Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
FILE - This Feb. 17, 2016 file photos an iPhone is seen in Washington. The dispute over whether Apple must help the FBI hack into a terror suspect's iPhone is about to play out in a Southern California courtroom. The hearing Tuesday, March 22, in U.S. District Court in Riverside is the first in the battle that has seen Cook and FBI Director James Comey spar over issues of privacy and national security. (AP Photo/Carolyn Kaster,File)

Ungenügend! Ein mehr als vierstelliger Code, mit Zahlen und Buchstaben, schützt vor fremdem Zugriff.
Bild: Carolyn Kaster/AP/KEYSTONE

Good News: Das FBI kann nur alte iPhones knacken

Wie es das Apple-Handy eines Terroristen entschlüsselt hat, will die US-Bundespolizei nicht verraten. Doch laut Behördenchef Comey funktioniert die Methode auf neuen Modellen nicht.

08.04.16, 09:48 08.04.16, 10:48


Ein Artikel von

Die technische Lösung, mit der das FBI den Passwort-Schutz des iPhone 5c eines toten Attentäters geknackt hat, funktioniert nur bei alten Apple-Handys. Die Methode wirke weder bei Geräten der 6er-Reihe, noch beim iPhone 5s, sagte FBI-Chef James Comey bei einem Auftritt am Kenyon College in den USA.

Die Behörden hätten noch keine Entscheidung dazu getroffen, ob Apple über die technischen Einzelheiten des Vorgehens aufgeklärt werde, sagte Comey weiter. Wenn die vom FBI verwendete Methode eine Schwachstelle in Apples Software ausnutzt, könnte der Konzern diese schliessen. Eine erneute Anwendung der Technik wäre damit nicht mehr möglich.

Laut FBI-Chef darf es keine «absolute Privatsphäre» geben.

Die US-Ermittler hatten die Lösung bei einem externen Dienstleister eingekauft, nachdem Apple sich geweigert hatte, sie beim Aushebeln der Passwort-Schutzes zu unterstützen.

Das Unternehmen hatte dem FBI zunächst dabei geholfen, so viele Daten wie möglich zu sichern. Offenbar waren weitere Versuche, Daten aus dem Gerät zu extrahieren, gescheitert, weil ein FBI-Mitarbeiter ein Passwort geändert hatte, das für die weitere Vorgehensweise wichtig gewesen wäre.

Keine «absolute Privatsphäre»

Der wochenlange Streit zwischen Apple und dem FBI hatte weltweit für viel Aufsehen gesorgt.

Der US-Konzern hatte argumentiert, die vom FBI eingeforderten Hilfsmassnahmen hätten in dem Fall bedeutet, eine Hintertür zum iPhone-Betriebssystem zu schaffen. Laut FBI sollte die so konstruiert werden, dass sie sich nur auf dem fraglichen Gerät funktioniert hätte.

Nach Apples Ansicht wäre das aber zu gefährlich gewesen. Es hätte die Gefahr bestanden, dass eine nach den Vorgaben des FBI entwickelte Software in fremde Hände gelangt und so manipuliert worden wäre, dass sich damit auch andere iPhones hätten entschlüsseln lassen.

Comey konterte bei seinem Auftritt, es dürfte keine «absolute Privatsphäre» geben, bei der Daten auf Smartphones auch zum Wohl der öffentlichen Sicherheit nicht für Behörden zugänglich wären.

(mak/dpa)

Apple vs. FBI: Die Vorgeschichte

Good News: Das FBI kann nur alte iPhones knacken

Gegen den Willen von Apple: FBI knackt iPhone von San-Bernardino-Attentäter

Streit mit Apple: Israelische Firma hilft dem FBI angeblich beim iPhone-Hack

Warum eiert der Microsoft-Gründer herum und fällt Apple in den Rücken?

Ex-NSA-Chef: «Das FBI möchte eine Hintertür in allen Geräten weltweit»

Streit um iPhone-Entschlüsselung: Jetzt unterstützen auch Facebook und Twitter Apple

Apple vs FBI: Jetzt schalten sich die Chefs von Google und WhatsApp ein (und Trump auch) 

Apple hat recht: Kein Zugriff auf iPhones von toten Terroristen

Apple wehrt sich gegen US-Regierung: «Sie haben uns gebeten, eine Hintertür zum iPhone zu entwickeln»

Darum muss Apple für eine starke Verschlüsselung kämpfen

Ist der Apple faul geworden – oder verhindern Tim Cook & Co. einen Big-Brother-Staat?

Alle Artikel anzeigen

So überwacht uns der Staat

Wo war Herr Glättli die letzten sechs Monate? Minute für Minute, Ort für Ort? Swisscom oder Sunrise wissen es, Sie wissen es jetzt – und der Staat kann es jederzeit wissen

Was der Staat von Ihrem Smartphone will. Und wann. Und weshalb.

«Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Bund auch Telefongespräche und SMS speichern will»

«Dass die Speicherung von Handydaten nichts bringt, ist kompletter Unsinn»

Das Beziehungsnetz: Wer ist beruflich wichtig, wer ist verwandt? Mit wem hat Herr Glättli wirklich viel zu tun?

Wie der Staat Daten «wegen Terror» abgreift – und uns eigentlich bloss komplett verarscht

Die Kapo Bern hat bald ein teures neues Abhörsystem. Aber der eigentliche Skandal dahinter ist die Beschaffung

Die vergessenen Jahre des Terrors: In den 70ern und 80ern zogen Terroristen eine Blutspur durch Europa

Wenn Sie immer noch glauben, Datenschutz sei nur für Menschen, die etwas zu verbergen haben, bitte hier weiterlesen

Die unsäglich peinliche Geschichte der gehackten Hacker (und Kapo-ZH-Lieferanten) in 25 Tweets erzählt

Diese Politiker sorgten sich eben noch um unsere Privatsphäre – und sagen jetzt trotzdem Ja zu mehr Überwachung

Fremde Geheimdienste sollen die Leitungen von Swisscom und Co. angezapft haben. Das musst du wissen

Polizei und Staat wollen Sie im Internet umfassend überwachen. Jeder zweite Schweizer sagt «Nein, danke!»

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.

Abonniere unseren Daily Newsletter

4
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
4Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • C0BR4.cH 08.04.2016 09:50
    Highlight Klar. Nur alte iPhones. Wers glaubt xD
    5 9 Melden
    • @schurt3r 08.04.2016 09:53
      Highlight Informatik ist keine Glaubensfrage ;-)
      13 1 Melden
    • C0BR4.cH 08.04.2016 10:11
      Highlight Genau : )
      Denn es gilt, ALLES ist knackbar. Frag sich nur wie lange es geht, bis es jemand entdeckt.
      10 1 Melden
    • zeromg 08.04.2016 13:50
      Highlight Habe es heute in der Migros gesehen. Scheint sympatisch zu sein. :-)
      5 0 Melden

Paukenschlag von Nintendo: «Mario Kart» kommt für Smartphones

Nintendos neue Konsole Switch bricht Verkaufsrekerode, der Online-Dienst der Switch startet im September, Mario kommt als Animationsfilm ins Kino und ach ja, Nintendo bringt endlich «Mario Kart» auf Smartphones.

Es sind News, die wohl jeden Nintendo-Fan begeistern dürften: Der japanische Spielegigant hat soeben verkündet, dass man die seit über 25 Jahren populäre Spieleserie «Mario Kart» zum ersten Mal auf Smartphones bringen wird.

Auf Twitter schreibt Nintendo, dass «Mario Kart Tour» für Smartphones in Entwicklung sei und das Spiel bis spätestens März 2019 erscheinen wird.

Nintendo entwickelt seine Spiele seit 2015 auch für Smartphones. Der grösste Mobile-Hit der Japaner war bislang «Super Mario …

Artikel lesen