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The interior of a Tesla Model S is shown in autopilot mode in San Francisco, California, U.S., April 7, 2016.   REUTERS/Alexandria Sage/File Photo

Autonomes Fahren: Im Innern eines Tesla S (Symbolbild). Bild: STAFF/REUTERS

Tesla-Fahrer stirbt bei Unfall mit Lastwagen – er hatte den Autopiloten aktiviert



Der tragische Unfall ereignete sich bereits vor rund zwei Monaten, öffentlich bekannt wurde er jedoch erst gestern Donnerstag. Am 7. Mai 2016 verlor ein Mann aus dem US-Bundesstaat Ohio sein Leben, als er in Florida in einen Lastwagen crashte. Der 40-Jährige, der beim Unfall ums Leben kam, fuhr einen «Tesla S» und hatte den Autopiloten aktiviert.

Wie der Hersteller des verunfallten Autos am Donnerstagabend in einem Blog-Eintrag mitteilte, war dies das erste Mal, dass sich ein tödlicher Unfall ereignete, bei dem der Autopilot eingeschaltet war. 

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Die US-Verkehrssicherheitsbehörde prüft nun 25'000 Modelle von Tesla. Video: reuters.com

«Nach unserem Wissen war dies nach 130 Millionen Meilen der erste fatale Unfall, der sich bei eingeschaltetem Autopilot ereignete, durchschnittlich ereignet sich in den USA alle 90 Millionen Meilen ein tödlicher Unfall.»

Stellungnahme von Tesla

Der Unfall ereignete sich nach Unternehmensangaben, als ein Lastzug im rechten Winkel vor dem selbstfahrenden Tesla die Strasse kreuzte. Möglicherweise habe der Autopilot die weiss gestrichene Seite des Lkw nicht von dem taghellen Himmel dahinter unterscheiden können; die Bremsfunktion sei jedenfalls nicht ausgelöst worden.

Der Tesla sei dann seitlich in den Lkw gefahren, wobei seine Windschutzscheibe eingedrückt worden sei. Hätte sich das selbstfahrende Auto von vorne oder von hinten dem Lkw genähert, hätte sein eingebautes «Unfallvorbeugungssystem wahrscheinlich ernstere Verletzungen verhindert», hiess es in der Erklärung des Unternehmens.

Tesla betonte, dass es sich bei dem Autopilot-System um eine neue Technologie in der sogenannten Beta-Phase handele, die in der Grundeinstellung ausgeschaltet sei. Fahrer würden beim Einsatz des Programms ausdrücklich aufgefordert, die Hände niemals vom Steuer zu nehmen und die Kontrolle und Verantwortung über das Fahrzeug zu behalten.

Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA habe eine vorläufige Prüfung in der Angelegenheit eingeleitet, teilte Tesla am Donnerstag (Ortszeit) mit. Die Prüfung der Verkehrssicherheitsbehörde habe zunächst nur vorläufigen Charakter. Ziel sei es festzustellen, ob das technische System planmässig funktioniert habe. Ein Sprecher der Behörde teilte mit, es sei ein Team von Sonderermittlern an den Unfallort entsandt worden.

Unfallopfer filmte Beinahe-Crash

Pikant: Der Verunglückte sorgte bereits im April für grosses Aufsehen, als er mit seiner Dash-Cam einen Beinahe-Crash filmte und diesen auf seinem YouTube-Channel publik machte. Das Video erreichte damals rund 1.7 Millionen Views. Unter anderem, weil Tesla-Vater Elon Musk den Clip auf Twitter postete. Damals funktionierte der Autopilot ausgezeichnet und verhinderte womöglich einen gröberen Unfall.

Bei Google gab es in diesem Jahr ebenfalls den ersten Unfall mit einem selbstfahrenden Auto, das gerade vom Computer gesteuert wurde. Einer der Wagen kam in der Google-Heimatstadt Mountain View bei niedriger Geschwindigkeit einem Bus in die Quere, es gab nur Blechschaden. (leo/cma/sda/dpa)

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Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • john waynee 01.07.2016 15:10
    Highlight Highlight Da hat sich wohl einer zu sehr darüber gefreut nach der Spritztour mit seinem Autopiloten angeben zu können. Tja wenn man sich schon selber als Versuchskaninchen ans Messer liefert.-
  • Hüendli 01.07.2016 12:19
    Highlight Highlight (1/2) So tragisch der Fall auch sein mag: Es war klar, dass dies früher oder später passieren würde.
    Was ich mich frage ist, ob Tesla jetzt bei der US-Rechtsprechung nicht drankommt, weil man nicht (wie beispielsweise Mercedes) technisch verhindert hat, dass die Hände vom Lenkrad genommen werden können.
    Ende der 80er war Audi in den USA in einen Rechtsstreit verwickelt; unter dem resultierenden Imageschaden und den eingebrochenen Verkaufszahlen litt die Marke noch jahrelang.
    • Hüendli 01.07.2016 12:27
      Highlight Highlight (2/2) Das Problem: Die Amis waren zu blöd, beim Starten Automaten in D die Bremse zu betätigen (die Autos rollten folgerichtig im Standgas los). Seither lassen sich Automaten nur noch in P mit betätigter Bremse starten (und der Zündschlüssel kann auch nur dann abgezogen werden, um den umgekehrten Fall zu verhindern). Eigentlich unnötig bei gesundem Menschenverstand - wie auch Hinweise, dass Kaffee heiss ist und Katzen nicht in die Mikrowelle gehören. Aber eben, die Amis...
      Darum wird das Interessante an dieser Geschichte, ob für Tesla als US-Vorzeigeunternehmen hier andere Masstäbe gelten.
  • demokrit 01.07.2016 11:39
    Highlight Highlight Tja, Early adaptors.. Und dann auch noch Harry Potter auf der Mittelkonsole glotzen. Das ist schon einen Darwin Award wert.
  • piewpiew 01.07.2016 11:19
    Highlight Highlight Autopilot bedeutet nicht, dass der Fahrer sich zurücklehnen und Kaffee trinken kann. Man muss immernoch aktiv mitdenken und fahren.
  • chrach 01.07.2016 10:18
    Highlight Highlight Man sollte sich mal vorstellen was für ein Theater losgehen würde, in den Staaten, wenn Mercedes ein Auto mit einer noch nicht ausgereiften Funktion auf den Markt gebracht hätte und jemand dabei umgekommen wäre...
  • Str ant (Darkling) 01.07.2016 09:01
    Highlight Highlight 130 Millionen Meilen == 1 Toter wenn das so stimmt wieso die Aufregung ?
    • Scaros_2 01.07.2016 09:40
      Highlight Highlight An sich ist es ja auch gut jedoch fehlt mir persönlich der Kontext was der Fahrer machte um nicht ans Lenkrad zu greiffen? Tesla selbst sagt immer, das man eingreiffen könnte.
    • Hoppla! 01.07.2016 10:04
      Highlight Highlight Abgsehen davon ist die Schuldfrage auch noch entscheidend.

      Ich persönliche traue dem Autopiloten mehr als einem Durschnittsautofahrer.
    • FabianK 01.07.2016 10:25
      Highlight Highlight @Scaros_2 Anscheinend hat der Fahrer selber den Lastwagen auch nicht gesehen, da dieser weiss war und die Sonne aus der selben Richtung blendete.
    Weitere Antworten anzeigen
  • D(r)ummer 01.07.2016 08:16
    Highlight Highlight Haben die Verbrennungsmotor-Multis und deren Freunde in der Ölindustrie keine weiteren Argumente, als Autopilot und Tote, gegen die Energiewende? Denn ich denke, dass jemand dem Elon Musk das Geschäft schleichend vermiesen möchte. Dieser Artikel zeigt, dass die Autopilottechnik (an der Google auch dran ist) noch Fehler in sehr seltenen Situationen aufweist. Klar müssen diese Fehler ausgemerzt werden, aber die Stimmungsmache macht mir mehr sorgen...
    • Klaus K. 01.07.2016 08:35
      Highlight Highlight Als ob es einen Unterschied macht, ob ein globaler Multi Verbrennungsmotoren herstellt oder Elektromotoren. Hier gehts um einen Toten Fahrer.
    • D(r)ummer 01.07.2016 08:52
      Highlight Highlight Der benutzt wird...
    • Donald 01.07.2016 09:54
      Highlight Highlight Du weisst schon, dass die grossen Autohersteller auch solche Systeme in aktuellen Autos haben?
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