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Vielleicht bald Realität in der Schweiz: Webseiten-Fehler bei gesperrten Webseiten. bild: isoc

Darum sind Geldspielgesetz und Internet-Sperren viel gefährlicher, als du glaubst



Am 10. Juni 2018 stimmen wir über das neue Geldspielgesetz und die darin vorgesehenen Netzsperren ab. Sagen die Stimmbürger Ja, dürfen Schweizer Casinos Geldspiele wie Poker, Black Jack oder Roulette neu auch im Internet anbieten. Gleichzeitig würden Internet-Provider wie die Swisscom gezwungen, mit Internet-Sperren den Zugang zu ausländischen Online-Glücksspielen zu blockieren. 

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Video: watson/Helen Obrist, Angelina Graf

Welche Anbieter gesperrt werden sollen, bestimmt die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK). Sie kann unliebsame Konkurrenz wie 888poker, PokerStars und Partypoker auf eine Sperrliste setzen – und die Provider blockieren den Zugang zu den entsprechenden Webseiten. Netzsperren bedeuten somit eine Marktabschottung, um ökonomische Interessen einer ganzen Branche zu befriedigen. Es geht um viel Geld!

Netzsperren haben zudem gesellschaftlich unerwünschte Nebenwirkungen, die uns alle treffen können. Diese «Kollateralschäden» sollen im Folgenden aufgezeigt werden.

«Für die Umsetzung der Netzsperren muss eine neue Zensur-Infrastruktur aufgebaut werden.»

Vereinfacht gesagt gibt es drei technische Möglichkeiten, um Webseiten zu sperren.

Und was ist jetzt so schlimm daran? Entweder gehen die Sperren viel zu weit (wie in China) oder sie sind so leicht zu umgehen, dass sie faktisch nutzlos sind, da sich Menschen schnell darauf einstellen. Ein Mittelweg ist kaum realisierbar, wie wir noch sehen werden.

Die Universität Zürich schrieb 2016 in ihrem Gutachten zu Netzsperren für das Geldspielgesetz: «Mit Blick auf den geringen Nutzen und die mit Netzsperren verbundenen Eingriffe in Grundrechte erscheint die Einführung von Netzsperren als problematisch.» Die Verhältnismässigkeitsprüfung zeige, «dass Netzsperren wohl nicht das richtige Mittel zur Erreichung der damit verfolgten Ziele sind.»

Einfache Netzsperren, so genannte DNS-Sperren, gibt es schon heute in der Schweiz. Provider wie Swisscom und UPC sperren auf freiwilliger Basis tausende Webseiten pro Monat: etwa betrügerische Phishing-Seiten oder Webseiten mit Kinderpornographie. Die Webseite DNSzensur.ch zeigt auf, welche Webseiten blockiert werden.

Netzsperren gegen teils dubiose ausländische Online-Casinos blieben die Ausnahme, beteuert Justizministerin Simonetta Sommaruga. Niemand habe vor, weitere Webseiten zu zensieren. Also alles halb so wild?

Mitnichten.

«Das neue Geldspielgesetz schafft erstmals eine gesetzliche Grundlage für sämtliche verfügbaren Sperrmethoden im Internet.»

Bernie Höneisen, Fachexperte der Internet Standardisierungs-Organisation IETF Internet Society Schweiz

Die Gegner sagen zurecht, dass simple DNS-Sperren innert Sekunden umgangen werden können. Internet-affine Online-Gambler mit DNS-Sperren von ausländischen Webseiten abhalten zu wollen, ist ein schlechter Witz.

Das wissen auch die Schweizer Spielbanken. Um ihre Pfründe zu sichern, werden sie bald weitergehende Netzsperren verlangen.

Wohl deshalb ist der Gesetzestext technologieneutral formuliert. Will heissen: Wie genau Netzsperren technisch umgesetzt werden, ist nicht definiert. Damit schaffe das neue Geldspielgesetz «erstmals eine gesetzliche Grundlage für sämtliche verfügbaren Sperrmethoden im Internet», sagt Bernie Höneisen, Fachexperte der Internet-Standardisierungs-Organisation IETF.

Juristisch schafft das Geldspielgesetz die Grundlage für eine umfassende Internet-Zensur. Bleiben DNS-Blockaden gegen ausländische Online-Casinos erfolglos, was zu vermuten ist, können Provider gezwungen werden, drastischere Zensur-Massnahmen einzuführen. Beispielsweise IP-Sperren, wie es Russland vor wenigen Wochen vorgeführt hat:

Russsische Richter haben im April die Blockade des populären Messengers Telegram angeordnet, nachdem der Kurznachrichtendienst den russischen Geheimdiensten die Entschlüsselung privater Chats verweigert hatte. Russland sperrte darauf rund 18 Millionen IP-Adressen und legte dabei zwischenzeitlich auch Online-Dienste von Google und Amazon lahm. Ein typisches Beispiel für Overblocking. Die Gefahr also, dass mehr Inhalte gesperrt werden als beabsichtigt.

«Netzsperren bei Casinos findet Frau Sommaruga gut, Netzsperren bei Download- und Streaming Portalen aber nicht. Das ist doppelzüngig.»

Oliver Imfeld, Manager von DJ Bobo schweiz am wochenende

Das Problem: Für die wirksame Umsetzung der Netzsperren müsste in der Schweiz eine neue Zensur-Infrastruktur aufgebaut werden. Ist diese Technik vorhanden, könnte sie immer breiter genutzt werden. Und sind diese Mauern erst mal hochgezogen, dürften weitere, vom Online-Geschäft gebeutelte Branchen ähnliche Forderungen stellen wie die Casinos: Die Schweizer Hotellerie beispielsweise sieht sich durch weltweit operierende Buchungsplattformen wie Booking.com oder Airbnb bedroht, der Detail- und Textilhandel durch Anbieter wie Amazon, Zalando oder Aliexpress gefährdet.

Mit Argusaugen verfolgen auch die Vertreter der Film- und Musikbranche den Ausgang am 10. Juni. Ein Ja zum Geldspielgesetz könnte zu einem Dammbruch im Urheberrecht führen. Denn bis jetzt lehnt es der Bundesrat ab, Download- und Streaming-Portale analog zu den ausländischen Online-Casinos sperren zu lassen. «Netzsperren bei Casinos findet Frau Sommaruga gut, Netzsperren im Urheberrecht aber nicht. Das ist doppelzüngig», sagte DJ Bobos Manager Oliver Imfeld in der «Schweiz am Wochenende». 

Imfeld spricht von einer «frappanten Rechtsungleichheit». Im Fall eines Ja zum Geldspielgesetz ist die Argumentation der Kulturvertreter offensichtlich: Warum schützt ihr Casinos, aber uns Künstler nicht? Gibt es also wirklich keine weiteren Netzsperren, Frau Sommaruga? 

«Netzsperren sind falsch, weil sie das Problem nicht wirklich lösen und weil mit ihnen enorme Kollateralschäden verbunden wären.»

Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, frühere deutsche Justizministerin fdp-bayern

Das Internet besser verstanden hat bereits 2010 die damalige deutsche Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger, die ein viel beachtetes Plädoyer gegen Netzsperren veröffentlichte. Netzsperren seien falsch, schrieb sie, «weil sie das Problem nicht wirklich lösen und weil mit ihnen enorme Kollateralschäden verbunden wären».

Die FDP-Politikerin hatte verstanden, dass Netzsperren das Internet unsicherer machen und Sperrlisten, wenn sie publik werden, gar als eine Art Wegweiser für Menschen dienen, die Online-Casinos, Kinderpornographie, Filme etc. im Internet suchen. Denn mit Netzsperren verschwinden Inhalte nicht aus dem Web, sie sind lediglich weniger zugänglich. Es reicht daher auch nicht, allenfalls kriminelle ausländische Online-Casinos zu blockieren.

«Es muss dem Gesetzgeber überlassen werden, ob er Netzsperren einführen will, weil ihm die Schaffung eines weitgehend untauglichen Mittels besser erscheint als ein Nichtstun.»

Prof. Dr. Burkhard Stiller, Prof. Dr. Florent Thouvenin, UZH  universität zürich

Erfolgsversprechender wären polizeiliche Ermittlungen gegen Anbieter illegaler Online-Angebote. Auch in der Schweiz hat die Eidgenössische Spielbankenkommission (ESBK) mit dem Strafrecht Möglichkeiten zur Hand, gegen nicht konzessionierte Anbieter im Ausland vorzugehen – indem die Hintermänner illegaler Angebote polizeilich ermittelt werden.

Klar ist: Mit der Annahme des Geldspielgesetzes würde die staatliche Zensur des Internets erstmals vom Souverän legitimiert. Ein gewaltiger Unterschied zu Nordkorea, China oder Russland, wo die Zensur von oben verordnet wird. Klar ist aber auch: Vom Volk abgesegnete Netzsperren bei Casinos würden in weiteren Branchen Begehrlichkeiten wecken. «Diese Webseite ist in ihrem Land nicht verfügbar», könnte es für Schweizer Internet-Nutzer immer öfter heissen. Noch haben wir es in den eigenen Händen, ob wir ein freies Internet für alle oder ein zensiertes Internet wollen, das bestimmten Partikularinteressen dient.

Dieser Artikel basiert teils auf den Erläuterungen zu Netzsperren der Internet Society Schweiz, der unter der Creative Commons Lizenz steht.

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48
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48Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Mario Conconi 19.05.2018 15:16
    Highlight Highlight so geht das
    Benutzer Bild
  • Luca Brasi 19.05.2018 10:49
    Highlight Highlight Ach, in China leben 1,3 Mia. Menschen mit Netzsperren jeden Tag und es gibt dort deswegen keinen grossen Aufstand. 😏

    PS: "so gennante DNS-Sperren". Da ist doch glatt ein N nach vorne gerutscht. 😉
    • Ueli der Knecht 19.05.2018 14:20
      Highlight Highlight Für die Chinesen ist es ganz normal, dass der Staat die Bürger zu besseren Bürgern erzieht. Es gibt da nicht nur die Bevormundung über Netzsperren, sondern auch eine Lenkung durch das Social Crediting.

      Auch in unserer Kultur ist die Bürger-Erziehung Staatsziel. Das lässt sich bis zur Antike zurückverfolgen. Bereits Platon mass die Qualität eines Staatswesen einzig an der Tugendhaftigkeit seiner Bürger.
      https://de.wikipedia.org/wiki/Nomoi
      (vgl. da die Kapitel Frühe Neuzeit und Moderne)

      Von demher sind wir nicht besser dran als die Chinesen. Die Chinesen sind uns nur ein paar Jahre voraus.
    • Factfinder 20.05.2018 02:53
      Highlight Highlight Die bösen Chinesen ;)
      Darum verstehen sich unsere Bundesräte auch so gut mit ihnen.
  • Ivo Zen 19.05.2018 08:49
    Highlight Highlight Versuche die Argumentation zu verstehen aber oft kommt es mir vor, als ob es im Internet nicht um Freiheit geht, sondern um einen rechtsfreien Raum. Tönt ein wenig nach den Parolen der Autopartei in den 1980ern.
    • Abnaxos 19.05.2018 12:33
      Highlight Highlight Das Internet ist keineswegs ein rechtsfreier Raum. Kriminelle Aktivitäten sollen und können bestraft werden. Aber nicht, indem man einen Vorhang vor die kriminellen Aktivitäten hängt, den jeder, der will, zur Seite schieben kann, sondern mit guter alter Polizeiarbeit. Ja, das funktioniert tatsächlich, auch wenn die Polizei häufig etwas anderes behauptet (sie ist einfach zu faul, ihre Arbeit zu tun).

      Wenn schon, dann machen dieser Vorhang und der damit eingehende Verzicht auf strafrechtliche Verfolgung das Internet zu einem rechtsfreien Raum.
    • Ueli der Knecht 19.05.2018 14:26
      Highlight Highlight Ivo Zen: Der rechtsfreie Raum ist Tatsache, gilt aber heutzutage offenbar nur für Multis wie Google, Facebook, Apple und so, welche ihre Autonomie für Massenüberwachung und erhebliche Eingriffe in die Privatsphäre, in die Meinungs- und Pressefreiheit benutzen.

      Das ist Rechtsfreiheit für ein paar wenige auf Kosten und auf dem Buckel aller anderen.

      Insofern geht es bei der Argumentation mehr darum, dass alle auf gleicher Augenhöhe mit gleich langen Spiessen an den Freiheiten des Internets partizipieren dürfen. Nicht nur kapitalkräftige Missbraucher der Freiheit.
    • Factfinder 20.05.2018 02:55
      Highlight Highlight "Das Internet" ist virtuell.
      Es entsteht aus der Vernetzung von einzelnen Computern.
      Die stehen irgendwo, dort existiert auch anwendbares Recht.
      Von welcher PR-Agentur kommen eigentlich die Accounts mit dem "rechtsfreier Raum" Gebrabbel?
    Weitere Antworten anzeigen
  • neutrino 19.05.2018 00:00
    Highlight Highlight Ja klar, mit VPN kanm ich das in 30 Sekunden umgehen. Ich kann mit einer Säge auch ein Veloschloss in 30 Sekunden aufsägen. Tue es aber trotzdem nicht.
    • Globidobi 19.05.2018 09:35
      Highlight Highlight Nur möchte ich eigentlich nicht eine VPN aufbauen müssen, um in Online Casinos oder Online Wettbüros mein Geld zu verspielen. Da geht mehr Geld im Online Shopping ins Ausland, als bei den Online Casinos. Falls das Geldspielgesetz angenommen wird, fordere ich die Sperre von Zalando, Amazon und Aliexpress, sowie müssen ausländische Casinos den Zutritt für Schweizrr untersagen. Zum Schutz unserer AHV natürlich.
  • neutrino 18.05.2018 23:59
    Highlight Highlight Ich bin gegen das Gesetz - aber aus ganz persönlichen Gründen: ich spiele gerne Poker und andere Online-Spiele - alles steuerfrei heute.
  • critico 18.05.2018 23:41
    Highlight Highlight geht ja auch darum, dass man dann alle "spieler" mit name,adresse und betrag auflisten und das dann auch gegebenenfalls gegen ihn verwenden kann.
    und, denke dass die sperre über z.b. torbrowser auch nicht funktioniert.
  • Skeletor82 18.05.2018 23:31
    Highlight Highlight Schon wie der Abstimmungstext verfasst ist und der Bundesrat für ein „ja“ Stimmbürger sammeln will ist haarsträubend.

    Vertuscht das Ganze dank Einahmen für alle.

    Ist aber: Geldmacherei für die Schweizer Casinos. Wieso sollten diese nicht auch Onlinegames anbieten dürfen UND dennoch gibt es die ausländische Konkurrenz. Das geht ja nicht, nein, man muss schützen und sperren.

    Ich spiele auf diversen Plattformen online, alles läuft sicher, sauber, schnell. Die Konkurrenz ist einfach den CH-Casinos ein Dorn im Auge.

    Die USA öffnet langsam den Online-Pokermarkt und wir schliessen? Nein, danke!
  • Gaskaidjabeaivváš 18.05.2018 23:14
    Highlight Highlight Ich spiele zwar keine online Glücksspiele, weswegen es mich nicht allzu fest was angeht, jedoch ist für mich ein Nein trotzdem klar. Netzsperren sind einfach der komplett falsche Weg und soll es in einem Land wie der Schweiz nicht geben.
    Bei dieser Abstimmung können und müssen wir dagegen ein Zeichen setzen!
  • büezer83 18.05.2018 19:38
    Highlight Highlight an alle zockers! (multplay videospieler)

    ABLEHNEN!!! 1111 Einseinself
  • 2sel 18.05.2018 19:34
    Highlight Highlight Die Schweiz und ihre Gesetzebung wird immer mehr zum Kindergarten...
  • Chääschueche 18.05.2018 19:33
    Highlight Highlight Gibts eigentlich Zahlen wie viele 10tausende Schweizer in Ausländischen Onlinecasinos ihr ganzes Geld verspielt haben und deshalb mir nun via Sozialamt oder Ergänzungsleistungen auf dem Portemonnaie liegen?

    Komischerweise redet darüber keiner. Das Problem ist aber Real. Ich selbst kenne 2 Personen die dadurch ihr Leben "zerstört" haben.

    Denn viele Ausländische Casinos halten sich nicht an CH Gesetze bzw. Haben keinen Zugfriff auf die Sperrliste von Schweizer Bürger.

    • Teiwaz 18.05.2018 21:52
      Highlight Highlight Und wegen diesen Leuten, die sich nicht im Griff haben, soll wir das Risiko eingehen einen Netzsperrenwahnsinn zu eröffnen?
      Und stell dir vor, wenn du ins Ausland gehst gelten dort auch nicht CH Gesetze.
      Ich verstehe deine Argumente nicht.
      Ausser mit den Zahlen stimme ich mit dir überein, die interessieren mich auch.
    • nAk0ust!x 19.05.2018 04:46
      Highlight Highlight Ich denke, wir alle fühlen mit deinen 2 bekannten mit, die sich durch ihr handeln selbst ruiniert haben. Mein ich ernst. Süchte sind nunmal ruinös - egal ob spiel-, porno- oder drogensucht. ABER MENSCH, HIER GEHTS UM SEHR VIEL MEHR ALS NUR UM DEINE HEILIGEN SOZIALABGABEN! Wie im Kommentar beschrieben besteht die Gefahr dass damit Tore geöffnet werden für weitere Einschränkungen und staatlich kontrolliertes Internet. Wenn wir den Grundsatz des freien Internets ankratzen oder sogar aufgeben, wirst du sehr bald sehr viel mehr für deine Inhalte bezahlen und dabei noch schön beeinflusst werden
    • Chääschueche 19.05.2018 08:47
      Highlight Highlight Ihr versteht es nicht...👍

      Habe in meinem Kommentar nix davon Geschrieben das ich die vorgehensweise der Politiker gut finde.

      Es muss aber was geschehen, denn wieso sollten im Internet die Gesetze der Schweiz nicht Gelten?
      Wegen der Freiheit?
      Also Internet = Rechtsfreier Raum?

      Ihr seht immer nur Schwarz und Weiss. zum glück kenne ich euch nicht ^^
    Weitere Antworten anzeigen
  • Ikarus 18.05.2018 18:54
    Highlight Highlight Was ich immernoch nicht verstehe, wieso zieht das argument mit dem geld überhaupt? Vor 2018 wars komplett verboten, sprich jeder rappen der eingenommen wird ist sowieso mehr als vorher online eingenommen werden konnte. Dass ist das wichtigste argument gegen diese gesetzvorlage und zeigt wie verlogen es zu und hergeht wenn das nicht zur debatte steht oder erwähnt wird. Auch auf watson gabs noch keinen einzigen Satz darüber!
  • nickname2000 18.05.2018 18:46
    Highlight Highlight Ein hervorragender Artikel! 👌
  • roger_dodger 18.05.2018 18:26
    Highlight Highlight Und das coole dran, die Kunden der Provider dürfen für den Aufbau der Sperren (Investitionen in Infrastruktur) über Abogebühren finanzieren damit sich die Schweizer Casinos bereichern können. Nein Danke!
    • DichterLenz 18.05.2018 19:37
      Highlight Highlight aus dem Gesetzestext: "Die Fernmeldedienstanbieterinnen werden für die zur Umsetzung der Sperre notwendigen
      Einrichtungen sowie für deren Betrieb von der verfügenden Behörde
      vollumfänglich entschädigt"...
      keine Sorge, zahlst es mit den Steuern.
    • Globidobi 19.05.2018 09:42
      Highlight Highlight Nein das wird natürlich mit den Mehreinnahmen durch das Online Geschäft bezahlt, jedoch müssen noch die Steuereinbussen der Lottogewinne abgezogen werden, was ca. eine Nullrechnung ergeben wird. Ja wir werden es mit dem Steuern zahlen.
  • Armend Shala 18.05.2018 18:21
    Highlight Highlight Nein es erscheint dann eine Seit wo folgendes steht: es grüssen Sie Ihre korrupten Parlamentarier, welche ein Gesetz verabschiedet haben, dass von Schweizer Casinos iniziert wurde und uns zu gratis Restaurant -und Plauschabend eingeladen hat. In anderen Ländern würden solche Politiker ins Gefängnis kommen, wegen ganz klarer Korruption. Aber hier nennt man das ja immernoch Lobbyismus/Interessensvertretung.
  • DichterLenz 18.05.2018 18:21
    Highlight Highlight su
    vi /etc/resolv.conf
    nameserver 8.8.8.8
    :wq!
    • El Vals del Obrero 18.05.2018 18:52
      Highlight Highlight Falls die Sperre auf IP-Ebene ist oder die Provider den DNS-Traffic nach extern sperren nützt das nicht so viel.
    • DichterLenz 18.05.2018 19:10
      Highlight Highlight dann wirds etwas schwieriger... dauert aber auch nicht viel länger. Hab irgendwo gelesen dass es rein über die DNS-Server der Schweizer Provider gehen soll.
    • Ueli der Knecht 18.05.2018 19:39
      Highlight Highlight DichterLenz: 8.8.8.8 gehört Google.

      Mit deinem Trick erlaubst du Google, deine Privatsphäre noch mehr auszuspionieren. Google betreibt nebst dem Tracking auch DNS-Zensur.

      Aus dem Google-FAQ:
      "it does not perform any blocking or filtering of any kind, EXCEPT that it may not resolve certain domains in extraordinary cases IF WE BELIEVE THIS IS NECESSARY to protect Google’s users from security threats." (http://bit.ly/2wUyCgJ)

      Den Teufel kann man nicht mit dem Beelzebub austreiben.

      Das Internet ist kaputt. Die Design- und Konzeptfehler lassen sich nicht wegpatchen. Auch nicht mit Google. ;)
    Weitere Antworten anzeigen
  • Trollerix 18.05.2018 18:20
    Highlight Highlight Gut und treffend beschrieben. Die Netzsperren lösen das eigentliche Problem nicht. Beispiel des Worst-Case-Scenarios: Die Netzsperre in der Schweiz dehnt sich aus auf so viele Bereiche/Services/Seiten, dass man nicht mehr die Angebote wahrnehmen kann, die man möchte (alles im legalen Rahmen versteht sich). Das endet darin, dass irgendwelche Staaten ohne Netzsperren schöne ‚Tunnel‘ (VPN) anbieten, durch welche man trotzdem überall draufkommt. Möchte man das wiederum verhindern, muss man soviel blockieren, dass man als Unternehmen nicht mehr vernünftig arbeiten kann.
    • DichterLenz 18.05.2018 19:29
      Highlight Highlight IPSec können sie ja kaum sperren... dann können die Bündeler ja selber kein Homeoffice mehr machen :-))
  • Arneis 18.05.2018 18:19
    Highlight Highlight Das wir in der liberalen Schweiz überhaupt über Netzsperren diskutieren, verstehe ich nicht.
    • Luzi Fair 18.05.2018 19:20
      Highlight Highlight *Dass

      Aber sonst hat du natürlich 100% recht.

      Sorry🙈
    • Troxi 18.05.2018 19:23
      Highlight Highlight Etwa so wie wir in der liberalen Schweiz über Kleidervorschriften diskutieren müssen?
    • mrcharliebrown 18.05.2018 21:46
      Highlight Highlight Liberal? Naja..
    Weitere Antworten anzeigen
  • sleepalot 18.05.2018 18:10
    Highlight Highlight Beim Teaser-Bild ist die Seite ja nicht gesperrt... nur das SSL Zertifikat abgelaufen oder ungültig.
    #klugscheissermodus

    • sleepalot 18.05.2018 18:18
      Highlight Highlight ansonsten sehr gut geschrieben! die „positiven“ seiten könnte man auch ohne den overload hinbekommen (spielerschutz, steuerabgaben etc.)
    • Madison Pierce 18.05.2018 18:31
      Highlight Highlight Wenn die Sperre per DNS für casino.net eine andere IP zurückliefert (die des Sperrservers), hat der kein gültiges SSL-Zertifikat für casino.net. (Ausser der Bund zwingt einen noch, ein CA-Zertifikat zu importieren.)

      Die schönen "Achtung illegal"-Sperrseiten funktionieren nur mit HTTP, nicht HTTPS.
    • Seomon 18.05.2018 18:48
      Highlight Highlight Das mit dem ungültigen Zertifikat wird aber so der Fall sein, ich hoffe schwer die Provider werden nicht wagen diese zu fälschen...
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