Digital
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
abspielen

Zuckerberg spricht über seine schwersten Tage: Das Interview in voller Länge. Video: YouTube/CNNMoney

Zuckerberg gibt erstes Interview nach Daten-Skandal: «Es tut mir wirklich leid»

Der Facebook-Boss ist erstmals seit dem Daten-Skandal vor die Kamera getreten. Er spricht über die Einmischung der Russen und zeigt sich offen für eine schärfere Regulierung. Dann wird er plötzlich emotional. 



Mark Zuckerberg hasst Interviews. Lieber verschanzt er sich mit seinen Tech-Ingenieuren in den Labors oder kommuniziert via Facebook-Posts. 

In der Nacht ist Zuckerberg erstmals seit dem Datenskandal um Cambridge Analytica vor die Kamera getreten. In einem Exklusiv-Interview mit CNN im Facebook-Hauptsitz gibt er sich reumütig - und wird am Schluss richtig emotional. «Das war ein grosser Vertrauensbruch. Es tut mir wirklich leid, was passiert ist.» 

Stunden zuvor hatte er sich mit einem Posting direkt an die Facebook-User gewandt und Fehler eingeräumt. 

Die wichtigsten Aussagen aus dem TV-Interview: 

Die Rolle der Russen

Gleich zu Beginn gibt Zuckerberg zu, dass Facebook bei den Präsidentschaftswahlen 2016 punkto Fake-News und Beeinflussung durch die Russen «nicht auf der Höhe» war. Die Sache sei keine «Rocket Science». Facebook setze nun alles daran, mit «harter Arbeit» zu verhindern, dass Nationen wie Russland oder fremde Troll-Farmen erneut Wahlen beeinflussen könnten.« Es waren 2016 so viele verschiedene Mächte im Spiel.»

Ob sie den Ausgang der Wahlen entscheidend beeinflusst hätten, darüber macht Zuckerberg keine eindeutige Aussage. 

Mit den US-Zwischenwahlen im Herbst 2018 steht die nächste Prüfung bereits vor der Tür. Zuckerberg glaubt, dass es auch bei den «Mid-Terms» wieder zu Einmischungsversuchen kommt. «Ich bin überzeugt, dass die Russen es mit einer neuen Taktik, einer Version 2, versuchen. Unsere Aufgabe ist es, dahinter zu kommen und dies zu unterbinden.»

Dank einer neuen  Software sei dies etwa in den Ersatzwahlen in Alabama im Dezember 2017 geglückt. «Wir haben zahlreiche Fake-Accounts aus Mazedonien ausfindig gemacht», so Zuckerberg.

Damals unterlag der von Donald Trump und Steve Bannon unterstützte Republikaner Roy Moore hauchdünn seinem demokratischen Herausforderer. 

Aussagen vor dem Kongress

Der Skandal um den Daten-Missbrauch von Cambridge Analytica hat Politiker rund um den Globus aufgeschreckt. Zuckerberg ist offenbar nun bereit, alle Karten auf den Tisch zu legen. «Ich bin bereit, vor dem US-Kongress auszusagen, wenn es das Richtige ist». 

Facebook werde die jeweils am besten informierten Mitarbeiter nach Washington schicken. «Wenn ich das bin, macht es mir Freude, zu kommen». 

Schärfere Regulierungen

Im Gegensatz zu den Zeitungen oder Fernsehen unterliegt Facebook weltweit praktisch keinen Werbe-Beschränkungen. Das könnte sich bald ändern. Sowohl in den USA wie in der EU drängen Politiker darauf, Facebook in die Schranken zu weisen. Zuckerberg zeigt sich erstaunlich offen für einen strengere Regulierung: «Die Leute sollen wissen, wer hinter den Anzeigen bei Facebook steckt.» 

Er sehe nicht ein, warum es im Internet weniger Transparenzals beim Fernsehen oder Zeitungen brauche. Die Frage sei nicht, ob es Regulierungen brauche, sondern welche die richtige Art sei. 

Seine Familie

Zum Schluss des Interviews wurde der zweifache Papa Zuckerberg richtig emotional. Die Vaterschaft habe ihn und seine Sicht auf die Arbeit verändert. Es gehe ihm nicht mehr primär darum, aus der Welt einen besseren Ort zu machen. «Ich will etwas aufbauen, mit dem meine Mädchen wachsen können und worauf sie stolz sind.»

(amü)

50 Millionen User betroffen

abspielen

Video: srf

Was Facebook erlaubt – und was gelöscht wird

Das könnte dich auch interessieren:

Du bist ein Schwing-Banause? Wir klären dich rechtzeitig fürs Eidgenössische auf

Link zum Artikel

Greta Thunberg wollte Panik säen, erntet nun aber Wut

Link zum Artikel

Der neue Tarantino? Ist Mist. Aber vielleicht seht ihr das ganz anders

Link zum Artikel

Wohin ist denn eigentlich die Hitzewelle verschwunden? Nun, die Antwort ist beunruhigend

Link zum Artikel

Vorsicht, jetzt kommt die Wohnmobil-Rezession!

Link zum Artikel

MEI, Minarett und Güsel: Das musst du zum Polit-Röstigraben wissen

Link zum Artikel

Keine Hoffnung auf Überlebende nach Unwetter im Wallis ++ Gesperrte Pässe in Graubünden

Link zum Artikel

Google enthüllt sechs Sicherheitslücken in iOS – das solltest du wissen

Link zum Artikel

ARD-Moderatorin lästert über «Fortnite»-Spieler und erntet Shitstorm – nun wehrt sie sich

Link zum Artikel

QDH: Huber ist in den Ferien. Wir haben ihn vorher noch ein bisschen gequält

Link zum Artikel

Die bizarre Geschichte der Skinwalker-Ranch, Teil 4: Die Zweifel des Insiders

Link zum Artikel

AfD-Politikerin Alice Weidel ist heimlich wieder in die Schweiz gezogen

Link zum Artikel

Liam und Emma sind die beliebtesten Namen der Schweiz – wie sieht es in deinem Kanton aus?

Link zum Artikel

Prügelt Trump die amerikanische Wirtschaft in eine Rezession?

Link zum Artikel

Oppos Reno 5G ist ein spektakuläres Smartphone – das seiner Zeit voraus ist

Link zum Artikel

Ich hab die 3 neuen Huawei-Handys 2 Monate im Alltag getestet – es gab einen klaren Sieger

Link zum Artikel

Wahlvorschau: Die Zentralschweiz ist diesmal nicht nur für Rot-Grün ein hartes Pflaster

Link zum Artikel

Die Bloggerin, die 22 Holocaust-Opfer erfand, ist tot, ihre Fantasie war grenzenlos

Link zum Artikel

YB-Fan lehnt sich im Extrazug aus dem Fenster – und wird von Schild getroffen

Link zum Artikel

«Es ist absurd» – der Chef erklärt, was er vom Feminismus hält

Link zum Artikel

Immer wieder Djokovic – oder Federers Kampf gegen die Dämonen der Vergangenheit

Link zum Artikel

Pasta mit Tomatensauce? OK, wir müssen kurz reden.

Link zum Artikel

Schweizer Firmen wollen keine Raucher einstellen – weil sie (angeblich) stinken

Link zum Artikel

10 Tweets, die zeigen, dass in Grönland gerade etwas komplett schief läuft

Link zum Artikel

Mein Horror-Erlebnis im Militär – und was ich daraus lernte

Link zum Artikel

2 mal 3 macht 4! – Das wurde aus den Darstellern von «Pippi Langstrumpf»

Link zum Artikel

Apples Update-Schlamassel – gefährliche iOS-Lücke steht zurzeit wieder offen

Link zum Artikel

Zug steckt während 3 Stunden zwischen Grenchen und Biel fest – Passagiere wurden evakuiert

Link zum Artikel

Sogar Taschenrechner verwirrt: Dieses Mathe-Rätsel macht gerade alle verrückt

Link zum Artikel

So viel verdient dein Lehrer – der grosse Schweizer Lohnreport 2019

Link zum Artikel

Uli, der Unsportliche – warum GC-Trainer Forte in Aarau unten durch ist

Link zum Artikel

Ab heute lebt die Welt auf Ökopump – und diese Länder sind die grössten Umweltsünder

Link zum Artikel

«Es war die Hölle» – dieser Schweizer war am ersten Woodstock dabei

Link zum Artikel

Gewalt und Krankheiten – die Bewohner der ersten Steinzeit-Stadt lebten gefährlich

Link zum Artikel
Alle Artikel anzeigen

Abonniere unseren Newsletter

19
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
19Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Vanessa_2107 22.03.2018 10:37
    Highlight Highlight Mein Gott seid ihr alle negativ. Geben wir ihm doch eine Chance. Ist doch gut möglich, dass es ihm Ernst ist.
    • Fabio Haller 23.03.2018 23:39
      Highlight Highlight Der hatte schon weiss gott wieviele chancen und weiss gott wieviele schon ausgenutzt. Allein seine idee von Facebook ist geklaut.... Der hat genug chancen gehabt
  • g0ldrake 22.03.2018 08:51
    Highlight Highlight Ach kommt schon ihr Nörgler...schaut euch doch seine Kuller-Augen an...es tut ihm wirklich leid und er wusste von gar nichts!
  • Ich Weisses 22.03.2018 08:37
    Highlight Highlight Scheinheilig ... Daten sammeln durch alle möglichen Türen und Hintertüren und zu Geld machen ist das Kerngeschäft von Facebook & Co. Und das wird so bleiben. Skrupel haben da keinen Platz.
  • Fabian Studer 22.03.2018 08:29
    Highlight Highlight Der ganze Skandal ist an den haaren herbeigezogen. Buhu Daten wurden verwendet nachdem man sie freiwillig Preis gab während teils Leute dachten es gibt Dinge um sonst von milliardenschweren Unternehmen.

    Und wie zuckerberg selber so vorsichtig formuliert von sich gab: viele haben mitgemischt und gewissen soll es jetzt verboten werden... um die internationalen facebook-google-disney pseudolinken monopolisten zu stärken!
  • wolfderwolf 22.03.2018 08:19
    Highlight Highlight Wer kennts noch?
    Play Icon
    • Al Paka 22.03.2018 12:47
      Highlight Highlight Haha, ja wenn du es nicht gepostet hättest, hätte ich es gemacht.
      Nachdem ich den Titel vom Bericht gelesen habe, dachte ich gleich an dieses Video. 😉
    • wolfderwolf 22.03.2018 13:53
      Highlight Highlight Hättest vielleicht noch captain insight posten können 😄
  • Majoras Maske 22.03.2018 07:28
    Highlight Highlight So lange Facebook sein Geschäftsmodel nicht grundlegend ändert - das Verkaufen der sogenannten User als Produkte - tut es ihm gar nicht soooooo leid.
  • CASSIO 22.03.2018 07:21
    Highlight Highlight ein skandälchen reiht sich ans andere, die leitzinsen werden sanft erhöht, die superreichen schichten um, die kleinen verlieren alles getrieben von der gier....
  • rodolofo 22.03.2018 07:13
    Highlight Highlight Okay.
    Und wie soll's jetzt weiter gehen mit dem Geld verdienen?
  • DocM 22.03.2018 06:56
    Highlight Highlight Fehlt nur ncoh die Aussage dass die Erde eine Scheibe ist und er an den Weltfrieden glaubt, denn nur so wirkt er glaubwürdig....
  • Jein 22.03.2018 06:55
    Highlight Highlight Was für ein Heuchler. Datensicherheit und Privatsphäre waren Zuckerberg immer schon so was von egal.

    Zuckerberg wurde ja fast aus Harvard rausgeschmissen weil er für den Vorgänger von Facebook, Facesmash, Fotos hunderter Studentinnen ohne Einwilligung online stellte. Und dann gab es einige Interviews aus der Anfangszeit von FB die klarmachen, dass er sich zum Thema nie viel überlegt hat.
  • Gsnosn. 22.03.2018 06:39
    Highlight Highlight Wählen tun aber immer noch die Menschen selber und nicht FB! Deswegen verstehe ich die ganzw Problematik nicht.
    • Ueli der Knecht 22.03.2018 12:25
      Highlight Highlight Gsnosn: Es ist das Geld, welches die Demokratie lenkt. Nicht nur Russen, Türken oder Iraner leben in einer gelenkten Demokratie, sondern praktisch die ganze Welt. Auch diejenigen Blauäugigen, die glauben, sie lebten in einer richtigen Demokratie. Die gibt's nämlich schon längst nicht mehr. Geld regiert die (neoliberale, feudalistische und hyperkapitalistische) Welt.

      Insofern ist das ganze Brimborium rund um Wahlen und Abstimmen nur Dekoration zur Unterhaltung des Volks. Es gilt nicht "one man one vote", sondern je mehr Geld, desto mehr Stimmengewicht. Zuckerberg hat vielmehr als du und ich.
  • Dogbone 22.03.2018 06:31
    Highlight Highlight So und jetzt sind alle wieder gaaanz lieb und keiner will mehr irgendetwas löschen, weil Zuckerberg ist doch auch nur ein Mensch und soo emotional...🙄
  • P1erre991 22.03.2018 06:20
    Highlight Highlight Ich glaube dem Kerl kein Wort! Der versucht nur seine Milliarden zu retten!
  • CASSIO 22.03.2018 04:31
    Highlight Highlight ein vertrauensbruch kostet nichts. asche über mein haupt, und gut ist. die pr-strategie dürfte aufgehen.
    • DocM 22.03.2018 06:56
      Highlight Highlight ich hoffe vor dem aufgehen wurde das dr vergessen

Der Regenwald brennt – aber diese im Internet kursierenden Bilder sind alle nicht echt

Solche Fragen kursieren seit Tagen bei Facebook und Co. Und zwar zu dramatischen Tier-Bildern:

Das Problem: Es sind Fake-Bilder, zum Teil älter, und keineswegs zu den jüngsten Waldbränden am Amazonas.

Der auf Fake-News und Social Media spezialisierte Mimikama-Blog hat diverse Postings unter die Lupe genommen. Resultat eines Faktenchecks: Nichts davon war echt.

Auch das nächste Bild, das bei Twitter die Runde machte, hat nichts mit der aktuellen Katastrophe zu tun. Es stammt aus dem Jahr 2017 und …

Artikel lesen
Link zum Artikel