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eSports ist zum Multimilliarden-Business geworden – und beschäftigt die Wissenschaft. bild: shutterstock

eSports in der Schweiz – diese Fakten sollten auch Game-Muffel kennen

Die erste repräsentative eSports-Studie für die Schweiz lässt (relativ) tief blicken. Hier sind die wichtigsten und ein paar überraschende Erkenntnisse.



Das Wichtigste in Kürze

Forscher der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) haben die laut ihren Angaben erste repräsentative Studie zu eSports in der Schweiz durchgeführt (siehe Box am Artikelende). Die wichtigsten Erkenntnisse:

  1. Bei aktuell 8,5 Mio. Einwohnerinnen und Einwohnern in der Schweiz seien es 42'500 Personen, die «aktiv eSports betreiben und damit Geld verdienen» – wobei wir natürlich nicht wissen, wie viel ...
  2. Mehr als ein Viertel der der Bevölkerung (27,6 Prozent) halte eSports inzwischen tatsächlich für Sport.
  3. Die wöchentliche Spieldauer von Gamern und eSportlern betrage durchschnittlich rund 11 Stunden.
  4. Diejenigen, die sich – als Spieler oder Zuschauer – «aktiv» mit eSports beschäftigen, schauen sich wöchentlich Inhalte im TV oder auf Streamingplattformen wie YouTube oder Twitch an.
  5. Vor allem das Fussball-Spiel «FIFA» könne als Bindeglied zwischen Gamern und eSportlern gesehen werden. Es sei das beliebteste Spiel in der Schweiz.
  6. «FIFA 19» ist das Spiel, welches in der Schweiz am meisten gespielt wird (38,2 Prozent). «Call of Duty: Black Ops IV» (30,1 Prozent) und «Minecraft» (24,8 Prozent) folgen auf den Plätzen 2 und 3.
  7. Bei «Fortnite», einem der derzeit populärsten Games weltweit, sei ein veränderter Konsum zu beobachten: Nicht mehr das Spielen stehe im Fokus, sondern das Zuschauen. Auch «FIFA 19» sei äusserst beliebt.
  8. Der FC Basel (FCB) sei die Organisation, die in der Schweiz am häufigsten mit dem Begriff eSports assoziiert werde.
  9. Gamer und eSportler geben durchschnittlich 1270 Franken pro Jahr für Equipment aus, also für Hardware, Software und Zubehör.
  10. Mehr als ein Drittel der Schweizer Bevölkerung spiele mindestens einmal wöchentlich Videospiele, mehr als jeder zehnte sogar täglich.
  11. Für Videospiele sei das Smartphone die beliebteste Plattform, während eSports-Formate mehrheitlich am PC oder Laptop gespielt werden.

Für Eilige: Die Infografik

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Zum Vergrössern (auf dem Mobilgerät) einfach antippen. quelle: esports.ch

Warum wurde die Studie durchgeführt?

Das Thema eSports sorge zurzeit weltweit aus verschiedenen Gründen für Aufsehen, schreiben die Verfasser:

«Zum einen, da in den letzten Jahren u.a. die Umsatzzahlen und Preisgelder im eSports enorme Wachstumsraten zu verzeichnen haben, und zum anderen, weil die Diskussion darüber, ob eSports ein Sport ist, auch bei den Sportverbänden und den Medien immer stärker thematisiert wird und dadurch auch in der breiten Bevölkerung auf Interesse stösst.»

Kurz und bündig: Es geht um viel Geld. Grosse Schweizer Unternehmen versuchen sich über Sponsoring ihr Stück vom Kuchen zu sichern, und die grössten globalen Player liefern sich einen Wettstreit um die lukrativste Plattform:

«Es wird spannend sein zu beobachten, ob und wie weit sich auch eSports Richtung Smartphone bewegt.»

Marcel Hüttermann, ZHAW

Die Studie

Für «eSports Schweiz 2019» wurden 1011 Personen aus der Schweiz im Alter von 16 bis 74 Jahren befragt. Die repräsentative Studie wurde von der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Partnerschaft mit UPC Schweiz, den Basler Versicherungen und dem TCS durchgeführt. Die Studie ist hier online verfügbar.

Was denn nun: Ist eSports Sport oder nicht?

Wie die Bevölkerung, ist sich auch die Wissenschaft uneins. Das stundenlange Hocken Sitzen vor dem Bildschirm ist sicher ungesund, wie auch das allzu lange Starren auf den Bildschirm. Aber: Wer eSports-Wettkämpfe bestreite, mache bis zu 300 Bewegungen pro Minute, der Stressfaktor lasse sich mit dem beim Elfmeterschiessen in einem Champions-League-Finale vergleichen und die Herzfrequenz von 140 bis 150 Schlägen pro Minute hätten auch Rallyefahrer.

Des Weiteren, wird ein Professor von der deutschen Sporthochschule zitiert, kämen die technischen und taktischen Fähigkeiten noch hinzu. Die Frage werde «wohl weiter die Wissenschaft beschäftigen – und nicht nur diese».

Die Frage, ob eSports ein Sport sei, bewege im Moment auch die Politik, schreibt die Nachrichtenagentur SDA. So habe das Bundesamt für Sport (Baspo) kürzlich einen Bericht verfasst, in dem es feststellt, dass es sich bei eSports nicht um eine Sportart im traditionellen Sinn handle. eSports sei nicht mit herkömmlichen Sportarten vergleichbar, weil keine Primärerfahrungen in direktem Kontakt mit Mitmenschen und der Umwelt möglich seien. Zudem würden die oft von Gewalt geprägten E-Sport-Games die Anforderungen an den Kinder- und Jugendschutz nicht erfüllen, schreibt das Baspo.

eSports vs. Gaming

Bis heute gebe es keine einheitliche wissenschaftliche Definition des Begriffs «eSports», halten die Verfasser der ersten repräsentativen eSports-Studie für die Schweiz fest. Die Forscher der ZHAW heben den Wettbewerb hervor, der eSports vom klassischen Videospielen oder eben «Gaming» unterscheide. Ihre Definition lautet:
«Mit eSports ist das Spielen von Computerspielen in speziellen Wettkämpfen entweder alleine oder als Team gemeint. Dabei treffen sich die Spieler/Spielerinnen entweder bei eSports-Veranstaltungen oder spielen über das Internet gegeneinander».

(dsc/sda)

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19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Madeso 30.04.2019 21:29
    Highlight Highlight Fifa soll beliebt sein? Da sprechen die Zuschauerzahlen bei Twitch aber eine ganz andere Sprache. Das ist da so gut wie gar nie unter den Top 10.
  • El Pepedente 29.04.2019 18:54
    Highlight Highlight Mobile gamer oO und so nebenbei die schweiz hat gerade mal einen esportler der damit auch wirklich geld verdient
  • Uitam 29.04.2019 18:05
    Highlight Highlight Also LOL und CSGO dürfte man ruhig einmal in dem Artikel erwähnen. Beides seh beliebte Spiele und revultunierend im eSport Bereich.
  • mrgoku 29.04.2019 16:24
    Highlight Highlight Gamen und Smartphone in einem Satz zu verwenden, verdient eine Verzeigung und Geldstrafe..... jeder, der beim Kacken Candy Crush spielt, ist nun ein Gamer...
    • @schurt3r 29.04.2019 16:38
      Highlight Highlight ...
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  • Jimmy :D 29.04.2019 12:38
    Highlight Highlight Wenn Pistolenschiessen olympisch ist, kann eSports auch olympisch werden. Die beiden Sportarten sind physisch vergleichbar.
    • Zitronensaft aufbewahren 29.04.2019 13:05
      Highlight Highlight Man könnte es auch mit der Formel 1 vergleich (nicht Physisch): Wenn ein Sport von grossen Konzernen abhängt, ist er nicht olympisch.


      -Fussball nur u23 & Frauen
      -kein Rennsport
      -Kein Skating & Surfing

      Für Olympia müssten somit "neutrale" Spiele erstell werden, oder denkst du, dass EA, Riot Games, etc. einen olymipschen Sport vorgeben sollen?
    • El Pepedente 29.04.2019 18:56
      Highlight Highlight Schach ist ein besserer vergleich^^ und schach wird als sport gelobt! Also ist esport deswegen klar sport! Und viele gamer sind fitter im kopf als viele andere^^
    • Fandall 30.04.2019 12:04
      Highlight Highlight Sport den man im Sitzen machen kann ist meiner Meinung nach kein Sport. Gerade in der heutigen Gesellschaft wo man schon viel zu viel beim Arbeiten sitzt...
      Rollstuhlsport natürlich ausgeschlossen!
  • xHascox 29.04.2019 12:25
    Highlight Highlight Ich persönlich finde, games auf dem smartphone müssen von games auf anderen plattformen unterschieden werden. Ich finde, handy spiele sind nur zeitvertreib, nur auf anderen plattformen gibt es games die man als esport klassifizieren kann.
    • Deviii 30.04.2019 11:12
      Highlight Highlight Da erlaube ich mir zu widersprechen. Grundsätzlich teile ich deine Ansicht, das daddeln auf dem Handy nichts mit eSport zu tun hat, doch es gibt einige Titel die sowohl auf dem PC als auch auf dem Smartphone gespielt werden können und die durchaus eine kompetitive Szene haben, Beispiel Hearthstone, Shadowverse, Fortnite. Für alle diese Titel gibt es grosse Turniere mit hohen Preisgeldern, Pro-Gamer usw. sprich sie erfüllen wohl die Anforderungen an einen eSports Titel durchaus.
    • xHascox 30.04.2019 12:54
      Highlight Highlight Ich verstehe eure Argumente.

      Mir geht es eher darum: Hearthstone und Schach sind spiele, die man eigentlich auch ohne Computer spielen könnte (z.B: Yugioh-Kartenspiel), bei denen ist die Plattform egal.

      Aber soweit ich weis ist die Steuerung eines Games auf dem Handy nicht so gut wie z.B. auf dem PC. Ein PC-Fortnite Spieler gewinnt locker gegen einen Handy-Fortnite Spieler, weil man mit einer Maus viel besser zielen kann als mit einem Touchscreen. (Wurde mir jedenfalls gesagt) So gesehen ist Fortnite auf dem Handy wie Fussball, wenn man nur mit dem schwachen Fuss schiessen darf.
    • Adualia 30.04.2019 13:36
      Highlight Highlight dO yOu gUys nOt hAve pHoNeS?!
    Weitere Antworten anzeigen
  • Imfall 29.04.2019 12:17
    Highlight Highlight candy crush oder was? 🤦‍♂️😂😂😂🤦‍♂️

    "Für Videospiele sei das Smartphone die beliebteste Plattform"

  • raues Endoplasmatisches Retikulum 29.04.2019 12:01
    Highlight Highlight "Für Videospiele sei das Smartphone die beliebteste Plattform,"
    Benutzer Bild
  • andrew1 29.04.2019 11:26
    Highlight Highlight PUBG ist für mich immer noch das interessanteste Spiel zurzeit. Auch wenn der Hype schon etwa ein Jahr vorbei ist 😅
    • AdiB 29.04.2019 12:11
      Highlight Highlight Pubg ist einfach das anspruchvollste BR. Ich mag es auch zwischendurch spielen, nur halt wie auch in anderen BR hat das campen zugenommen. Momentan bin ich auch auf der apex schiene. Ist halt intensiver und schneller was mir mehr zusagt.
      Pubg könnte vielleicht mehr spass machen wenn der fpp modus beliebter wäre, da so das campen nicht einfach ist, da man nicht um die ecke picken kann. Auch wäre für die konsole die sichfelderweiterung nötig, die einstellung gibts auf konsole immer noch nicht.
    • andrew1 29.04.2019 13:30
      Highlight Highlight Hat was. Deshalb spiele ich nur duo und squad mit fpp. Bei solo und Tpp wird zu viel gecampt, was einschläfernd ist.

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