
    Highlight Highlight Sehr sicherem cloudspeicher ist Tresorit. Bin sehr zufrieden.
    • Wolkensprung 12.07.2019 19:28
      Highlight Highlight Brauche ich ebenfalls. Zudem meines Wissens der einzige End-to-End verschlüsselte Dienst mit Linux-Client, auch ohne GUI für Linux-Server. 😊
  • nick11 12.07.2019 17:03
    Highlight Highlight Das mit dem "untrusted environment" gilt grundsätzlich für jedes Gerät, welches mit dem Internet verbunden ist. Ich würde sogar behaupten, dass Privat-PCs im Schnitt unsicherer sind als Cloud-Lösungen.
    Grundsätzlich sollte man sowieso immer ein Offlinebackup von wichtigen Daten machen. Dabei kommt es darauf an, wie wichtig einem die Daten sind. Urlaubsfotos sind wichtig, aber mir reicht da ein Offlinebackup, welches zuhause liegt.
    Bei z.B. Bitcoinschlüsseln wäre das aber nicht genug, da sollte man zusätzlich ein verschlüsseltes Backup z.B. im Büro haben.
  • AngelitosHE 12.07.2019 17:00
    Highlight Highlight Ein absolutes No-Go!

    85 CHF sind nicht das, was man erwartet für 20GB!

    Eine schnelle Aufklärung + eine Entschuldigung + die Behebung des Problems sind das mindeste!

    Zeigt aber auch wieder gut, warum ich meine Cloud-Daten separat nochmals speichere. Viele merken es jedoch erst, wenns zu spät ist.
    • Debuschka 12.07.2019 17:38
      Highlight Highlight habe ich auch gedacht!ich hätte mich definitiv nicht mit 85.- zufrieden gegeben nach so langer zeit.
    • Texra 13.07.2019 18:56
      Highlight Highlight @AngelitosHE Wo speicherst du den deine Cloud daten separat, was kannst du denn empfehlen?
  • martinsteiger 12.07.2019 17:00
    Highlight Highlight Die Disclaimer, mit denen Swisscom die Gewährleistung und Haftung für myCloud ausschliesst, habe ich inzwischen in einem Beitrag dokumentiert:

    https://steigerlegal.ch/2019/07/12/mycloud-swisscom-haftung/
    • Ueli der Knecht 12.07.2019 18:14
      Highlight Highlight "Swisscom bewirbt ihren «Schweizer Onlinespeicher» myCloud als Ort, wo Daten gesichert werden können und die «kostbarsten Momente […] am sichersten sind.» Die Daten sollen «immer sicher und griffbereit» sowie «sicher aufgehoben» sein."

      Gemäss Disclaimer sind die Daten bei Swisscom aber nicht immer "nicht sicher und griffbereit", und sowieso nicht "am sichersten".

      Insofern scheint mir das Angebot von Swisscom unlauter, bzw. ein Fall für das UWG zu sein.

      Es ist ärgerlich, dass ausgerechnet ein Staatsbetrieb sich derartig fragwürdige Methoden auf die (schweizer) Fahne schreibt.
  • Th. Dörnbach 12.07.2019 16:55
    Highlight Highlight Gute Aufarbeitung, danke.

    PS: Den Umlauten zufolge wohl auf Mac geschrieben?
    • @schurt3r 12.07.2019 17:05
      Highlight Highlight Stimmt! 😌
    • martinsteiger 13.07.2019 14:54
      Highlight Highlight Ging das (auch) an mich?

      In jedem Fall werden Umlaute verhunzt, wenn man sie mit Preview.app aus einem PDF kopiert … 😢

«Spektakulär!» – Swisscom ermöglicht erstmals Einblick in die eigenen Nutzerdaten

Swisscom ermöglicht den Einblick in die eigenen Vorratsdaten der letzten sechs Monate. Der Schweizer Anwalt Martin Steiger hat die über ihn gespeicherten Daten angefordert – und eine CD-ROM mit zehntausenden Einträgen zu seiner Handy- und Internet-Nutzung erhalten.

Seit 2002 wird jede Bewegung von Schweizer Handybesitzern ein halbes Jahr lang aufgezeichnet. Insbesondere die Mobilfunkprovider müssen im Auftrag des Bundes von jedem Kunden folgende Rand- bzw. Metadaten ohne Anlass und Verdacht auf Vorrat speichern:

Anfang März 2018 lehnte das Bundesgericht eine Beschwerde des Vereins Digitale Gesellschaft gegen die anlasslose Vorratsdatenspeicherung, also die generelle Überwachung sämtlicher Bürger ohne Anfangsverdacht, ab. Allerdings hat neu jeder …

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