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Bernie Sanders und Elon Musk werden vermutlich keine Freunde mehr.
Bernie Sanders und Elon Musk werden vermutlich keine Freunde mehr.bild: boredpanda

Musk kommt bei Aktienverkäufen auf 8,8 Milliarden Dollar – und hat Zoff mit Bernie Sanders

17.11.2021, 11:4617.11.2021, 13:37

Tesla-Chef Elon Musk hat bei seinen Aktienverkäufen die Summe von rund 8,8 Milliarden Dollar erreicht. Am Dienstag stiess er Papiere im Wert von fast einer Milliarde Dollar ab, wie aus Mitteilungen an die US-Börsenaufsicht hervorging.

Zuvor löste er erneut einen Teil seiner Aktienoptionen ein und stockte damit seine Beteiligung auf. Es war die dritte solche Transaktion seit Anfang vergangener Woche, die auf einen Mitte September festgelegten Verkaufsplan zurückging.

Der Tesla-Chef dürfte sich damit der Halbzeit bei den Aktienverkäufen nähern.

Derweil auf Twitter: Bernie vs. Elon

Bernie Sanders: «Wir müssen verlangen, dass die extrem Reichen ihren gerechten Anteil zahlen. Punkt.»
Bernie Sanders: «Wir müssen verlangen, dass die extrem Reichen ihren gerechten Anteil zahlen. Punkt.»
Elon Musk: «Ich vergesse immer wieder, dass Sie noch am Leben sind.»
Elon Musk: «Ich vergesse immer wieder, dass Sie noch am Leben sind.»

Die Demokraten von US-Präsident Joe Biden wollen im Kongress eine Milliardärssteuer auf Gewinne bei Wertpapieren durchsetzen, auch wenn diese nicht durch einen Verkauf realisiert werden. Musk, mit einem Vermögen von weit über 200 Milliarden US-Dollar der reichste Mensch der Welt, kritisierte diese Pläne bereits in der Vergangenheit scharf. Als Sanders vor einigen Tagen erneut an die Verantwortung der Reichen erinnerte, schoss Musk auf Twitter verbal zurück – und bekam dafür postwendend die Antwort von anderen Twitter-Usern.

Angesichts der stark gestiegenen Ungleichheit in den USA soll Umfragen zufolge inzwischen eine Mehrheit der Wählerinnen und Wähler hinter der Einführung von Vermögensteuern für Superreiche stehen.

«Das bisherige System, nach dem Kursgewinne erst bei einer Realisierung des Gewinns besteuert werden, gilt als ein Grund, warum US-Konzerne gern ihre eigenen Aktien zurückkaufen – und damit den Kurs stützen –, statt das Geld als Dividenden auszuzahlen. Kritiker bemängeln, dass reiche Bürger, die nicht auf regelmässige Dividenden angewiesen sind, damit ein Vermögen aufbauen können, ohne Steuern zu zahlen. Indem sie einfach abwarten.»

Musk hatte Twitter-Nutzer vor gut einer Woche abstimmen lassen, ob er sich von zehn Prozent seiner Tesla-Beteiligung trennen solle, angeblich um mehr Steuern zu zahlen. Mit rund 58 Prozent der abgegebenen Stimmen setzte sich der Vorschlag durch. Das Paket war zu dem Zeitpunkt rund 21 Milliarden Dollar wert, nach der Umfrage gab der Aktienkurs allerdings nach.

Von Tesla liess sich Musk kein Gehalt auszahlen. Deshalb musste er auch keine Einkommenssteuern bezahlen. Statt in Geld liess sich Musk durch Optionen auf Tesla-Aktien entschädigen. Er hat noch Zeit bis Ende August 2022, Optionen aus dem Jahr 2012 auf mehr als 20 Millionen Aktien einzulösen. Sonst verfallen sie. Der Preis dieser Papiere wurde bei 6.24 Dollar angesetzt. Auf die Differenz zum aktuellen Kurs von gut 1000 Dollar muss der Tesla-Chef Steuern zahlen.

Durch die Ziehung der Optionen hält Musk nach dem jüngsten Verkauf noch rund 168,6 Millionen Tesla-Aktien. Auf den im September – also Wochen vor der Twitter-Abstimmung – festgelegten Verkaufsplan gehen bisher rund drei Milliarden Dollar der Erlöse zurück.

Bernie oder Elon?

(oli/sda/awp/dpa)

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