Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Ein neuseeländisches Gericht befindet die Auslieferung an die USA als rechtens.  Bild: X00425

Jetzt wirds eng für Kim Dotcom – droht die Abschiebung?

05.07.18, 02:08 05.07.18, 03:20


Ein Gericht in Neuseeland hat den Berufungsantrag des umstrittenen deutschen Internetunternehmers Kim Dotcom gegen seine Auslieferung an die USA abgewiesen. Eine Auslieferung sei rechtens, urteilte das Berufungsgericht im neuseeländischen Wellington am Donnerstag.

Die von den USA vorgebrachten Beweise stützten den Vorwurf, wonach sich «die Berufungskläger vorsätzlich und in massivem Umfang zu kommerziellen Zwecken zu Urheberrechtsverletzungen verschworen und diese begangen haben», hiess es in einer Erklärung des Gerichts.

Die US-Behörden werfen Dotcom massive Urheberrechtsverletzung, Betrug und Geldwäsche vor. Er selbst weist alle Vorwürfe zurück und wirft den US-Behörden vor, im Namen der einflussreichen Hollywood-Filmindustrie einen Rachefeldzug gegen ihn zu führen.

Aufstieg und Fall des Kim Dotcom

FBI: Grösster Fall in US-Geschichte

Dotcom hatte im Jahr 2005 die Onlineplattform Megaupload gegründet, auf der Internetnutzer Dateien kostenlos hoch- und herunterladen konnten. Das US-Justizministerium wirft ihm und den drei weiteren Betreibern vor, die Seite ausdrücklich als Tauschbörse für urheberrechtlich geschützte Inhalte wie Filme, Fernsehprogramme und andere Dateien eingerichtet zu haben. Das US-Bundespolizei FBI stuft Dotcoms Aktivitäten als grössten Fall von Urheberrechtsverletzung in der US-Geschichte ein.

Im Januar 2012 schalteten die US-Behörden Megaupload ab, neuseeländische Polizisten durchsuchten auf US-Antrag Dotcoms Anwesen in Auckland und nahmen Dotcom fest. Seitdem wehrte er sich gegen seine Auslieferung. (sda/afp)

Das könnte dich auch interessieren:

Fluchthelferin (72): «Ich nehme die Strafe absolut in Kauf»

Babys an der Macht

Frauen, die sich trennen, sind keine Opfer – verdammt!

Lo & Leduc geben Geheimkonzert auf der kleinen Bühne – und der Gurten dreht durch

Belauscht: Männer über «Bitches», «Brüste» und MDMA-Bowlen

40 Jugendliche wegen Serie «13 Reasons Why» in psychiatrischen Notfall eingeliefert

Plötzlich Frieden in Eritrea: «Bei den Flüchtlingen wird es nun knallhart ums Geld gehen»

Kaum ein Land hat weniger als die Schweiz – der grosse Sommerferien-Report

Alle Artikel anzeigen

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

Themen
3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Schlange12 05.07.2018 12:09
    Highlight Harald Schmidt sagt einmal in seiner Sendung auf Sat1 circa um 2000 herum als Kim Schmitz oder Kim Dotcom wie er sich nun nennt bei ihm war, dass er einmal steinreich oder im Gefängnis sitzen wird. Beides ist schon eingetroffen. Wenn es bis nun auch nur Untersuchungshaft war.
    4 0 Melden
  • Toerpe Zwerg 05.07.2018 07:34
    Highlight Typisch neureicher Proll.
    4 56 Melden
    • Sebastian Wendelspiess 05.07.2018 10:53
      Highlight Was ist typisch?
      2 1 Melden

Drohendes Meme-Verbot und «Internet-Zensur» in der EU beunruhigen User

Ein wichtiger Ausschuss im EU-Parlament hat sich beim europäischen Urheberrecht für die umstrittene Einführung von Uploadfiltern auf grossen Online-Plattformen ausgesprochen.

Kritiker sehen durch derartige Uploadfilter die Meinungs- und Informationsfreiheit gefährdet. Satire, Parodie oder Zitate könnten von Algorithmen nicht erkannt werden – und würden zu Unrecht gesperrt. Es drohe ein Meme-Verbot.

Das Problem seien die Aufnahmen, die von Dritten gemacht wurden und für die es daher auch …

Artikel lesen