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ARD QUIZDUELL (14 Folgen), Jörg Pilawa präsentiert eine neue Generation von Quiz, ab (12.05.14), montags bis freitags um 18.00 Uhr im Ersten.Deutschlands beliebteste App kommt ins Fernsehen:

Im Quizduell sollten Smartphone-Nutzer mit ihrer App live gegen vier Studiokandidaten spielen. Da das durch den Hackerangriff nicht mehr möglich war, liess Pilawa das Publikum gegen die Kandidaten antreten.  Bild: ARD

TV duellierte ums Smartphone-Quiz und scheiterte

Hacker vermasseln Start von «Quizduell» im Fernsehen 

Das ging daneben: Mit dem Quizduell wollte das erste deutsche öffentlich-rechtlichen Fernsehen (ARD) den Spagat zwischen App und TV schaffen – doch gleich beim Start der Show legten Hacker den Server lahm. Der Moderator Jörg Pilawa nahm es mit Humor. 

Ein Artikel von

Spiegel Online

Was als App klappt, kann auch als TV-Format nicht schiefgehen – könnte man meinen. Doch der Start der «Quizduell»-Show im deutschen Fernsehsender ARD ging am Montagabend nach hinten los. Ein einziger Hacker hätte weltweit 15'000 Server lahmgelegt, sagte Moderator Jörg Pilawa am Montagabend während seiner Show. 

Der 48-Jährige nahm die Panne zunächst mit Humor: «Glückwunsch an die Hacker: Ihr hab es geschafft. Nur Pech: Ihr könnt jetzt kein Geld mehr gewinnen». Pilawa lud den Hacker in die Show ein, «wenn er einen Hintern in der Hose hat» und versprach «keine juristischen Konsequenzen». Pilawa bekam für diese souveräne Reaktion Lob. 

Im «Quizduell» sollten Smartphone-Nutzer mit ihrer App live gegen vier Studiokandidaten spielen. Da das durch den Hackerangriff nicht mehr möglich war, liess Pilawa das Publikum gegen die Kandidaten antreten. Zum Schluss gewannen die Saalzuschauer mit knappem Vorsprung. Die Prämie von 22'000 Euro (rund 26'900 Franken) wird unter Ihnen verteilt. 

Moderator Jörg Pilawa: «Der erste Versuch, eine App ins Fernsehen zu holen, ging komplett in die Hose».  Bild: ARD

«Putin war's»

187'000 Mal sei die neue aufs Fernsehen zugeschnittene «Quizduell»-App runtergeladen worden, verkündete der Moderator noch stolz zu Beginn der Sendung, die drei Wochen lang werktäglich im Programm vorgesehen ist. 

Die Kommentare im Netz liessen nach dem missglückten TV-Experiment nicht lange auf sich warten: «Putin war's», schrieb ein Twitterer. Ob Enthüllungsexperte Günter Wallraff jetzt die Sicherheit der ARD-Server auf RTL teste, lästerte ein anderer. Die neue Show ist der Versuch der ARD, mit einer Erfolgsidee aus dem Netz das eigene Programm zu verjüngen. Das Prinzip von «Quizduell» basiert dabei auf der gleichnamigen Smartphone-App, die sich bereits zehn Millionen Deutsche heruntergeladen haben. Es ist das erste regelmässige Engagement von Moderator Jörg Pilawa seit seiner Rückkehr vom ZDF. 

Pilawa verabschiedete sich am Montagabend von den «Quizduell»-Zuschauern: «Das war der Versuch, die App ins Fernsehen zu holen. Das ging komplett in die Hose.» Nach der Sendung wurde Pilawas Ton allerdings rauer:

 «Wenn die technischen Probleme nicht gelöst werden, dann ist das Experiment gescheitert».

Es bleibe spannend, ob die Sendung am Dienstag fortgesetzt werden könne, doch er sei zuversichtlich. 

(vks/kha/dpa)



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