Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

In sozialen Netzwerken und Kommentarspalten herrscht oft ein rauer Ton. Bild: shutterstock

Umfrage

Fast jeder Zweite wurde im Netz schon belästigt

Pöbeleien, Einschüchterungen und Drohungen gab es schon vor dem Internet. Laut einer Studie hat sich im Netz aber jeder zweite Nutzer schon einmal belästigt gefühlt. Manche Bevölkerungsgruppen sind besonders stark betroffen.

24.10.14, 08:14 24.10.14, 11:25

Ein Artikel von

Belästigungen im Internet hat fast jeder schon einmal erlebt oder beobachtet, der im Netz unterwegs ist. Das reicht von einfachen Beleidigungen bis hin zu schweren Bedrohungen oder Stalking. In einer Studie hat das Meinungsforschungsinstitut Pew Research am Mittwoch konkrete Zahlen zum Thema vorgelegt. Von 2'849 befragten Amerikanern gaben 73 Prozent an, bereits Zeuge von Schikanierungen irgendeiner Art geworden zu sein. 40 Prozent waren nach eigenen Angaben selbst schon einmal Ziel solcher Angriffe.

Dabei unterscheiden sich die Arten der Belästigungen zum Teil sehr stark voneinander, je nach Alter und Geschlecht der Betroffenen. Generell kann gesagt werden: Je jünger die Internet-Nutzer sind, desto grösser ist die Wahrscheinlichkeit, zum Ziel etwa von Pöbeleien zu werden. 65 Prozent der jungen Erwachsenen bis 29 berichten von entsprechenden Erfahrungen. Wird das Alter auf bis zu 24 Jahre eingegrenzt, steigt der Wert der direkt Betroffenen auf 70 Prozent.

Gepöbelt wird vor allem in sozialen Netzwerken und Foren

Beschimpfungen erstrecken sich recht gleichmässig auf Frauen wie Männer. Allerdings werden Frauen und Männer unterschiedlich angegangen: Männern wird häufiger mit physischer Gewalt bedroht, während Frauen überdurchschnittlich oft mit sexuellen Anspielungen und Belästigungen konfrontiert sind. Auch die Verfolgung durch Stalker trifft vor allem Frauen. Im Alter von bis zu 24 Jahren ist jede vierte Online-Nutzerin bereits Opfer von Stalking oder sexueller Belästigung geworden.

Soziale Netzwerke sind laut der Studie der Haupttummelplatz für Pöbler und Stalker. 60 Prozent der Nutzer mit entsprechenden Erfahrungen wurden auf Plattformen wie Facebook beziehungsweise über die dazugehörigen Apps angegangen. Fast jeder vierte Befragte aus der Gruppe der Betroffenen gab an, in Kommentarspalten rüde behandelt worden zu sein.

Interessant sind die Ergebnisse der Befragung auch in Bezug auf den Umgang mit derartigen Erlebnissen: Egal, ob sich belästigte Netznutzer gegen Pöbeleien zur Wehr gesetzt oder die Vorfälle ignoriert haben – beide Gruppen äussern im Nachhinein Zufriedenheit mir ihrer Entscheidung (75 beziehungsweise 83 Prozent). (meu)



Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
1
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
1Kommentar anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 24.10.2014 13:49
    Highlight Tja, dieses Internet ist halt kein Ponyhof und anonymes Neuland, wenn es die Deutsche Bundesregierung beschreiben müsste. Was sagen unsere BRs? Müssen die überhaupt was sagen? Die kommen bei Fragen zur Netzneutralität gehörig ins Schwitzen und lassen ihre Berater vom Stappel.
    1 0 Melden

Warum Teenies ausserhalb der Schweiz gerade eine Existenzkrise haben

In einem deutschen Kinderzimmer spielte sich vor wenigen Tagen Dramatisches ab: Ein schluchzender Teenie liegt zusammengerollt auf dem Bett, die Mama steht ratlos daneben. Die Mutter heisst in diesem Fall Nele Heine und beschreibt auf ihrem Blog eine Situation, die sich aktuell in vielen Haushalten der EU abspielen dürfte. Denn etwas Furchtbares ist geschehen: Der unter 16-jährigen Instagram-Generation wurde ihre namensgebende Plattform weggenommen.

Der Bösewicht? Die neue …

Artikel lesen